Frage von DerRicht3r, 17

Frage an Marktforscher?

Hallo alle zusammen!

Ich beschäftige mich an der Uni mit einem Projekt zur Marktforschung und bin auf eine Frage gestoßen, zu der ich selber keine Erklärung finde: wie finden verschiedene mobile App-Services so viele Partners? Z.B. Lieferando oder Grubhub, das sind Essenlieferservices, die mit ganz vielen Restaurants zusammenarbeiten. Wie gelingt es ihnen, eine so hohe Anzahl von Partnern zu gewinnen? Lieferando arbeitet beispielsweise mit mehr als 11 tausend Restaurants und Grubhub mit mehr als 44 (zwar in den USA, über Deutschland weiß ich leider nicht). Wie es weiter geht, wenn man schon über Tausend Partner hat, ist mehr oder weniger klar: hier funktioniert sozusagen "Mund-zu-Mund-Marketing" aber wie fangen sie denn an? Sie müssen jedem einzelnen Restaurant das Projekt präsentieren und die App kann erst dann funktionieren, wenn es mindestens 100 Partners sind, da mit 5-10 Restaurant ja nichts angefangen werden kann. Außerdem muss mit jedem Partner ein Vertrag abgeschlossen werden, das dauert, besonders in Deutschland, ja lange, bis die Leitung das Projekt akzeptiert, die Anwälte die Verträge überprüfen usw., man kann Monate warten. Wie geht das denn? Vielleicht verstehe ich etwas falsch und alles sieht in Realität viel einfacher aus. Ich wäre also sehr dankbar für die Erklärung.

LG Georg

Antwort
von OneQuest, 6

Solche Unternehmen haben oft ein sehr hohes Startkapital; können somit viel Geld in Werbung investieren und haben auch eigene Abteilungen zum "anwerben" von Anbietern.
Das wird Hauptsächlich online oder in seltenen Fällen auch per Telefon gemacht.

Sobald eine gewisse Anzahl an Anbietern vorhanden ist, wird überall Werbung geschaltet und nach kurzer Zeit sind diese Unternehmen dann so groß, dass sich die Anbieter freiwillig dort anmelden, um Konkurrenzfähig bleiben zu können.

Restaurants sind auf Kunden angewiesen und werden daher i.d.R. jede Chance nutzen, um mehr potenzielle Kunden auf sich aufmerksam zu machen.

Da Unternehmen wie Liferando meistens auf Povisionsbasis vergütet werden, hat der Restaurantbetreiber kein Risiko. Falls das Projekt scheitert, hat er nichts verloren und falls das Projekt erfolgreich wird, bekommt er neue Kunden.
Es gibt also auch kaum einen Grund nicht daran teilzunehmen.

Was die rechtliche Situation angeht ist es alles viel einfacher, als du dir das vorstellt.

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