aristokrat am 27.04.2009 um 19:59 Uhr
nachdem bei uns in der Familie "Bayerisch" gesprochen wird, ist mir gerade aufgefallen wie oft dabei das Wort "fei" gebraucht wird. (Z.B. des derfst FEI ned doa.) Jetzt überlegen wir die ganze Zeit, was für eine deutsche Entsprechung es für dieses Wort geben könnte. Vielleicht seid Ihr klüger und wisst das?

Du darfst das doch nicht tun. fei => doch. In etwa jedenfalls. Aber nicht ganz. Kann auch aber sein. Du darfst das aber nicht tun. Es ist aber eher eine Bekräftigung, also nicht ganz passend in beiden Fällen.
Des ist so was bsonders, ois wia wenn oana sagt:
Du bist fei a Hund. Und damit meint schlauer Fuchs. Respekt, Kompliment. Versteht kein Nicht-Bayer.

fei heißt aber, der ganze Satz heißt dann, das darfst du aber nicht machen. Liebe Grüße aus München.

Fei:
Füllwort und bleibt unübersetzt. Bsp. "Des is fei g'scheid bled": Das ist sehr dumm

des is in bayern so des wa ja langweilig wennst alles versteh dat´s und alles an sinn hätt.. ;O)

ich würde es auch mit "aber" ersetzen- "Des deafst oba ned doa" oda "des is jedz oba richtig- des is jedz fei richtig..."

Ich glaub es ist eine Verkürzung von "freilich" - benutzt im Sinne von "natürlich" oder "selbstverständlich".
Asienseminare am 13. Mai 2009 07:22 Volltreffer!

vielleicht steht das für "sicherlich"? Das darfst du sicherlich nicht tun?

Ich danke Euch allen recht herzlich für die Mühe, die Ihr Euch gemacht habt. Ich glaube jetzt auch, dass "aber" der Sache am Nächsten kommt.
Hob no was im Internet gfundn:
http://www.gavagai.de/person/HHI09.htm
Da ist es schön erklärt und stammt wohl von "fein" ab.
a scheena Artikl.
Dea hod mia a gfoin. Wei des so a scheens Woat is. Und so sogar an Ehrnplodz griagd hod.