Frage von Materix, 67

Finger gezeigt im Straßenverkehr. Welche Strafe?

Ein Freund von mir hat neulich einen langsamen Autofahrer in der Ortschaft überholt und ihm anschließend den Finger an der Ampel gezeigt. Der Fahrer des anderen Fahrzeugs hat nun Anzeige gestellt. Außerdem saß sein Kind mit im Auto, was ihm bei der Anzeige als Zeuge dienen könnte.

Mit was für einer Strafe muss er rechnen?

Antwort
von Vyled, 67

Das richtet sich nach verdienst. Gab schon einige die 4000€ zahlen mussten, nach einem Gerichtsverfahren.

Es soll ein Bußgeld zwischen 600-4000€ sein.
In Osnabrück musste vor ner kurzen Zeit erst eine Frau 800€ zahlen weil Sie es gemacht hat.

Gibt allerdings keine Punkte mehr, dafür halt mehr Bußgeld.

Antwort
von SebRmR, 26

Längerer bebilderter Artikel der FR zum Thema Gesten im Straßenverkehr:
http://www.fr-online.de/auto/vier-gesten--die-autofahrer-machen-duerfen-spte,147...

Denn solch eine abfällige Geste ist keine Ordnungswidrigkeit. Hannes Krämer, Rechtsexperte des Auto Club Europa (ACE), erklärt: „Beleidigungen fallen nicht unter die Straßenverkehrsordnung, sondern stellen einen Straftatbestand da und sind im Strafgesetzbuch geregelt.“
Das bedeutet, es drohen keine Punkte in Flensburg, sondern großer Ärger mit der Justiz und hohe Kosten. „Wie hoch die Strafe ausfällt, ist von den Umständen des Einzelfalles, den wirtschaftlichen Verhältnissen des Betroffenen und dem angerufenen Gericht abhängig. Entscheidend ist vor allem, ob es meine erste Straftat dieser Art war“, so Krämer.

Antwort
von clemensw, 29

Bei Straftaten  (hier z.B. Beleidigung) gibt es keine festen Beträge, sondern die Geldstrafe wird immer auf das Einkommen des Täters bezogen.

Dazu ermittelt man den sog. Tagessatz mit 1/30  des monatlichen Einkommens.

So ist gewährleistet, daß die Strafe für alle gleich "hart" ausfällt. 

Für einen "Stinkefinger" werden vermutlich ca. 20-30 Tagessätze fällig.

Antwort
von brennspiritus, 61

Hier sind Beispiele:

https://www.bussgeldkatalog.org/beleidigung-im-strassenverkehr/

30 bis 50 Tagessätze (Tagessatz ist das was man am Tag verdient)

Kommentar von Materix ,

Beinhaltet dieser Abschnitt des Bußgeldkataloges nicht nur Beamtenbeleidigung?

Kommentar von brennspiritus ,

Mal abgesehen davon, dass es die nicht wirklich gibt, hat das nix mit der Strafe zu tun. Bei Beamten ist der Dienstherr zu einer Anzeige verpflichtet. Das ist der Unterschied zu Privatpersonen.

Kommentar von derDennis97 ,

Es gibt keine "Beamtenbeleidigung", es gibt nur Beleidigung.

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