Frage an alle "Tierschützer" bzw die sich gegen das Leid von Tieren einsetzen?

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22 Antworten

Es gibt viele Projekte, in die man sich hinein hängen kann. Flüchtlinge, Hungernde in Afrika, Fair Trade, Abholzung des Regenwalds, Regenerative Energien, Tierschutz, Menschen mit Behinderungen ...

Aus dieser Fülle an Themen kann man sich die Themen aussuchen, für die man sich einsetzen will. Wer für den Tierschutz ist, ist nicht automatisch für die Abholzung des Regenwalds. Es gibt nur so viele Themen, dass man schon Jesus heißen müsste, um sich um alle zugleich mit 100%igem Eifer kümmern zu können.

Die Menschen, die sich für Tiere einsetzen, machen in jedem Fall schon einmal mehr als diejenigen, die sich für überhaupt nichts einsetzen.

Ich finde es jedenfalls sehr gut, dass man sich seine Projekte selber aussuchen darf. Eine Alternative wäre eine deutschlandweite Sozialsteuer, mit der in alle Projekte Geld investiert wird. Das würde zwar nicht das gute Herz in den Vordergrund stellen, aber den größeren Effekt haben.

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Warum sollte das Leid von Menschen das Leid von Tieren rechtfertigen?

Gott sei Dank denken viel mehr Leute nach und bleiben nicht dumpf bei den alten Verhaltungsweisen. Es gibt immer mehr Vegetarier und Veganer und natürlich auch immer mehr Leute die hinsehen woher etwas kommt und wie es hergestellt wird.

Keineswegs kann man es gut finden dass Menschen gequält werden, ebenso fühlen Tiere Schmerz und Leid.

Jeder kann jeden Tag viele Entscheidungen treffen. Welches Essen, welche Kleidung, welchen Lebensstil er wählt. Du kannst täglich in Verschwendung und Umweltvergiftung leben oder achtsam deine Wege gehen.

Wir alle sollten nicht das Leben der Anderen werten und abwerten sondern das eigene Leben verantworten können.

Tiere sind Lebewesen die fühlen, denken, lieben, trauern. Wenn jemand den Menschen höher achtet als das Tier, ist das nur ein Grund von diesem Menschen auch höhere Verantwortung zu erwarten.

Menschen sollten in der Lage sein ihre Mitmenschen und die Natur mit allen Lebewesen sorgsam zu behandeln und nicht auszubeuten.

Jeden Tag aufs Neue und wenn du gestern etwas getan hast was du heute ablehnst, verändere dein Verhalten. Echte Veränderungen gehen immer von einzelnen Mensch auf mehrere Menschen über. Fang bei dir an und beobachte nicht den Nachbarn! Klage nicht über die schlechte Welt sondern beteilige dich einfach nicht an dieser Schlechtigkeit.

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Also ich bin schon seit ein paar Jahren Veganer und achte auch darauf, woher meine Kleidung kommt. Wenn ich etwas neu kaufe, dann ist es von Fairtrade und meist in Portugal produziert, wie etwa meine Schuhe. Allerdings drücke ich mich auch schon einmal vor dem Problem, fair produzierte Kleidung zu finden, indem ich gebrauchte Klamotten kaufe. Ich muss aber auch mit einem sehr kleinen Budget zurechtkommen...

Und es ist ja nicht nur Kleidung. Auch Bananen, Kaffee, Tabak, Kakao oder die seltenen Erden für Technikprodukte werden manchmal unter Bedingungen erzeugt, die ich nicht unterstützen möchte.

Wobei ich denke, dass hier ein kompletter Boykott nicht sinnvoll ist, sondern es wichtig wäre an die Firmen ein Signal zu schicken, dass man fair produzierte Waren kaufen möchte, also quasi mit den Verkäufern zu sprechen oder sogar eine E-Mail an einen Laden zu schicken und nachzufragen, wie ihre Produkte erzeugt werden. Das könnte ein Umdenken bei den Herstellern verursachen.

Mein Tipp: sprich mit den Leuten über diese Problematik. Nur wenn man sich bewusst macht, wo Dinge falsch laufen, kann man einen Schritt zu Verbesserung tun.

Menschen sind auch nur Tiere. :)

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Es liegt in der Natur des Menschen, dass er nicht zu 100 % konsequent sein kann.

Ist vielleicht auch ganz gut so. Sonst wäre der Mensch eher ein Roboter, als ein Mensch mit seinen Fehlern, die ihm erst das Menschliche geben.
Ob diese Fehler gut oder schlecht sind, ist eine andere Frage.

Auch lebt oder isst nicht jeder, der Tiere liebt, vegan.

Was Billigklamottenläden anbelangt: manche, die dort einkaufen, könnten ihr Geld in Läden ausgeben, die keine Ausbeutung betreiben. Andere wiederum haben nicht viel Auswahl, weil ihnen das Geld dazu fehlt.
Allerdings wäre genau zu schauen, welche Geschäfte nicht einfach teurer, sondern auch fair in der Bezahlung der Näherinnen und Co. sind.

Ich denke bei vielen ist es noch nicht einmal Gewissenlosigkeit, die sie bei Primark einkaufen lässt, sondern "viele Klamotten für wenig Geld".

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Kommentar von Deamonia
16.03.2016, 14:41

Naja, aber mal im Ernst, die Primark Klamotten sind ja sogar lt. Primark selbst nur für 2x Waschen ausgelegt, dann können sie weggeworfen werden. 

Es ist also keinesfalls wirklich "billiger" dort zu kaufen, wenn man seine Sachen öfter als 2-3x anziehen möchte.

Ich verstehe einfach nicht, warum man heutzutage jede Woche was neues zum Anziehen braucht. 

Wenn man sich berichte von Primark Shoppern anhört, hört man oft, das sie dort für 50€ die Woche einkaufen, und dann stolz erzählen, dafür 20-30 Teile zu bekommen. 

Da frage ich mich dann: Was zur Hölle soll man mit 80-120 neuen Kleidungsstücken IM MONAT???? 

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Ja da haste Recht...diese Doppelmoral ist manchmal kaum zu ertragen. Aber eines lernt man auch relativ schnell: Man kann sie nicht alle retten. Deswegen konzentriert man sich eben auf eine Sache und blendet das andere aus. Manchmal hat man Glück und wenn jeder ein anderes Ziel hat wird jeden geholfen. Und oftmals stecken ja auch eigene, persönliche Motive dahinter, hat jemand extrem schlechte Erfahrung mit Menschen gesammelt, wird er vielleicht auch eher bereit sein Tieren Schutz zu gönnen. Und dann kommt der Geiz und Stolz noch dazu, sie wollen hübsch aussehen ohne viel Geld zu investieren. Und Naivität darf auch nicht fehlen, die Firmen "versprechen" ja das sie den Leute nur "helfen" wollen "hust". Man muss ohnehin heutzutage aufpassen, was man kauft, man hat eigentlich Überall die Chance Umwelt, Mensch und Tier zu schaden.

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Der grosse Unterschied ist, dass sich Tiere in keinster Weise wehren können, sondern komplett für unsere Zwecke ausgenutzt werden. Es gibt für Tiere auch keine richtigen Gesetze, welche sowas verhindern könnten. Ausserdem wird für Menschen um einiges mehr getan, da mischen auch die Regierungen usw. mit, bei Tieren ist das in keinster Weise der Fall. Ich kann sehr gut nachvollziehen, weshalb man sich dann eher für Tiere einsetzt, als für Menschen.  Es ist aber trotzdem enorm scheinheilig, wenn man nur die eine Seite sieht und auf der anderen Seite dann dafür genau das Gegenteil macht, da hast du eindeutig recht. Tiere haben in meinen Augen den exakt gleichen Wert wie Menschen, sind schlussendlich alles einfach nur Lebewesen. Tieraktivisten übertreiben oftmals ein wenig, aber ganz ehrlich, das müssen sie auch, weil ihnen ansonsten sowieso niemand zu hört. Ausserdem ist es halt auch wirklich schlimm, was auf dieser Welt mit den ganzen Tieren geschieht, das sollte man halt auch auf keinen Fall schön geredet werden. Was für manche oftmals übertrieben wirkt, ist leider meistens die Realität. 

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versuchen, andere Leute ein schlechtes Gewissen

Ein Tierschützer kann doch nichts dafür, dass du ein schlechtes Gewissen bekommst, wenn er vom Tierschutz spricht.


Wieso setzen sich solche anscheinend Menschen mit großen Herz für Tiere ein aber kaufen gewissenlos bei H&m

Gibt es jetzt schon Studien, die eine Verbindung zwischen H&M Einkäufen und Tierschutzaktivitäten herstellen?

Aber mal ganz was anderes: Empathisches und ethisches Verhalten bedeutet nicht, dass diese Empathie oder das Bewußtsein für die Ethik gleichmäßig verteil ist. Es ist vollkommen normal, dass Menschen bestimmte Dinge auffallen und sie sich dann für eine Besserung einsetzen und andere Dinge nicht ins Bewusstsein rücken. Oft ist es aber so, dass empathische Menschen mit einem Gerechtigkeitsanspruch ein hohes Bewusstsein mitbringen, und sich dann nicht selten an mehreren Fronten für die Rechte anderer Lebewesen einsetzen. Daher denke ich ist deine Sichtweise doppelt unschlüssig.


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Ich empfinde viele "Tierrechtsaktivisten" auch immer etwas doppelmoralig....

Man spricht sich gegen Tiere als Lederlieferanten und Lebensmittel aus, aber deklariert andererseits bestimmte unvegane Bereiche des menschl. Lebens  als unvermeidbar:

  • es gibt Arzneistoffe, die aus Tier gewonnen werden
  • kein technisches Gerät mit Kupferanteil ist vegan

Da frage ich mich schon, wo ist da bitteschön der Einsatz dieser Leute für Tiere, die zu Arzneimitteln werden.

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Das ist tatsächlich eine sehr gute Frage.

Wenn man vermeiden will das Tiere und Menschen für einen Leiden, also im Sinne das man die Dinge kauft, die unter solchen Umständen hergestellt wurden, darf man gar nichts mehr kaufen.
Das hat nicht nur was mit Mode und Nahrung zu tun, darunter fallen auch Smartphone und Autoteile und und und.

Nun, Menschen und Tiere haben auch aus meiner Sicht den gleichen Stellenwert. Einfach weil Tiere wie Menschen Schmerz, Angst, Freude etc. fühlen und auch vieles verstehen. Mehr als die meisten denken.
Ich leide auch eher mit den Tieren als mit den Menschen. Ich weiß nicht wieso es so ist, aber wenn irgendwo ein Tier getötet wird aus Spaß, dann werde ich total wütend. Wenn ein Mensch irgendwo getötet wird, dann nicht. Dann ist meine Reaktion so : " hmm, Mist aber ist so." Und paar Minuten später habe ich es schon wieder vergessen.  
Ich kann es mir selber nicht erklären aber ich mache mir aus Menschen nicht mehr viel.

Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen mir schlimme Dinge angetan haben und einfach diese grauenhafte Art wie viele Menschen mit anderen Menschen und mit Tieren umgehen.

Aber um das alles zu verhindern müsste man die Politik komplett auf den Kopf stellen und der Mafia die Macht nehmen. 
Und ich glaube kaum das man die ganzen Menschen dazu bringt sämtliche Läden zu boykottieren. Das wäre dann auch wichtig. Dazu ist diese Gesellschaft aber zu egoistisch. Ich meine die Leute helfen den Menschen ja nicht mal mehr, wenn sie Hilfe brauchen.
War ja in den Nachrichten, da ist eine 60 jährige hingefallen und keiner der Leute da, hat ihr aufgeholfen.
Warum nicht?

Was genau will man dann noch erwarten?

Im Grunde ist das ganze System falsch. Man arbeiten, kriegt kaum was und die Preise werden immer höher.
Und die Herstellung der Produkte, hat die Firmen fast nichts gekostet. Man zahlt eigentlich auch mehr, als das was es eigentlich wert ist.

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Kommentar von Hyaene
15.03.2016, 16:13

Dass man liegen gelassen wird nach einem Unfall habe ich auch schon hinter mir...

Mein erster Gedanke, nachdem ich mein Bewusstsein wieder hatte und mit ansehen musste, wie die ganzen Autos Kurve gefahren sind, damit sie sich nicht die Reifen schmutzig machen, war: 

"Und das schimpft sich Gesellschaft?!"

Und gerade das sind dann die Menschen, welche auf ach so nett machen, aber im nachhinein die letzten sind, die helfen... 

Ebenso wurde uns, meiner Mama und mir, im nachhinein noch kackdreist dabei zugesehen, wie wir uns mit der schwer übergewichtigen Frau plagten, da wir sie kaum halten konnten! Selbst Männer haben zu geschaut!

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Kommentar von TitusPullo
16.03.2016, 21:48

Ich leide auch eher mit den Tieren als mit den Menschen.

Meiner Meinung nach eines der größten gesellschaftilichen Probleme die wir im Moment habe.

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 Ich kann Dich verstehen. Lebe vegan, aber bin nicht so extrem. Mich stört das auch oft. Von vielen habe ich mich auch zurückgezogen deswegen. Aber zum Glück gibt es Veganer, die nicht so sind.

Jeder muß da seinen eigenen Weg finden. Ich meide Leder so gut es geht. Ist aber schwierig. Plastikschuhe mag ich auch nicht wirklich. Pelz meide ich auch, weil ich mich nicht drin wohl fühlen würde. Aber wenn andere es tragen, dann mache ich keinen Terror.

Sie sind schlicht und einfach zu extrem. Alles, was übertrieben wird ist nicht mehr so gut. Und schreckt andere nämlich sehr ab. Man erreicht auch nichts mehr damit. Außer Stress mit anderen. Aber manche brauchen das. Sie wollen allen erzählen, wie konsequent sie sind. Ist auch viel Show dabei.

Aber, wenn man näher mit ihnen zu tun hat merkt man auch, daß sie gleichzeitig drauf achten nicht zu viel Plastik zu kaufen. Auch nicht bei amazon kaufen und viel selber machen.

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Du hast schon irgendwie Recht, doch wo fängt man an und wo hört man auf. Wenn ich einen Berg von Tal aus sehe und mir gleich vorstelle, dass ich den erklimmen möchte, dann wird es wahrscheinlich zu viel sein und so nehme ich mir doch die erste Etappe vor und danach geht es weiter. Man muss erst mal vor seiner Türe kehren und dann kann man sich um den Schmutz bei den Nachbarn kümmern, wenn der es nicht schafft. Ich kaufe lieber Markenjeans, die halten sehr lange und ich habe welche, die sind schon uralt und ich ziehe sie trotzdem an und brauche nicht ständig irgendwelche Klamotten, denn ich sehe auch in Lumpen noch gut aus. Es wird so viel Geld verpulvert und sinnlos ausgegeben und doch haben wir hier nicht die Hauptschuld an den Zuständen in anderen Ländern. Und sicherlich sollten wir uns auch um unsere Mitmenschen kümmern, doch würdest Du z.B. so einer Näherin ihren Verdienst einfach mal so in die Hand drücken und sie könnte dann noch arbeiten gehen, um selber die Situation noch zu verbessern, dann sei Dir nicht so sicher, ob die das tun würde. Mich hat mal sehr eine Doku zum Nachdenken gebracht und zwar hat da eine deutsche Familie irgendwo in Afrika eine Farm gekauft und dort Unterkünfte für Safari-Touristen gebaut. Anfänglich haben sie die Menschen dort überdurchschnittlich bezahlt und sobald die genug Geld hatten, um den ganzen Monat damit klar zu kommen, sind die nicht mehr erschienen und erst dann wieder, wenn das Geld knapp wurde oder eben verbraucht war. Wir verstehen das nicht...

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Hallo,

ich bin weder Vegetarier noch Veganer.

Das Leid von Tieren ist mir aber alles andere als egal.

Wenn ich die Sache "Gesamt" betrachte ist mir das Wohl des Tieres auch wichtiger als dass der Menschen.

Der Mensch kann sein Schicksal wählen, das Tier nicht.

Die Menschen in diesen Ländern haben gewählt. Für eine bessere Zukunft muss man oft kämpfen. Irgendwann erheben sie sich, es kommen Arbeiter Parteien zustande und nach und nach kommen sie an unsere Standarts.

Von nichts kommt nichts. Dafür haben auch unsere Generationen mal kämpfen müssen. Unsere Aufgabe ist es jetzt dies zu verteidigen.

(Mit verteidigen ist gemeint, dass wir unsere Rechte verteidigen)

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Kommentar von Etter
16.03.2016, 14:31

"Der Mensch kann sein Schicksal wählen, das Tier nicht."

Soso also kann man sich vor der Geburt aussuchen, ob man lieber in Deutschland oder in China geboren wird?

Oder wie stellst du dir das mit dem auswählen vor, wenn man ohne Arbeit verhungert?

" Irgendwann erheben sie sich"

Jup. Ich habe gehört, dass die chinesische Regierung sowas gerne sieht und so pazifistisch wie sie sind niemals Waffen einsetzen würden :rolleyes:

http://www.todesstrafe.de/artikel/28/Vergehen_die_in_China_mit_der_Todesstrafe_geahndet_werden!.html

Die Frage ist, ob es überhaupt soweit kommt, aufgrund reger Zensur.

https://de.wikipedia.org/wiki/Internetzensur_in_der_Volksrepublik_China

Ich persönlich lebe nicht in China, aber ich stells mir ähnlich wie die DDR vor.

"Dafür haben auch unsere Generationen mal kämpfen müssen."

Wofür musste denn deine/meine Generation kämpfen?

Ach wie ich Victim Blaming liebe.

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Kommentar von Maisbaer78
20.03.2016, 23:50

Der Mensch kann sein Schicksal wählen, das Tier nicht.

Auch wenn ich deinem Grundgedanken zustimmen möchte, die Betroffenen in den Entwicklungsländern haben ebenfalls keine Wahl. Sie sind von westlichen Großkonzernen so in die Ecke gedrängt, dass es einfach keine Alternativen für Sie gibt, immerhin müssen Sie essen. Streiken Sie, fliegen Sie raus und haben nichts zu beißen.

Wir leben in einem Land, das massiv daran Schuld trägt, das derartige Ausbeutung in 3. Welt- und Schwellenländern überhaupt existiert.

Solange hier das Gros der Bevölkerung nur auf sich schaut und weiter pro-wirtschaftliche Volksvertreter in die Regierung wählt, können die Menschen in diesen verarmten Regionen kaum mehr wählen als es das Tier kann. Aber einige entscheiden sich für Flucht. Die nennen wir dann abschätzig "Wirtschaftsflüchtling" und genau die Leute, die bei der letzten Wahl erneut der Wirtschaft und dem Konsum Ihre Stimme gaben, hetzen dann gegen diese Flüchtlinge und fordern ihre Rückkehr ins Heimatland.

Von nichts kommt nichts. Dafür haben auch unsere Generationen mal kämpfen müssen.

Unser Volk war nie in einer vergleichbaren Situation wie es die Menschen in den angesprochenen Armutsregionen sind. Wir waren nie Kolonialisiert. Selbst als wir Krieg vom Zaun brachen, sind wir (zumindest die Länder in der alliierten Zone) sogar mit Geld unterstützt worden, damit unsere Wirtschaft in Gang kommt. Unsere sozialen Errungenschaften stammen zu großen Teilen noch aus Kaisers Zeiten, als es dem Volk verhältnismäßig gut ging.

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Das ist eine gute und wie ich finde sehr berechtigte Frage. Viele Menschen und im Moment vermehrt Jugendliche verzichten auf tierische Produkte aus Tierschutzgründen. Diese Produkte kann man relativ leicht durch andere ersetzen.

Wenn es aber um den Style geht, dann wollen alle immer modisch auf dem Neuesten Stand sein und das für möglichst wenig Geld. Da kann man natürlich nicht mehr die Klamotten der letzten Saison auftragen, denn man wäre ja dann nicht im Trend.

Da sieht man mal, wie oberflächlich denkend selbst viele dieser angeblichen Tierschützer sind. Tiere schützen ja, Menschen schützen nein, denn dann könnte man ja nicht mehr jedem Trend hinterher rennen.

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Ich, als Veganer, stimme dir zu! Wer vegan lebt, aber bei Primark Kleidung kauft, macht es entweder nicht aus ethischen Gründen oder pflegt eine Doppelmoral.

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Vegan leben bedeutet heute auch, da wo es möglich ist, Fair Trade zu handeln, also auf Ausbeutung sowohl von Mensch und Tier zu verzichten. Die meisten Veganer leben auch nach dieser selbstauferlegten Philosophie.

Tierschützer sind am Wohl der Tiere interessiert, sonst hiessen Sie zb. "Indische Kindersklavenschützer". 

Auf deine Frage im Anschluss.

  • Ja, Tiere sollten den gleichen Wert haben wie Menschen und umgekehrt.
  • Ja, Tiere werden noch schlimmer misshandelt.
  • Die bekommen niemals Frei, müssen immer im Stall stehen, wachsen, sterben, sich gegenseitig tottrampeln weil zu viele auf engstem Raum stehen usw.

Interessant finde ich, dass du deine Frage mit "Tierschützer" beginnst und am Ende doch nur bei Vegetarieren und Veganern landest. Darum hat natürlich auch genau der richtige den Stern bekommen, immerhin trägt er Stolz das Antivegan-Logo im Avatar. Schön, dass Ihm selbst aufgefallen ist, dass er schon vor der Zeit die beste Antwort bekam, obwohl doch noch gar nicht so viele andere Antworten eingegangen sind?

Meinen Glückwunsch ihr 2 :)

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Kommentar von wickedsick05
16.03.2016, 21:24

Fair Trade zu handeln,

so etwa:

Wer Fairtrade-Kaffee trinkt, macht die Welt mit jedem Schluck ein
bisschen besser. Stimmt, oder? Neue Untersuchungen zeigen: Wir machen uns was vor.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-08/fairetrade-kaffee

Es stellt sich die Frage, welche Seite glaubhafter ist. Welchen Grund zum Lügen sollten die Arbeiter haben angesichts der Tatsache, dass ihnen als Involvierte des Modells vom Fairen Handel der Terminus gar nicht bekannt ist und ihr Arbeitsvertrag aus nicht viel mehr als ihrem Namen, dem Einstellungsdatum und ihrem Fingerabdruck besteht. Kündigungsschutz, Mindestlohn, Recht auf Urlaub, Krankengeld? Fehlanzeige.

http://www.impulsderzeiten.de/posts/aktuell/der-handel-mit-den-zertifikaten-oderwie-fair-ist-fairtrade-wirklich/

ÖKO-TEST enttarnt Fairtrade-Lüge

http://www.t-online.de/lifestyle/id_58248698/oeko-test-enttarnt-fairtrade-luege.html

Die meisten Veganer...

...machen sich was vor.

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Kommentar von vveess
16.03.2016, 22:02

das kann vielleicht damit zusammenhängen, dass Viele Tierschützer sich auch vegan/vegetarisch ernähren (zumindest die, die ich kenne) , bin aber trotzdem in meinen Text auch auf Tierversuche und Leder/Pelz eingegangen.

Meine Frage war eben wieso diese Leute so auf das Wohl der Tiere achten, aber ihre eigene Spezies teils komplett "vernachlässigen", da die Näherinnen auch nicht gerade gerecht behandelt werden.

Ich hatte oben geschrieben, ich möchte keinen Streit auslösen oder gar beleidigen, schade das dies wohl nicht geklappt hat (nehm ich zumindest an nach dieser schnippischen Antwort)

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Kommentar von vveess
16.03.2016, 22:04

Und übrigens: ich habe bis eben garnicht omnis Bild gesehen, da ich die Seite vom Handy aus nutze.

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Kommentar von Omnivore08
16.03.2016, 22:18

Interessant finde ich, dass du deine Frage mit "Tierschützer" beginnst und am Ende doch nur bei Vegetarieren und Veganern landest. Darum hat natürlich auch genau der richtige den Stern bekommen, immerhin trägt er Stolz das Antivegan-Logo im Avatar. Schön, dass Ihm selbst aufgefallen ist, dass er schon vor der Zeit die beste Antwort bekam, obwohl doch noch gar nicht so viele andere Antworten eingegangen sind?

Ich kam nach EINEM Tag! Wo es die meisten Antworten schon gab!

PS: Findest du mein Avatar nicht schön? ^^

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Bei mir ist es so:
Ich mag Menschen nicht wirklich
Ich liebe Tiere 😂

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Kommentar von DonkeyDerby
16.03.2016, 19:33

Es ist einigermaßen bizarr, eine andere Spezies der eigenen vorzuziehen.
Bei jedem anderen Tier wird das als Verhaltensstörung angesehen, nur beim Menschen anscheinend nicht.

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Für mich ist das auch eine Doppelmoral. Allerdings NUR von solchen Veganern, welchen es nur darum geht "anders" und auch "besser" zu sein, als andere. Aus diesem Grund gab es bei mir eine Zeit in der ich Veganer wirklich schon hasste, weil ich es so fies finde, andere Tiere für ihr Ego zu benutzen und sie mich zudem wirklich schon persönlich angriffen. Dass es allerdings auch ehrliche und auch "andere" Veganer gibt, habe ich dann später selbst gesehen. Diese versuchten mich aufzuklären, ohne Vorwürfe und auch sachlich. Ebenso waren sie auch ehrlich und gaben eigene Fehler zu. Erst dadurch lernte ich sie zu verstehen.

Wenn es ihnen wirklich weh tut, wie es Schlachttieren geht, kann ich das auch mehr, als verstehen. Für sie sind wir eben gedankenlose Fleischfresser. Überall müssen sie Fleisch sehen und auch riechen. Das stelle ich mir dann auch, wie die Hölle vor. Da sollte man auch mal ehrlich sein.

Für mich ist Veganismus nix, einfach aus diesem Grund:

https://www.gutefrage.net/frage/wie-sage-ich-dass-ich-nicht-mehr-vegetarier-sein-will?foundIn=list-answers-by-user#answer-197663357

Wenn es aber andere können, Respekt. Aber wirklich NUR denen, den es wirklich um das Tierleid geht.

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Kommentar von Hyaene
15.03.2016, 16:31

Noch etwas ganz wichtiges! Das Paradoxe an der Sache mit dem ausbeuten der Armen. Das ist vollkommen richtig, dass du der Meinung bist, dass man so etwas nicht noch unterstützen sollte. Nur sollte man sich dann auch die Frage stellen: 

"Schade ich den Armen nicht noch mehr, indem ich keine von ihnen hergestellte Kleidung kaufe, da ich ihnen somit die Arbeit wegnehme?"

Wusstest du eigentlich, dass Menschen sogar für die Kleidersammlung bezahlen müssen? >:-(

Auch hier fragt man sich, ob man sich denn nicht doch gegen diese mehr, als dreiste Ausbeutung der Armen dagegen stellen sollte und die Kleidung einfach weg schmeißen soll, statt der Korruption noch mehr in den Hintern zu schieben!

Ich weiß es wirklich nicht...

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Kommentar von kiniro
16.03.2016, 11:13

Ich habe vor über 3 Jahre angefangen, mich aus Gesundheitsgründen vegan zu ernähren.

Vegan leben werde ich ehrlich gesagt nicht zu 100 % schaffen. Halte ich auch generell für unrealistisch.
Dennoch achte ich immer stärker darauf, Dinge in vegan zu besorgen.

Nach über 5 Jahrzehnten ist es sehr schwer, gewissen Gewohnheiten abzulegen.

Im Gegensatz zu dir - der einfach mal eine Verallgemeinerung "Veganer sind halt so" in den Raum wirft - ziehe ich es vor, zu differenzieren.
Es gibt Omnis, die gleich zu Beginn die Keule raus holen und nicht erst mal schauen, welchen Mensch (ja auch Veganer sind Menschen) sie vor sich haben.

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Hallo, 

das ist eine gute Frage!

Was du da erlebst ist allerdings nicht nur bei Tierschützer´n so. Es gibt auch viele Übermütter und Gutmenschen, die meinen der Mensch wäre was Besseres. Auch zu solchen Themen gibt es hitzige Diskussionen. 

. Ich finde es traurig, wie halbherzig sich viele Menschen auf eine Seite schlagen und strikt behaupten das Richtige zu tun. Man kann sich ja für beides einsetzen. Man muss dazu noch nicht mal aktiv in irgendeinem Verein sein. Es reicht doch schon, wenn man offen ist und dem Obdachlosen in der Stadt mal ein Brötchen bringt oder die ausgesetzte verwahrloste Katze bei sich aufnimmt. Aber nein es gibt echt Menschen, die dann sagen: "Was interessiert mich der alte Mann/die doofe Katze?". 

Ich bin Tierschützerin und Menschenschützerin, weil mir es nicht egal ist wenn jemand leidet. Ich unterscheide da nicht großartig zwischen Mensch und Tier - beide empfinden Schmerz und Leid, beide leiden weltweit und beide brauchen jede Hilfe die sie kriegen können. Also sollten auch beide Teile des Menschenherzens zusammen finden und was tun und das kann jeder, der ein Dach über´n Kopf und zu Essen hat! 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

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Kommentar von TitusPullo
16.03.2016, 22:12

wenn man offen ist und dem Obdachlosen in der Stadt mal ein Brötchen bringt 

Aber doch bite nicht in deutschland, hier sind alle freiwillig obdachlos.

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Kommentar von Maisbaer78
20.03.2016, 23:37

Ich unterscheide da nicht großartig zwischen Mensch und Tier - beide empfinden Schmerz und Leid

Das sind genau die Gedanken, die die meisten Vegetarier und Veganer hatten, als Sie sich für diese Lebensweise entschieden haben.

Wenn man Vegetarier\Veganer wird (zumindest in den meisten Fällen) hebt man die Tiere moralisch und etisch auf eine ähnliche hohe Stufe wie die Menschen, man stößt nicht die Menschen auf die Ebene auf der Tiere in unserer Gesellschaft leider stehen.

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weil sehr viele menschen nur ihren persönlichen vorteil suchen

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Kommentar von ichfragalle
15.03.2016, 12:51

wie meinst du das denn ?

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Ich persönlich glaube, das es daran liegt, das "Veggie" gerade in ist. (ACHTUNG: Ich rede hier nicht von allen Veganern/Vegetariern, sondern nur von den Mode-Veggies.)

Diese Leute machen mit, und fühlen sich so als "etwas besseres", was sie natürlich auch permanent anderen unter die Nase reiben müssen. 

Die Veganer/Vegetarier aus Überzeugung missionieren eher selten, oder zumindest nicht so penetrant, wie die "Trendy-ich-bin-besser-als-du-Veggies" 

Da diese Veggies sich nur selber profilieren wollen, ist es klar, das ausgebeutete Menschen sie nicht interessieren, denn Tierschutz interessiert sie auch nicht wirklich.

(Nochmal: Ich rede hier nicht von allen, oder den meisten Veganern/Vegetariern, sondern von einer kleinen Gruppe, die groß erscheint, weil sie so "laut" ist!) 

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Kommentar von Omnivore08
16.03.2016, 15:06

Die Veganer/Vegetarier aus Überzeugung missionieren eher selten, oder zumindest nicht so penetrant, wie die
"Trendy-ich-bin-besser-als-du-Veggies"

Doch, denn das sind die Schlimmsten! Sie erzählen immer so Pfeffer "ich meine, wusstest du schon, dass 1kg Fleisch 16 kg Getreide braucht und Regenwald nur für Tierfutter abgeholzt wird?"

Veganer mit speziellen Vakten sind mir die aller liebsten!

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