Frage von fluffiknuffi2, 105

Firmenwagen Leasing: Wer zahlt was?

Huhu,

wenn mein Arbeitgeber einen Wagen least und mir zur Verfügung stellt: Typischer Weise, wer (der AG oder ich) würde was zahlen? Insbesondere Benzin und die Versicherung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 52

Meistens wird es genau so gemacht, wie es das Steuerrecht steuerfrei zulässt.

Der AG zahlt sämtliche Kosten, die mit dem Fahrzeug entstehen. Du musst alle Rechnungen, insbesondere Sprit oder Waschanlage einreichen und dann wird dir das erstattet. Genauso gilt das für Werkstattrechnungen oder neue Reifen. Wenn es nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist, ist es auch üblich, den Sprit für Urlaubsfahrten zu erstatten. Der AG setzt diese Kosten steuermindernd ab. Die MWSt kann er sich sowieso wieder holen. Im Endeeffekt zahlt er mehr oder weniger tatsächlich nur die Hälfte, die ein Endverbraucher zahlen würde. Den Rest bezahlt die "Steuerminderung".
Er kann dir damit für weniger Geld größere Vorteile bieten. Und deswegen sind Dienstwagen auch recht beliebt.

Das Finanzamt sieht das als Teil der Vergütung an und möchte dafür Einkommensteuer haben. Das wird so gerechnet, als wenn dir jeden Monat 1% vom Neupreis bar ausbezahlt würde.

Beispiel: Neupreis 40.000,-
1% = 400,-
Das wird virtuell aufs Brutto draufgeschlagen und davon die EKSt berechnet. Hast du einen Steuersatz von 40%, müsstest du also 160,- mehr im Monat an Steuern bezahlen. Das ist dann aber das einzige Geld, das dich das Auto kostet. Dafür könntest du es privat niemals kriegen.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Danke für die Erläuterung. Okay von der Auswirkung auf die Steuer hatte ich zwar gehört aber das war mir nicht mehr präsent. Es würde sich aber um einen eher günstigen Neuwagen handeln, ich sag mal höchstens 17.000 € Neupreis. Das würde mich deiner Rechenmethode zufolge circa 85 Euro pro Monat kosten. Im Vergleich zur Alternative eigenes Auto mit mindestens 500 Euro pro Monat natürlich wunderbar. :D

Kommentar von Hamburger02 ,

Und danke fürn Stern

Antwort
von Apolon, 44

Dazu solltest du mal in deinen Arbeitsvertrag rein schauen, denn da findest du mit Sicherheit auch Hinweise!

Ansonsten, kann dies zwischen AG und AN frei vereinbart werden.

Antwort
von frager21301, 30

Musst du mit der finanzabteilung reden. Nirmal übernehmen die es. Oder auf dem Papier steht das du es bezahlst aber gleichzeitig bekommst du eine Gehaltserhöhung 😉

Antwort
von FlyingCarpet, 62

Das wird im Arbeitsvertrag geregelt.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Wäre eine mögliche zukünftige Option daher steht dazu nichts im aktuellen AV.

Antwort
von kieljo, 30

Die Leasingrate wird der AG zahlen, denn er will ja dadurch auch einen Vorteil haben. Wenn das Auto nur für dich als Gehaltserhöhung dienen soll, wird er die weiteren Kosten auf dich abwälzen. Warum sollte dein AG deine Privatfahrten finanzieren.

Außerdem solltest du bedenken, dass das Auto dir nur zur Nutzung zur Verfügung steht solange du nicht gekündigt bist. Dann ist Job weg und das Auto auch. Ich würde mich da nicht so abhängig machen als normaler Angestellter im Innendienst.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Wenn es denn so käme und ich das Auto erhalte, würde ich mir möglicher Weise einen Zweitwagen zur privaten Nutzung zulegen. Gebraucht, günstig in der Haltung & Versicherung. Sollte ich dann den Job verlieren/wechseln hätte ich kein (akutes) Problem.

Antwort
von jbinfo, 55

Einen Firmenwagen zahlt die Firma. Alles weitere regelt eure persönliche Vereinbarung.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Ok - ich bin bei diesem Thema absolut unvorbelastet. Also deine Aussage bedeutet: Es wird nur das reine Leasing auf jeden Fall von der Firma bezahlt, wer für sonstige Kosten wie Sprit aufkommt, wird zusätzlich vereinbart?

Kommentar von jbinfo ,

Wenn du einen Firmenwagen fährst, zahlt die Firmennutzung natürlich die Firma. Für private Fahrten zahlst du, je nach Absprache mit der Firma.

Antwort
von bubukiel, 26

Auf jeden Fall würdest du das Benzin bezahlen für deine Fahrten. Auch für die 200 KM täglich. Du schreibst ja, dass du keine Kundenbesuche machen musst sondern ein ganz normaler Angestellter bist. Die Fahrt zur Arbeit ist eine reine private Angelegenheit.

Antwort
von SebRmR, 47

Wenn dir dein Arbeitgeber ein Auto zur Privatnutzung überlässt, sieht es i.a.R. so aus:

Arbeitgeber:
Leasingkosten, Steuer, Versicherung, Sprit, Wartung.

Arbeitnehmer:
Geldwerter Vorteil

Näheres sollte der Arbeitgeber sagen können.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Ok, das wäre für mich absolut ideal und ein totaler Glücksfall. Ich würde jeden Monat enorm viel Geld sparen, mindestens 500 Euro. Also das wäre wirklich fantastisch! Leider ist das Ganze an eine Bedingung geknüpft, sodass es auch sein kann, das gar nichts daraus wird. :(

Kommentar von Asturias ,

Wie lautet die Bedingung?

Kommentar von SebRmR ,

Unterschätz den geldwerten Vorteil nicht, den du versteuern musst.
https://de.wikipedia.org/wiki/Firmenwagen#Arbeitnehmer

Antwort
von asiawok, 57

Beim Geschäftswagen die Firma

Antwort
von Asturias, 46

Da kommt auf die Bedingungen an. Die Leasingrate zahlt die Firma. Bitte mehr Infos. Gibt es einen KFZ-Überlassungsvertrag?

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Noch gibt's gar nichts. Mir wurde nur ein "Leasing-Wagen" gewissermaßen als Prämie in Aussicht gestellt. "Leasing-Wagen" ist dabei der O-Ton. Wirklich viel sonstige Infos wurden mir bisher nicht mitgeteilt. Wirklich richtig was bringen würde es mir nur wenn die Firma die Fahrtkosten zahlt denn die sind bei mir sehr hoch. Daher hoffte ich darauf, dass "Leasing-Wagen" implizit auch Übernahme möglichst vieler Kosten bedeutet. Weil die 100 Euro die das Leasing an sich die Firma kosten würde, ja mei, wenn das alles wäre, da würde ich lieber verzichten und mir einen eigenen günstigen gebrauchten kaufen, da hätte ich dann wenigstens die freie Wahl.

Kommentar von Asturias ,

Als Prämie wird das nicht dienen sollen. Es handelt sich wohl eher um eine Gehaltserhöhung in Form einer PKW-Nutzung. Der Umfang der Nutzung wird vertraglich geregelt. Wenn du den Wagen privat uneingeschränkt nutzen darfst und die Firma alle Kosten übernimmt, dann handelt es sich um einen geldwerten Vorteil der versteuert werden muss. Wie das berechnet wird, kann ich dir erklären, wenn das so der Fall ist.

Kommentar von jbinfo ,

@fluffiknuffi2 - "als Prämie in Aussicht gestellt" - Von solchen Firmen sollte man Abstand nehmen. Hört sich nach MLM an. Also völlig sinnlos.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

@Asturias   @jbinfo Schätze "Prämie" trifft es nicht richtig und es war nicht klug von mir dieses Wort zu verwenden.

Ich wollte damit nur sagen, dass mir das sozusagen als Belohnung für Erreichen eines bestimmten Ziels in Aussicht gestellt wurde.

Ich bin fest angestellt bei einer ganz normalen Firma, und es geht nicht um Kundenakquise, also kein Schneeballsystem.

Kommentar von Asturias ,

Dann ist das ncihts anderes als die Ankündigung einer Gehaltserhöhung in Form eines Firmenwagens, wenn das Ziel erreicht ist. Wenn du nicht gerade 50km oder mehr zur Arbeit fährst, lohnt sich das allemal. Kommt natürlich auf die Bedingungen noch an. Viel Erfolg!

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Ich fahre pro Arbeitstag über 200 Kilometer. :D Das ist sicherlich kein Zustand für die Ewigkeit aber mittelfristig wird es so bleiben. Von daher würde es sich für mich enorm lohnen. Aber bis jetzt ist das alles noch nicht so richtig spruchreif und wie gesagt ich muss es natürlich erst mal schaffen. Aber natürlich ist es für mich wichtig vorher zu wissen was ggf. auf mich zukommt. :D

Kommentar von bubukiel ,

Dein Arbeitgeber wird dir sicher nicht die 200 KM pro Tag erstatten, auch nicht mit dem Leasingwagen.

Kommentar von Asturias ,

Der geldwerte Vorteil beträgt 1% vom Bruttolistenpreis. Dazu kommt noch die Entfernung Wohnung Arbeitsstätte. Bei einem Fahrzeug im Wert von 20.000 Euro wären das für das Auto 200,-- Euro plus für die Fahrten 600 Euro. Das sind 800 Euro monatlich die auf Dein Gehalt fiktiv draufgeschlagen werden um die Steuer un die SV-Beiträge daraus mit zu berechnen, und die 800 Euro werden dann am Nettolohn wieder abgezogen. Bei der Entfernung lohnt sich ein Firmenwagen als GEhaltserhöhung nicht. Da stehtst du besser wenn du den Wert von 800 Euro als Gehaltserhöhung bekommst und privat ein FAhrzeug hast.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Hm, Hamburger02 hatte das in seiner Antwort so dargestellt, dass nur die 1% vom Neuwagenpreis zur Berechnung herangezogen werden. Wer hat denn nun Recht? Muss ich wohl mal recherchieren. Allerdings denke ich schon, dass ich auch bei deiner Rechnung noch profitieren würde, allerdings nicht mehr so viel. Habe das mal durchgerechnet (600 Euro fürs Benzin ist zu viel) und komme auf fast 300 Euro Kosten. Plus die Kosten für private Fahrten. Wäre dann insgesamt vielleicht ein Vorteil von 150 Euro. Besser als nichts...


PS: Oder meinst du mit den 600 Euro: "pauschal 0,03 % pro Entfernungskilometer " ? Das wird hier nämlich abgefragt: http://www.brutto-netto-rechner.info/geldwerter-vorteil.php Also ja dann würde es sich... möglicherweise gar nicht lohnen.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Hab's durchrechnen lassen, das wären circa 50 Euro die ich da spare... Nun ja das ist natürlich nicht mehr so besonders. 

Da stehtst du besser wenn du den Wert von 800 Euro als Gehaltserhöhung bekommst und privat ein FAhrzeug hast

Haha das wird nicht passieren.

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