Frage von jojo1810, 80

Fleck im Auge, periodische Augenentzündung?

Hallo ihr lieben, Ich habe mich bzw wollte mich im Netz mal schlau machen, habe aber nicht viel gefunden. Mein Pony soll eine periodische Augenentzündung haben. Der kleine wird im Mai 2 Jahre alt und ich wusste durch die AKU den Befund und habe ihn aber trotzdem gekauft weil er vom Charakter einfach ein Traum ist. Der TA sagte, ich soll ihn sofort zum Schlachter bringen, er wird so oder so Bild. Er hatte auch im linken Auge eine recht große weiße stelle und es war sehr trüb. Ich habe mich dann gut über diese Krankheit informiert und eine Tierheilpraktikerin hinzugezogen, da ich gute resonanzen über die Homöopathie bei der periodischen Augenentzündung gelesen habe. Sie guckte sich den kleinen auch sofort an und hat einen Therapieplan ausgearbeitet den ich 1 Woche später bekam. Das komische an det Sache war nur, der kleine blühte immer mehr auf durch die Globolie die entgiftend waren und die Schüßler-Salze die den Stoffwechsel anregen sollten, dass Auge wurde klar und auch der weiße fleck hat sich komplett zurück gebildet. Ich habe jetzt das Krankheitsbild im Hinterkopf und bin ein bisschen verwirrt. Es heißt doch, dass immer ein “rest“ Symptom bleibt, sich nie ganz zurück bildet und meist immer ein gehäufter Tränenfluss ist? Was denkt ihr darüber?

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 30

ich denke, dass die Diagnose VIELLEICHT  eine Fehldiagnose ist.  Ich hoffe es für dich. Der weiße Fleck im Auge hat mit der PA nichts zu tun. Er ist eine Vernarbung der Hornhaut. Entstanden durch eine Verletzung und/oder wenn bei einer äußeren Verletzung Cortisonsalbe benutzt wurde.

Gegen die PA helfen keine Globulis! Nur eine OP kann das Pferd heilen. Sonst nichts. Das heißt, das Pferd ohne OP wird  auf dem betroffenen Auge blind werden. Wenn du Glück hast, geht die Krankheit nicht auf das andere Auge über.

Wie gesagt, vermutlich hatte das Pferd niemals die PA. Wer hat sie denn diagnostiziert? Ein normaler Haustierarzt kann das nicht. Dazu braucht man einen Spezialisten. Und Globulis helfen da NICHT.

Wenn du es wissen willst, dann such dir einen Augenspezialisten. Meines Wissens gibt es davon vier in der Republik. Einer in Hochmoor, der mein Pferd diagnostiziert und erfolgreich operiert hatte, einer in Dülmen, dann noch jemand in München und, ich glaube, in Vechta.

Wie gesagt, wenn es deinem Pferd gut geht und der weiße Fleck weg ist, hatte dein Pferd keine PA.

Meine Stute hat(te) die PA. Gott sei Dank war meine Haustierärztin so sorgfältig, dass sie sofort nach dem zweiten Schub auf dem Spezialisten bestanden hatte. 14 Tage nach Abheilung des Schubs lag mein Pferd auf dem OP-Tisch. Was anderes hilft nicht. Man darf da auch nicht warten, denn ein einziger Schub kann das Pferd erblinden lassen.

Mein Pferd hat auch einen weißen Fleck im Auge. Der ist durch eine Hummel verursacht worden, die ihr ins Auge geflogen ist. DAs hatte aber mit der PA nichts zu tun. Und THPs kommen an das Auge meines Pferdes nicht ran. Globulis und Schüssler Salze und das mitternächtliche Laufen über den Friedhof nützen bei der PA NICHTS. Manche THPs könnte ich...


ich sag nichts mehr. Ich werde da nur wütend.



Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 27

oft bleibt gehäufter tränenfluss.  dann musst du besondere sorgfalt auf die augenpflege legen und dafür sorgen, dass sich keine krusten bilden.

wenn du ausserdem noch aufs futter achtest und verantwortungsvoll fütterst...

früher oder später kriegen die pferde trotzdem oft probleme bis hin zur blindheit. gibt welche, die haben mit zwei schon probleme, gibt andere, die erst weit in den zwanzigern blind werden.

 es freut mich für dich und dein pferdchen, dass die behandlung so gut anschlägt. ich würde dir raten, diese tierheilpraktikerin als hauptansprechpartner zu behalten und dir für die andern sachen wie zum beispiel impfungen, wurmkuren etc. einen andern tierarzt zu suchen, als den, der "einschläfern" gesagt hat. der wird aufgrund seiner inneren enstellung dich und das pferd nie für voll nehmen.

Kommentar von Dahika ,

Die Aussage mit dem Einschläfern fand ich auch nicht gut. Aber THPs haben bei der Period. Augenentzündung nichts zu suchen. Globulis etc.. helfen da nicht. Und wenn das ein THP behauptet, hat er keine Ahnung.

Kommentar von ponyfliege ,

die homöopathie greift in den stoffwechsel ein. ich glaube noch nicht mal an homöopathie - allerdings hilft sie trotzdem.

ich gehe mal davon aus, dass zusätzlich eine futterumstellung dazugekommen ist, die sich positiv auswirkt.

letztlich ist angeborene "mondblindheit" (so genannt wegen dem weissen mondfleck) genetisch bedingt. letztlich ist die frage, wie lange die volle auswirkung verzögert werden kann. man kann pech haben, dass das nicht lange gut geht, man kann glück haben, dass die volle tragweite erst nach dem 20. lebensjahr des pferdes auftritt.

ich kenn die problematik von tigerschecken. 

zusammenarbeit von heilpraktikerin und tierarzt halte ich für eine gute idee. aber mit dem tierarzt, der "einschläfern" gesagt hat, dürfte das kaum eine produktive zusammenarbeit werden.

Antwort
von Sesshomarux33, 36

Hallo, 

finde es echt schön zu lesen, dass du das Pferd jetzt doch gekauft hast! :) 

Ich würde da nochmal den Tierarzt drüber schauen lassen. Wenn man Glück hat, kann man eine periodische Augenentzündung behandeln lassen, schlimmsten Falles muss man es doch operieren. Schaue mal nach einem Tierarzt, der auf Augenprobleme spezialisiert ist. Anrufen und fragen, kostet ja nix. 

Ich wünsche deinem Pferd gute Besserung! 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

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