Frage ist das Rechtens, ein geschäftsführendes Vorstandsmitglied erklärt keinen Rücktritt von seinem Posten und will sich als 1.Vorstand wählen lassen.?

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2 Antworten

Jedes amtierende Vorstandsmitglied kann zu einem anderen Amt im Vorstand kandidieren.

Grundsätzlich kann eine Person im Vorstand nur ein Vorstandsamt begleiten.

Eine Ämterhäufung ist rechtlich problematisch.

Im Vorstand werden bekanntlich zu unterschiedlochen Themen Vorstandsbeschlüsse gefasst.

Hierzu schreibt in der Regel die Satzungen vor, welche Regularien für Vorstandsbeschlüsse gelten.

Extrembetrachtung: In einem Vorstand gibt es 4 Ämter.

Jemand begleitet alle 4 Ämter in Personalunion.

Unnötig zu erwähnen, das alle herbeigeführten Beschlüsse die Meinung einer einzelnen Person widerspiegeln und somit nicht satzungskonform sein können.

Wenn ein Vorstandsmitglied vorzeitgig ausscheidet, muss geprüft werden, ob eine Satzungsgrundlage besteht, jemanden in den Vorstand zu berufen.

Ohne Satzungsgrundlage ist auch das nicht möglich.

Dabei kann das berufene Mitglied nur im Innenverhältnis aktiv werden.

Für eine Vertretungsberechtigung nach § 26 BGB fehlt bei einer Berufung jegliche Grundlage.

Günter

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Kommentar von Shanty1
11.02.2016, 19:26

ja so kommt Licht ins Dunkel ! Danke !

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