Flaschen sammeln?

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3 Antworten

Noch bis in die späten 1960er Jahre zugen Aufkäufer durch die Schrottplätze, um insbesondere leere Weinflaschen aufzukaufen. Diese waren neu erheblich teurer als heute, und viele Winzer kauften daher gezielt gebrauchte Flaschen.

Mein Vater betrieb damals einen Schrottplatz, und die Einnahmen für gebrauchte Weinflaschen waren damals richtig gut, nur musste man an den Flaschen schüffelb, das da wirklich nur Wein, und nicht etwa Verdünnung drin war.

Erst gegen mitte Ende der 1960er Jahre brach das Geschäft mit gebrauchten Flaschen ein, da Holglas-Hersteller billiger produzierten, und vermehrt Einwegflaschen in den Handel kamen (Ex und Hop) sowie Säfte meht bin Tetrapacks verpackt wurden - Auch hier dominierten zuvor Pfandflaschen den Handel.

Zudem gab es sehr wohl ein Pfandsystem, besonders bei Bier-und Limonadenflaschen, und die Pfandsätze waren teils deutlich höher als heute, So war der Pfand auf Brennspitius-Flaschen, welches damals grüne Glasflaschen zunächst mit Bügelverschluss, später dann mit Schraunberschluß mit einer Alu-Kappe waren  bei 50 Pfennig, zu einer vZeit, als ein Industriearebeiter um die 500 Mark verdiente.

Kommentar von lsfarmer
31.07.2016, 18:38

das ist wirklich vielgeld gewesen.

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Früher wurde aus den Früchten selbst Saft gemacht und abgefüllt. Da gab es das nicht im Laden.

Damals wurden Flaschen selbst wiederbefüllt oder man hat sie befüllen lassen. Flaschen waren damals in der Herstellung etwas aufwendiger und teurer als heute. Da wurde viel mehrmal verwendet.

Abgesehen davon wurde von Coca-Cola bereits 1929 das erste Mehrwegpfandsystem (für ihre eigenen Flaschen) in Deutschland eingeführt.

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