Frage von DerTypMitFragen, 77

Firmenwagen Kauf/Leasing?

Hallo, mein Vater betreibt ein Restaurant und seine Lieferwagen, die er vor 2 Jahren kaufte sind bereits JETZT bei über 120.000km und alle Schrott, weil seine Fahrer damit fahren wie die Irren und er nicht einsieht diese wirklich zu reparieren, da sie direkt gekauft sind und nur Haftpflichtversichert sind 🙄🙄🙄(schade) Nun mal ne Frage an die Erfahrenen... Was ist günstiger, wirklich kaufen und Schrott fahren oder Leasing? Gibt's nicht die Möglichkeit günstig Kleinwagen zu leasen, die Vollkasko haben und unbegrenzt km Begrenzung? Da mein Vater (meines Erachtens) hier Geld aus dem Fenster wirft! Und das finde ich traurig! Ich war ja schon immer der Meinung, die Fahrer sollten ihre Versicherung heran ziehen, die den Schaden dann bezahlen muss den sie angestellt haben (mein Dad sagt immer egal ich bezahl das🙄) und das man halt sowas vertraglich festhalten sollte. Wenn man schon ein Auto bekommt. So das er nicht drauf sitzen bleibt. Und ist es nicht so, dass mein Vater im Falle eines erneuten Unfalls dafür sich Strafbar machen kann, weil er seine Fahrer mit nicht voll funktionsfähigen Fahrzeugen fahren lässt? (mal Bremse kaputt, Tür eingebeult usw. Unfallwagen halt🙄🙄🙄) bin dankbar über eure Hilfe/Tipps und vielleicht sind unter euch ja auch Geschäftsleute/Gastronomen mit Erfahrung :) Danke!

Antwort
von Apolon, 9

Ich finde es schon sehr eigenartig, wenn ein Restaurantbetreiber mehrere Lieferwagen hat die pro Jahr 60.000 km fahren.

Außerdem, dass man jeden damit fahren lässt, der neue Fahrzeuge innerhalb 2 Jahren zu Schrott fährt.

Hat dein Vater mal daran gedacht, seine Angestellten auszutauschen, bzw. diese in Regress zu nehmen?

Dieser Sachverhalt ist so eigenartig, dass ich ihn eher für eine Troll-Geschichte halte.

Und daher enthalte ich mich jeglicher Antwort!

Antwort
von chevydresden, 56

Als erstes würde ich die Fahrer austauschen. 

Man kann im Arbeitsvertrag vereinbaren, dass selbst verursachte Schäden vom Fahrer zu ersetzen sind.

Außerdem würde ich die Fahrzeuge mit GPS Überwachung ausrüsten. So weiß man immer, wo und wie schnell die Autos gerade unterwegs sind.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Kennst du den Begriff der gefahrgeneigten Tätigkeit und die hiermit verbundenen maximalen Haftungen für Arbeitnehmer?

Kennst du auch das Bundesdatenschutzgesetz und die personenbezogene Auswertung von GPS Daten?

Das solltest du kennen bevor dir ein Arbeitsrichter diese Begriffe sehr genau erklärt.......

Du kannst viel ineinen Arbeitsvertrag scheiben aber zum Glück sind die Gesetze da darüber.....

Kommentar von chevydresden ,

Die GPS Daten sind immer fahrzeugbezogen und wenn die Transporter nach nur zwei Jahren und 120Tkm schrottreif sind, kann man davon ausgehen, dass der Arbeitnehmer beim Umgang mit dem ihm überlassenen Arbeitsmittel nicht die nötige Sorgfalt walten lässt. Wir haben eine Flotte von über 30 Fahrzeugen, die bis zu 6 Jahre alt sind und teilweise bis zu 600000 km weg haben. Alle werden mit GPS überwacht und alle sind in einwandfreiem Zustand. Dazu trägt auch ein Prämiensystem bei. Ist das Auto nicht gepflegt, gibt's weniger Kohle. Unverschuldete Unfälle werden den Fahrern natürlich nicht angelastet.

Kommentar von Buerger41 ,

Sie sollten sich Ihre Vorwürfe sparen. Ihre Gesetzeskenntnis sind meines Erachtens verbesserungsfähig.

Antwort
von Buerger41, 22

Die von mir betreuten Firmen kaufen ihre Fahrzeuge als Gebrauchtwagen. Dann allerdings finanziert und nicht über Leasing.

Den Vorschlag von chevydresden finde sehr gut. Firmen mit größeren Fahrzeugflotten rüsten ihre Fahrzeuge alle damit aus.

Der Lieferdienst sollte von einem Fahrer ausgeführt werden. Hier sollte der Fahrer darauf hingewiesen werden, dass er mit dem Arbeitsgerät pfleglich umzugehen hat und er bei Schäden am Fahrzeug, verursacht durch eigene grobe Fahrlässigkeit, haftet. Das ist keine Umgehung der Haftungsbeschränkung bei gefahrengeneigter Arbeit.

Man sollte eine Vollkaskoversicherung mit etwa 2500 SB abschließen. Damit deckelt man die Haftung des Fahrers.

Antwort
von NochWasFrei, 39

Du scheinst zu denken, dass man mit Leasingfahrzeugen umgehen kann wie man will, da sie einem eh nicht gehören und es egal ist wenn die Schrott sind. Da ist ein Fehler in deiner Denkweise...




Ich war ja schon immer der Meinung, die Fahrer sollten ihre Versicherung
heran ziehen, die den Schaden dann bezahlen muss den sie angestellt
haben

Es gibt keine Versicherung die solche Schäden bezahlen würde.

Antwort
von Ursusmaritimus, 41

Leasing (kann) sich für Geschäftsleute rechnen, aber nur weil die Leasingraten die Steuerpflicht senken. Der Leasinggeber verlangt aber auch die volle Instandsetzung der Fahrzeuge und ohne Kilometerbegrenzung wird das Leasing verdammt teuer.

Warum sollen die Fahrer die Reparaturen/Unfälle zahlen (ohne grobe Fahrlässigkeit/Vorsatz) wenn sie diese im Rahmen ihrer Tätigkeit und der verkehrsüblichen Gefährdung hinnehmen müssen? Oder gar für den Verschleiß (Bremsen, Zylinderkopfdichtung etc.) der Fahrzeuge im Betrieb? Weiter haben sie ja auch keinen Einfluß auf die wirtschaftliche Entscheidung deines Vaters auf die Vollkasko Versicherung zu verzichten.


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