Frage von lealen, 87

Für welche Schule würdet ihr euch entscheiden?

Hallo! Unser Sohn wechselt diesen Sommer auf die weiterführende Schule. Die Frage ist Realschule oder Gymnasium. Im Sommer letzten Jahres hätten die Lehrer unseren Sohn ganz klar aufs Gymnasium geschickt. Nach den Herbstferien hatte er dann für ca. 6 Wochen einen kleinen Durchhänger und war im Unterricht wohl nicht so ganz bei der Sache. Nun hat er daraufhin in diesem Zeugnis einen Schnitt von 2,5. Er möchte unbedingt aufs Gymnasium obwohl wir ihm mehrfach gesagt haben das er auch ohne weiteres doch erst die Realschule machen könnte.

Wir sind etwas überfragt. Auf der einen Seite soll er sich nicht überfordern (wobei wir glauben das er es schaffen würde) und zum anderen möchten wir ihm aber auch nicht das Gefühl geben das wir es ihm nicht zutrauen.

Möchte mal unabhängige Meinungen hören, außer halt von Bekannten, Freunden und Familie.

Antwort
von EmoMonster, 46

Wenn er wirklich auf das Gymnasium will und ihr es ihm auch zutraut dann schickt ihn lieber auf das Gymnasium. Ich habe mich damals für die Sekundarschule entschieden und es bereut da es doch schwieriger ist als man denkt später noch zu wechseln. Ich werde jetzt nach der 10.Klasse noch das Gymnasium dran hängen, aber dadurch muss ein Jahr länger machen als ich gemusst hätte.
Wenn es euer Sohn nicht schafft und es ihm zu viel wird kann er ja ganz einfach noch auf die Sekundarschule wechseln nach einem Jahr oder so.
Und wenn es wirklich nur ein Durchhänger war dann kommen die guten Noten auch sicher wieder ^^.

Viel Glück euch und eurem Sohn ^^

Antwort
von SchleichSchmitt, 41

Ich hatte anfangs auch eine Gymnasialempfehlung und hätte ein Jahr früher von der Grundschule dorthin wechseln können. Wir haben uns dagegen entscheiden und ein Jahr später bekam ich nur noch einen Realschulabschluss.

Dennoch entschieden meine Familie und ich gemeinsam, dass ich aufs Gymnasium komme. Das erste Jahr war schon schwierig und ich bin notenmäßig ganz schön eingesackt. Dennoch habe ich es geschafft und anschließend studiert.

Wenn es sein Wunsch ist, dann würde ich dem folgen, denn schlimm ist nur, wenn solch eine Entscheidung von den Eltern auferlegt wird. 

Zeigt ihm die Möglichkeit auf, dass er immer die Chance hat zur Realschule zu wechseln, wenn es zu viel wird. Solange er weiß, dass ihr hinter ihm steht, egal wie er sich entscheidet, wird alles gut. Auch Realschüler können gegebenenfalls aufs Gymnasium wechseln und ihren Abschluss dort machen. 

Ich will also sagen, dass eure Entscheidung keine Tore zu macht.

Antwort
von Schmeilie, 22

Hallo :)

Ich würde auf's Gymnasium gehen.

1. Abitur
2. Mehr Möglichkeiten für's spätere Berufsleben
3. Es ist leichter während der Gymnasiumszeit auf die Realschule zu wechseln als umgekehrt. Machen einige auch schon nach der fünften Klasse. Ist kein Problem.

Also, ich würde es mit dem Gymi mal ausprobieren...

Viel Glück eurem Sohn ;)

Antwort
von Kathyli88, 33

Ich würde ihn an deiner stelle aufs gymnasium schicken wenn er sowieso möchte.

Zu meiner zeit, gab es nach der grundschule nur die möglichkeit entweder auf die hauptschule zu wechseln, oder auf das gymnasium. Realschule war erst später möglich.

Mein älterer bruder war bereits auf dem gymnasium. Es war ihm zu viel und er wechselte später auf eine realschule. Meine mutter wollte den selben fehler nicht nochmals machen, und ich sollte eine hauptschule besuchen. Dies tat ich auch 2 jahre lang.

2 jahre in denen ich im unterricht nur schlief und mich keineswegs dafür interessierte und trotzdem nur noten im 1-er bereich bekam. Ich war völlig unterfordert, diese sozialkontakte dort ließen auch sehr zu wünschen übrig. Schließlich entschied ich mich dafür auf eine realschule zu wechseln, denn das hauptschul-niveau war einfach nicht mehr zu ertragen.

Zunächst war der lehrstoff und die anforderungen um einiges umfangreicher und ich hatte die ersten monate ein wenig probleme mich daran zu gewöhnen. Ich war 2 jahre hauptschulniveau gewohnt, somit war dies nicht verwunderlich. Nach etwa 1 jahr, war ich allerdings an das neue niveau gewöhnt und dort ebenfalls unterfordert, begann somit wieder im unterricht zu schlafen. Ich teilte sogar für mich die unterrichtsstunden in wichtige und in "schlafstunden" ein. 

Dies war nicht gerade zur freude von lehrkräften und ich bekam hierfür schlechte mündliche noten...weil ich schlief.

Ich wechselte folglich auf ein gymnasium, bevor das problem abermals anfing, dass mein 1-er notendurchschnitt durch mündliche 6-er noten in den 3-er bzw. 4-er bereich komplett herabgesetzt wurden.

Das gymnasium bereitete mir zu anfang auch einige probleme, denn die anforderungen und der lehrstoff war abermals erheblich erhöht im vergleich zur realschule.

Meine eltern waren dagegen, wie damals schon der wechsel von der hauptschule zur realschule. Meine noten waren entsprechend schlecht durch mündliche 6-er. Dies wussten sie nicht, bzw. glaubten sie mir nicht. Schriftliche 1-en und mündliche 6-en, weil ich im unterricht nicht mitmachte sondern schlief, zogen meine noten schon in den 4-er bereich.

Auf dem gymnasium war dann alles in ordnung. Ich machte dort einen guten abschluss und mein abitur.

Das hätte man sich gleich sparen können, wenn ich von anfang an auf ein gymnasium gehen hätte dürfen. Ständige schulwechsel und diskussionen mit lehrern und eltern hätten nicht sein müssen.

Deshalb empfehle ich zunächst das gymnasium. Sollte es zu schwer sein, kann man immer noch auf eine realschule wechseln.

Es ist jedoch viel schwieriger für den schüler, den gesamten lehrstoff erstmal aufzuholen, wenn man von einer niederen schule auf eine höhere wechselt. Das waren meine anfänglichen probleme. Lehrstoffe von 1-2 jahren innerhalb von 3-6 monaten aufzuholen ist kein zuckerschlecken. Herabstufen ist definitiv unkomplizierter.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 33

Hallo :)

Wenn er lediglich 'nen Durchhänger hatte & grundsätzlich tendenziell eher bessere Noten schreibt, dann würde ich es auch auf dem Gymi probieren & es mal drauf ankommen lassen.. denn auf die Realschule kann er hinterher immer gehen, wenn dieser Schritt denn mal erforderlich sein sollte. Und das ist auch absolut nix Schlimmes oder so!

Auch kommt es darauf an, wo seine Freunde überall hingehen.. wenn diese alle aufs Gymi gehen macht's mMn wenig Sinn ihn als einzigen auf die Realschule zu schicken ----------> denn auch die Klassengemeinschaft macht's aus & in einer neuen Situation helfen bekannte Gesichter sehr stark beim "Fußfassen". Umgekehrt ist es genauso: Gehen seine Kumpels auf die Realschule, würde ich ihn eher dort anmelden ... das ABI nachholen kann er nämlich auch nach der Mittleren Reife ohne dass er viel Zeit verliert :)

Evtl. besteht die Möglichkeit eines "Schnuppertags" am Gymnasium.. den sollte euer Junge auch nutzen :) Er sollte jedoch dahingehend auch die Realschule sich mal ansehen, vllt. gefällt's ihm da besser!

Insofern würde ich es einfach versuchen & ihn auf's Gymnasium gehen lassen. Die ersten 2-3 Schuljahre schenken sich im Vergleich zur Realschule m.E. relativ wenig, "zur Sache" geht es dann erst ab der 8. Klasse etwa.

Alles Gute ----------> ich hoffe euch helfen zu können :)

Kommentar von chokdee ,

wo seine Freunde überall hingehen

Das ist soetwas von egal. Auf der anderen Schule findet er auch neue Freunde.

Kommentar von rotesand ,

Das sieht jeder anders.. ich finde es nicht "sowas von egal", da in einer neuen Situation vertraute Menschen immer helfen.. und wenn es nur die reine "emotionale Sicherheit" ist.

Kommentar von chokdee ,

Klar , jeder hat seine Meinung, aber 10-jährige Kinder haben ja nur eine Motivation auf jene Schule zu gehen und das sind Freunde. Das sollte aber möglichst nicht maßgeblich für die Eltern sein. (Es sei denn das Kind ist extrem introvertiert)

Kommentar von rotesand ,

Das war bei mir damals ähnlich ---------> ich bin mit Gymnasiumsempfehlung (Schnitt 2,1) auf die örtliche Realschule gegangen, weil ich mir mit 11 Jahren das Busfahren noch nicht zutraute & länger schlafen konnte.. Auch gingen viele Bekannte aus der Grundschule mehrheitlich auf die Realschule. Meine Lehrer wollten damals, dass ich auf das Gymnasium gehe & riefen tlw. auch bei uns zuhause an..

Mein Opa, bei dem ich aufwuchs, ließ mir die Wahl damals jedoch frei & mischte sich da nicht ein. Man sollte sich als Eltern/Erziehungsberechtige nicht über die Kinder hinwegsetzen, auch nicht wenn es um die Schulbildung geht.. so sehe ich das.

Aber ich respektiere auch andere Ansichten :)

Kommentar von Schmeilie ,

Ich finde auch, dass man die Schule nicht von den Freunden abhängig machen sollte denn in dem Alter finden sich auch im Gymnasium schnell neue Freunde. Als ich in's Gymi kam kannte ich nur zwei vom sehen, und die mochte ich nicht mal wirklich 😁. Na ja. Eine Woche nach Schulbeginn hatte ich schon eine ziemlich gute Freundin und war kein Außenseiter. Und die eine die ich vom sehen kannte - und nicht mochte - ist jetzt meine beste Freundin. Ich würde es auf keinen Fall von den Freunden abhängig machen, denn neue Freunde finden sich ratz fatz.

Kommentar von lealen ,

Also sicher gehen 2 Freunde auch auf die Wunschschule unseres Sohnes. Die Mehrheit seiner Freunde allerdings auf eine andere. Deswegen denke ich das es damit nicht so wirklich was zu tun hat. ;)

Antwort
von Potterfreak211, 17

Also wenn er unbedingt will, dann sollte man ihn lassen. Er hat später immernoch die Möglichkeit, falls es denn nicht klappt, auf die Realschule zu wechseln. Ich wollte damals auch unbedingt aufs Gymnasium. Meine damalige Klassenlehrerin hat aber wenn ich ehrlich sein soll, ein bisschen übertrieben, da sie meinte, dass Gymnasium sei total stressig und man müsse die ganze Zeit lernen. Vielleicht geht es nur mir so und vielleicht liegt es an meiner Klassenstufe (9.Klasse), aber bisher finde ich das Gymnasium überhaupt nicht stressig. Natürlich muss man lernen, aber ich lerne nicht jeden Tag stundenlang und ich erreiche trotzdem recht gute Resultate. Mir ist klar, dass es später stressiger wird, aber bisher finde ich es ziemlich entspannend. 

Ich bereue überhaupt nicht, dass man mich aufs Gymnasium geschickt hat (damals hat man noch eine Schullaufbahnempfehlung bekommen, bin mir nicht sicher, ob es heute auch noch so ist) und ich habe damals auch meinen Eltern klargemacht, dass ich nicht auf die Realschule möchte.

Also gib deinem Sohn die Chance, er wird sie hoffentlich gut nutzen:)

Antwort
von karryfarry, 40

Wenn er unbedingt aufs Gymnasium möchte würde ich ihn auch erstmal dort hingehen lassen.

Sollte er dann überfordert sein, kann er immer noch gehen. Aber so rum ist es einfacher als erst auf die Realschule und dann hoch zu wechseln.

Antwort
von chokdee, 30

Dei Sohn möchte vielleicht, weil sein Freunde dahin gehen. Das sollte dich aber nicht weiter interessieren.

Allerdings ist m.E. der Sprung von Realschule wieder aufs Gymnasium relativ schwer (auch wenn manche Lehrer etwas anderes behaupten).

Wenn du denkst, dass er es intellektuell schafft, dann probiere das Gymnasium. Kinder verändern sich in der Pubertät noch recht stark, da weiss man eh nicht so 100% genau was da kommt.

Beispiel meine Tochter hatte auch so ca. 2,5 Durchschnitt und ging dann auf die Gesamtschule (die Lehrer rieten ihr zur Realschule). Sie war dann plötzlich Klassenbeste aber der sechsten, weil sie Spaß hatte.

Antwort
von BernerKruemel, 30

ich würde ihn aufs gymnasium schicken wenn er selber sagt das er dort hin will und das nur ein durchhänger ist kommen die guten noten wieder

; )

hatte hauptschulempfehlung und schreibe nächstes jahr mein abi

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