Frage von Loerd, 45

Forderung aus gerichtlichem Mahnbescheid?

Hallo! Ich habe in 2010 einen gerichtlichen Mahnbescheid über eine Forderung von "unserem" damaligen Vermieter eines Ladenlokals erhalten. In diesem Mahnbescheid waren als Schuldner neben mir noch zwei weitere Personen genannt, mit denen ich damals das Ladenlokal gemietet hatte. Die Forderung ist zu mindestens 90 Prozent durch mich ausgeglichen worden und ich warte aktuell auf eine Restforderungsaufstellung. (Ich habe damals mit dem Gläubiger eine Ratenzahlung vereinbart!) - Nun meine Frage: Inwieweit habe ich die Möglichkeit, die anderen Schuldner finanziell anteilig zu belangen? Gibt es dabei eine Verjährungsfrist? - Oder habe ich evtl. noch Möglichkeiten?

Vielen Dank vorab!

Antwort
von ToffyGirl, 45

Ab zum Anwalt mit den Daten der restlichen Schuldner, dem Bescheid, Kopie von den Zahlungen und Klage einreichen bzw wird der Anwalt erst ne Frist setzen etc. Und so wirds sich dann hinaus ziehen Bis zur Verhandlung wg. Schadensersatzansprüche. Ich arbeite bei Anwalt kann dir sagen das die Verhandlungskosten ziemlich kostspielig werden können aber man kann theoretisch ein VKH beantragen, wenns gebilligt wird gut wenn nicht wird der Anwalt sicher in der Klageschrift, daraufhinweisen, dass die Beklagten Partei aufgefordert wird die Kosten des Verfahrens zu tragen. Weiß aber nicht obs schon verjährt ist, bin erst in der Ausbildung hehe steht den im Bescheid ausdrücklich das die Kosten aufgeteilt reguliert werden sollen, bzw werden die Namen der anderen aufgezählt?  O.o

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ähm, wieso Anwalt?

wenn ein Mahnbescheid da ist, ist es zu spät für den Anwalt.

Kommentar von ToffyGirl ,

Hat doch nichts damit Zutun?? Loerd meint das 90% der Zahlungen von sich aus ging, d.H. Das die anderen im Rückstand liegen und somit die Personen in Loerds "schuld". Da die anderen auch drinnen stehen müssten rechtlich die Schulden gleichmäßig aufgeteilt werden. Der, der das Geld bekommt interessiert sich nicht von wo also ist die Sache für ihn gegessen, aber Lord könnte theoretisch klagen um ggf. Den Anteil der zuviel bezahlt wurde Rückerstattet zu bekommen! 

Kommentar von Loerd ,

Genau das meine ich! Bzw. das wäre mein Erstreben!

Kommentar von ToffyGirl ,

Ja, also das würde aufjedenfall gehen, einfach zum Anwalt, dem das alles geben (Beratungsgeburen meisten 150 + mwst nur Mal so am Rande,  kein Schock bekommen, außer Sie haben eine Rechtsschutz) aber Anwaltskosten können auch von den Beklagten verlangt werden, der Anwalt wird die dann anschreiben (1 Frist, Letztmalig Frist) zur Zahlung, geschieht das nichz wird sehe wahrscheinlich ein Mahnbescheid raus gehen. Also rechtlich stehen Sie gut da sag ich mal.

Kommentar von mepeisen ,

aber Lord könnte theoretisch klagen um ggf. Den Anteil der zuviel bezahlt wurde Rückerstattet zu bekommen! 

Klagen gegenüber den anderen Gesamtschuldnern. Denn natürlich bekommt er das Geld vom Gläubiger grundsätzlich nicht wieder. Wie du richtig ausführst, ist das eine das Außenverhältnis (Die Gesamtschuldner gegenüber dem Gläubiger) und das andere ein separates Innenverhältnis (Die Gesamtschuldner untereinander) und damit sind das zwei vollkommen getrennte Rechtsverhältnisse und Sachverhalte.

Kommentar von Loerd ,

Ja, die Namen stehen mit drin! Und ich denke, so lange noch nicht der Betrag abbezahlt ist, ist die Forderung auch gegen alle beteiligten Schuldner gültig. - Oder sehe ich das falsch?

Kommentar von wurzlsepp668 ,

lasst mich mal zusammenfassen:

auf dem Mahnbescheid steht als Schuldner die xyz-Gesellschaft mit den Gesellschaftern x, y und z. als Anspruchsteller steht Vermieter V.

V kann die Zahlungen EGAL VON WEM anfordern, ich gehe davon aus, dass es sich bei der Gesellschaft um eine GbR gehandelt hat. Somit haftet jeder Gesellschafter GESAMTSCHULDNERISCH gegenüber den Gläubigern.

und wenn jetzt Gesellschafter z nahezu 90% der Summe alleine bezahlt hat, hat er aufgrund der Verjährungsfrist KEINERLEI Anspruch auf Rückzahlung durch seine Ex-Gesellschafter, da verjährt.

Antwort
von Reanne, 35

Die Foderung ist verjährt die Frist beträgt 3 Jahre.

Antwort
von wurzlsepp668, 42

die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre, sie beginnt zum 01.01. des Folgejahres.

somit sind Deine Forderungen an die damaligen Mitgesellschafter am 31.12.2013 verjährt.

Kommentar von Loerd ,

Das würde bedeuten, dass ich nun auch nicht mehr zahlen müsste. Schließlich ist noch nicht die ganze Forderung abbezahlt. Wie gesagt, die anderen Schuldner stehen mit auf dem Mahnbescheid und anfangs hat einer auch ein paar Raten bezahlt, dann aber aufgehört.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

 Ein Mahnbescheid verjährt erst nach 30 Jahren

Meiner Meinung nach (= kein Jurist) hat nur der ehemalige Vermieter Ansprüche an alle Gesellschafter.

Du hättest die Ansprüche an Deine Ex-Gesellschafter separat stellen müssen

Kommentar von Loerd ,

Nun, ich werde da mal den Anwalt meines Ex-Vermieters befragen. Der war beim letzten Gespräch vor einiger Zeit schließlich schon ganz auskunftreich mir gegenüber, was die Zahlungen der anderen Schuldner angeht. Somit wusste ich schon einmal mündlich, was da noch offen war. Danke schön!

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