Frage von SiViHa72, 50

Firmenauto privat genutzt, was für Konsequenzen warten?

Hi, rein interessehalber:

Ein Kollege A hat laut getönt, dass er gerade mit dem Firmenwagen im Urlaub war.. die Firma merke doch eh nichts. Urlaub> relativ weit entferntes Mittelmeerland, einfach ca 2600km

Als Kollege B, mit dem ers ich immer hat, meinte, er solle nicht so einen Sch* erzählen, sagte A,d as sei ja letztes Jahr auch schon nicht aufgefallen, man könne das Fahrtenbuch "schon zurechtschreiben".

Wie´s so kommt, das ist durchgesickert (war auch laut genug, dass alle es hören konnten) und die Chefs sind not amused. Absolutely not.

Frau von A heult schon den ganzen Tag, weil sie Schiss hat,e r wird gekündigt - "und wenn das bei mir auch auffällt.." -> dann sie auch

Oha. Sie haben nämlich beide nen Firmenwagen,d er aber nicht privat zu nutzen ist.

Ich frag mich jetzt: fliegen die beide (so wie Fr.A füchtet).. oder lassen die nur Abmahnung ergehen.. Kann man das vielleicht irgenwie durch Zahlung ausgleichen?

Die anderen Kollegen reden alle das wildeste Zeug..

Mich interessieren grad eigentlich nur die rechtlichen Möglichkeiten (Abmahnung fand ich im WWW, ich frag mich nur, ob wegen der Weite der Strecke und wiederholt das als Härte angesehen wird?)

Ich denke mal,d as wird auch wohl sehr individuell entscheiden werden können?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mojoi, 22

Also, das schwankt so zwischen Abmahnung und fristgerechter Kündigung.

Wenn dem Mitarbeiter bewusst gewesen sein muss, dass er damit dem Unternehmen finanziell schadet, und ihm bewusst gewesen sein muss, dass das Unternehmen dieses Vorgehen nicht duldet (lacht nicht, sind schon etliche Mitarbeiter davongekommen, weil sie glaubhaft Ahnungslosigkeit darstellen konnten und der Sachverhalt nicht so eindeutig war), dann ist es eine Kündigung.

Eine Abmahnung und eine Nachversteuerung des geldwerten Vorteils und ggf. alternativ eine Nachberechnung der Privatnutzung ist es allemal.

Kommentar von SiViHa72 ,

"eine Nachversteuerung des geldwerten Vorteils und ggf. alternativ eine Nachberechnung der Privatnutzung ist es allemal. "

Ah, also das auch, ich hatte nämlich irgendwie steuerlichen Aspekt im Kopf,aber mir fiel das Schlagwort nicht ein.

Vielleicht rettet er sich damit den A*

Kommentar von Mojoi ,

Vielleicht. Hätte er mal nicht so laut getönt und damit durch die Blume den Arbeitgeber für blöd und ausbeutungswürdig gehalten, könnte er jetzt wenigstens kleinlaut argumentieren: "Aber ich dachte..." und ein mangelndes Schuldbewusstsein wenigstens vorgaukeln.

Aber er war ja anscheinend stolz darauf, den Arbeitgeber ver4rscht zu haben.

Nun muss der AG gleich aus doppeltem Grund einschreiten. Denn da es nun die ganze Firma weiß, stünde er äußerst dumm da, wenn er nicht hart durchgriffe.

Antwort
von Bley1914, 1

hallo!

Ich habe in bei meinem früheren Arbeitgeber einen ähnlichen Fall Miterlebt.

Ich habe damals den "Vorteilsnehmer" gerate, Kopf unterm Arm und zum Chef und beichten. Kleine Brötchen backen.

Ich war damals Chef der Buchhaltung. Das Friesiren des Fahrtenbuches

war auch mir nicht aufgefallen, da die Fahrleistung relativ hoch war, ich hätte es aber merken müssen.

Es ist zum Chef und hat komplett gestanden was vorgefallen war. Er hat

auch erzählt das ich es ihm geraten hatte.

Der Chef wollte Bedenkzeit und Abgabe der Autoschlüssel. Er wurde für

eine Woche von der Arbeit freigestellt.

Am nächsten morgen wurde ich zum Chef gerufen. Wir haben

viele Möglichkeiten durchgesprochen (ich fühlte mich mit schuld).

Auf Grund von 4 Schulkindern und Neubau auf Kredit wurde auf

Kündigung verzichtet. Er musste 5 Jahre nach jeder Dienstfahrt den

Wagen nebst Schlüssel in der Firma abgeben und dann mit Fahrrad nach

hause fahren. Er war  damit einverstanden.

Nach etwa 1 1/2 Jahren wurden die Sanktionen wegen sehr guter Arbeit 

bis auf das führen von strengen Fahrtenbuchführen aufgehoben.

Es hätte auch einer sofortige fristlose Kündigung geben können.

Mit Gruß

Bley1914

Antwort
von Repwf, 19

Ist behaupte auch das da eine Kündigung Erfolg haben kann wenn der AG es drauf anlegt!

Gerade der Vorsatz dürfte da nicht ganz uninteressant sein? 

Ist ja im Endeffekt nichts anderes als "Diebstahl" auch 

Antwort
von Messkreisfehler, 23

Der Arbeitgeber kann eine Abmahnung aussprechen, er kann aber auch kündigen. Der Betroffene sollte zumindest direkt den Schaden regulieren udn die Kosten für die Privatfahrten erstatten und nicht erst warten bis er dazu verdonnert wird.

Bei einer einfachen Strecke von 2600 km ist der Schaden zumindest so groß, dass m.E. eine Kündigung gerechtfertigt ist.

Kommentar von Mojoi ,

Bei einer einfachen Strecke von 2600 km ist der Schaden zumindest so groß...

Und somit auch die etwaige Annahme, dass der Mitarbeiter von einer Bagatelle oder einem gewohnheitsmäßigen Recht (und somit von einer Duldung durch den Arbeitgeber) ausgehe, äußerst unwahrscheinlich.

Stimme dir in allen Punkten zu.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Japp, mit "Nichtwissen" wird sich der Mitarbeiter da nicht rausreden können.

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