Frage von Einmischer, 42

Frage an die Bibelkundigen: Wann spielt diese Bibelstelle: Sacharja 14, Vers 15 und 16 Vergangenheit, Prophetie oder nur eine mögliche bedingte Prophetie?

Frage an die Bibelkundigen:   Wann spielt diese Bibelstelle: Sacharja 14, Vers 15 und 16  Vergangenheit, Prophetie oder nur eine mögliche bedingte Prophetie? "..Und so wie jene Plage wird auch eine Plage kommen über Rosse, Maultiere, Kamele, Esel und alles Vieh, das in diesen Heerlagern ist.

Und alle, die übrig geblieben sind von allen Völkern, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten.."

Antwort
von Netie, 13

Auszug aus dem Buch: Der Prophet Sacharja von Rudolf Müller Kersting

Wir möchten nochmals bemerken, dass es sich im Buch Sacharja nicht um
die zweite Hälfte der 70.  Jahrwoche Daniels handelt, sondern wirklich
um den letzten Tag, den größten der Drangsal Jakobs, den Tag der
Befreiung und des Segens.

„Und auch Juda wird in Jerusalem kämpfen; und der Reichtum aller

Nationen ringsum wird gesammelt werden: Gold und Silber und Kleider in
großer Menge. Und ebenso wie diese Plage wird die Plage der Pferde, der
Maultiere, der Kamele und der Esel und allen Viehs sein, das in jenen
Heerlagern sein wird“ (14,14.15).

Nach den Gedanken Gottes wird der Reichtum der Erde dem Volk Israel
zufallen, denn Er will, dass sein Volk geehrt und geachtet sein soll vor
allen Nationen. Die Welt und zum größten Teil auch die Christenheit
sind antisemitisch eingestellt und sind daher nicht in der Lage, sich
die Gedanken Gottes über sein Volk anzueignen. Das aber wird sich
rächen, und Gott selbst wird dafür sorgen, dass Israel das Haupt sein
wird. Wie war es beim Auszug Israels aus Ägypten? Sie zogen aus mit
reichen Schätzen aller Art, die Ägypten ihm willig und freiwillig
mitgab. Heute steht Israel vor einem neuen Auszug. Auch jetzt wird es
nicht leer in sein Land, das Land der Väter, zurückkehren. Ist es doch
eine bekannte Tatsache, dass der größte Reichtum der Welt sich in den
Händen der Juden befindet. Allerdings wird die Masse der Juden dem
Antichrist huldigen und sie werden mit ihm und mit ihrem Reichtum
untergehen. Der wahre Reichtum ist Jesus Christus und ohne Ihn hat
nichts Bestand auf dieser Welt.

„Und es wird geschehen, dass alle Übriggebliebenen von allen
Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, Jahr für Jahr hinaufziehen
werden, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern“ (14,16).

Wir sehen hier, dass, wie es unter den Juden einen treuen, gläubigen
Überrest geben wird, so auch unter den Nationen. Sie ziehen von Jahr zu
Jahr hinauf, um das Laubhüttenfest zu feiern und den Gott Israels
anzubeten. Diese haben erkannt, dass der Tempel in Jerusalem die Stätte
der Anbetung ist. Auch sind sie ja dem Volk Israel untergeordnet. Die
absolute Herrschaft der Gerechtigkeit Gottes bedingt, dass jedes
Unterlassen sofort bestraft wird. Es ist allerdings zu bemerken, dass
die Menschen in jenen Tagen entgegen der heutigen Trägheit und Lauheit
durchaus willig sein werden, den Wünschen und Geboten des HERRN mit Freuden zu entsprechen.

Kommentar von mrauscher ,

Israel bzw. das Judentum war nur eine Vorschattung dessen, was Gott mit den Menschen vor hat. Jesus stimmte dem alten Testament zu, daher bleibt es ein wichtiger Teil der Bibel, dazu kommt das neue Testament. Jesus hat das "alte Israel" als Volk Gottes abegelöst und durch ein Neues, dem Christentum, ersetzt. Die ersten Christen waren Juden und viele heutige jüdisch aufgewachsenen Menschen wenden sich dem Christentum zu, weil sie nachgedacht haben und erkannt haben, dass Jesus da war, also der Messias. So wird auch im Koran Jesus als der wichtigste Prophet erklärt. - Statt also die Völker und Kulturen zusammenzubringen, generierst Du Feindschaft zwischen Juden, Christen und anderes denkenden. So geht es nicht Netie. Gott ist neutral den Menschen gegenüber, er hat keine Präferenzen für Israel. Gott wendet sich jedem Menschen zu, egal aus welcher Nation, wenn dieser Mensch Gott und seinen Sohn Jesus anerkennt und seine nächsten liebt. Wäre Israel die dominierende Nation mit der Hilfe Gottes, so wäre das wohl kaum Nächstenliebe. Für Gott spielt es keine Rolle, ob ein Mensch ein Jude ist, ein Muslim, ein Christ oder Buddhist. So lange ein Mensch die zwei Gebote hält, die die 10 Gebote abgelöst haben, dann ist es ein Mensch, dem Gott sich zuwendet. Das ein großteil der Christen antisemitisch wären, ist eine Boshaftigkeit von dir, Netie. Wenn Du so etwas behauptest, dann belege es bitte sachlich. Ich bin Christ und viele meiner Freunde sind in Israel und jüdisch aufgewachsen oder in den USA. - Und nun zu den beiden Geboten, die seit Jesus die 10 Gebote ersetzen, da in den zwei Geboten nämlich die 10 Gebote enthalten sind: Matthäus 22 : 36 bis 40:

36  „Lehrer, welches ist das größte Gebot im GESETZ?“

37  Er sprach zu ihm: „ ,Du sollst JHWH (Jahwe), deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘

38  Dies ist das größte und erste Gebot.

39  Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘

40  An diesen zwei Geboten hängt das ganze GESETZ und die PROPHETEN.“

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Stell Dir vor, Netie, jeder würde  sich an diese beiden Gebote halten. Es gäbe keinen Krieg mehr, keine Feindschaften. Die Menschen wären sich international einig und würden sich gegenseitig helfen. Das ist das wahre Christentum und nicht irgendeine Religion, Kirche, Sekte, oder sonst etwas. So hat es Jesus gewollt, so haben es die Apostel, Paulus und Jünger gelebt und die waren von Geburt an auch Juden.

Kommentar von KaeteK ,

Danke Netie :-)

Antwort
von nowka20, 1

man lernt nur durch den lebenskampf, daß es göttliche weisheit gibt

Antwort
von Hamburger02, 13

Das ist ein Motiv, das als Prophezeiung sich immer wieder mal wiederholt und ein einiges Israel verspricht, das stark ist und von allen anderen Völkern so bewundert wird, dass diese alle zu Jehova überlaufen. Bis heute ist das allerdings noch nicht passiert.

Antwort
von iMPerFekTioN, 18

Hallo du,

es handelt sich hier um eine Prophetie, das sich eben alle Länder die sich gegen Jerusalem erhoben haben von Gott durch eine Krankheit (die Seuche) geplagt werden und auch Tiere davon nicht verschont bleiben werden!

das es also geschehen wird weil .....

Grüße,

iMPerFekTioN


P.s. manchmal hilft es mehrere  verschiedene Übersetzungen zu lesen, schau dir mal die Referierte Hoffnung für All an!

Da ist das etwas "deutlicher" beschrieben! Bzw. "verständlicher"


Kommentar von Einmischer ,

danke für deine superschnelle Antwort.  Aber...  Die Frage war ja "wann" und nicht  "weswegen"...  ;-)

Kommentar von iMPerFekTioN ,

Ja =) wann? In der Vergangenheit, denn es wird passieren =)
Das hatte ich doch geschrieben :P

Die Seuche wütet und wird die Tiere und Menschen befallen!

Es WIRD also passieren und es WIRD Prophezeit! Demnach spielt es in der Vergangenheit und WIRD eintreffen =)

Antwort
von chrisbyrd, 6

Im Bibelkommentar von Dr. John F. Walvoord findet sich zu Sach. 14,12-16: "In diesem eingeschobenen Rückblick (die Worte "die Völker, die gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind" beziehen sich zurück auf V. 2) beschreibt Sacharja die zweite Phase der Invasion der verbündeten heidnischen Heere in Jerusalem. In dieser Phase werden die heidnischen Armeen rund um Jerusalem vernichtend geschlagen werden, wie in Sach 12,2-9 beschrieben ist. Dieser Abschnitt in Kapitel 14 fasst folgende Ereignisse zusammen: (a) die Plage, die der Herr über die Feinde Israels, Mensch und Tier, senden wird (V. 12.15; vgl. Sach 12,4), (b) die Verwirrung, die er schicken wird (Sach 14,13), und (c) die Plünderung der heidnischen Armeen (V. 14), wobei ein Großteil der Beute sicherlich aus den Dingen bestehen wird, die die Heiden zuvor aus Jerusalem geraubt haben (V. 1 - 2).

Wenn Jerusalem sicher ist und die Herrschaft des Messias sich auf die ganze Welt ausdehnen wird (V. 9 - 11), werden alle übriggebliebenen Heiden jährlich nach Jerusalem kommen, um den Herrn anzubeten. Die "Übriggebliebenen" sind keine Juden, die unter "alle Heiden" zerstreut waren. Der Rest der Juden wird ja bereits bei der Wiederkunft im Land gesammelt werden. Es handelt sich hier um die Zivilbevölkerung derjenigen Völker, deren Heere bei dem Angriff auf Jerusalem vom Messias geschlagen wurden (V. 1 - 5; vgl. Offb 19,19). Die in der Schlacht von Harmagedon kämpfenden Heere werden vernichtet, nicht jedoch die Völker, aus denen sie kommen. Diese werden vielmehr die Überlebenden des Gerichtes Gottes über die Heiden sein, und sie werden als "Schafe" zum Königreich Gottes gehören, nachdem den "Böcken" der Eingang ins Tausendjährige Reich verwehrt wurde (Mt 25,31-46).

Dass die Heiden nach Jerusalem gehen (vgl. Jes 2,2; 14,1; 66,23; Sach 8,23), um "anzubeten", muss nicht heißen, dass sie jüdische Proselyten werden wie in der Zeit des Alten Testaments. Die Religion des Tausendjährigen Reiches wird kein wiederhergestelltes Judentum sein, sondern eine neu errichtete, weltweite religiöse Ordnung, die sowohl Juden als auch Heiden umfasst. Ihr Zentrum wird in Jerusalem liegen, und sie wird gewisse Züge aufweisen, die in mancher Hinsicht an die Religion des Alten Testaments erinnern oder ihr auch manchmal gleich sind. Eines dieser Merkmale ist die jährliche Feier des Laubhüttenfestes (vgl. 3Mo 23,33-43; Sach 14,18-19). Die Notwendigkeit, nach Jerusalem zu gehen, erklärt sich nicht zuletzt daraus, daß dort der Angebetete wohnt - der König, der HERR Zebaoth, d. h. Jesus Christus, der auf dem Thron Davids in Jerusalem herrschen wird (1Sam 7,13.16; Lk 1,32; Jes 24,23)."

Antwort
von KaeteK, 3

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