Frage von ChrizzRocks, 36

Flexibler Bandpassfilter mit Transistor und Poti?

Wie müsste ein schaltplan aussehen bei dem ich mit nem transistor die über ein Poti einstellbare frequenz herausfiltere? Also der transistor soll dann nur in diesem frequenzbereich schalten wenn das überhaupt geht^^

Antwort
von Susanne88, 20

Dazu brauchst du ein Filter, welches die benötigte Frequenz herausfiltert. Also etwa ein Bandpassfilter, siehe etwa: https://de.wikipedia.org/wiki/Bandpass
Wie die Schaltung dann für deien Zweck aussehen könnte hängt von mehreren Faktoren ab. Welche Frequenzen hast du, welche davon willst du filtern, wie sind die Spannungsverhältnisse usw.
Oder solle die "Schalt"-Frequenz einstellbar sein? In welchen Bereichen? Das macht die Sache noch etwas komplexer....

Antwort
von strol, 20

Du willst im Prinzip ein einstellbares Bandpassfilter, wie ich das jetzt verstehe. Wenn du ein ganz einfaches Bandpassfilter 1.Ordnung willst, geht das sogar ziemlich einfach.

Ein Bandpassfilter ist in der einfachste Form nichts anderes als ein Schwingkreis besteht aus einem Kondensator und einer Spule.
Das bedeutet, dass du nur die Kapazität des Kondensators oder die Induktivität der Spule verändern musst, um die Resonanzfrequenz zu verändern.
Dafür benötigst du nur einen einstellbaren Kondensator oder eine einstellbare Spule. Beides gibt es in sämtliche Variationen.

Falls es unbedingt mit einem Transistor und einem Poti sein muss, dann wäre die einfachste Möglichkeit Kapazitätsdioden zu benutzen und mit dem Poti und dem Transistor die Kapazitätsdioden vorzuspannen und somit die Kapazität der Kapazitätsdioden und somit des Schwingkreises zu verändern.
Das ist aber mehr Schaltungsaufwand als die erste Möglichkeit. 

Die Frage ist, was genau willst du machen? Dann kann ich dir ein bisschen besser helfen.

Kommentar von ChrizzRocks ,

Ne lichtorgel sozusagen. Soll einfach im bassbereich durchschalten solange der bass im musikstück vorhanden ist und am besten auch je stärker der bass desto mehr strom fließt will ne lichtorgel bauen, aber die mit dem tip 31c ist ja einfach nur käse^^

Kommentar von strol ,

Ok. Du willst ne Pegelanzeige für den Bass bauen.

Dass ist schon mal sehr gut, weil dafür brauchst du keinen einstellbaren Bandpass, sondern kannst einen fixen bauen. Den kannst du dann auch sehr einfach mit einer höheren Ordnung bauen.

Die Frage ist jetzt nur von wo du dein Signal bekommst. Bekommst du das bereits als gefiltertes Basssignal oder hast du da noch alle Frequenzanteile drin?

Wenn du mehrere Lichter (ich vermute jetzt mal LEDs) durchschalten willst, dann reicht dir ein Transistor nicht aus. Dann musst den Pegel Analog-Digital-Wandeln. Und wenn du willst, dass die Lichter vom Bass nicht nur Sekundenbruchteile an sind, würde ich das Signal noch ein bisschen gleichrichten und glätten.

Kommentar von ChrizzRocks ,

Also ich habe diese atandart rgb led leisten an meinem kompletten pc(im gehäuse hinten am bildschirm und ringsum die tastatur) und die sollen dann halt zum bass leuchten ähnlich wie bei der tip 31c lichtorgel aöso fällt die glättung eigentlich raus, da die lampen nur angehen sollen wenn der bass auch da ist, und bei edm leuchten die eh fast durchgehend:D

Kommentar von strol ,

Am PC hast du auch keinen speziellen Audioausgang nur für den Bass?

Das Signal solltest du dann erstmal über einen Impedanzwandler hochohmig abgreifen und vermutlich ein bissche, sodass du nicht das eigentliche Musiksignal beeinflusst.

Dann musst du mit einen Tiefpass (Für den Bass macht ein Tiefpass mehr Sinn, als ein Bandpass) das Basssignal herausfiltern.

Dann empfehle ich dir das Signal trotzdem zu glätten (Das sind ein Widerstand und ein Kondensator), weil sonst gehen die LEDs in der Frequenz des Basses immer an und aus. Dann wirken die relativ dunkel, bei gleicher Spannung und ich weiß nicht, wie gerne es deine LED-Stripes auf Dauer mögen, wenn die ständig nur an und aus gehen.

Vermutlich brauchst du dann noch eine kleine Anpassung des Signals. (Ein kleiner Verstärker oder Spannungsteiler)

Dann brauchst du noch deinen Abschlusstransistor, der dann den Strom durch die LEDs schiebt.

Kommentar von ChrizzRocks ,

Das komische ist nunmal dass die selbe lichtorgel vor nem jahr schonmal an dem laptop gefunzt hat. Ok das hört sich mir an als wäre es mit ein paar microcontrollern, einer geätzten platine die auf nen arduiono nano passt und en arduino nano für die leds einfacher das zu machen oder?

Kommentar von strol ,

Korrigiere mich, wenn ich da etwas falsch verstanden habe. Ich habe jetzt gedacht, dass diese Lichtorgel nichts anderes ist, als ein stinknormales LED-Band, dass außer Licht nichts macht und du durch den Transistor lediglich den Strom durch die LEDs einstellen willst.

Da brauchst du nichts ätzen oder einen µC. Das rechnet sich nicht.

Ich weiß nicht wie fit du bei Operationsverstärkern bist, weil mein Schaltungsentwurf beruht ziemlich stark darauf.

Du bräuchtest einen Impedanzwandler oder Verstärker (=1 Op, evtl. 2 Widerstände)

Dann ein Tiefpass (=1Op, 2 Widerstände, 2 Kondensatoren)

Dann das Signal glätten (=1Op, 1 Widerstand, 1 Kondensator)

Dann je nachdem wie du durchschalten willst, eventuell noch einen Summierer oder Ähnliches (=1Op, 5 Widerstände)

Transistorstufe (1 Transistor, 4 Widerstände)

Das ergibt in Summe:
4 Operationsverstärker
3 Kondensatoren
14 Widerstände
1 Transistor
1 Lochrasterplatine
Bisschen Kupferdraht
1 Netzteil

Das kostet zusammen unter 15 Euro und nen Netzteil wirst du schon noch irgendwo haben. Da rechnet sich ätzen lassen und Arduino nicht.

Kommentar von ChrizzRocks ,

Müsste dich theoretisch mit was ähnlichem wie nem led VU Meter gehen vom prinzip her oder? Also anstatt Lautsärke nen hichregelnden bandpass anzeigewhatever 

Kommentar von strol ,

Die Schaltung, die ich versucht habe so halbwegs zu erklären, ergibt am Ende ein LED VU Meter mit einem analogen Ausgang :D

Du kannst aber auch problemlos ein fertiges VU Meter nehmen. Dann musst du nur noch die normalerweise parallelen Ausgänge auf einen Summierer geben um damit den Transistor zu steuern.
Mit Glück wird der Anode der LEDs und nicht die Kathode gesteuert.

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