Frage von iLAiiZZoR, 201

Frage an Gläubige über "Ungläubige"?

Es gibt ja Menschen, die ihre Religion ausleben, wie es im Buche steht. Andere hingegen, richten die Religion nach ihrem Willen, sehen sich als echten Anhänger dieser, lassen aber bestimmte Dinge weg, weil die "nicht mehr dem heutigen Wissen entsprechen". Sehen die wirklichen Gläubigen diese dann auch als Anhänger dieser Religion oder als Ungläubige?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von arevo, 29

Der ganze Denkansatz in dieser Frage ist falsch. Das ist nämlich genau die Sichtweise im Islam, der die des Glaubens in Gläubige, also die Muslime, und und in Ungläubige einteilt.

Das ist normalerweise immer eine relative Position.Nur im Islam wird grundsätzlich die Welt zweigeteilt und verabsolutiert: die Moslems, sind die Gläubigen, alle anderen sind nur Schriftbesitzer und Hinduisten und Buddhisten z.B. Polytheisten und somit tötunsgwürdig.

So zu schreiben und zu denken ist  nicht nurdiskriminierend ,sondern im höchsten Maße intolerant. Wie schon ein Kommentataor richtig geschrieben hat:

TOLERANZ ist das Zauberwort, weil man mit dieser unsinnigen Zweilreilung, hier die Gläubigen, dort die Ungläubigen, beendet werden kann.

Wir sollten uns als Christen nicht von einer Muslima oder einem Muslim an der Nase rumführen lassen und praktisch das Thema und die Antwort vorgeben lassen bzgl. Gläubige/Ungläubige.Das ist eindeutig eine islamische Denkweise, die in Europa und Deutschlands nichts zu zu suchen.

Diese islamische Denkweise ist genau genommen auch noch grundgesetzwidrg, also ein Verstoß gegn das Grundgesetz.Solcher Denkweise dürfen wir nicht einen Millimeter Raum geben, weil sie intolerant ist und unsere kostbare Zeit für solche in Europa schon längst geklärten Fragen stiehlt..

Kommentar von arevo ,

arevo KORREKTUR

,...der die Welt des Glaubens..

..unsinnige Zweiteilung....

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Die 2 Fehler waren jetzt auch nicht schlimm :D Verstehe definitiv was du meinst, wollte nur mal wissen, wie das denn so in anderen Religionen aussieht, da ich mich bis jetzt nur mit dem Islam beschäftigt habe (bin Atheist). Ja, der Islam ist Grundgesetzwidrig, wie die AFD neulich gesagt hat, trotzdem gibt es dann Leute (Jürgen Todenhöfer zB) die wieder rum heulen " wääh das sind doch alles arme Flüchtlinge und das hat nichts mit ihrer Religion zu tun. Außerdem währe es Grundgesetzwidrig den Islam zu verbieten, weil jeder ein Recht auf Religionsfreiheit hat...". Hast das echt gut auf den Punkt gebracht :)

Kommentar von arevo ,

#iLAiiZZoR

Von J.Todenhöfer hatte ich einmal ein gute Meinung als er sich noch mit reiner Politik beschäftigte.Seitdem er ein Saulus-Paulus -Erlebnis hatte, ist er wie ausgewechselt.

Dass der Islam im Fokus von Verfassungsjuristen steht und einige gewichtige Verfassungsrechtler der Meinung sind, dass seine Prinzipien mit dem GG nicht in Einklang gebracht werden können,, soll doch nochmals erwähnt werden.

Allerdings steht der Härtetest noch, denn der BeVerfG hat dazu eine abweichende Position, so lange der Islam als Gesetzesreligion gesehen wird.Anders sieht es aus, wenn es gelingt, den Nachweis zu führen, dass es sich beim Islam um eine polit-religiöse Ideologie handelt.

Kurz zur sogenannten Religionsfreheit. Sogenannt deswegen, weil das BVerfG diese Sichtweise durch seine Urteile gesetzt hat und Glaubensfreiheit als Synonym für Religionsfreiheit angesehen wird.

Die es aber im Grunde aber nicht gibt. Glaube und Religion sind zwei verschiedene Dinge. Der Glaube bezieht sich auf eine Person oder Individuum, dagegen stellt die Religion ein allgemeines Ideensystem für vielen Personen dar.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 47

Jemand der seine Religion zeitgemäß interpretiert und der Lebensrealität des 21. Jahrhunderts anpasst, ist deswegen nicht weniger religiös, als jemand, der extrem konservativ ist und sich buchstabengetreu an die Regeln hält.

Man sollte verstehen, aus welcher Zeit die Regeln stammen, wo sie entstanden und wie der Hintergrund der Entstehung aussieht.

Dann wird deutlich, welche Regeln heute noch sinnvoll sind und welche einfach einer anderen Zeit angehören und nicht mehr praktikabel sind.

Ein Beispiel:

Die Regeln des eher konservativen Theravada-Buddhismus sagen, das Menschen mit verschiedenen Handicaps und körperlichen Beeinträchtigungen nicht zum Mönch ordiniert werden dürfen.

Das klingt erst einmal schrecklich intolerant.

Die Regel entstand jedoch, als die Schüler des Buddha, die als bettelnde Wandermönche reisten, bereits einen guten Ruf als Weisheitslehrer hatten und die Menschen ihnen bereitwillig Spenden gaben.

Nun versuchten einige normale Bettler und Arbeitsunfähige von diesem Prestige zu profitieren, indem sie sich den Schädel schoren, Roben anzogen und so taten, als wären sie Buddhas Schüler.

Als das bekannt wurde, musste man befürchten, dass unter dem Deckmantel des Buddhismus plötzlich überall Invaliden versuchen würden, an Spenden zu bekommen.

Also wurde die Regel erlassen "Menschen mit folgenden Behinderungen erhalten keine Mönchsordination...." und machte das allgemein bekannt.

Somit wusste jeder, der einen körperlich oder geistig behinderten Bettler sah,dass dies nicht ein Schüler des Buddha sein kann, da die Ordensregeln die Aufnahme von Behinderten untersagt.

Somit wurde Schnorrerei von Invaliden unter dem Vorwand des Buddhismus unterbunden.

Soweit der Hintergrund der Regel.

Ein moderner Buddhist im Europa des 21. Jahrhunderts kann seine Handicaps durch gute medizinische Versorgung und Hilfsmittel häufig sehr gut kompensieren. Er ist nicht von Almosen abhängig und bringt den Buddhismus auch nicht durch Schnorrerei in Misskredit.

Weshalb sollte man also einem solchen Menschen heutzutage die Mönchsordination verwehren?

Nur weil es in einem alten Buch steht?

Das ist ein sehr schwaches Argument, wenn jemand jahrelang die buddhistische Praxis geübt hat und nun zunächst Novize werden will, um später die Mönchsweihe zu erhalten.

Wir stellen also fest: Die wortgetreue Einhaltung bestimmter Regeln ist zumindest in westlichen Wohlstandsstaaten heutzutage undsinning und überflüssig.

Ist man nun ein schlechterer Buddhist, weil man veraltete Dinge fallen lässt? Ich denke nicht.

Beispiele aus dem Christentum

Auch im Christentum gab es immer wieder Aufrufe, nicht an altem zu haften und Gebräuche unkritisch einfach zu übernehmen, ohne ihren Hintergrund zu verstehen.

Bereits Jesus soll die Juden belehrt haben, dass der Sabbat als Ruhetag keine verpflichtende Zwangspause sein soll, die den Menschen einschränkt und ihm tausend Dinge verbitet - sondern dass der Mensch diesen Tag zur inneren Einkehr, zur Ruhe und zur Pflege familiärer Bindungen nutzen soll.

"Der Sabbat ist für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat"

Spätere Reformatoren wanden sich gegen Missstände und Fehlverhalten innerhalb der Kirche.

Das Freikaufen von Sünden durch Ablassbriefe, oder der Reliquienhandel und ihre Verehrung brachten der katholischen Kirche und skrupellosen Betrügern viel Geld ein.

Wenn dann nun jemand dagegen protestiert, erklärt, dies habe mit dem Glauben an Jesus als Erlöser nichts mehr zu tun - wer kann da sagen, dass er ein "falscher Gläubiger" ist?

Erneuerungsbewegungen sind nach meiner Ansicht einfach erforderlich, damit der Glaube nicht zu einem Dogma erstarrt und womöglich fanatische Züge annimmt.

Meine persönliche Meinung

Ich bin Buddhist und würde mich auch als gläubigen Menschen betrachten. Dennoch bin ich bereit, die mir vermittelten Lehren zu hinterfragen, in Frage zu stellen und anders zu interpretieren, als hohe budddhistische Lehrer.

Ich bin beispielsweise nicht der einzige Buddhist, der die Vorstellung von "Wiedergeburt" gar nicht auf irgendwelche Ereignisse nach dem Tod bezieht, sondern als eine Art psychologisches Bedürfnismodell.

Wenn das jemand anderes nun "unbuddhistisch" findet, oder der Ansicht ist, dadurch würde die Lehre "verfälscht" - dann  ist das eben seine persönliche Ansicht.

Was soll man schon machen, wenn man von  Angehörigen der gleichen Glaubensgemeinschaft als "ungläubig" angesehen wird?

  • Alle umbringen, die anderer Ansicht sind? Keine gesetzeskonforme Lösung.
  • Alle von den eigenen Ideen überzeugen? Keine gute Erfolgsaussichten
  • Seine eigenen Ideen hinterfragen? Gute Idee.

Sofern man feststellt, das man die eigenen Überzeugungen trotz sorgfältiger und kritischer Prüfung immer noch für schlüssiger hält, als die ständig wiederholte Version - was dann?

Tja, dann müssen die konservativen Anhänger, die sich als "rechtgläubig" bezeichnen und glauben, der "einzig wahren" Auslegung zu folgen, wohl damit abfinden, dass eben ein  "Ungläubiger" unter ihnen weilt.

Mir persönlich ist das letztlich herzlich egal, wie andere Menschen mich betiteln - denn irgendeine Bezeichnung sagt immer mehr über den aus, der sie ausspricht, als über den Angesprochenen.

Wer andere beleidigt oder diskriminiert zeigt damit nicht, dass der andere Mensch schlecht ist, sondern nur seine eigenen charakterlichen Unzulänglichkeiten.

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Sehr gute Antwort, Danke.

Kommentar von Enzylexikon ,

Vielen Dank und entschuldige bitte die vielen Tippfehler, ich habe das einfach unkorrigiert runtergetippt.

Kommentar von wildcarts2 ,

Jemand der seine Religion zeitgemäß interpretiert und der Lebensrealität des 21. Jahrhunderts anpasst, ist deswegen nicht weniger religiös, als  jemand, der extrem konservativ ist und sich buchstabengetreu an die Regeln hält.

Das ist aber irrelevant. Jemand der sich seine Religion zu zurecht rückt, wie es ihm gefällt, kann sich eigentlich nicht mehr als Mitglied sondern eher als Individualchrist bezeichnen, da er sich ja bewusst diverser Dinge entzieht.

Dein Beispiel des Buddhismus passt hier nicht rein, weil es keine Religion, sondern eine Philosophie ist.

Bereits Jesus soll die Juden belehrt haben,

Jesus ist eine fiktive Figur der Bibel und hat eigentlich nichts mit dem Christentum zu tun gehabt. Die Geschichten über ihn waen ausschließlich an Juden gerichtet, die sich den Messias (Judenkönig) herbeisehnten. Die Römer haben diesen Mythos dann nur kopiert und auf ihre eigene Religion gezogen und dann das Christentum daraus gemacht.

Das NT richtet sich auch nur an Juden und sollte ihnen das Gesetz wieder näher  bringen, welches die Sekte der Pharisäer um haufenweise zusätzliche Regeln erweitert hatte. 

Wenn dann nun jemand dagegen protestiert, erklärt, dies habe mit dem Glauben an Jesus als Erlöser nichts mehr zu tun - wer kann da sagen, dass er ein "falscher Gläubiger" ist?

Das kann man sehr wohl. Denn Glaube ist nichts weiter als ein Gedankenkonstrukt, welches religiöse Lehren transportieren und festigen soll. Den Glauben gibt jede Religion vor. Sie lassen zwar diverse Spielräume, die dem Gläubigen suggerieren, dass er sich selbst entscheiden könne, aber entscheident ist immer nur das Gesetz der jeweiligen Religion.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Du beschreibst hier zwar keine Religion, sondern ein bereits zu völligem Fanatismus entartetes System der Kontrolle, wie es bei vielen Sekten vorkommt. Leider trifft das aber auch auf viele heutige "Weltreligionen" zu, weshalb deine Aussagen leider allzu wahr sind.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Jetzt traue ich mich schon gar nicht mehr, selber etwas zu schreiben. :-) Du hast alles gesagt, was gesagt werden musste!

Antwort
von Wilfri, 12

Da alle Menschen an etwas glauben, gibt es keine Ungläubigen. Es gibt aber Andersdenkende. Als Christen soll unser Denken sich nach der Bibel als dem offenbarten Wort Gottes richten. Probleme gibt es da eigentlich nur dann, wenn die Bibel unterschiedlich interpretiert wird. Für Randgebiete kann das Unterschiedliche unbedeutend sein. Zum Beispiel können Christen häufig die Prophetie im Buch Daniel und der Offenbarung nicht vollständig verstehen bzw. haben für das Verständnis unterschiedliche Lösungsansätze. In diesem Fall bleibt die Frage: Wie weit beeinflussen die in dieser Hinsicht unterschiedlichen Verstehens weisen den Glauben?

Werden die Grundsätze der 10 Gebote verändert, was laut Weissagung in Jesaja 24 Vers 5 ausdrücklich verboten und nicht folgenlos ist für die Erlösung durch Jesus, dann ist eine Modernisierung nicht anderes wie ein Eklat gegen Gott. Das kann insbesondere Gott nicht akzeptieren, sonst würde er sich selbst abschaffen.  Solange sich jemand von Gott und seiner Lehre bewusst abwendet, wird Gott ihn als Gottlosen bewerten. Gott ist sehr geduldig. Ein Rauswurf aus der Gemeinde Gottes (nicht irgendeine Kirche) ist eine Sache, die nur Gott vorgelegt werden kann und intensiv geprüft werden muss. Sollte sich ein Abfall von Gott herausstellen, der sogar zum Widerstand gegen Gott führt oder geführt hat, wird immer darauf hinweisen, dass hier ein anderer Weg beschritten worden ist. Er führt dann von Gott weg und wegen dieser Haltung wird Gott zu diesem Menschen nicht ja sagen. Schnelle Urteile für einen Menschen sind schädlich für die Sache Gottes, denn er will, dass allen Menschen geholfen werde

Wie man daraus erkennen kann, ist nicht ein Mensch zum Richter eines anderen Menschen berufen, Man kann und sollte lediglich friedlich kommunizieren. Es kann aber Fälle geben, wo es um Grundsatzfragen des christlichen Glaubens geht. Weichen diese Grundsätze beim Einzelnen vom geoffenbarten Wort Gottes eklatant ab, dann hat der angeblich so moderne Mensch  eine Hinkehr zum Bösen vollzogen. Dann sagt die Bibel: Nenne ihn einen Sünder. Bei der Sünde handelt es sich um unvergebene Schuld, die einen Menschen zum Gottlosen machen wird, im Falle das keine Korrektur mehr akzeptiert wird. Hier liegt die sündhafte Entscheidung beim Menschen. Für sie hat er volle Entscheidungsfreiheit, muss aber die Folgen ebenso verkraften und kann sich nachträglich nicht mehr auf die Vergebung Jesu berufen, sobald die Gnadenzeit abgelaufen ist. Das ist zum Zeitpunkt des Beginns der Ausgießung der 7 Plagen in Offenbarung 15+16.

Antwort
von Netie, 54

Vorschnelles Urteilen ist bei dieser Frage immer falsch.

Wer an Jesus Christus glaubt, hat Vergebung seiner Schuld und ist somit gläubig. Entweder man nimmt als Gläubiger die ganze Bibel für wahr und lebt danach oder man nimmt sich das heraus, was gut klingt und den Mitmenschen angenehm ist und doch bleibt man in dem letzten Fall ein Gläubiger.

Ungläubig ist man nur, wenn man keine Vergebung seiner Schuld hat bzw. haben will.

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Okay, danke.

Antwort
von Misrach, 23

Ich kann dir jetzt nur aus meinen Erfahrungen heraus berichten.

Ich zähle mich zum progressiven Judentum.  Entscheidend dafür ist die unterschiedliche Auffassung der ethischen und rituellen Gesetze. Die ethischen Gesetze sind zeitlos. So wie sie vor 100 Jahren gegolten haben so gelten sie auch heute. Anders ist es bei den rituellen Gesetzen wandeln sich und passen sich den modernen Lebensumständen an. Die progessive Strömung lässt veränderungen also zu.

Anders ist dies bei den orthodoxen Juden. Diese lassen diese veränderungen, mitlerweile nur minimal zu. Die ultraorthodoxen hingegen gar nicht. Diese sehen nicht nur Anhänger aus anderen Religionen als ungläubige sondern auch schon Juden, die nicht so gefesselt an den rituellen Gesetzen sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liberales_Judentum

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Sehr interessant, danke für die Antwort.

Antwort
von nowka20, 9

das sind dann splittergruppen einer religion

so entstehen sekten, wenn das übertrieben wird

Antwort
von wildcarts2, 32

Wer Mitglied einer Religion ist, muss sich auch zu 100% an deren Regeln/Inhalte halten. Wer sich selbst etwas zurechtstrickt betrügt sich selbst und seine Religion.

Da es heute keine Kontrollorgane mehr gibt (bei uns zumindest) und auch in der Gesellschaft niemand mehr ein Auge darauf hat, ob der Nachbar auch "brav" ist, stricken sich viele ihre Religion so zurecht wie es ihnen passt. Damit verfehlen sie sowohl den eigentlichen Zweck ihrer Religion, als auch deren Inhalte.

Wenn die vielen Agnostiker aus der Kirche austreten würden, wären die Bänke dort noch leerer als bisher. Ich gehe davon aus, dass 90% aller Christen in Deutschland eigentlich Agnostiker sind, die lediglich ein paar christliche Traditionen gut finden.

Antwort
von MarkusKapunkt, 30

Ganz kurze Antwort, weil ich bereits eine sehr gute Antwort gelesen habe, bei der es kaum noch etwas zu ergänzen gibt:

Wer glaubt, dass jemand, der weniger oder etwas anderes glaubt, weniger wert ist als er selbst, den hat Gott, wenn es ihn denn gibt, ganz sicher sehr viel weniger lieb. Intoleranz und Selbstüberschätzung sind die schlimmsten charakterlichen Defizite, die ein Mensch überhaupt haben kann. So einfach ist das.

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Muss ich dir zustimmen.

Antwort
von VanesLavin, 73

Wer glaubt ist gläubig! Ob man alles praktiziert oder nicht ist eine andere Sache. 

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Ok, danke.

Antwort
von Quack25, 97

Vieles ist ja auch Auslegungssache. Deshalb konnten ja Religionen so lang überleben.

Sie sind oft sehr variabel und an bestimmte gesellschaftliche Bedingungen anpassbar.

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Klar aber ich mach mal ein Beispiel. Du erfindest eine Religion, bei der du aus Überzeugung 20 Dinge nennst, die in dieser Religion so sind. Nun komme ich und trete dieser Religion bei, streiche aber 10 Punkte von der Liste, weil die mir nicht gefallen. Bin ich in deinen Augen nun Gläubig, oder Ungläubig?

Antwort
von joergbauer, 36

Es gibt kein Christentum light und auch keine halben Christen - ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn! Es ist im Grunde doch einfach: Wenn es einen Gott gibt, dann ist ER der Chef und der Wahrheitsgeber und Wahrheitsträger und nicht der Mensch - auch nicht der gläubige Mensch! Wohin sollte das auch führen als nur ins fromme Chaos? Nach seiner eigenen Vorstellung kommt ein Mensch nicht zum Ziel. Er kennt es noch nicht einmal. Daher gibt es Richtlinien bzw. Gott muss seinen Willen offenbaren und dem Glauben an IHN einen Inhalt geben. Etwas, was überzeugt und anspricht und einem Menschen hilft und ihm die Augen öffnet.

Also dem Glauben einen Sinn und ein Ziel und eine Bestimmung schenkt. Die Christen glauben an das, was die Bibel sagt - für sie ist diese Sammlung prophetischer Schriften das Wort Gottes. Darauf ist alles gegründet. Aber letztlich ist auch das nur Stückwerk - aber es ist dennoch wertvoll und ein Begleiter für das Leben. Das Wichtigste ist das Evangelium von der Vergebung der Sünden durch Gottes Sohn Jesus Christus! Daran soll man glauben, weil wir dringend Erlösung brauchen (Johannes 3,16; 14,6). Glaube ist mehr als ein Fürwahrhalten.

Antwort
von GermanMuslima95, 37

Kommt drauf an, was sie verändern.

Im Prinzip erfinden sie ja ihre eigene Religion und haben dann nichts mehr mit der eigentlichen Religion zu tun.

Also ich lehne mich da mal weit aus dem Fenster und sage, dass solche Menschen nicht gläubig sind.

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Okay, danke.

Antwort
von Garfield0001, 69

wer ist der "wahre gläubige"? Der, der sich dafür hält oder der, der das tut, was der Gott dieser Religion "vorschreibt"

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Eigentlich der, der das tut, was der Gott dieser Religion vorschreibt.

Kommentar von Garfield0001 ,

Also sind viele "gläubige" eher ungläubige, da sie nicht tun (nicht mal versuchen) was Gott will.

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Das stimmt, und meine Frage war, ob man als richtiger Gläubiger diese ganzen anderen "Gläubigen" als Anhänger der Religion oder als Ungläubige sieht.

Kommentar von Garfield0001 ,

ja klar. aber mir War wichtig, auch das zu zeigen

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Kein Problem :)

Antwort
von WirGlaubenAnGtt, 30

Auch als gläubige

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Okay, danke.

Antwort
von fricktorel, 23

Was heißt: "wie es im Buche steht" ? In welchem "Buch" ??

Entweder ich glaube unserem ewigen Gott (Jes.45,22; Joh.17,17) oder ich falle auf den "Gott dieser Welt" hinein, "der die ganze Welt verführt" (2.Kor.4,4; Offb.12,9).

Glaube ich Jesu, bin ich "gerettet" (Lk.17,19; Röm.5,10).

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Jede Religion hat eine heilige Schrift. Bei dem Christentum ist es die Bibel zB.

Kommentar von KaeteK ,

Apostelgeschichte 4 12
Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name (Jesus Christus) ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen.

Die ganzen menschengemachten Religionen führen in die ewige Verdammnis. lg

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