Frage von fragichmal123, 46

Fortbildungskosten unter 1000 Euro in Steuererklärung angeben?

Hallo,

ich mache derzeit meine Steuererklärung von 2015.

In diesem Jahr hatte ich aufgrund einer Weiterbildung 1000 Euro für mein Meisterbafög zurück zu zahlen.

Sollte ich das angeben oder lohnt sich das nicht wegen dieser 1000 Euro Pauschale?

Antwort
von MenschMitPlan, 21

Die Rückzahlung des Meisterbafögs stellt gar keine Werbungskosten dar, lediglich den Zinsanteil kannst du ansetzen. Den Erhalt des Bafögs hast du ja sicher auch nicht als Einnahme versteuert, oder?

Antwort
von Harald2000, 33

Vielleicht finden sich ja noch weitere Werbungskosten ?

Antwort
von MickyFinn, 34

Die 1000 € beziehen sich als pauschale für alle Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit.

Da lassen sich mit Sicherheit noch mehr Werbungskosten finden (z.B. Fahrtkosten)  ;)

Ich würde an deiner Stelle noch angeben: pauschale Arbeitsmittel: 110 € und Kontoführungsgeb. 16 €... dann hast du immerhin schon 1126 €.

 

Kommentar von fragichmal123 ,

Ich bin zu der Zeit 2x die Woche mit dem Bus zur Weiterbildung. 1.75 € die Fahrt. Wie belege ich das? Soll ich denen alle Tickets schicken? :D

Kommentar von zonkie ,

Würde es nur in einer Tabelle erfassen und ohne Belege mitschicken. Wenn sie Belege wollen kannst sie immernoch damit bewerfen.

Alternatv  X km * 0,3€ * y Tage = xxx € ... so hab ichs den bei meiner Fortbildung mitgeschickt und wurde anstandslos akzeptiert.

Ich denke MickyFinn redete aber eher von deinen gewöhnlichen Fahrkosten des Jobs (in der Annahme du hattest einen..)

Ich würde es einfach mal Angeben .. dir dürfte jedes Programm ausrechnen ob du über die 1.000,- kommst (ich bin beispielsweise allein mit Fahrtkosten erheblich drüber)  und wenn nicht hastdu halt 5 Minuten zu viel gearbeitet.

Kommentar von MickyFinn ,

zonkie hat schon recht. Entweder machst du die tatsächlichen Buskosten geltend, oder die Entfernungspauschale.. .ich würde ausrechnen was günstiger ist.

Beispiel: A sucht 80 mal im Jahr seine Weiterbildungsstätte auf, diese liegt (lt. Google.de/maps Fahrtstrecke mit PKW) 5 km von seiner Wohnung entfernt. A fährt nicht mit dem PKW, sondern nimmt den Bus. Hierfür zahlt A 160 mal (80 mal hin und 80 zurück) 1,75 €.

Berechnung:

Bustickets: 160 x 1,75 = 280,00 €

Entfernungspauschale (einfach Fahrt): 80 x 0,30 x 5 km = 120,00 €

Die tatsächlichen Buskosten sind höher. Hierbei würde es genügen, auf einem Blatt Papier diese Berechnung zu schreiben und ein Ticket aus dem Januar und Dezember hinzuzufügen (damit der Preis für das FA bekannt ist). Des weiteren empfiehlt es sich einen Kalender auszudrucken und mit einem Textmarker diese Tage zu markieren, an dem man die Schule aufgesucht hat.

Sollte jedoch die Entfernungspauschale günstiger sein, reicht es aus die Daten in der Anlage N einzutragen. Hierbei sind keine Nachweise notwendig. Sollte das FA Zweifel haben, so schauen diese auch nur bei Google.de/maps nach und ermitteln die kürzeste Strecke mit dem PKW und schauen ob deine Angabe plausibel ist.

P.S. Sollte bei dir die Entfernungspauschale günstiger sein, so ist es egal ob du mit Auto, Bus, zu Fuß, oder mit dem Fahrrad dorthin fährt.... es zählt einzig und allein die Entfernung ;)


 

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