Frage von lorenzdegenhart, 94

Firmung oder nicht?

Hallo Leute.
Ich stehe kurz vor der Entscheidung ob ich die Firmung mach oder nicht!
Welche Nachteile oder Vorteile bringt mir die Firmung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Raubkatze45, 38

Eigentlich zeigt deine Frage schon, dass es dir nicht wirklich um den Glauben geht oder überhaupt eine Ahnung davon hättest, was Firmung ist und was überhaupt ein Sakrament ist. Wer als Vorteil evtl. Geschenke sieht und als Nachteil den Zeitaufwand, der sollte besser darauf verzichten, weil es ehrlicher wäre.

Sakramente sind von Jesus Christus eingesetzte Heilszeichen wie Taufe, Beichte, Kommunion (Abendmahl), Ehe, Krankensalbung, Priesterweihe und eben auch das Firmsakrament. Wer katholisch leben will, wird sich die Sakramente auch nicht entgehen lassen wollen, durch die Jesus Christus selber wirkt. Wenn allerdings die innere Bereitschaft dazu fehlt, können die Sakramente auch beim Empfänger nicht wirksam werden. Bei der Firmung bestätigt man nämlich seinen Glauben (was bei der Taufe die Paten stellvertretend  getan haben) und auch die Zugehörigkeit zur Kirche Christi.

Firmung ist Stärkung im Glauben durch den Hl. Geist, was heute wichtiger denn je ist und wozu auch der Mut gehört,  den Glauben mutig zu bekennen und nicht zu verleugnen.In der Apostelgeschichte wird berichtet, dass die Apostel in der Nachfolge Jesu den ersten Christen unter Gebet die Hände aufgelegt haben und sie vom Hl. Geist erfüllt wurden. Das bedeutet Firmung bis heute und das ist für gläubige Menschen der Vorteil.

Dass dazu auch eine Vorbereitung nötig ist, versteht sich von selbst, da schon die vielen Fragen das fehlende Glaubenswissen zeigen. Ohne Wissen aber, was wir glauben und ohne innere Bereitschaft, glauben zu wollen und danach zu leben, macht Firmung keinen Sinn und bleibt wirkungslos.

Antwort
von pinkyitalycsb, 32

Glaubst du an Gott und an deine Kirche als göttliche Institution?

Willst du deine Taufe mit der Firmung bestätigen und nach allen Geboten Gottes und den Regeln der Kirche leben?

Wenn ja, dann lass dich firmen und bereite dich sehr ernsthaft darauf vor!

Wenn du aber nicht daran glaubst und dir die Firmung eigentlich gar nichts bedeutet, dann lass es sein, denn es wäre eine Lüge!


Antwort
von Wurzelstock, 38

Lorenz, ich denke, dass Du mit der Bedeutung der Firmung vertraut bist.

Wenn Du praktizierender Katholik bist, dann rate ich dir zu. Es ist gewissermaßen wie mit einem Staatsexamen am Ende des Studiums: Du hast damit den Nachweis, dass Du fachkundig bist.

Wenn Du in einen Widerspruch zwischen Lehre und Praxis gerätst, kannst Du "das Maul aufmachen" und dich auf deine Firmung berufen. (Bei der Du dafür allerdings auch symbolisch dafür eins drauf kriegst ;-) ..

Das katholische Christentum lebt nicht vom "holden Knaben im lockigen Haar", sondern von dem harten internen Ringen um den rechten Weg, wobei Du mit der Firmung zum Mitstreiten aufgefordert wirst. Sie ist nicht nur wie ein Staatsexamen, sondern auch wie eine "Schwertleite".

Deshalb erhältst Du dieses Sakrament auch nicht vom Pfarrer, sondern vom Bischof. Es ist für viele die einzige Gelegenheit im Leben zum persönlichen Kontakt mit einem Bischof, der dich dabei namentlich anspricht. Auch wenn ich es nicht belegen kann, bin ich überzeugt, dass er dich nicht mehr vergisst; denn psychologisch spricht einiges dafür.

Die Liturgie des Gottesdienstes ist einzigartig. Anders als sonst werden katholische "Kampflieder" gesungen, bei deren Rhytmus man eigentlich eher marschieren möchte, als knien - von "Ein Haus voll Glorie schauet" bis zum "Rex regnum in splendore". Das brauchst Du auch, denn der Wind wird sehr scharf wehen, unter Umständen bis hin zur aktiven Distanzierung von deiner Kirche. Die aber erwartet von dir dabei nur Gewissenhaftigkeit, Tapferkeit und Ritterlichkeit.

Das alles braucht dir aber andererseits nicht wichtig zu sein, wenn Du die Sonntagsmesse nur absitzt, weil deine Eltern das von dir verlangen, während es dich selbst überhaupt nicht mehr interessiert. Sollte das der Fall sein, rate ich dir ab. Tritt aus.


Antwort
von SweetSecret00, 40

Genau die Frage stelle ich mir zurzeit auch, haha. Ich denke nicht, dass ich zur Firmung gehen werde, da es ziemlich Zeitaufwändig ist und ich eh nichts in die kirchliche Richtung machen möchte. Außerdem bin ich auch gar nicht sooo gläubisch. Aber zur Kommunion war ich, aber das reicht mir. Allerdings kannst du kein Trauzeuge werden, wenn du nicht bei der Firmung warst (ist mir persönlich aber egal)

Antwort
von Yanreich0, 35

Was ist denn bitteschön "Firmung"?

Antwort
von grubenschmalz, 58

Keine Vorteile, keine Nachteile. 

Antwort
von kyseli, 42

Wenn du keine kirchliche Laufbahn anstrebst, so sinnlos wie nur was, kannst du erden.

War den ersten echten Christen total unbekannt

Kommentar von Wurzelstock ,

Da irrst Du dich. (Apg.8, 14 - 17)

Antwort
von Rationales, 32

Kommt voll auf die Familiensituation an.

Wenn Du in einer stark katholischen Verwandtschaft lebst und beträchtliche Mißstimmung durch Deine Verweigerung auslöst, dann ist es klüger, die dumme Prozedur über sich ergehen zu lassen.

Wenn sich kaum einer um Deinen Glauben kümmert, dann laß es ausfallen.

Kommentar von Raubkatze45 ,

Eine "stark katholische Verwandtschaft" kann ich mir kaum vorstellen, ansonsten hätte der Fragesteller diese Frage nicht stellen müssen.

Kommentar von Wurzelstock ,

Raubkatze, nach meiner Erfahrung stimmt das nicht so ganz. Das hat mehrere Gründe.

Der wichtigste ist wohl, dass die Firmung längst nicht in dem Maße als Familienfest im Bewußtsein der Katholiken verankert ist wie die Erstkommunion. Es gibt auch keine Berge von Geschenken - falls überhaupt. Es ist mehr ein Fest der Gemeinde.

Für die Firmung gibt es keinen jährlichen Fixtermin wie für die Erstkommunion. Die familiäre Organisation ist etwas schwieriger.

Vor allem aber ist der Firmling älter als das Kommunionkind. Das kritische Denken hat bereits eingesetzt. Zwar wird er auch vor der Erstkommunion nach seinem Einverständnis gefragt, aber dieses Fest können die Kleinen ohnehin kaum erwarten. Bei der Firmung ist das anders. Insofern ist Lorenz mit seiner Frage keineswegs eine Ausnahme.

Lorenz sollte vielleicht noch einen Aspekt berücksichtigen: Taufe und Erstkommunion lassen sich zu jeder Zeit im Hauruck-Verfahren abwickeln, sofern das einmal unvorhergesehen nachgeholt werden soll. Der Pfarrer ist praktisch immer erreichbar.

Ein Bischof aber nicht. Es dürfte dem wohl kaum möglich sein, schnell mal in einen Sprengel zu fahren, weil da einer da vergessen hat, sich firmen zu lassen. :-)


Antwort
von lucha1, 39

Machs nicht ist scheise

Antwort
von christl10, 49

Vorteile: Geschenke!

Nachteile: Zeitaufwand!

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