Frage von 126345637, 202

Folgen von Cannabiskonsum im Jugenalter?

Nach jetziger Studienlage weiß man ja, dass Cannabiskonsum unter 18 nicht reversible Einschränkungen mit sich bringen kann. Allerdings frag ich mich ob man diese Schäden weiterhin verschlimmert, wenn man bevor man 18 war angefangen hat und dann nachdem man 18 ist weiter kifft. Danke schon mal für eure Antworten :D

Edit: mit Einschränkungen meine ich hauptsächlich Hirnschäden

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Digarl, 111

18 ist nur das Erwachsenen Alter im juristischem Sinne! Biologisch gesehen solltest du lieber warten bist du so 21-22 Jahre alt bist! Die Schäden können gering ausfallen, können stark ausfallen, können aber genauso gut ganz ausbleiben. 

Im Jugendalter sind erhöhte Risiken von z.B. Psychosen vorhanden. Auch andere Störungen werden wahrscheinlicher, sowie eine beeinträchtigte Entwicklung des Hirns. Das schlimmste findet sich also im Hirn wieder, dass wohl wichtigste Organ neben Herz usw.! Also lass es lieber bis du ca. 21-22 bist (bis dein Körper also komplett erwachsen ist und dein Hirn ausgebildet ist). 

Kommentar von 126345637 ,

Das Hirn ist erst mit 25 "ausgewachsen" soweit ich weiß.

Kommentar von Digarl ,

Schon aber die Areale zur kognitiven Wahrnehmung usw. schon eher. Also die wichtigsten. Und das sind auch die, die vom Cannabiskonsum beeinträchtigt werden.

Kommentar von 126345637 ,

Woher weißt du das wenn ich fragen darf?

Kommentar von Digarl ,

Berechtigte Frage.

Also mit einer Fachkompetenz kann ich leider nicht angeben. Ich habe mir das ehrlich gesagt nur über mehrere Jahre angelesen, indem ich mir mehrere Studien von unterschiedlichen Neurologen usw. durchgelesen habe. Und auch allgemein dieses Thema verfolge und ich sage mal ... mich dafür interessiere. 
Ursprünglich kam ich von Politik auf das Thema Drogen. Ich setzte mich mit Drogenverboten auseinander und musste dafür erstmal die genaueren Substanzen kennen lernen. Heute bin ich auch Legalisierungsbefürworter. 

Kommentar von 126345637 ,

Kannst du mir noch bezüglich meiner eigentliche Frage helfen, also ob sich die Schäden die man evtl. bekommt wenn man frühzeitig anfängt noch verschlimmern wenn man dann nach dem man 18 bzw. 21/22 ist noch weiter kifft.

Kommentar von Digarl ,

Also die meisten Schäden sind ja eigentlich behandelbar. Solltest du aber bleibende Schäden meinen (die eigentlich eher selten vorkommen, dennoch realistisch sind) kommt das auf die genaueren Umstände an. Cannabis kann z.B. Depressionen auslösen, sie aber auch therapieren. Das ist wie mit Gift und Gegenmittel. Wenn es psychische Schäden sind, sollte man erst dann wieder konsumieren wenn diese Schäden therapiert wurden.

Ist es etwas neurologisches kommt es auch darauf an, was genau es ist.

Wenn man mal Schäden hatte (aufgrund von falschem oder zu frühen Konsum) und diese erfolgreich therapiert wurden, kann man "unbesorgt" weiter konsumieren. Vorausgesetzt man ist psychisch gesund, nicht labil usw. (das kennst du sicher alles). 

Kommentar von 126345637 ,

Machen wir es mal konkret: Habe selbst Probleme mit dem Gedächtnis und will einfach wissen, ob ich jetzt weiter kiffen kann. Habe schon mal einen anderen Beitrag verfasst, in dem mein Konsumverhalten steht, falls dir das weiter hilft.

Kommentar von Digarl ,

Ehrlich gesagt finde ich, dass du zu oft konsumierst. Alle 1-2 mal, alle 1-2 Wochen, wären im Monat ca. 4 mal (Höchstwert). Was wiederum dem Konsum von allen 7 Tagen 1 mal entsprechen würde. Unregelmäßigkeit an sich ist gut. Aber ich würde die 2 mal im Monat ehrlich gesagt nicht überschreiten. Sicher, viele tun es ohne größere Nebenwirkungen zu haben. Aber dabei geht es nicht mal nur um die Nebenwirkungen, sondern auch um z.B. Suchtfaktor (psychische Sucht ist auch beim Cannabis möglich).

Konsumierst du eigentlich alleine oder mit anderen? Alleine zu konsumieren ist auch nicht grade das beste.

Aber wenn ich mir deine Kommentare und deine Fragen/n so durchlese, denke ich ehrlich gesagt nicht das die Vergesslichkeit vom Cannabis kommt. Cannabis kann dem Gedächtnis durchaus schaden! Hat man schon ein beschädigtes Gedächtnis, würde ich dieses erstmal von einem Arzt durchchecken lassen, bevor ich mir Gedanken über weiteren Cannabiskonsum mache. Denn es kann ja durchaus etwas ganz anderes dahinter stecken.

Schäden, wie z.B. Vergesslichkeit, die im Erwachsenenalter durch Cannabis entstehen können sich oftmals wieder zurückbilden. Du warst ca. 17 Jahre alt, als du mit Cannabis angefangen hast. Ich weiß zwar nicht wie weit du entwickelt warst, doch wirklich große Schäden würde ich da nicht vermuten (generell eigentlich nicht). 

Hast du Probleme dabei, neue Sachen zu lernen? Kannst du dich gut konzentrieren oder lässt du dich leicht ablenken? War das schon immer so mit dem ablenken bzw. konzentrieren, oder erst seitdem du Cannabis konsumierst?

Kommentar von 126345637 ,

Habe anfangs nur mit Freunden konsumiert, später allerdings auch mal alleine. In letzter zeit fast nur alleine.

Wieso denkst du nicht, dass meine Gedächtniseinschränkungen vom Cannabis kommen?

Die einzigen dauerhaften Einschränkungen, die ich habe, betreffen mein Kurzzeitgedächtnis. Glaube nicht, dass ich Probleme habe neue Sachen zu lernen. Das ganze lief immerhin während meines Abis ab, welches ich auch ohne große Probleme geschafft habe. 

Mein Gedächtnis war vor dem Cannabiskonsum definitiv besser. Kann mich noch genau daran erinnern, dass ich es nach einer gewissen zeit fest gestellt hatte, habe dann allerdings gelesen, dass sich es nach Abstinenz auch wieder normalisiert, weswegen ich mir erstmal nichts weiter bei gedacht habe. Habe so gesehen die Forschungsergebnisse von Erwachsenen auf Jugendliche übertragen, was ein gravierender Fehler war.  

Außerdem liegt es doch ziemlich nahe, dass sie vom Kiffen kommen. Weswegen können denn sonst plötzlich Gedächtnisprobleme auftreten?

Kommentar von 126345637 ,

Ein Suchtproblem habe ich außerdem nicht. Die Pausen waren nie ein Problem für mich.

Kommentar von Digarl ,

Naja ich kann das zwar nicht sicher sagen, doch oft hat man dann auch noch andere Probleme die mit den Gedächtnisprobleme einher gehen. So muss man z.B. länger nachdenken als vorher oder man bekommt leichte Probleme sich zu artikulieren. Probleme die du offensichtlich nicht hast. Ebenso könnte es zu Problemen kommen, neue Dinge zu lernen. Und du schreibst ja das du diese Probleme nicht hast. Das heißt es trifft "nur" ein Symptom von mehreren auf dich zu.

Gedächtnisprobleme können auch von ganz banalen Dingen wie z.B. Stress ausgelöst werden. Das ist dann auch nichts bleibendes und würde sich dann verbessern, wenn der Grund aus der Welt geschafft ist.

Du kannst übrigens unbesorgt einen Arzt mit deiner Frage aufsuchen. Er hat 1. eine Schweigepflicht die er wegen sowas nicht brechen darf und 2. liegt es in seinem Interesse dir zu helfen (wenn auch nur um Patienten zu gewinnen bzw. zu halten). Ebenso wenn man denkt, dass man auf einem Trip "hängen" geblieben ist (also bei LSD z.B.). Dann sollte man keine Angst haben zu einem Arzt zu gehen. Denn im Endeffekt können Ärzte auch Hirnströme usw. messen und feststellen, ob überhaupt Schäden vorhanden sind. Denn psychische Schäden kann man durchaus behandeln! 

Das du kein Suchtproblem hast ist klar, dann würdest du sicher öfters bzw. in einem anderen Muster konsumieren. Außerdem hast du ja auch eine Zeit lang aufgehört. Ich sagte nur, dass das Risiko erhöht werden könnte. Aber wenn du die richtige Einstellung zu der Substanz hast, musst du dir zumindest bei Cannabis keine größeren Sorgen um Sucht machen. Also Einstellungen wie z.B. das du die Substanz nicht nur konsumierst um dich vor Problemen zu verstecken usw. 

Achja, fast vergessen. Vielen Dank für den Stern!

Kommentar von 126345637 ,

Aufgrund des schlechteren Gedächtnis muss ich schon manchmal länger nachdenken. 

Stress kann ich auch ausschließen, denke wirklich nicht, dass es einen anderen Auslöser  dafür gibt.

Ist dir denn bekannt, dass man die folgen von Cannabis behandeln kann? Sonst würde ein gang zum Arzt für mich wenig sinn machen. Die meisten Ärzte haben, wenn Sie es nicht in ihrer Freizeit getan haben, denke ich, wenig Ahnung von Cannabis.

 

Kommentar von 126345637 ,

*wenn Sie sich in ihrer Freizeit nicht darüber informiert habe

Kommentar von Digarl ,

Da hast du Recht. Leider haben Ärzte, selbst im Krankenhaus, kaum Ahnung von Drogen. Es gab sogar mal Fälle in denen der Patient selbst wusste was er für ein Mittel bekommen müsste, die Ärzte es aber nicht und somit logischer Weise verweigerte dieses Mittel zu injizieren (obwohl es da war). Sowas kommt in einem Medizinstudium einfach nicht vor.

Es kommt auf die bestimmte Folge an. Gewisse Folgen kann man behandeln lassen. Da kommt es dann auch darauf an, ob es ein psychischer oder neurologischer Schaden ist. Beides wäre ja theoretisch möglich. Psychische Schäden kann man durchaus therapieren. Das würde dann aber wohl eher der Psychologe bzw. Psychiater machen. Allgemeinmediziner kann man da wohl wirklich vergessen. Auf jeden Fall könnte er dir durchaus seine Diagnose nennen. Und er hätte sicher auch Vorschläge wie bzw. was er machen würde. Psychosen die durch den Konsum von z.B. LSD hervorgerufen wurden sind beispielsweise auch heilbar.

Kommentar von 126345637 ,

Also bei mir handelt es sich dann ja wohl um neurologische Schäden. Würdest du trotzdem empfehlen den Hausarzt aufzusuchen? Und hast du vllt. schon mal etwas von einem Rückgang dieser Schäden auch bei jugendlichen gehört?

Kommentar von Digarl ,

Naja bei neurologischen Schäden ist das generell etwas schlecht mit dem Rückgang. Aber Jugendliche beim Konsum sind auch empfindlicher gegenüber von z.B. Psychosen, obwohl diese psychisch und nicht neurologisch sind. Ob da ein neurologischer oder psychischer Schaden vorliegt kann dir mit Gewissheit nur der Arzt sagen.

Und ja, ich empfehle dir einen Besuch beim Arzt. Der Hausarzt würde dir dann sagen an welchen Arzt du dich wenden müsstest. 

Kommentar von 126345637 ,

Hm. Mal sehen ob ich mich dazu durchringen kann. 

Habe gerade diese Studie gefunden: http://www.drugcom.de/aktuelles-aus-drogenforschung-und-drogenpolitik/archiv/?si...

Macht mir gerade wieder Hoffnung, dass die Schäden doch wieder verschwinden könnten.

Nun ja, aber ich lass dich nun auch in ruhe mit meinen ständigen Kommentaren. Danke für dein Hilfe.

Kommentar von Digarl ,

Bei Vergesslichkeit, Schusseligkeit usw. erholt sich das Hirn durchaus wieder. Das kommt aber wie gesagt darauf an, wo genau der Schaden liegt. Aber in aller Regel sollte man dann doch mal sagen, dass Cannabis im Hirn meist "nur" reparable Schäden anrichtet. Aber genau bei diesen reparablen Schäden würde dir ein Arzt eventuell helfen können.

Kein Problem. Und "in Ruhe lassen" ... du hast mich niemals gestört.

Antwort
von JonasAce, 120

Einfach nicht so paranoid sein du wirst sowieso nicht aufhören wenn ich dir jetzt irgend was von Lungenvolumen-Einschränkungen erzähle mein Freund. Davon abgesehen das gras alleine nicht wirklich verherende Schäden anrichtet sondern der Tabak.

Kommentar von enga00281 ,

Stimmt

Kommentar von 126345637 ,

Stimmt so nicht. Wenn man frühzeitig anfängt kann Cannabis nicht reversible kognitive Schäden mit sich bringen. Auch schon bei wöchentlichem Konsum.

Kommentar von Digarl ,

Falsch! Bei erwachsenden mag dies zwar stimmen, doch bei noch nicht ausgewachsenen definitiv nicht!

Antwort
von Messkreisfehler, 53

Pauschal kann man das nicht beantworten. Unter Umständen ist dies allerdings möglich.

Kommentar von 126345637 ,

Die wären?

Antwort
von aXXLJ, 9


Nach jetziger Studienlage weiß man ja, dass Cannabiskonsum unter 18 nicht reversible Einschränkungen mit sich bringen kann.

Die Betonung liegt auf "kann". Tatsächlich sind nicht reversible Schäden zahlenmäßig nicht erfasst; die Zahl reversibler Schäden ist ebenfalls vernachlässigenswert gering (1,5 - 2, 2 % aller Konsumenten), d.h. der überwiegende Teil sämtlicher Konsumenten kommt mit Cannabis problemlos klar.

Man kann lernen mit Cannabis vernünftig umzugehen. Google "Rauschzeichen".

Antwort
von enga00281, 47

So gesehen ist ja jede Droge schädlich, aber wenn du's mit dem Kiffen nicht übertreibst, also täglich kiffst oder jeden zweiten Tag werden die Schäden nicht wirklich für dich spürbar sein, solange du es nur ab und zu machst. Alkohol ist viel schädlicher, da kannst du dir sicher sein. Es ist schädlicher wenn man vor dem 18. Lebensjahr kifft als danach, da das Kiffen Löcher im Gehirn verursacht und wenn das Gehirn noch nicht vollständig entwickelt ist, dann ist es natürlich schlecht für deine Entwicklung. Mir wurde selbst schon ein paar Mal was ins Wurstbrot gemischt und ich kann dir sagen, solange es nur selten vorkommt ist es meiner Meinung nach vollkommen egal. Was dich nicht umbringt macht dich stärker. Solltest dir aber lieber nur zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel Partys oder anderweitiges etwas ins Wurstbrot mischen lassen, da ist es etwas Besonderes und du musst dir weniger Sorgen um die Folgen machen ;)

Kommentar von enga00281 ,

Könnte sein, dass ich mich da vielleicht ein bisschen zu verherrlichend ausgedrückt habe, aber ich denke du kannst nachvollziehen auf was ich hinaus will.

Kommentar von 126345637 ,

Ja, aber das beantwortet leider nicht meine Frage^^

Will eigentlich nur wissen, ob die Schäden die man bekommt, wenn man frühzeitig kifft durch weiteren Konsum (wenn man dann über 18 ist) noch verschlimmern 

Kommentar von enga00281 ,

Achso ja klar, je mehr du nimmst desto schlechter, grade dann wenn du frühzeitig begonnen hast

Antwort
von Wuestenamazone, 28

Das gleiche wie Zigaretten

Kommentar von Digarl ,

Falsch! Cannabis ist zwar tatsächlich bei Erwachsenen Menschen bei weitem nicht so schlimm wie Nikotin (Cannabis muss nicht geraucht werden! Man kann es z.B. auch Essen), doch es kann vor allem bei Jugendlichen erhebliche Schäden im Gehirn anrichten.

Für Jugendliche ist der Cannabiskonsum schlimmer als der Konsum von Nikotin bzw. Tabak. Bei Erwachsenen ist es andersrum. 

Mit "Erwachsenen" meine ich menschen über dem 21ten Lebensjahr (aufgrund der Hirnentwicklung)!

Antwort
von TheAllisons, 56

Cannabis hat Auswirkungen auf das Gehirn etc. Also je mehrt du nimmst umso mehr schrumpft das Gehirn

Kommentar von BigQually ,

Da hätte ich mal gern die Quelle zu.

Schade das ich keine kriegen werde weil keine Studie beweisen konnte, dass Cannabis das Gehirnvolumen beeinträchtigt.

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