Frage von Ngudan, 55

Fördern Lebensmittel-Discounter stärker die Massentierhaltung?

Billiges Fleisch bei Lidl, Aldi usw. werden abgepackt und stehen den Kunden zur Verfügung. Fördern Billigwaren die Massentierhaltung und die ungerechte Behandlung von Tieren im stärkeren Maß als etwa bei REWE, Tengelmann?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Agrarbetriebe, 15

Lebensmittel-Discounter sorgen dafür das die meisten Verbraucher alle Lebensmittel an ein paar wenigen Orten bekommen. 

Durch den Zentraleinkauf und die Marktmacht geben sie die Preise vor - beim Einkauf sowie beim Verkauf der Lebensmittel.

Das ist die Marktmacht.  

Billigware braucht der LEH um Marktanteile zu sichern und uns Verbraucher in die Geschäfte zu locken. Da werden auch oft die Lebensmittel unter Einkaufspreis angeboten und verkauft.

Dieses Geschäft hat mit der Tierhaltung nichts zu tun. 

Der LEH und verschieden Organisationen machen mit diesen Begriff Marketing für Spendengelder und für Marktanteile damit der Laden läuft. 

Von einem Euro erhält der Landwirt heute nur noch 23 Cent das ist der Link zum Bericht. bit.ly/1VuEONV

Auf lange Sicht werden auf der Strecke bleiben die kleineren Landwirt, Bäcker und Metzger.

Die Art der Tierhaltung ist da nur ein schönes Marketing Wort um mehr zu verkaufen. Denn egal was der Mensch für ein Tier hält - es ist nie Artgerecht. Da muss man nur mal an die vielen Vögel und Hunde in den Wohnungen denken. Das sind oft auch schon Massen auf ganz wenig Raum und Artgerecht ist da auch was anderes.

Egal was für eine Masse von was auch immer kann gut und schlecht sein.

Masse hat immer einen Vorteil beim Einkauf und beim Verkauf egal ob da jetzt 10 Bioschweine oder 1000 Bioschweine im Stall stehen.

Die Discounter versorgen uns mit Lebensmittel zu sehr günstigen Preisen. Wenn die nicht mehr bei uns die Rohstoffe bekommen - weil alles zu viel Masse ist, dann kommt die billige - oder teure  Masse von anderen Ländern. So einfach ist das.

Die einzige Möglichkeit  um das zu verlangsamen ist aus meiner Sicht:

Regional einkaufen beim Metzger, Bäcker und Bauern von neben an.

Selber kochen mit frischen saisonalen Produkten und wieder mehr Geld für das richtige Essen ausgeben. Egal ob BIO oder Normal.


Antwort
von Brunnenwasser, 21

Im Gegenteil, die Discounter sind sogar diejenigen die in ihrem Ringen um Marktanteile die neuen Standards setzen. Alle die Deine Frage mit Ja beantworten, kannst Du somit leider in die Wüste schicken.

Grund ist der schärfere Wettbewerb, insbesondere die beiden Großen setzen sich mit ihrer Marktmacht bei den Herstellern durch und heben sogar freiwillig Preise für Wurstwaren an (wie vor 2 Jahren schon mal geschehen). Die Industrie wurde gefordert auf Clean Label umzustellen, nur noch Eier aus Freilandhaltung zu verarbeiten und zunehmend auf GMO Rohstoffe zu verzichten (Beispiel Milch wo Kühe mit Sojakraftfutter gefüttert werden). Sie akzeptieren zum Teil keine Aromen mehr (maximal noch Gewürzextrakt oder Fruchtauszüge) und geben produktbezogen Allergenfreiheit vor. Sonst gibt es kein Geschäft.

Alles Dinge, bei denen sich die Rewes und Edekas dieser Welt vergleichsweise erst seit sehr kurzer Zeit Gedanken machen.

Um Deine Frage final zu beantworten, die Discounter greifen auf die gleichen Ressourcen zu wie die anderen. Die Menge bestimmt allein der Konsument, der letztendlich oft zum billigsten Angebot greift und somit der Massentierhaltung ihre Existenz sichert.

Das einzige was Du dagegen tun hast: Biofleisch und regionale Anbieter bevorzugen, hier haben zur Zeit noch die Vollsortimenter die Nase vorne. Allerdings experimentiert Aldi in Österreich zum Beispiel schon ganz passabel mit einer regionalen Eigenmarke. Wir dürfen gespannt sein, wann dieser in D durchstartet.

Antwort
von user8787, 36

Ja, um mit billig gewünsche Gewinne zu erwirtschaften muss ich in Massen verkaufen. Ergo wird so die fürchterliche Massentierhaltung gefördert. Und es braucht Kunden die das unterstützen. 

Eine schreckliche Realität. 

Antwort
von Omnivore08, 25

Massentierhaltung ist ein Kampfbegriff aus der Veganerlobby! Das Wort ist in der gesamten landwirtschaftlichen Fachliteratur inexistent, da KEIN Mensch weiß ab wann diese ominöse Massentierhaltung beginnen soll. Vor allem aber begreift kein halbwegs gebildeter Zeitgenosse wie man aus einer "Anzahl Tiere" eine Tierhaltung, Tiergesundheit und Fütterung ableiten kann! Massentierhaltung ist das Unwort des Jahruhunderts! Nur Laien hantieren mit diesem nichtssagenden Begriff!!

Den Landiwrten gehts auf den Keks mit diesen Verleumdungen!

Um deine Frage zu beantworten: Klares N E I N ! ! !

Gruß
Omni

Antwort
von Undsonstso, 19

Fördern Billigwaren die Massentierhaltung und die ungerechte Behandlung
von Tieren im stärkeren Maß als etwa bei REWE, Tengelmann?

Ich gebe zu bedenken, dass viele Hersteller von Supermärkten ebenso für Discouter produzieren..., quasi stellen sie für jede Geldbörse Produkte her.

Alle Menschen der Gesellschaft fördern sog. "Massentierhaltung" , denn ohne Tierhaltung gebe es keine elektrischen Geräte ( Kupfergewinn.)

Antwort
von gartenkrot, 23

Nein, ein Supermarkt egal wie er heisst kann dafür nichts. Es ist GANZ ALLEIN DER VERBRAUCHER!!!!
Solange die Nachfrage da ist wird sich niemals etwas ändern, das ist leider so.

Antwort
von XbinIch, 31

Nicht die Supermärkte sind schuld, sondern der Verbraucher. Nur weil Menschen so billiges Fleisch kaufen lohnt es sich für die Supermärkte solches Fleisch im grossen Stil auf den Markt zu werfen und fördern somit die Massentierhaltung, ja. Aber der Verbraucher steht am oberen Ende der Nahrungskette, nicht der Supermarkt. ;)

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