claude5 am 17.02.2008 um 13:55 Uhr
Alle paar Tage gibt es hier mal wieder eine Frage zum Thema "Ich bin noch so klein und so genervt zu Hause und will ausziehen, wer schenkt mir Geld, damit ich das machen kann?". Ist klar, in den allermeisten Fällen lautet die richtige Antwort: Warte, geh arbeiten, das ging allen früher so, Du bist nicht allein.
Insbesondere letzteres interessiert mich:
Stimmt es, dass jeder im Laufe seiner Entwicklung mal intensiv mit dem Gedanken spielt, die Barbiepuppen und Spielzeugautos zu packen und noch während der Schulzeit von zu Hause auszuziehen?
Mich interessieren insbesonder die Antworten derer, die "rückblickend" antworten können ("Erwachsene", wie auch immer definiert...)
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Allerdings hatte ich noch einen Hafen bei meiner Mutter gelassen. Wir wohnten damls im Süden von Berlin, mein Freund im Norden, die Fahrerei war lästig, also blieb ich irgendwann oben. Als ich meine Ausbildung angefangen hatte, habe ich dann meine letzten Habseligkeit nachgeholt.
Allerdings bin ich als Pimpf auch schon mal "ausgezogen", beleidigt mit meinem Lieblingsteddy unterm Arm bin ich losgezogen, als ich mal wieder die Schimpfe erhielt, für den Blödsinn den mein Bruder anstellte. Ich wollte nie wieder nach Hause. Irgendwann waren Hunger und Müdigkeit allerdings so groß, das ich automatisch wieder vor der Tür stand.

Ich bin mir nicht sicher, ob man den Wechsel von meiner Mutter zu meinem Vater wirklich als Rebellion ansehen kann. Ich war damals 17 und meine Mutter hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich eine neue Familie zu gründen. Wir "alten Kinder" waren im Weg, also hat sie zuerst meine Schwester rausgeworfen und danach mich gefragt, ob ich nicht lieber auch verschwinden will. Daraufhin bin ich zu meinem Vater gezogen. Aber da ich auf jeden Fall auch da raus wollte, habe ich 50% der Mission erfüllt. ;-)
wandpilz am 17. Februar 2008 14:04 ach ja: und in bezug auf den rückblick: ich hätte es früher machen sollen. es kommt immer auf die situation an, aber es gibt auch fälle, da macht es wirklich sinn zu gehen.
weil ich schon immer wert auf selbständigkeit gelegt habe.
was natürlich vor ein paar jahren noch etwas einfacher war.
die jugendlichen haben es da heute schon etwas schwerer damit

Die angeklickte Antwort stimmt nicht so ganz - mit 17 war ich schon in der Ausbildung, hab' also schon "eigenes Geld" verdient - aber mit 18 1/2 hatte ich auch eine Wohnung - das war sehr gut für den Abnabelungsprozess von den Eltern.

Ich ging mit 15 von zu Hause weg - nach Deutschland.. man holte mich zurück und ich kam in ein Internat.. kam mir vor wie ein Gefängnis - ich hab revoltiert, im Endeffekt hat's nichts genützt...
Das Gute am Weggehen war, daß ich in diesem Alter schon eine Menge an Lebenserfahrung sammeln konnte, die mir letztendlich auch sehr hilfreich war und das Gute am Zurückholen war, daß ich meine Schule zu Ende gemacht habe und eine gute, gesunde Basis für die Zukunft schaffen konnte.
Alles im Leben hat 2 Seiten - und ob du dich für die richtige entscheidest, weißt du immer erst im Nachhinein, das ist ja das blöde.. ;o)

ich überlege mir in letzter Zeit um zu ziehen, weil ich nicht immer mit meiner Mutter klar komme. Sie sagt zu mir "werde ein Mann" aber sie will über allem ihre Hand haben. Sie will mich förmlich selbst zu einem Mann formen. Aber so einfach ist das nicht. Sie muss mal los lassen können. Ich will selbständiger werden. Sie hat ein Kontrollzwang. Der Mensch muss seine eigenen erfahrungen sammeln... Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmung, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Eastside am 17. Februar 2008 14:35 DH

So geht es wahrscheinlich jedem Pubertierenden der nach dem Sinn des Lebens fragt!

Der Wunsch war da, aber der Mut war letztlich zu klein

Ich glaube das sagt jeder mal in seiner Kindheit! Ich packe meine Sachen und ziehe aus! ich bin erst nach meiner Ausbildung weggezogen!
Ich habe mit 16 die schule beendet, mittlere Reife ohne Abi, fing kurz danach die ausbildung an und zog mit 17 aus. Jetzt bin ich 30 und bereue es nicht. Es kommt darauf an, wie weit man in dem Alter entwickelt ist, geistig meine ich.
Bei mir war klar, dass ich direkt nach der Schule ausziehe und in ne andere Stadt gehe. Bis dahin hab ich es zuhause nochmal genossen. :-)
Stress zu Hause, durch zu viele Geschwister...sogenanntes Sandwichkind...Ablehnung durch die Mutter und große Schwester...Vater Alkoholkrank und unberechenbar aggressiv :-(

Bin dann nach der Ausbildung ausgezogen, weil meine Schwester Nachwuchs bekommen hatte und den Platz gut brauchen konnte.

Ich habe als Jugendliche auch mal mit dem Gedanken gespielt, auszuziehen, wenn es mal "gekracht" hat. Wenn sich die Wogen dann wieder geglättet haben, waren die Gedanken auch wieder weg. Die Pubertät ist eben eine schwierige Lebensphase für beide Seiten.
Schade, dass man nur eine Stimme abgeben kann, denn eigentlich wäre - ja klar, ging mich auch so - die zweite Variante gewesen. Und ich bin heute froh, dass ich so jung gelernt habe, auf eigenen Füssen zu stehen.

Auch wenn es mal Krach gab - nöö. Dazu war der "Leidensdruck" nicht hoch genug.

Wir waren 5 Kinder. Mein Stiefvater hatte was gegen mich, weshalb er mich rausgeschmissen hat als ich gerade mal 18 war. Konnte mich aber gut selbst ernähren und war im Grunde froh drüber. Bin zwar später noch mal nach Hause gezogen um meine Mutter bei ihrer Scheidung zu unterstützen, aber sobald alles geregelt war, bin ich wieder ausgezogen. Ich wollte lieber Selbstständig sein!

Ich wäre gern (wegen der Finanzen) noch etwas zu Hause geblieben; leider lag mein erster Studienort auf der anderen Seite (des damaligen) Deutschlands.



Für mich war klar, wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, ziehe ich von zu Hause aus und führe mein eigenes Leben. Wir sind zur Selbständigkeit erzogen worden, war also eine klare Konsequenz. Habe es nie bereut und bin durch Sparsamkeit ohne fremde Hilfe immer ganz gut über die Runden gekommen.

Es ist tatsächlich so, dass man als pubertierender Teenager des öfteren ausziehen möchte. Zumindest bei mir war´s so. Meine Eltern waren sehr streng, erlaubten mir wenig, für alles was für meine Schulfreundinen selbstverständlich war, musste ich kämpfen, sehr oft allerdings erfolglos. Mit 15 bin ich dann für 2 Monate wegen einer Ausbildungsstelle, die weit entfernt war, ausgezogen. Ich fühlte mich wie eine Königin, allerdings war ich auch oft einsam.Doch die neue Freiheit war schnell vorbei, meine Chef hatte keine Ausbildungsgenehmigung u. so musste ich wieder zurück nach Hause u.mir eine neue Stelle suchen.Noch während meiner Ausbildung lernte ich meinen heutigen Mann kennen, mit dem ich 1/2 Jahr nach Beendigung meiner Ausbildung zusammen zog. Es ging uns einfach nicht schnell genug. Bereut hab ich es eigentlich nie, dass einzige was ich heute in meinem Leben vermisse, ist die Tatsache, dass ich nie allein für mich verantwortlich war.Sondern eigentlich von einer (finanziellen)Abhängigkeit in die nächste gerutscht bin, da ich selber recht wenig verdient habe.Trotzdem bereue ich nichts.






..so schnell ich konnte..........


Bin mit 16 Jahren ausgezogen in ne andere Stadt und habe dort eine eigene Bude gehabt und bin weiter zur Schule gegangen und habe auch meinen Abschluß gemacht.
mit 18, eine etage über meine eltern, mit meiner schwester zusammen. mit 19 mit meinem freund in die erste wohnung mit 20 mit dem gleichen freund in die nächste wohnung. mit 22 mit dem gleichen freund in meine absolute traumwohnung, 3 zimmer 95 qm2 und 90 qm2 dachterasse. dann die trennung , war. dann die trennung und mit 23 für ein halbes jahr in ne sehr coole , liebe 6er wg. und mit 24 in meine erste eigene süße 2 zimmer 40 qm2 wohnung. ich bereue nichts. durch die vielen umzüge bin ich ein richtiges einrichtungstalent geworden und weiß nach und nach immer mehr was ich möchte und so wird meine wohnung die ich später mit meiner familie haben werde ein richtiges schmuckstück.
konnte mir trotz geringem gehalt einmal pro jahr einen urlaub leisten. und an klamotten nahrungsmitteln und geld für die freizeit hat es mir auch nicht gefehlt. wenn man kein auto hat kann man das eigentlich immer gut schaffen.