Frage von brotjunkii42, 84

Folgendes Problem: Mein minderjähriges Kind hat mit falschen Bankkontodaten mehrere maxdome Accounts eröffnet sie wollen Daten, was soll ich tun?

Also mein Kind hat auch extra dafür mehrere Email Adressen dafür erstellt. Natürlich alles ohne meine Zustimmung. Bei einer Email wurde das Inkasso eingeschaltet, was meint, es wolle Daten von meinem Kind haben um den Fall prüfen zu können und es nachweisen zu können. Nur weiß ch dann nicht ob sie das ganze Verfahren und die Kosten einstellen. Und dann haben sie ja auch die richtige Adresse.. Bei einer Email Adresse haben Sie herausgefunden das mein Kind bis dato schon 3 Accounts gemacht hat und wollen die Daten von meinem Kind, ohne diese können Sie den Fall nicht weiter bearbeiten. Nur wieder habe ich Angst das sie wenn ich Daten schicke, Sie den Fall nicht einstellen und dicke Kosten auf mich zu kommen. Und das sie sich schriftlich melden weil sie dann auch meine richtige Adresse haben. Ich möchte einfach nur das diese ganzen Accounts gesperrt werden, vorallem die Kosten sollen storniert werden die sich auf bis zu 300€ oder so hinauslaufen da mein Kind auf diesen Accounts auch Filme etc gekauft hat und das ich eine Anzeige bekomme. Bei meinem Kind ist es doch eher unwahrscheinlich eine Anzeige zu kriegen da es noch ncht strafmündig ist. Was soll ich nur Turn? Ihnen die restlichen Accounts zu sagen, damit alle bearbeitet werden und ihnen die Daten geben? Bitte um gute und schnelle Antworten, weshalb mein Kind das gemacht hat, ist jetzt egal. Bedanke mich schonmal für die Antworten.

Antwort
von XHeadshotX, 35

Tja, da beißt sich die Katze in den Schwanz. Ohne Daten keine Einstellung bei Maxdome, weil die ja nicht wissen, was sie sperren müssen. Also Abo läuft weiter, Inkassokosten steigen auch, weil die dann aufwendig selber ermitteln müssen was mehr Zeit braucht und eben auch Kosten verursacht, die für die Recherche nötig sind.

Dein Kind hat dir den Schmarrn eingebrockt, du hast nachweislich davon nichts gewußt, oder liefen die Mail-Adressen auch auf deinen Namen? Dann kannst dir nur so helfen, daß du nachweist, daß du zu den Zeiten nicht zu Hause warst. Oder dein Kind das auswärts gemacht hat.

Das muß ja schon ziemlich lange gehen, wenn da schon ein Inkassobüro damit befaßt ist und da auch schon 300 Euro aufgelaufen sind.... Deshalb die 2 neuen Accounts?

Ich würde mir die ganze Mailkorrespondenz zu der Sache mal ausdrucken und versuchen das zu sortieren. Schon allein damit dein "Früchtchen" nicht noch was verschwinden lassen kann. Dann kannst du auch überlegen wo du und dein Kind da jeweils waren. Also das keine Kontrolle deinerseits möglich war.

Und dann würde ich das Sparbuch plündern, damit die Kosten abgedeckt sind und mit meinem Schatz dringend mal ein Gespräch darüber führen, daß man sich nur Sachen kauft, wenn man sie sich auch leisten kann. Alles andere ist Betrug.

Kommentar von brotjunkii42 ,

Läuft auch alles über Fake Namen. Können Sie mir jetzt raten was genau ich tun soll und was folgen wird? Wenn ich dann den Inkasso und/oder maxdome den Nachweis liefere das mein Kind es war. Was folgt dann? Der Vertrag ist doch schwebend unwirksam da es sich um einen Minderjährigen handelt..

Kommentar von XHeadshotX ,

Entschuldigung, ich wollte nicht unhöflich sein, wenn Sie lieber gesiezt werden wollen - ok. Ich bin kein Profi, ich habe nur einige Jahre als Sachbearbeiter in einem Inkassobüro gearbeitet, daher kenne ich die Möglichkeiten ein bißchen. Ist allerdings auch schon etwas her ;-) Und ich bin in Österreich zu Hause. Etwaige Unterschiede zur deutschen Rechtssprechung sind mit daher nicht gut genug bekannt.

Das Inkassobüro hat den Fall von Maxdome übernommen, also sollte der weitere Kontakt auch darüber laufen. Die meisten Inkassobüros sind doch ein bißchen besser wie ihr Ruf, zeigt man sich kooperationswillig.

Das tun Sie indem Sie die verwendeten Daten rausgeben. Vielleicht mit Hinweis darauf, daß Ihr Kind nicht voll geschäftsfähig ist, Ratenzahlung anbieten, wenn sie nicht auf die Einbringung der Forderung verzichten wollen. Auch wenn Maxdome sich darauf einläßt, das Ganze komplett einzustellen. Die angefallenen Inkassokosten werden Sie wohl tragen müssen.

https://dejure.org/gesetze/BGB/108.html

Antwort
von Hannibal01, 42

Gesittet kann man sich mit Maxdome sicherlich unterhalten, aber auf einen gemeinsamen Nenner werden Sie wohl nicht kommen, nehme ich stark an. Daher die 300€ ihnen nicht einfach so geschenkt werden, werden Sie wohl dafür aufkommen müssen.

Stellen sie sich darauf ein, einen Kredit aufzunehmen, oder bei Gelegenheit das Geld bei Freunden oder Verwandten zu leihen und schrittweise es zurückzuzahlen.

Zunächst können sie evtl. auch das Jugendamt aufgehetzt bekommen, wovon ich weniger ausgehe, aber die Vermutung im Raum steht, daher sich ihr Kind im Netz unkontrolliert aufhielt. Darüber würde ich mir jedoch weniger Sorgen machen.

Viel Glück! :-)


Antwort
von Othetaler, 37

Wie alt ist denn dein Sohn?

Die Verträge, die er abgeschlossen hat, sind natürlich unwirksam. Allerdings hat er mit der Altersangabe und den Konten betrogen. Wie da die Folgen sind, kommst auf das Alter drauf an.

Ich rate zu einem Anwalt.

Kommentar von brotjunkii42 ,

Er ist 13 jahre alt 

Kommentar von Othetaler ,

Ganz schöne kriminelle Energie für so ein zartes Alter. Und er ist beschränkt deliktfähig.

Entweder zahlen und für die nächsten Jahre das Taschengeld streichen oder - wer weiß was da noch alles kommst - erst mal nichts tun und die Sache einem Anwalt übergeben.

Kommentar von auchmama ,

Ganz schöne kriminelle Energie für so ein zartes Alter.

Vielleicht hat er ja auch nur ein Spiel gespielt!? Geht ja alles per Mausklick und irgendwann kommt "Game over" :-(

Kommentar von Othetaler ,

Sorry, aber sich falsche Kontakt- und Kontodaten zu besorgen, Mailadressen anzulegen und dann frische Accounts anzulegen ist nicht mal eben mit einem Mausklick getan. Und dass da was ganz gewaltig falsch ist, sollte auch einem Dreizehnjährigen bewusst sein.

Antwort
von auchmama, 17

Ich würde Dir auch zu einem Anwalt raten. Da scheint doch einiges zusammen gekommen zu sein und ein Anwalt kann sich alles im Detail ansehen und dann gezielt beraten!

Und Du als Erziehungspflichtiger, solltest Dich vielleicht mal an eine Erziehungsberatungsstelle wenden und Dir Unterstützung, im weiteren Umgang mit Deinem Kind suchen! Ich persönlich finde es schon extrem befremdlich, dass man einen 13-jährigen unbeaufsichtigt und offensichtlich ohne jegliche Anleitung ins Internet lässt :-/

Die Gefahren sollten den Erwachsenen doch eigentlich bekannt sein und die Verantwortung, mit den Kids im Vorfeld aufklärende Gespräche zu führen, die kann einem keiner abnehmen!

Dem Kind jetzt Strafen aufzuerlegen ist eine Sache - versagt haben aber seine Erziehungspflichtigen und vielleicht machen sich ja auch andere Eltern zu diesem Thema mal ein paar mehr Gedanken :-(

Antwort
von Akecheta, 40

Da kommst so oder so nicht herum. Wenn die eine Anzeige wegen Betruges erstellen, bekommen sie über die Strafbehörden und über die benutzte IP dann über den Provider den Vertragsinhaber. Vermutlich dann dich oder den Vater.

Gab vor kurzem mal ein Urteil, wo die Eltern bei einer ähnlichen Geschichte nicht zu Schadenersatz verdonnert worden sind, weil das Gericht keine Aufsichtverletzungspflicht sah, weil das Kind im Internet Mist gebaut hatte.

Vielleicht suchst mal den Fall, oder jemand gibt dir den Tipp dazu. Mag heute nicht googeln ;).

Damit könntest vielleicht dich offenbaren und schauen, dass du nochmal so rauskommst, oder mit einem Vergleich außergerichtlich.


Antwort
von acoincidence, 33

Ja ne ist klar. Hoffentlich ist das besagte Kind unter 7 und somit geschäftunfähig. Ansonsten wird es vom Taschengeld angezogen bis alles beglichen ist. 

Antwort
von miezepussi, 31

Wie alt ist Dein Kind? Kann mir nicht vorstellen, das es sich um ein Kleinkind handelt....

Am besten gehst du damit zu einem Anwalt

Kommentar von brotjunkii42 ,

Mein Kind ist 13

Antwort
von Repwf, 31

Ich würde einen Anwalt einschalten!

Wie alt ist "dein Kind" denn?

Kommentar von brotjunkii42 ,

Mein Kind ist 13

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