Frage von sizo24, 105

Frage über Autismus, Persönlichkeitsstörung und ADS, könnt ihr mir helfen?

Guten Tag zusammen also ich fang gleich mal an,

Ich bin 20 Jahre alt habe A-Typischer Autismus, Schizoide Persönlichkeitsstörung und ADS diagnostiziert und bin drei Jahre Arbeitsunfähig geschrieben und bekomme Geld (Hilfe zum Lebensunterhalt).

Ich habe einen Hund seit fast einem Jahr und gehe seit dem wieder raus was ich vorher nie gemacht habe wegen meiner Krankheit.

Ich kann so gut wie gar nicht unter Menschen und auch nicht gut kommunizieren, wenn mich jemand anspricht weiß ich oft nicht wie ich reagieren soll oder was ich sagen soll, Situationen kann ich auch nicht einschätzen zum Glück passiert mir das auch nicht so oft. Wenn mir jemand mal entgegen kommt dann kehre ich manchmal wieder um. Ich bin auch immer sehr schnell abgelenkt bei Gesprächen und kann diese auch kaum folgen zbs wenn jemand mit mir spricht und mein Hund würde daneben bellen dann wär es das schon gewesen mit dem Gespräch.

Was mir auch immer wieder vorkommt das ich vielen misstraue und dass ich denke das meine Mutter irgendwas hinter meinem Rücken plant mich einweisen will.

Seit heute bin ich bei einem Psychiater wovor ich panische Angst habe weil ich früher als Kind schon mal in einer Psychiatrie weil ich nicht in die Schule gegangen bin und meine Krankheit konnten die auch nicht feststellen das geschah erst letztes Jahr. Ich denke deswegen immer die wollen mich einsperren oder ich muss da bleiben.

Auf jeden Fall bin ich da weil meine Mutter gesagt hat das ist wichtig weil ich muss nachweiße bringen das ich nicht Arbeiten kann sonst kann es sein das ich nach den drei Jahren kein Geld mehr bekomme.

Stimmt das? Oder will Sie nur das ich mich änder? Wobei A-Typischer Autismus, Schizoide Persönlichkeitsstörung und ADS nicht heilbar ist.

Ich will einfach nur das es so bleibt wie es jetzt ist und nicht das ich gezwungen werde nachher Arbeiten zu gehen oder das man denkt das ich nur so tue etc. und das ist meine größte Angst.

Ich hatte früher nur schlaflose Nächte, Krankheiten etc als ich zur Schule gegangen bin und ein Praktikum gemacht habe war auch so gut wie nie dort da wurde die Krankheit auch noch nicht diagnostiziert und jetzt habe ich nichts mehr davon.

Ich denke halt auch meine Mutter hat mich zu dem geschickt weil Sie irgendwas mit ihn plant mich einweisen zu lassen oder mich zu irgendwas zu zwingen.

Spielt mein Kopf mir da einen Streich oder ist es vielleicht doch so?

Antwort
von einfachichseinn, 23

Es ist notwendig, dass du belegen kannst, dass du nicht arbeiten gehen kannst.

Es ist auch wahr, dass deine Krankheiten alle nicht heilbar sind, aber sie sind zum Teil therapierbar. Das ist allerdings nur möglich, wenn du das willst.

Deine Mutter kann dich gegen deinen Willen nicht einweisen. Es sei denn du bist eine gelaufen dich selbst (Selbstverlerzung, suizidale Gedanken,etc) oder für andere.

Wobei dich auch dann nicht deine Mutter einweisen würde, sondern ein Arzt bzw ein Richter.

An deiner Stelle würde ich mir aber gründlich überlegen, ob du nicht doch mal eine Therapie ausprobieren willst. Das was du von deiner Mutter schreibst, klingt nicht so, als hättet ihr ein gutes Verhältnis und deine Mutter kann dich ohne Probleme vor die Tür setzen und wenn du Pech hast bedeutet das dann für dich raus aus dem Hotel Mama rein ins betreute Wohnen.

Kommentar von Gierschlund ,

Sie könnte ihn zwar rausschmeißen, müsste ihm dann aber Barunterhalt zahlen bis er 25 ist, ihm also die Wohnung finanzieren

Kommentar von Gierschlund ,

Zumindest sofern sie das Geld hat, andernfalls müsste das Sozialamt dafür aufkommen.

Kommentar von einfachichseinn ,

Das ist ja schön und gut, aber darum geht es in meiner Antwort doch gar nicht.

Antwort
von Gierschlund, 45

Also gegen deinen Willen kann dich niemand einweisen, solange du weder eine Gefahr für dich noch für andere darstellst.

Was die Hilfe zum Lebensunterhalt angeht, muss nach drei Jahren erneut geprüft werden, ob du erwerbsfähig bist. Folglich wird ein Gutachten erstellt werden.

Wenn du glaubst, grundsätzlich nicht erwerbsfähig zu sein, ist es sinnvoll, wenn dir das dein Psychiater auch bescheinigen kann. Das bedeutet aber nicht, dass du zwingend in psychiatrischer Behandlung gewesen sein musst, damit in drei Jahren deine Erwerbsunfähigkeit erneut festgestellt werden kann.

Mal angenommen, du wirst tatsächlich als erwerbsfähig eingestuft, dann wäre das Jobcenter für deinen Lebensunterhalt zuständig. Das Sozialamt würde seine Zuständigkeit verlieren.

Grundlage für die Beureilung deiner Erwerbsfähigkeit, wäre wohl ein amtsärztliches Gutachten, das dann erstellt wird. Und dieses Gutachten richtet sich meist nach deiner bisherigen Krankengeschichte.

Also um es nochmal deutlich zu machen. Ob du nach drei Jahren weiterhin Hilfe zum Lebensunterhalt bekommst, ist nicht davon abhängig, ob du jetzt zum Psychiater gehst, sondern ganz einfach davon, ob du in drei Jahren tatsächlich erwerbsfähig bist. Nur wäre es eben für den Gutachter leichter, eine Erwerbsunfähigkeit festzustellen, wenn dies von einem Psychiater bestätigt wird.

Gegen einen entsprechenden Bescheid kannst du aber natürlich auch Widerspruch einlegen.

Vielleicht wäre es auch sinnvoll eine PPM zu beantragen: https://www.hamburg.de/ambulante-leistungen-erwachsene/2122404/personenbezogene-...

Ich würde es auch für Sinnvoll erachten, wenn du regelmäßig zu einem Psychiater gehst, um eben solche Themen mit ihm besprechen zu können. Allerdings musst du natürlich auch Vertrauen zu ihm haben. Wenn dies derzeit nicht der Fall ist, würdest du dir zutrauen dich selbst auf die Suche zu begeben und zu einem Arzt deiner Wahl ein Vertrauensverhältnis aufzubauen?

Kommentar von sizo24 ,

Das Problem ist auch das mein Opa den Psychiater kennt vielleicht deswegen das Misstrauen und ich denke er will das ich wieder Gesund werde aber ich habe nun mal eine Krankheit die nicht heilbar ist.

Kommentar von Gierschlund ,

Ich merke schon, dass es dir sehr schwer fällt, zu jemandem Vertrauen zu haben. Leider ist es aber nunmal so, dass man es schwerer hat, seine Interessen durchzusetzen, wenn man alleine steht.

Daher nochmal mein Rat: Versuche selbständig über das Internet einen Psychiater deiner Wahl zu finden. Vielleicht ist der springende Punkt die Verbindung des Psychiaters zu deiner Familie. Um diesem Problem zu begegnen, solltest du dich selbst auf die Suche begeben.

Kommentar von sizo24 ,

Also mich kann niemand zu etwas zwingen? Und was soll ich den Psychiater sagen? Das ich bei ihm bin weil ich immer wieder vorweisen muss dass ich Arbeitsunfähig bin?

Weil ich will ja gar keine Therapie machen weil ich es nicht nötig finde und es kein Zweck hat weil es mir so gut geht.

Kommentar von Gierschlund ,

Hat denn deine Mutter dir gegenüber aufgrund deiner Behinderung irgend eine Vollmacht? Gibt es einen Betreuer?

Das wäre die Frage und ich bin leider kein Rechtsexperte.

Oder mal anders gefragt: Könntest du alleine leben?

Kommentar von sizo24 ,

Es gibt kein Betreuer und alleine Leben könnte ich auch.

Ja aber nur eine Vollmacht die ihr erlaubt schriftliches abzuwinkeln. 

Kommentar von Gierschlund ,

Hast du ihr selbst diese Vollmacht erteilt?

Also soweit ich weiß, wird bei Erwachsenen vom Gericht ein gesetzlicher Betreuer zugewiesen, wenn ein selbstständiges Leben nicht möglich ist.

http://www.helpster.de/vormundschaft-fuer-erwachsene-beachtenswertes_188901


https://de.wikipedia.org/wiki/Betreuung\_(Recht)

Demnach kann dich auch niemand zwingen, eine Therapie zu machen. Selbst wenn es einen gesetzlichen Betreuer geben würde, wäre eine Zwangstherapie in meinen Augen rechtswidrig, solange dafür kein akuter, medizinischer Grund vorliegt.

Aber vorsorlgich wiederhole ich nochmal: Ich bin kein Rechtsexperte.

Kommentar von Layaron ,

Wenn du keinen gesetzlichen Betreuer hast kann dich niemand einweisen irgendwo. Ausser es besteht Gefahr das  Dir selbst oder anderen Schaden zufügen könntest. Ich war bei so nen Fall selbst vor Ort mal. Er musste zustimmen  beim Arzt erst dann wurde eingewiesen. Sogar Operationen muss man zustimmen solang man kann. 

Antwort
von Layaron, 57

Stimmt du musst das immer dokumentiert haben von einem Arzt. Wie soll man sonst feststellen wie es dir geht...wohl kaum möglich ausser ärztlich....

Kommentar von sizo24 ,

Also bleibt mir keine andere Wahl?

Kommentar von Layaron ,

Schau nach nen Arzt deines Vertrauens. Wenn dir der jetzige nicht zusagt.

Antwort
von Dianaartem, 32

Naja, das kenne ich auch, ich traue diesen komischen >Diagnosen< auch nicht, aber ich weiß leider auch nicht, was man machen soll. 

Ich würde gerne mehr dazu schreiben, aber es gibt hier genug  Nutzer die da wieder irgendwie ausrasten.

Kommentar von sizo24 ,

Was meinst du mit komischen Diagnosen?

Kommentar von Dianaartem ,

Nichts bestimmtes, ich rate nur zur Vorsicht.

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