Frage von schelm1, 131

Flüchtlinge und Wohnungssuche - Wie geht man mit diesen, sich stark häufenden Anfragen um?

Der Wohnraum ist teuer gebaut, Banken erwarten die Bedienung der Hypotheken; die Flüchtlinge sind den Umgang mit Wohnungen nach unserem Verständnis kaum gewohnt. Es herrscht Unsicherheit hinsichtlich der ordnungsgemäßen Nutzung einer Wohnung. Der Staat zahlt zwar die Miete, kommt aber für außergewöhnliche Abnutzung oder gar Zerstörung nicht auf. Die redlich bemühten Helfer und Sucher solcher Wohnugnen kneifen, wenn man sie auf eine Bürgschaft anspricht und erklärt, dass die Kaution im Zweifel keineswegs für eine Renovierung einer ruinierten Wohnung ausreichend ist.

Kann man unter solchen Umständen das Wagnis einer Vermietung an mittellose Menschen, die mit unserer Kultur wenig vertraut sind, unsere Sprache kaum beherrschen, überhaut eingehen?

Wie verhalten Sie sich als Wohnungsgeber?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BlackyGizmo, 72

Ist schon oft genug passiert, das Wohnungen jetzt unbewohnbar sind.

Ich würde niemals an Flüchtlinge vermieten. Die leben in Ihren turnhallen etc und da soll sich der Staat drum kümmern. Ausserdem darf man Mieter auch Ablehnen. Aufgrund wirtschaftlicher Verhältnisse und der Schufa :) bzw. einfach sagen wir haben andere Mieter.

Kommentar von schelm1 ,

Danke für die offene Antwort! Z.Z. lehnen wir ohne staatliche Garantien generell ab.

Kommentar von BlackyGizmo ,

Sehr gut. :)

Das Risiko ist einfach viel zu hoch weil es halt schon so oft passiert ist, das ist zwar verallgemeinern das alle so sind, aber die Erfahrungen zeigen eher schlechter als besser ;)

Antwort
von marcussummer, 131

In dieser Pauschalität möchte ich das nicht unterstellen. Aber wenn da Befürchtungen bestehen: Man kann den Abschluss einer Haftpflichtversicherung zur Voraussetzung des Abschlusses eines Mietvertrages machen. mal davon abgesehen: Das Mietnieveau liegt in einigen Gemeinden/Regionen/Ländern deutlich unter den üblicherweise von Landratsamt oder Gemeinde gezahlten Tagesunterbringungssätzen, sodass aus dem Überschuss eine Renovierungsreserve gebildet werden kann.

Kommentar von schelm1 ,

Angefragt werden gute und für die Familiestärke räumlich austeichend bemessene Wohnungen für jeweils eine Familie! Hierbei handelt es sich nicht um Abzocke in Massenunterkünften! Bei diesen Wohnungen greift das neue Wohnraummietgesetz! Da kann und darf kein Mietwucher zur Abfederung des außergewöhnlichen Vermieterrisikos betrieben werden! Wer soll die Haftpflichtversicherung bezahlen?

Kommentar von TUrabbIT ,

die Flüchtlinge bekommen Unterstützung vom Staat, davon könnte auch eine Versicherung vorübergehend gezahlt werden bis diese selber Geld verdienen.

Kommentar von Pfaffenhofener ,

Bringt eine Haftpflicht was?

Warum war ich dann so dumm, meine Wohnungen immer sauber zu hinterlassen? Ich hätte also wilde Partys feiern können und zum Schluß hätte die Haftpflicht alles bezahlt?

Tut mir leid, aber das glaube ich nicht. Wenn dem so wäre, würde ich als Vermieter ohne zu überlegen eine Haftpflicht für einen Mieter abschließen und die Kosten übernehmen.

Kommentar von marcussummer ,

Haftpflichtversicherungen treten sicherlich nicht bei vorsätzlichen Beschädigungen ein, das ist richtig. Fahrlässig verursachte Schäden werden aber schon erstattet.

Kommentar von BlackyGizmo ,

Naja ob die Haftpflicht das zahlt würde ich bezweifeln , je nachdem was beschädigt wird auch eher die Hausrat.

PS. eine Haftpflicht in niedrigsten Fall kostet 5 euro im Monat, die kriegen genug geld um das bezahlen sie können. Selbst ne Hausrat kann man schon ab 5 euro kriegen je nach qm

Antwort
von JonJonas, 2

An solche Menschen möchte wohl niemand seine Wohnung vermieten. Das ist dann wohl der Dank für die Aufnahme.

Antwort
von Annelein69, 104

Ich bin nun mal rundheraus ehrlich!

Ich würde mein Wohneigentum nicht an Flüchtlinge vermieten.Eben aus diesen Gründen die du selbst schon aufgeführt hast.Fremde Kultur,die Zerstörung des Eigentums(kann einem natürlich auch bei anderen passieren),die fremde Sprache usw.

Ich bin schon der Meinung diesen Menschen muss geholfen werden.Ich ziehe auch meinen Hut vor jedem der das bedingungslos kann bzw.tut.

Ich hätte einfach nur angst und würde mich der ganzen Sache nicht aussetzen wollen.

Kommentar von Kevyy ,

Wieso sollten die denn bitte Eigentum zerstören? ? Die meisten Flüchtlinge haben in ihrer Heimat ein Leben im Mittelstand geführt wie auch sehr viele Deutsche und Franzosen und Dänen und alle anderen. Die haben doch in ihrer Heimat auch nicht einfach ihre Wohnung zerstört

Kommentar von Annelein69 ,

Ich schrieb ja,dass das bei anderen genauso der Fall sein kann.Ich unterstelle  diesen Menschen nicht,dass es so kommen muss.Es ist die Angst vor dem Unbekannten die mich persönlich da hemmen würde.

Kommentar von schelm1 ,

@Kevy - Der Erhalt war aber auch nicht vornehmliches Ziel!?! Von daher besteht schon ein wenig Sorge!?! Es ist schon befremdlich, dass in Deutschlan zu hunderttausenden angekommene  wehrfähige junge Männer und Frauen fliehen, statt Ihr Hab und Gut und die zurückgelassenen Familien zu verteidigen, Ihr Heil ausschließlich in der Flucht nach Deutschland suchen. Da darf man sich schon Gedanken machen!

Antwort
von Pestilenz, 98

Würde für mich niemals in frage kommen.

Ist mir viel zu mühsam. wohl auch die sprache.

Ich vermiete meine 2 wohnungen sowiso nur an österreichische jungfamilien.

Kommentar von schelm1 ,

Das war bislang auch hier so üblich; Veremietung an Familien mit geregeltem Einkommen. wir werden aber nun mit völlig neuen Vorstellugnen durch Helfer konfrontiert, die für Flüchtlinge Wohnungen nachfragen, selber aber, vielleicht auch in gewisser Weise verständlich, nicht bereit sind, den Vermieter risikomäßig zu entlasten, vielelicht auch durch die Beschaffung öffentlicher Garantien.

Letztlich hat der Staat die Flüchtlinge gerufen - vielelicht beteiligen sich nun auch Frau Merkel und Konsorten an der Lösung der Vermietersorgen!?!

Kommentar von Pestilenz ,

Tja, die hoffnung stirbt zuletzt.

Jeder mieter ist ein risiko.

Aber flüchtlinge verkomplizieren alles noch mehr als es schon ist und wenn man immer nur mit einem betreuer reden kann über 3 ecken... Nein danke.

In dem haus wo ich wohne haben wir ja flüchtlinge im erdgeschoss.

Das war/ist sehr prägend.(was das vermieten anbelangt.

Antwort
von promooo, 97

Also wenn ich Vermieter wäre, würde ich darauf achten, dass ich ggf. bei Schäden eine Pfändung durchziehen kann...somit wäre mir das persönliche Erscheinungsbild sowie das Vermögen/Einkommensverhältnisse das wichtigste

Kommentar von schelm1 ,

Sie haben aber schon gelesen, dass es sich um Flüchtlinge handelt!?! Was wollen Sie denn bei mittellosen Menschen im zweifel pfänden?

Vermögens- und Einkommensverhältnisse sind naturgemäß bei diesen ärmsten der Armen ebenfalls nicht gegeben. Von daher hilft mir das persönliche Erscheinungsbild offengestanden wenig weiter!

Kommentar von promooo ,

Deswegen sage ich, es ist mir egal, ob es ein Flüchtling ist oder nicht, wenn er ausreichend Finanzielle mittel hat...weil ich mittellose nicht Pfänden kann und Flüchtlinge nicht vermögend sind, würde bei mir keiner reinkommen. Auch kein Harz 4 empfänger. Natürlich hilft dir das nicht weiter, weil du was anderes hören willst. 

Antwort
von Gewuerzmeister, 38

Flüchtlinge sind wie andere Mieter auch. Schau sie Dir an. Ich mache keinen Unterschied woher die Menschen kommen.. Die schlechtesten Erfahrungen habe ich mit bisher einheimischen Mietern gemacht. Kulturkreis spielt keine Rolle. Wichtig ist ein gutes Verhältnis, und Leute die nicht die Schuld für alles beim Vermieter sehen.
Selbst wenn sie im Unrecht sind, nervt es gewaltig. Die Frage nach der "ordnungsgemäßen Nutzung" kannst und mußt Du Dir bei jedem Mieter stellen. Das habe ich als Vermieter leider lernen müssen. Menschen, die durch lange Entbehrungen gegangen sind, ihre Heimat verlassen mussten und froh sind ein sicheres und trockenes Dach über dem Kopf zu haben sind meist wohlwollendere Mieter als verwöhnte Anwaltstöchter mit Profilneurose. 


Kommentar von schelm1 ,

Vermieten ist mein Job - und genau darauf gründet meine Frage! Man schüttet Vermieter mit einer schier unzubewätigenden Flut von Anfragen von "Gutmenschen"  für Flüchtlinge zu, ohne dass diese "Gutmenschen" auch nur den Hauch einer Verantwortung für ihre "Schützlinge" übernehmen möchten. - Das ist ein Problem! -

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