Frage von Alex9Q1, 27

Formale und inhaltliche Denkstörung, wie unterbrechen?

Hallo, ich hab vor ca 4 oder 5 Jahren eine Zwangsstörung diagnostiziert bekommen, war seither in Therapie, auch mit Medikation.

Überwiegend leide ich an Zwangsgedanken, Hand in Hand geht damit eine formale Denkstörung (Gedanken brauchen ewig bis sie durchlaufen sind, werden ständig wiederholt, finde keine Lösung/kein Ende) und inhaltlich werden viele unsinnige, überwertige und quasi schon quälende Gedanken durchdacht.

Bislang hab ich weder privat noch in der Therapie keine Möglichkeit gefunden, so einen Kreislauf zu unterbrechen bzw daraus zu brechen.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit, kennt vielleicht Tricks oder Übungen, dagegen anzukämpfen. Hoffe ich habe keine falschen Begrifflichkeiten genutzt. Danke im Voraus.

Antwort
von Stenzerinho, 12

Hmm. Sehr schwierig das Thema und ich kenne mich hier nicht ganz so gut aus. Was aber in solchen Fällen zumindest helfen kann, ist, seine Augen in Bewegung zu halten. Sehr häufg kommt es vor, dass wenn man in Gedanken umherkreist, die Augen still stehen und man nur ins nichts starrt. Wenn du nun die Augen bewegst, kannst du (je nach Person mehr, oder weniger häufig) solche Gedankenkreise unterbrechen.

Eine andere Methode ist, dir bewusst eine Stunde am Tag zu nehmen, in der du dich ausschließlich mit diesen eigentlich sehr nervigen Gedanken auseinandersetzen kannst. Das hilft vielen, dass sie den Rest des Tages dann eher Ruhe vor Gedankenkreisen haben.

Das ist das einzige, was mir spontan einfällt dazu, vlt redest du darüber mal ganz ausführlich nochmal die deiner Therapeut(in).

Ich hoffe, ich konnte zumindest ein wenig helfen.

Kommentar von Alex9Q1 ,

Vielen Dank! Rückblickend betrachtet stimmt das mit den Augen wirklich, bin gespannt ob das was bringt

Kommentar von Stenzerinho ,

Sehr gerne! Kannst mir auch gerne wieder schreiben, was ähnliche Probleme betrifft. Habe Wirtschaftspsychologie studiert und entsprechend zwar nicht so viel Ahnung von klinischer Psychologie, aber zumindest den ein, oder anderen nützlichen Rat auf Lager.

Schönen Abend noch :)

Antwort
von Nasdaq14, 4

dern WebseiteJa, mit dem Problem stehst Du nicht alliene da.

Es ist schwer genug, einen  entsprechnden Therapeuten findne, aus meiner Warte eher , weil sie nicht wollen,  als das, wie oft behauptet wird, sie nicht ausgebildet genug sind.

Zwangsstörungen sind halt aufwändig, man muß auch mal als Arzt aus dem Sessel heraus, und überdies auch nicht so schnell erfolgversprechend.

Desgleichen gilt für dei Kliniken - eher wenige spezialisierte.

Rat kannst Du Dir hier holen:

Eine Liste  spezieller Therapeuten und  auch Kliniken in deinem Raum gibt es hier - jedoch nur telefonisch:

Deutsche Gesellschaft für Zwangerkrankungen ( DGZ ) unter

Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft Zwangerkrankungen e.V.
Postfach 70 23 34 - 22023 Hamburg
Telefon: (040) 689 13 700, Fax: (040) 689 13 702
Email: zwang@t-online.de

mit telefonischer Sprechstunde Montags bis Freitags 10:00 bis 12:00

deren Webseite:

http://www.zwaenge.de

Ferner auch  Buchtipps zur Selsbthilfe und ein Forum, wo Du Fragen stellen kannst.

Ich denke, das das, was Du als  zwei Krankheiten schilderst, möglicherweise auch eine ist - und auch teilweise so in der Literatur beschrieben wird.

Viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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