gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

Flugzeugmechaniker vom Triebwerk angesaugt ??

gefragt von rolandnatze am 21.07.2008 um 13:40 Uhr

Hallo,

ich wollte mal eine etwas unappetitliche Frage stellen, die ich kürzlich mit Bekannten diskutiert habe: recht selten werden doch (leider) unaufmerksame Mechaniker vom Triebwerk stehender Jets angesaugt und tödlich verletzt. Mein Bekannter meinte, daß die Person dann durch den Fan qusi komplett in Hackfleisch zerstückelt wird. Ich kann nicht glauben, das dieses bei einem im Stand laufenden Triebwerk möglich ist., da die Person m.E. zu gross und schwer ist . weiss jemand Bescheid ?

Frage beantworten

Hier finden Sie weitere Fragen zu den Themen:

Flugzeuge x 183 Turbinen x 3

anonym
beantwortet von rolandnatze am 21. Juli 2008 14:18
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Also zur Höhe der Triebwerke, es gibt natürlich Triebwerke die so hoch sind daß da nie ein Mensch reingezogen werden kann, aber bei einer Boeing 737 z.B. sieht das schon wieder ganz anders aus.


anonym
beantwortet von martineckstein am 25. Juli 2008 18:25
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Hallo, ich arbeite bei einer Firma, die Flugantriebe herstellt und testet. Triebwerke geeigneter Größe sind das CF6 von General Electric, oder das PW4000 von Pratt&Whitney. Ein laufendes Triebwerk kann einen knapp davor stehenden Meschen problemlos ansaugen. Moderne Ziviltriebwerke sind Turbofans, sodaß der Mensch bereits vom Fan zerstückelt werden wird und nur ein kleiner Teil im Verdichter landen wird. Das Triebwerk wird allerdings in jeden Fall Schaden an ein oder zwei Schaufeln nehmen, allerdings ohne auszufallen. Kleinere Lebewesen bis zu Kormorangröße werden ohne bleibende Schäden einfach geschluckt. Hierzu gibt es die sogenannten Vogelschlag-Tests, die aus Geruchsgründen übrigegends im gefrorenen Zustand in das Treibwerk eingeschossen werden. Die Reste solcher Vogel-Kollisionen werden oft bei Instandsetzungsarbeiten gefunden. und von den Komponenten gekratzt.

Kommentar von rolandnatze am 28. Juli 2008 04:33

nicht wirklich schön für die Leute die so ein Opfer bergen müssen.


sukka2007
beantwortet von sukka2007 am 23. Juli 2008 07:50
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Hallo rolandnatze

hab heir einen schönen Bericht aus dem Spiegel-Online Rubrik Wissenschaft vom 03. März 2006:

Mechaniker in Triebwerke gesogen Von Joachim Hoelzgen

Ungewöhnliche Unfälle auf Flughäfen beschäftigen derzeit Sicherheitsexperten: Mehrere Mechaniker wurden in den vergangenen Jahren vom starken Sog in Triebwerke hineingezogen. Selbst erfahrene Techniker zählen zu den Opfern.

Am Morgen des 16. Januar kam es auf dem Flughafen von El Paso (US-Staat Texas) zu einem schweren Zwischenfall. Der Mechaniker Donald Gene Buchanan geriet in das rechte Triebwerk einer Boeing 737-500 der Fluggesellschaft Continental, die mit 114 Passagieren an Bord nach Houston fliegen sollte. Buchanan wurde in dem Triebwerk getötet.

DDP Flughafen München: Mechaniker untersuchen Triebwerk eines Lufthansa-Jets Im Cockpit der Boeing habe der Kapitän zunächst "eine leichte Erschütterung" verspürt, die rasch an Stärke zunahm, heißt es dazu im vorläufigen Untersuchungsbericht der amerikanischen Aufsichtsbehörde National Transportation Safety Board. Dann sei es zu einem "compressor stall" gekommen, dem Abriss der Luftströmung im Triebwerk.

Der Flugkapitän nahm daraufhin den Motor in Leerlaufposition zurück, und der Kopilot schaltete das Triebwerk ganz ab. Davor sagte er noch, dass "etwas" hineingeraten sei.

Der Mechaniker Buchanan hatte sich zunächst neben dem Triebwerk aufgehalten, war dann aber in den Gefahrenbereich des Triebwerkseinlasses getreten, stellen nun die Unfall-Untersucher fest. Dabei handelt es sich um die sogenannte "inlet hazard zone", die am Triebwerk beginnt und sich kegelförmig zur Seite und nach vorn erstreckt. Flugzeugtechniker sind angewiesen, etwa durch die Wartungshandbücher der Triebwerkshersteller, unbedingt die inlet hazard zone zu meiden.

Der Unfall von El Paso ist auch insofern bemerkenswert, als er bei Arbeiten geschah, die auf dem Vorfeld von Flughäfen alltäglich sind. Beim Kontrollgang um das Flugzeug vor dem Start hatte der Kopilot eine Pfütze auf dem Boden wahrgenommen - offenbar Öl, das von einem Leck im Triebwerk stammte. Auch der Flugkapitän inspizierte die Lache. Vom Cockpit aus bat er dann den Kontrollturm, Mechaniker an die Maschine zu entsenden.

Hohe Triebwerksleistung beim Testlauf

Undichte Stellen in den Leitungen der Triebwerke lassen sich am besten durch einen "run-up", das Hochfahren der Düsen, finden. In El Paso aber waren die Piloten aufgefordert worden, das verdächtige Triebwerk mit bis zu 70 Prozent seiner Leistung zu belasten.

Für einen Test am Boden war das ungewöhnlich viel und entsprach fast schon der Leistung während des normalen Reiseflugs. Die Triebwerke der modernen Boeing 737 sind dermaßen stark, dass sie selbst beim Start ohne den vollen Schub auskommen - knapp 90 Prozent davon genügen.

In dem vorläufigen Bericht macht der National Transportation Safety Board keine direkte Schuldzuweisung. Und auch Rick Juliusson, Generalmanager der Firma Julie's Aircraft Service Inc., enthält sich jeden Kommentars. Er bemerkt nur, dass Buchanan "ein erfahrener und verlässlicher Mechaniker" gewesen sei.

Womöglich herrschte auf dem Vorfeld von El Paso Zeitdruck, da der Starttermin herannahte und die Passagiere bereits in dem Flugzeug waren. Und es war auch nicht der erste Unfall dieser Art, wie das US-Fachmagazin "Aviation Week & Space Technology" berichtet. Auch auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo ist ein Mechaniker von einem Triebwerk angesogen und getötet worden - und zwei Mechaniker, die Maschinen des Discount-Fliegers Ryanair gewartet hatten, verloren in Triebwerken jeweils einen Arm.

"Sehr guter Techniker"

Das Moskauer Unglück ereignete sich im Juli vorletzten Jahres, als das Triebwerk einer Boeing 737-700 der Gesellschaft Air Astana hochgefahren wurde, der Staatslinie von Kasachstan.

Das Flugzeug sollte zu einem Nachtflug in die Heimat starten, weshalb auch die Dunkelheit und heftiger Regen bei dem Unfall eine Rolle spielten. Dem Ausbilder des 26 Jahre alten Mechanikers Igor Jelfimow blieb dennoch rätselhaft, warum sein Zögling dem Einlass des Triebwerks zu nahe kam. Es habe sich bei Jelfimow um "einen eifrigen Ingenieur und sehr guten Techniker" gehandelt, gab Sergej Burobin von der Hochschule für Zivilluftfahrt in Moskau an.

Die Triebwerksunfälle der Ryanair betrafen Maschinen des Typs Boeing 737-200. Der erste geschah auf der Basis des Preisbrechers in Dublin, und der zweite ereignete sich im Juli 2003 auf dem Billigflieger-Drehkreuz Beauvais nördlich von Paris. Auch dort war der Pilot von einem Mechaniker gebeten worden, das Triebwerk in Gang zu setzen. Knapp teilte damals ein Sprecher der französischen Flugunfallbehörde mit, "überraschenderweise" sei der Mechaniker von dem Triebwerk erfasst worden.

Kein Unfall in Deutschland

Die Arbeit auf dem Vorfeld von Flughäfen erfordert überdurchschnittlich hohe Konzentration. So sind zum Beispiel Sonderführerscheine für die Fahrer von Passagierbussen und Schleppern vorgeschrieben sowie Leuchtschutzwesten und Gehörschutz für das Bodenpersonal.

"Der Ansaugbereich der Triebwerke aber ist eine latente Gefahrenquelle", verdeutlicht etwa Lufthansa-Betriebsrat Ingo Schmidt. "Sparmaßnahmen bei der Sicherheitsausbildung könnten sich rächen."

Doch trotz der Hektik und des allgemeinen Zeitdrucks habe es auf deutschen Flughäfen "noch nie einen Triebwerksunfall mit Verletzungsfolge gegeben", bekundet Schmidt, der als Rampenmanager ein alter Fuchs des Vorfelds war.

Auf eine deutsche Besonderheit - die strengen Lärmschutzvorschriften für Flughäfen - weist schließlich Bernd Habbel hin, Sprecher der Lufthansa Technik in Hamburg. Die Auflagen ließen ein Hochfahren der Triebwerke wie in El Paso nicht zu - und das geschehe schon gar nicht, wenn sich Passagiere an Bord befänden. Bei Tests mit hoher Leistung müssten die Jets zum Beispiel in Hamburg eigens in die Lärmschutzhalle am Flughafen gerollt werden.

Kommentar von rolandnatze am 28. Juli 2008 04:30

wirklich interessant was so alles passieren kann....


Indy72
beantwortet von Indy72 am 21. Juli 2008 13:58
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das ist kein echtes Problem. Kenne kaum leute, die es riskiert hätten und auch von ähnlichen Unfällen nicht gehört. Es gibt Arbeitsschutzvorschriften, deren einhaltung strikt verfolgt wird.


Narcottic
beantwortet von Narcottic am 21. Juli 2008 13:48
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

das man angesaugt wird kann unter umständen schon passieren, wobei man dann schon zwischen militärjets und zivilflugzeugen unterscheiden muss. im stand haben zivile flugzeugen eine so geringe drehzahl, dass es nur passieren kann wenn das flugzeug im begriff ist zu starten. aber selbst dann scheint es sehr unwahrscheinlich das man zu kleinholz gemacht wird.


Fraaagezeichen
beantwortet von Fraaagezeichen am 21. Juli 2008 13:47
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

ich denk wenn du da dicht genug dran stehst geht das schon... glaub da gabs ne myth busters -folge drueber

Kommentar von 484ee5192fe50e3beb52a405e9df6ae6smallSenselessways am 21. Juli 2008 13:48

Da haben sie getestet ob ein Auto durch die Kraft eines Triebwerkes "weggeblasen" werden kann. Es kann g


Halbwissen
beantwortet von Halbwissen am 21. Juli 2008 13:45
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Die Person wird sicher nicht zu Hackfleisch geschreddert. Zu groß und zu schwer! Sogar Vogelschwärme können ein Triebwerk zum Ausfall bringen wenn sehr viele Tiere hineingeraten.


Engelkinder
beantwortet von Engelkinder am 21. Juli 2008 13:42
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Also wenn ich mir ein Flugzeug vorstelle und die höhe vom Triebwerk... glaube nicht, das man einfach so angesogen werden kann

Kommentar von Plumbum am 21. Juli 2008 13:45

Sehr wohl. Aber es sind eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen vorhanden die dies verhindern. Es gab bei N 4 (glaub ich ) vor einigen Wochen einen Bericht über Wartung von Flugzeugen.

Kommentar von E5d97bea0b993542bcc8dd4fab14508dsmallmikael am 21. Juli 2008 13:51

Ich habe auch eine Doko.. von einem Flugzeugträger gesehn, da wurde jemand von einer Turbine erfasst aber Lebendig wieder ausgespuckt, Verbrennungen hatte er wohl.

Kommentar von 741cc2de924daf82fbbc5b2bc3fe3cf1smallEngelkinder am 21. Juli 2008 13:58

Okay


heckym
beantwortet von heckym am 21. Juli 2008 13:42
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Wer möchte, bitte schön, über so etwas nachdenken??


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

    Flugzeuge Beschleunigung

    wiso fliegen flugzeuge so hoch

    Warum müssen Flugzeuge so hoch fliegen?

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.