Frage von Dontknow0815, 111

Forderungen aufgrund von Betrugs Sirius Inkasso?

Hey,

folgendes Problem. Ich habe meine Karte, Anfang des Jahre, verloren. Diese wurde dann von Betrügern gefunden die davon erst einmal kräftig einkaufen waren. 700 Euro ca und das bei Rewe, Netto,...

Meine Karte habe ich direkt am nächsten Tag gesperrt als ich sie verloren habe. Früher habe ich es leider nicht gemerkt. Ende dieses Monats kamen dann die Lastschriften durch die Geschäfte. Diese Überraschten mich allerdings nicht, da mich die Polizei vorher informierte dass sie die Täter im Büro sitzen haben mit meiner EC-Karte. Wahrscheinlich wurde eine PIN- Abfrage gefordert und die hatten sie dann nicht. Sie hatten zu keiner Zeit zugriff zu meiner PIN und haben meine Unterschrift äußerst schlecht gefälscht. Der Unterschied zu meiner ist klar zu erkennen.

Ich bin also direkt zur Polizei um dort eine Anzeige wegen Unterschlagung und Betrugs aufzugeben. Das Standartprozedere also. Die Beträge buchte ich kurz darauf auch zurück auf mein Konto, da die Polizei sagte dass ich das darf.

Nach 2 Monaten kam dann die Forderung durch das Inkassounternehmen über Wagner Pauls und Kalb Rechtsanwaltschaft. Natürlich einige Briefe mit viel höheren Forderungen. Ich habe mit diesen Telefoniert und die Meinten die Anzeige bei der Polizei und die Information über die Kontosperrung würden ausreichen damit ich das Problem los bin.

Ich holte mir also Kopien der Anzeige und forderte von meiner Sparkasse einen nachweis zur Sperrung an. Diese fanden in ihren System keine Sperrung und auch über die aufgezeichneten Gespräche bei der Notsperrhotline keine Einträge. Ich kann über ein Backup des Handys aber Nachweisen dass ich die Hotline angerufen habe und bin mir dessen auch sicher.

Jetzt hat mir die Anwaltskanzlei einen letzten Termin gegeben um den Nachweis zu bringen bis zum 18.07.. Da die Sparkasse das bis dahin aber wahrscheinlich nicht auf die Reihe bekommt frage ich mich wie ich jetzt weiter verfahren soll. Beide seiten welzen die Schuld auf mich ab und die Anwälte meinten ich hätte noch nicht einmal die Anzeige zugeschickt obwohl sogar die Email in meinen gesendeten Mails mit Lesebestätigung ist. Die Sparkasse steht total auf den Schlauch da diese keine Erfahrung damit hat.

Kann mir jemand Helfen?

Antwort
von mepeisen, 39

Ich würde denen folgendes schicken: "Werte Anwälte. Es interessiert mich nicht, was Sie mir für Termine setzen. Sie werden sich unverzüglich an die Polizei wenden, dort ist meine Strafanzeige gegen Unbekannt dokumentiert. Ich habe am XX.XX.XXXX um XX:XX Uhr bereits meine Karte nach Bemerken des Verlusts gesperrt. Wenn Sie mich weiterhin belästigen, werde ich erneut zur Polizei gehen und ihre Kanzlei und ihre Mandantin wegen Nötigung anzeigen. Wenden Sie sich gefälligst an die Betrüger. Im übrigen: Da die Unterschrift derart schlecht gefälscht ist, dass der Unterschied auffallen muss, empfehle ich ihrer Mandantin ihr Verkaufspersonal besser zu schulen. Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass das Personal ihrer Mandantin die Unterschriften nicht sorgfältig kontrolliert. Weiter äußern werde ich mich ausschließlich vor Gericht. Wenn Sie sich im Recht wähnen, rufe ich sie zur Klage auf."

Damit ist alles gesagt. Du brauchst denen weder irgendwelche Beweise vorlegen noch ähnliches.

Sollte es vor Gericht kommen, weist man nach, wann man Anzeige erstattet hat und bei der Sperrhotline angerufen hat und das wars. Auch der Richter sollte bei Hinweis darauf sehen, dass die Unterschrift extrem schlecht gefälscht ist. Und damit muss die Klage abgewiesen werden.

Kommentar von Xipolis ,

Die Unterschrift auf der Einzugsermächtigung muss ja nicht so aussehen wie auf der EC-Karte, denn im Grunde kann man auch mit "Superman" unterschrieben.

Im Grunde hätte sich der Kassierer an der Kasse, nach dem Abgleich der Unterschrift mit der Karte, in dem Fall den Personalausweis des Kunden zeigen lassen müssen um festzustellen, ob er den Karteninhaber vor sich hat.

Kommentar von mepeisen ,

korrekt. Sind aber die meisten zu faul.

Antwort
von franneck1989, 52

Es ist eigentlich ganz einfach und völlig unabhängig von einer Sperrbestätigung. Du hast die Käufe nicht getätigt, also haftest du auch nicht für etwaige Forderungen. Daran ändern auch dubiose Schreiben einer Anwaltskanzlei nichts - denen ist die Rechtslage auch herzlich egal, die möchten nur Geld sehen und dazu nicht den beschwerlichen Umweg über die eigentlichen Betrüger gehen.

Vermutlich wird hier der Händler auf dem Schaden sitzen bleiben, da er sich nicht über die Identität der Käufer versichert hat.

Insofern würde ich hier einmalig die Forderung zurückweisen und danach alles weitere außergerichtliche ignorieren. Einem Mahnbescheid widersprechen!

Problematisch wäre es nur, falls die Täter wirklich deine PIN bekommen hätten und du das ganze zu verschulden hättest. Nur dann wärst du derjenige, der das ganze ausbadet.

Kommentar von Dontknow0815 ,

Danke für die Antwort. Meine Ping ist definitiv nicht in die Hände von denen gelangt da sie nur auf den geschredderten und im Reißwolf gelandeten Brief steht als ich die Pin bekam und in meinen Kopf. Kein onlinebanking oder mobilbanking. Außerdem wurden nur Lastschriften getätigt.

Kommentar von franneck1989 ,

Dann ist alles okay. Lastschriften durftest du selbstverständlich zurückbuchen, da kein gültiges Mandat vorliegt. Somit heißt es ab jetzt: dickes Fell bewahren und nicht durch die Drohungen einschüchtern lassen. Und auch wenn ein Brief von Amtsgericht kommen in Form eines Mahnbescheids sollte: Keine Panik. Einfach widersprechen und zurück ans Amtsgericht schicken

Antwort
von Xipolis, 54

Ich kann über ein Backup des Handys aber Nachweisen

Auch eine Sparkasse kann Fehler machen. Hast Du denen das schriftlich mit Deiner Versicherung des Anrufs zukommen lassen und Dir eine schriftliche Antwort erbeten?

sogar die Email in meinen gesendeten Mails mit Lesebestätigung ist

Unbedingt aufheben, vor allem die Lesebestätigung.

Ich würde einmalig schiftlich (auf dem Postweg) dem Rechtsanwalt gegenüber in vollem Umfang widersprechen und dabei eindeutig und endgültig klarstellen, dass ich nicht zahlen würde und man sich einen Mahnbescheid sparen kann, da ich dem in vollem Umfang auch widersprechen würde.

Dabei nochmal hinweisen, dass kein gültiges Lastschriftmanadat vorlag und auf die Anzeige verweisen die in Kopie beiliegt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten