Frage von JenniferHpr, 81

Frage an alle 2fach-Eltern .......... Wie habt ihr das gehandhabt dass nach der Geburt eures 2. Kindes das 1. nicht eifersüchtig wurde?

Wir bekommen im Dezember unser 2. Kind und möchten es natürlich vermeiden, dass unser Sohn (2 Jahre jung) danach auch nur auf den Gedanken kommt wir würden das 2. Kind ihm vorziehen oder ihn womöglich weniger lieb haben. Was könnt Ihr uns da an Erfahrungen und Tips mitgeben aus denen wir dann das Beste draus machen können zum Wohle beider Kinder?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von tachyonbaby, 25

Meine beiden Mädels sind kein Jahr auseinander. Meine Ältere war nie eifersüchtig. Die ist nicht zum Baby in Konkurrenz getreten, sondern zu
mir. Die war für ihre kleine Schwester wie eine zweite Mutter, hat sie gewiegt, ihr nach dem Abstillen das Fläschchen gegeben und auch später
auf ihre Schwester achtgegeben.

Ich war aber auch mit meiner Tochter eins und habe schon auf ihre Bedürfnisse reagiert, bevor sie anfangen mußte zu weinen. Der kleine Zwuckel brauchte keine Worte. Sie schaute mir in die Augen und ich wußte einfach, was meine Tochter wollte. So war es für mich selbstverständlich sie in alles mit einzubeziehen und sie als gleichberechtigt zu betrachten. Ich habe ein Buch gekauft, wo man die Entwicklung des Fötus im Mutterleib sehen konnte, so daß sie die Schwangerschaft mitverfolgen konnte. Ihre kleinen Händchen lagen auf meinem Bauch und tasteten nach den Bewegungen des Babys. So freute sie sich schon auf die Geburt ihrer Schwester und fand das alles höchst interessant.

Wenn sie helfen wollte, ließ ich sie - auch wenn eine Arbeit dann länger dauerte. Nie habe ich ihr etwas aus den Händen genommen, weil sie "zu klein" für etwas war, höchstens gezeigt, wie sie das scharfe Brotmesser in die Küche tragen sollte, damit sie sich bei einem Sturz nicht verletzt. Gesprochen wurde immer auf gleicher Augenhöhe - nie von oben herab.

Meine Kinder großzuziehen war so einfach wie das Atmen. Immer wieder staunte ich darüber, wieviel ich von diesen kleinen Wesen lernen konnte.

Kommentar von JenniferHpr ,

Vielen Dank sowohl für die sehr gute Antwort und den Büchertip wie auch fürs Kompliment. Ich werde mir morgen dieses Buch bei Thalia kaufen fahren. Lagernd sollte es hoffentlich ja sein.

Gestern waren wir in einem Möbelhaus und unser Sohn durfte sich sowohl für sein neues Kinderzimmer, wie auch fürs neue Kinderzimmer unseres 2. Kindes Sachen aussuchen und am Abend lauschte er mit Papa gemeinsam ob sich schon was tut im Bauch. Ich glaub er war hellhöriger als mein Göttergatte ^^.

Im Juli bauen wir ja das Dachgeschoss um wo momentan die Rechner stehen sowie meine Arbeitsunterlagen. Dort kommen dann 2 große Räume hin damit die Kinder dann später auch einmal viel Platz haben um sich zu entfalten. Platz haben wir ja massig dafür uns so haben sie auch dann im Teeniealter ihr eigenes Reich. Wenn wir dann in 2 Wochen erfahren ob es ein Mädchen oder noch ein Bub wird darf unser Sohn dann auch bei den Farben mitentscheiden.

Kommentar von tachyonbaby ,

(Schmunzel) Natürlich ist Dein Kleiner "hellhöriger" als Dein Göttergatte. Dein Sohn war 9 Monate lang ein Teil von Dir; er war EINS mit Dir, teilte nicht nur die Nahrung, sondern auch Deine Gedanken und Emotionen. Glaubst Du denn, wenn das Kind geboren wird, ändert sich das schlagartig?

Ich wünsche Euch Vieren alles Glück dieser Erde!

Antwort
von Nordseefan, 23

FAngt JETZT schon an. Ihr braucht doch sicherlich noch viele Sachen für das Baby. Lasst es ihn aussuchen. Ein bisschen lenken könnt ihr schon: Zum Beispiel: Ist denn der blaue Strampler schöner oder willst du lieber den Gelben für dein Geschwisterchen haben. WEnn ihr schon wisst ob es Junge oder Mädchen wird, besser von Brüderchen oder Schwesterchen reden, wenn ihr gar schon einen Namen habt, dann den verwenden. Bezieht ihn so gut es geht in alle Vorbereitungen mit ein.

Wenn das Baby dann da ist: Lasst ihn ran an das Kind. So zerbrechlich sind auch Neugeborene gar nicht. Auf dem Boden (Matratze) und Kissen ist auch ein 2 jähriger schon in der Lage mal ein Baby zu halten. Und auch bei der Pflege kann er helfen.

blöd, wenn sich alle Besucher auf das Baby stürzen. Bittet sie, den großen zuerst zu begrüßen.

Schön wäre es, wenn er auch was bekommt, denn die Besucher bringen sicherlich auf Sachen für das kleine mit. Nun könnt ihr sicherlich nicht den Besuchern sagen schenkt auch dem großen was, dass könnt ihr dann machen. Das muss nichts großes sein, besser toll verpackt.

Wichtig ist, das ihr seine Rituale nicht ändert auch wenn das Baby schreit. Dann kümmert sich eben der andere Elterntei darum

Antwort
von BiggerMama, 38

Ganz vermeiden lässt sich Eifersucht unter Geschwistern kaum.

Man kann dem großen Kind zur Geburt des Kleinen ein Geschenk machen. Bei kleineren Kindern kann man sagen, dass das Kleine das Geschenk mitgebracht hat. Ich habe das nicht gesagt, weil mein Kind schon etwas größer war und das wahrscheinlich als Quatsch angesehen hätte.

Beim ersten Besuch in der Klinik habe ich das Große erst mal ganz lieb umarmt. Schließlich war es ja zu Hause ohne Mama und war ganz lieb.

Ansonsten solltest Du so viel wie möglich vor der Geburt altersgerecht erklären. Sag Deinem Sohn, dass Du ihn immer lieb haben wirst!

Antwort
von LastUnicorn111, 57

Hallo erstmal also wir haben 2 mädels 2 jahre auseinander wir haben die grosse immer bei allem miteinbezogen von anfang an auch mit flasche geben und beim baden helfen und ihr immer gesagt dass sie es super als grosse schwester macht. Viel loben und selbst machen lassen, dann fühlt sich dass grössere immer ganz toll ist stolz und bekommt an selbstbewusstsein und dann auch oft mal nur was mit ihr allein gemacht dass sie gemerkt hat sie steht auch noch im mittelpunkt. wünsche euch alles gute und liebe

Antwort
von heide2012, 34

Versprecht während der Schwangerschaft Kind 1 nicht die tollsten Dinge bezüglich Kind 2, sondern erzählt ehrlich, dass da ein hilfloses, vielleicht viel schreiendes Baby sein wird, das viel Aufmerksamkeit brauchen wird.

Dazu gibt es übrigens sehr schöne Bilderbücher.

Und lest aufmerksam hier:

http://www.sueddeutsche.de/leben/expertentipps-zur-erziehung-alle-eltern-haben-e...

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