Kennt ihr vielleicht ein paar Gründe zur Flucht aus der DDR?
Damals wollten viele in "Freiheit".
Nun wollen wieder viele ihre "heile Welt" in der es ja auf einmal "so toll" war...
Sehnsucht nach Bananen. Ich meine natürlich nach allem, was es in der DDR nicht gab, einschließlich dem Recht zur freien Meinungsäußerung.
Freiheit, Unabhängigkeit, keine Stasi mehr am Hals haben, also keine Bespitzelung mehr...

Fehlende Meinungsfreiheit, fehlende Reisefreiheit, ständige Bespitzelung ("Stasi"), Fernsehen vom Staat zensiert, es gab nicht alles zu kaufen und, und, und...
Uhrliebhaber am 1. Juni 2009 11:23 Ich will die DDR nicht schönreden. Mich irritiert nur, dass es in der heutigen, möglicherweise auch der damaligen Bundesrepublik, nunmehr massenhafte Bespitzelungen durch diverse Konzerne (wie Post, Bahn, Lidl)gibt, mit mitunter gleichen oder ähnlichen Folgen, wie Verlust der Existenzgrundlage. Ist das die "FDG" dieser Republik, von der immer wieder Sonntagsredner sprechen?
RedFred am 1. Juni 2009 15:11 Ich glaube nicht, dass du den allgegenwärtigen Staat der DDR mit den sicher illegalen Machenschaften diverser wirtschaftlicher Konzerne gleichstellen kannst. Es ist doch sicher ein Unterschied, ob die Mitarbeiter eines Unternehmens oder gleich ein ganzes Volk bespitzelt wird.
Die ständigen Bruderküsse mit den Russen waren auf Dauer unerträglich. Und Club-Cola hat auch nicht geschmeckt.
Na dann frag dich mal, warum Häftlinge aus Gefängnissen ausbrechen!!! Wann bist du denn geboren???

Schnauze voll von Honnecker und Genossen reichte schon.
abibremer am 1. Juni 2009 12:23 tja, und wohin gehen jetzt die, die von merkel, steinmeier&co. "die schnauze vollhaben"???
Die ham einfach mal keine Ahnung! Merkel und Steinmeier nicht nicht vergleichbar mit Honneker und Krenz XD. Aber du siehst doch was passiert, immer mehr Menschen wandern aus, die die nicht auswandern laufen Amok oder werden depressiv!

Also wenn du wirklich nach seriösen Antworten zu diesem Thema suchst dann schaue bitte hier
http://www.forum-ddr-grenze.de/f76-Flucht-und-Fluchtversuche-ueber-die-DDR-Grenz...
Virginia, das ist gar nicht so verwunderlich:
Denn Millionen Menschen die du für "Wessis" hältst, kamen doch aus der DDR. Und die haben dann natürlich im Westen erzählt, was sie vom Kommunismus halten.
(Fakt: Vor August 1961 sind ca. 3 Millionen DDR-Bürger in die Westzonen Deutschlands geflüchtet. Ulbricht musste dann die Mauer bauen, sonst wäre der Staat ausgeblutet und zusammengebrochen. Es flüchteten nämlich gerade die teuer ausgebildeten wie Ärzte, Ingenieure, Anwälte, Wissenschaftler, Techniker et cetera. Weil diese im Westen mehr verdienten, auch ein Grund zur Flucht).
Man muss aber dazu sagen, auch die "Wessis" wurden indoktriniert. Genau so wie der Osten das Feindbild vom bösen Westen in Aktuelle Kamera und "Der Schwarze Kanal" verbreitete, zeichnete auch die DDR das bild vom "bösen Osten". Amerikaner und Soviets nutzten beide die Situation aus,und hetzten die geteilten Deutschen mit ihrer Propaganda gegeneinander auf. Diese Zeiten sind Gott sei dank vorbei.
Noch ein Hauptgrund für die Flucht: Die Amerikaner hatten nach dem Krieg Millionen Dollars nach Westdeutschland gepumpt, um als "Schaufenster" zu zeigen, wie viel besser der Westen war. Mit anderen Worten, der West-BRD ging es auch nur deswegen so gut, weil die Amerikaner den Westen als "vorzeigeobjekt" benutzten (genau so wie die DDR ost-Berlin als "Schaufenster" benutzte, dort gab es viele Waren die es im Rest der DDR nichct gab, sehr zum Ärger der Sachsen, Mecklenburger, Brandenburger etc. - ), also wieder Propaganda von beiden Seiten.
Ich denke die Rolle des Fernsehens ist nicht zu unterschätzen. Werbung weckt gezielt Wünsche, die man sonst nicht hätte. Ich denke durch die West-Medien wurden den DDR-Bürgern sehr viel falsche Versprechungen gemacht, und der Westen war bereits damals nicht nur "der goldene Westen" sondern brutale, einzelgängerische Ellenbogen-Gesellschaft mit knallharten Realitäten wie Arbeitslosigkeit und Entfremdung. Ich kenne viele ehemalige DDR-Bürger die noch vor der Mauer geflüchtet sind, und im Westen nicht klarkamen, weil Kapitalismus brutal ist und die gestrandeten nicht auffängt. Das sehen wir auch heute sehr deutlich bei all den Hartz4-Empfängern. Meine Meinung: Sowohl Kommunismus als auch Kapitalismus sind beides Totalitäre, undemokratsiche Systeme. Wer es über den Westen nicht glaubt: Bitte ansehen "Freedom to Fascism" von Aaron Russo oder "Zeitgeist the movie". (YouTube oder Google).

Ich wäre auch abgehauen. Jedes Jahr musste ich für die Ferien in die DDR zum Verwandtenbesuch. Sie haben Westfernsehen geguckt und tatsächlich geglaubt, der "Westen" wäre ein Schlaraffenland. Ich war wirklich froh, wenn die Schule wieder anfing.
ich wäre nicht abgehauen bei der mauer!! verstehe auch nicht warum die leute sich erschießen lassen haben und freunde und familie zurückgelassen haben.
öhhhm, die Gründe sind vor 20 Jahren von heut auf morgen Null und nichtig geworden, macht also keinen Sinn darüber noch einen gedanken zu verschwenden.

erschreckend langweilige zeitungen,keine baumärkte,kleine wohnungen,schlechte straßen teilweise mittelalterliche arbeitsbedingungen,elekronische geräte auf 50er jahre niveau- offiziell aber alles über weltstandard

Ich wundere mich nur, woher die "Wessis" wissen, warum die DDR-Bürger damals abgehauen sind.
Als ich nach meiner Flucht in W-Berlin auf einer vielbefahrenen Straße stand dachte ich: So sieht also der faulende, sterbende Kapitalismus aus der uns im ML-Studium versprochen wurde!
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