Frage von molzhichel, 63

Fotos als .rar verschlüsselt wirklich sicher in der Cloud?

hallo,

ich frage mich, ob meine privaten Fotos, wenn ich sie als .rar Dateien mit passwort versehe, wirklich sicher vor jeglichen Hackern/Datendieben/Cloud-Mitarbeitern etc. sind.

Ich denke irgendwie, dass ich da einem Trugschluss unterliege, weil ich im Internet nicht viel diesbezüglich gefunden habe.

Ich möchte sämtliche Fotos von mir online gesichert haben, auf diese soll in jedem Fall aber nur ich Zugriff haben.

Falls das mit dem Verschlüsseln mittels .rar nicht klappen sollte, wäre ich dankbar, falls ihr mir einen Tipp nennen könntet, wie ich meine Bilder/Daten sicher in einer Cloud sichern kann.

über Antworten wäre ich sehr dankbar

Antwort
von Delveng, 45

@molzhichel,

grundsätzlich ist RAR keine Verschlüsselung, sondern eine Komprimierung.

Hast Du schon einmal eine "Own Cloud" in Betracht gezogen?

Es gibt externe Festplatten, die werden im heimischen Netzwerk eingebunden und sind jederzeit über das Internet ansprechbar.

Mobile Aufnahmen können sofort via Internet in der Own Cloud gesichert werden und mit dem heimischen Rechner kann direkt darauf zugegriffen werden.

Kosten hat man nur einmal, nämlich beim Kauf. "Echte" Cloud Speicher kosten regelmäßig im Abo und wenn die Server nicht in Europa stehen, ist für die Sicherheit der eigenen Daten nicht garantiert.

Antwort
von lillian92, 48

EIne Passwort geschützte rar.-Datei bietet natürlich zusätzlichen Schutz, aber dieser Schutz ist, wie du richtig bemerkt hast, nicht absolut.

Mitarbeiter dürften alleine wegen der Verschwiegenheitspflicht kein Interesse an deinen Bildern haben, und für jemanden, der ein Cloud-System von einem großen Anbieter hacken kann, für den stellt auch kein Passwortschutz einer rar.-Datei kein Problem dar (es gibt Software, mit der das sogar Laien knacken können).

Wenn du deine Bilder sicher gespeichert haben willst, dann kauf dir eine externe Festplatte und lade es dort drauf. Sichereres als einen internetlosen Speicher gibt es kaum und Speicher ist nicht mehr teuer, zumal man sowieso eine Festplatte für etwaige BackUps haben sollte.


Kommentar von Stunter ,

Falsch. Auch, wenn es jemandem gelingt, einen großen Cloud-Service zu hacken, wird er mit passwortgeschützten Archiven Probleme haben. Unsere Computer können gute Passwörter bei Archiven einfach noch nicht zuverlässig knacken.

Antwort
von SeifenkistenBOB, 37

Wenn das Passwort lang genug ist und den üblichen Passwort-Regeln entspricht, dann sind sie schon relativ sicher dort gespeichert.


Alternativ gibt es z.B. den kostenlosen sog. zero-knowledge Cloud-Service namens "Teamdrive" mit 5 GB Speicher. Das ganze ist von vorne bis hinten verschlüsselt und mit entsprechendem Providercode werden die Dateien ausschließlich auf deutschen Servern (in Frankfurt a.M.) gespeichert. Es ist soweit ich weiß aber auch ein deutsches Unternehmen.

Antwort
von Stunter, 19

Wenn dein Passwort gut gewählt ist, sind passwortgeschützte Archive durchaus sicher. Bisher gibt es nämlich keine zuverlässige Möglichkeit, das Passwort eines Archives zu knacken.

Häufig werden zum knacken eines Archives sog. "Brute-Force-Algorithmen" oder Wörterbücher benutzt.

Bei einem Brute-Force-Algorithmus beginnt das Programm mit einem Passwort (Beispielsweise "a") und probiert es aus. Wenn es nicht funktioniert, "erhöht" es das Passwort um einen Buchstaben (Aus "a" wird "b", aus "b" wird "c" und so weiter. Aus "z" wird dann "aa"). Vorallem bei Passwörtern, die länger als 5 Stellen sind, kommen diese Algorithmen allerdings nicht sehr weit.

Werden Wörterbücher verwendet, geht das Programm eine Reihe an häufig gewählten Passwörtern und Wörtern durch, bis es zum richtigen kommt.

Wenn du also eine möglichst lange und zufällige Zeichenkette als Passwort verwendest, ist dein Archiv ziemlich sicher.

 ~ Stunter

Antwort
von streetphotos, 6

Wichtig sind Sonderzeichen und die Länge des Passworts. Verwende Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen in Kombination, dann ist der Passwortschutz zuverlässig.

Antwort
von fernmuendlich, 2

Lieber molzhichel

Ich würde dir einen Cloud Speicher empfehlen, bei welchem die Daten verschlüsselt auf dem Server liegen und der Cloud Betreiber diesen verschlüsselungs Schlüssel NICHT hat! Das nennt man dann Zero-Knowledge-Cloud-Dienst.

Ich bin gerade zu luckycloud gewechselt und bin gelinde gesagt begeistert!

Es besteht ja auch immer die Gefahr durch einen Man-In-the-Middle Angriff, wenn du Daten zur Cloud hoch lädst. Dieses Problem hat luckycloud durch eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung geregelt, da sind deine Daten nie unverschlüsselt im Netz unterwegs.

also wenn du einen besseren Dienst findest, sag beschied! hier ist der Link zu dem Cloud-Speicher http://www.luckycloud.de

Antwort
von kloogshizer, 41

Ich würde mich nicht drauf verlassen. Nimm einen TrueCrypt-Container, oder was gleichwertiges

Kommentar von Stunter ,

Im Prinzip macht ein passwortgeschütztes Archiv genau das, was ein TrueCrypt-Container macht. Ohne Passwort gibt es keine Möglichkeit, an die Daten zu kommen.

Kommentar von kloogshizer ,

Theoretisch, ja. Ist ja eine AES-Verschlüsselung. Wie sicher das ganze ist, hängt davon ab wie es implementiert ist. 

Ich hab schon mal versucht Informationen über das Thema zu finden (ist schon eine Weile her), aber es wurden keine richtigen Untersuchungen dazu angestellt, weshalb ich persönlich es als nicht sicher betrachten würde. 

Antwort
von rofelcoppter, 38

Ist nicht wirklich sicher es gibt Programme die das in unter 10h das Passwort rauskriegen

Kommentar von Stunter ,

Das kommt darauf an. Sobald ein Passwort eine gewisse Länge überschreitet, kommt da kein Programm in einem angemessenen Zeitraum drauf.

Kommentar von rofelcoppter ,

ich glaube aber nicht das ein Passwort über 15 Zeichen geht wen doch ist das selten

Kommentar von Stunter ,

Wenn einem die Daten wirklich wichtig sind, wählt man normalerweise immer lange Passwörter.

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