Frage von Rin3432, 57

frage bzgl Alltagstest (Transsexualität )?

ich habe gelesen das man so etwas ggf machen muss bevor man ne definitive Diagnose bekommt und auch Hormone nehmen kann

muss das echt immer sein und vor allem muss es ein ganzes Jahr sein ? ich bin momentan 19 Jahre alt und ärgere mich ohnehin schon das ich mir erst jetzt wirklich sicher bin ( erste vermutungen das ich trans sein könnte hatte ich schon mit ca 14 ) weiters habe ich jetzt ohnehin schon ca ein Halbes Jahr gewartet da ich nicht wollte das ich mitten in der behandlung unter umständen ohne versicherung da stehe

PS: die gründe warum ich einen solchen test nicht gerne machen will sind :

1) ich habe wegen Chemotherapien ne halbglatze dh auch wenn ich Frauenkleidung trage werde ich allein wegen den haaren schon komische blicke bekommen ( bekomm ich jetzt auch schon genug)

2) mir geht es primär darum das ich mich innerlich besser fühle , mir geht es nicht um die Kleidung oder sonstige sachen ( zb Toiletten , solange ich (noch) etwas zwischen den beinen habe werde ich die Herren Toilette benutzen einfach weil es unkonpluizierter wäre

wäre toll wenn mir jemand da genaueres sagen könnte , Google spuckt leider nicht viele infos dazu aus

Antwort
von Amarantyne, 27

Also: der einjährige Alltagstest ist alter Käse, dazu kann dich heute niemand mehr zwingen.

Insgesamt ist es in Deutschland so, dass du erst dann Hormone verschrieben bekommst, wenn eine Diagnose vom Psychotherapeuten vorliegt. Der Alltagstest ist dabei ein Faktor, aber wenn wichtige Gründe dagegen sprechen/es erschweren, haben erfahrene Therapeuten/innen dafür Verständnis!

Du solltest also zwei Sachen tun: 1. Therapeut suchen, der/die schonmal mit Transsexuellen gearbeitet hat und einen Termin machen (haben oft lange Wartelisten) und 2. einen Termin bei einem Endokrinologen machen um herauszufinden, ob eine Hormontherapie bei dir überhaupt geht (Chemotherapie könnte hier eine Rolle spielen - bin dafür aber keine Expertin!).

Und wegen der Haare: dafür gibt es Perücken! ;)

Hier noch zwei nützliche Seiten:

http://hormonmaedchen.de/ablauf/

http://www.trans-ident.de/trans-ident-beratungsstelle/faq-haeufig-gestellte-frag...

Kommentar von Rin3432 ,

danke für die lange antwort 

sobald ich aus dem Spital draußen bin ( hab bald ne Gallenblasen entfernung am Montag ) werd ich direkt zum Hausarzt gehen und schauen das er mich zu einem Therapeuten schickt 

und bzgl Perücken , ich weis nicht ob die grazer gebietskrankenkasse sowas bewilligt , und eine kleine frage , wie groß ist der unterschied zwischen kunsthaar und echthaar ? ich würde nur eine perücke in meiner haar farbe ( mittelbraun ) und vllt ein zwei in ner verrückten farbe wollen ( Blau , Pink oder so etwas wofür ich meine haare Bleichen müsste ( was nicht geht weil mein Haar Dünn ist und die Chemo die haare genug geschädigt hat ) 

die chemotherapie ist schon über 10 jahre her und mir wollte schon mal ein Arzt eine andere Hormon behandlung vorschlagen ( hatte mal ne Zeit lang sehr niedriges Testosteron ( ca mit 17))  denke nicht das dann eine Hormon Therapie Problematisch wäre 

PS:  und zwischen Deutschland und Österreich gibt es in solchen Bereichen vermutlich eh kaum unterschiede also mach ich mir keine Sorgen das es nicht geht 

Kommentar von Amarantyne ,

Na, wenn du aus Österreich bist, hab ich die perfekte Seite für dich:

http://www.transx.at/

Was Perücken angeht: solange du nur ab und zu "anders" aus dem Haus gehst, tut's auch eine günstige Kunsthaarperücke. Für den Alltagsgebrauch kommst du aber um ein teures Modell nicht herum - ob man da dann Kunst- oder Echthaar bevorzugt, ist eher eine persönliche Sache. Ich kann die Perücken von Julez sehr empfehlen: http://www.julez-lacewigs.com/ - sehr gute Qualität, kosten aber auch entsprechend...

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