Findet ihr Sterbehilfe ist moralisch vertretbar?

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8 Antworten

UI, heikle Frage....

Kommt auf die Umstände an (Schmerzen, Lebensqualität, usw.). Dann is immer die Frage, Soll mans selber macch oder jemand anderes. 

Aber im Allgemeinen finde ich, jeder Mensch sollte das Recht haben selbst zu entscheiden, wann/wie er sterben will. Man darf ja auch entscheiden, wie man leben will und was nach dem Tod mit dem Körper passieren soll (Einäscherung; Organspende usw.). ABER: Wenn man nie mit jemandem darüber spricht oder keine Patientenverfügung hat wird es schwierig. In Deutschland können Angehörige sich dabei durchaus strafbar machen. Am besten regelt man sowas frühzeitig.

Ich würde nicht wollen, dass man mich künstlich am Leben hält. Wenn ich schwer und unheilbar krank wäre, würde ich alles noch machen, was ich immer schon machen wollte und mich von allen verabschieden. Dann würde ich in die Schweiz fahrren und der Sache ein Ende bereiten. Und zwar bevor die Schmerzen unerträglich werden oder ich gar ni mehr alleine kann und nur noch vor hin mich hin vegetiere.

Aber, wie gesagt, es kommt auf die genauen Umstände und so an. Wenn einfach einer seiner bettlägrigen Oma ein Kissen aufs Gesicht drückt, weil er sie erlösen will, ist das z.B. was anderes, als wenn jemand das selber entscheidet und sich z.B. fahren lässt oder ihn Medikamente besorgen lässt, die man da SELBER einnimmt.

Ist eine verdammt schwierige Frage, die garantiert jeder anders sieht.

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Kommt auf die Situation an. Wenn ein Mensch eine unheilbare Krankheit hat und Schmerzen hat und kaum mehr Lebensqualität hat dann finde ich es eigentlich vertretbar. Sonst eher weniger.

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Hallo

stelle dir doch die Gegenfrage. Ist es moralisch vertretbar einen schwer kranken Menschen, der nur noch Qualen erleidet und den Tod als Erlösung herbei sehnt, mit allen Mitteln am Leben zu erhalten und nicht eine "Abkürzung" gewährt, die den Menschen vom unsäglichem Leid erlöst.

Ja, ich finde Sterbehilfe moralisch vertretbar und finde die Gesetzgebung hierfür in Deutschland unerträglich.

(Wann Sterbehilfe (aktiv) geleistet werden sollte, muss natürlich gesondert betrachtet werden.

LG

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Ja. Für manche ist das restliche Leben eine Qual. Also was ist vertretbarer, sie vom leiden zu befreien, oder sie leiden zu lassen

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ja klar! Willst du einen geistig verwirrten, agressiven, bettlägerigen, gelähmten, kackenden und ins Bett urinierenden alten Menschen pflegen, womöglich ohne Geld, und wenn mit Geld, kannst du es nicht bezahlen usw usw... Denk dran, daß die Moral da aufhört, wo sich - grad beim Pflegedienst - andere (Dritte) sich bereichern - selbst beim Ehrenamt hört da die Liebe auf, weil ohne Kontrolle nur Mißstände, Abhängigkeiten und Ausbeutung stattfinden, leider! Wenn auf jedem Grab ein Licht brennen würde, wo unehrlich bei dem zu Pflegenden nachgeholfen wurde + sei es durch boshafte Worte, dann würde der Friedhof taghell erleuchtet sein...

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Definitiv.

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Absolut, solange irgendwie sichergestellt werden kann, dass dies vertretbar ist (psychologisches Gespräch, ärztliches Gutachten,..). So wie man sein Leben selbst bestimmt, soll man auch seinen Tod bestimmen dürfen und Sterbehilfe ist für mich daher sehr gut moralisch vertretbar.

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Ich finde es gut!
Ich finde wenn es so wie es, hier in der Schweiz gehandhabt wird wircklich super!
Hier ist passive Sterbehilfe erlaubt, sprich stoftungen wie caritas oder exite bieten die Räumlichkeiten und den Stoff an, und die Kranke Person muss die medikamente selber nehmen!

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