Frage von nieraab, 52

Findet ihr Schreibfehler (Ich musste an manchen Stellen die Absätze neu formatieren)?

Dieses Jahr entschied sie sich dazu, Chaia zu heißen.

Niemand kannte Chaia, sie besaß keine Wohnung, war an keiner Schule angemeldet, hatte keine Freunde und Familie. Der Junge, in den sie verliebt war und jeden Tag vergangenes Jahres begrüßte, kannte die Brünette nicht mehr. Erinnerte sich nicht an die winzigste Kleinigkeit von ihr. So geschah es jedes Jahr, nach dem zwanzigsten Februar.

Bis Emilie, ihre damalige beste Freundin, dahinterkam, dass Chaia niemand anders war als Cassandra, die an ihrem fünfzehnten Geburtstag spurlos verschwand.

Chaia war die vierzehnjährige Cassandra.

Chaia war die dreizehnjährige Vanessa.

Chaia war die zwölfjährige Viktoria.

Aber diese Erkenntnisse bedeutete für Emilie den Tod, der schneller war als die Zeit.

Und Zeit war Chaias Feind.

Leseprobe:

„Das war es nicht, was ich wollte“ gab ich verbittert zu. Niemals wollte ich so enden, niemals wollte ich das meine Freunde so endeten. Als wären wir nie dagewesen, als hätten wir nie existiert.

„Und was wolltest du dann?“

Die Verzweiflung und Wut meines Geliebten nagte an meinem Herz. Ich war für dies schuld, diese Schuld gehörte mir. Doch bevor ich nur einen Satz sprechen konnte, erklang seine Stimme wieder. Schallte in meinen Ohren, bereitete mir Schmerzen und zerriss mich förmlich. Ich wusste es selbst.

„Egal was du wolltest, es ist bereits zu spät“.

Es war jedes Jahr, immer an diesen einen Tag zu spät. Als hätte die Zeit uns vergessen, uns begraben unter unseren Worten als wären wir nichts, keine Existenz. Ich wollte ihn sagen, ihn anschreien, es würde dieses eine Mal nicht so sein, würde dieses eine Mal nicht so vergehen, wie all die anderen Male davor. Die anderen fünfzehn Male.

Meine Freundin starb nicht umsonst.

„Die ganze Welt wird keine Erinnerung an uns haben, dass weißt du. Und bei dir zum sechzehnten Mal, wieder und immer wieder“ sprach er sauer, spuckte die Worte förmlich aus.

„Nein. Ich wollte das nie, und diesmal will ich es auch nicht. Egal wie oft man mir sagt, es wird wieder so sein, immer und immer wieder. Es ist mir egal. Man wird mich nichtübersehen, man wird mich wiedererkennen. Ich werde nicht mehr gefragt, wer ich bin, woher ich komme und was ich tue“, kurz hielt ich inne, „Niemand mehr, kein Mensch, wird mich als Fremde aus einer Wohnung schmeißen, mich als neue Schülerin vorstellen oder meine Fotos löschen. Diesmal, dieses Mal und alle anderen Geburtstage von mir, werden glücklich gefeiert, keine Träne wird vergossen und alle werden mich kennen“.

Mein Freund machte große Augen, war überrascht über meinen Eifer, die ich nie hätte aufbringen können, wäre Emilie nicht für mich gestorben.

„Dafür sorge ich. Ich trete der Zeit in den Arsch, zeige ihr, dass man mich nicht so einfach vergisst. Ich werde sechzehn, niemand macht mir das kaputt. Ich zeige ihr, dir, allen Anderen und selbst Emilie wird es sehen, dass man mich niemals wieder einfach so loswird aus seinen Erinnerungen“.

Antwort
von Albrecht, 17

In dem Text kommen etliche Fehler (Rechtschreibung, Grammatik, nicht ganz passende inhaltliche Anschlüsse) vor. Außerdem ist es empfehlenswert, an Ausdruck und Stil noch etwas zu feilen.

Änderungsvorschläge für Stellen mit Schreibfehlern.

„Der Junge, in den sie verliebt war und jeden Tag vergangenes Jahres begrüßte, kannte die Brünette nicht mehr.“

-> „Der Junge, in den sie verliebt gewesen war und den sie an jedem Tag des vergangenen Jahres begrüßte hatte, kannte die Brünette nicht mehr.“

„So geschah es jedes Jahr, nach dem zwanzigsten Februar.“

Ist wirklich an einen Einschnitt nach „Jahr“ gedacht? Sonst sollte das Komma wegfallen.

„Bis Emilie, ihre damalige beste Freundin, dahinterkam, dass Chaia niemand anders war als Cassandra, die an ihrem fünfzehnten Geburtstag spurlos verschwand.“

-> „Bis Emilie, ihre damalige beste Freundin, dahinterkam, dass Chaia niemand anders war als Cassandra, die an ihrem fünfzehnten Geburtstag spurlos verschwunden war.“

„Aber diese Erkenntnisse bedeutete für Emilie den Tod, der schneller war als die Zeit.“

-> „Aber diese Erkenntnisse bedeuteten für Emilie den Tod, der schneller war als die Zeit.“

Auch das Prädikat kommt in den Plural (Kongruenz mit Subjekt „Erkenntnisse“).

„Das war es nicht, was ich wollte“ gab ich verbittert zu.“

-> „Das war es nicht, was ich wollte“, gab ich verbittert zu.“

„Niemals wollte ich so enden, niemals wollte ich das meine Freunde so endeten.“

-> „Niemals wollte ich so enden, niemals wollte ich, dass meine Freunde so endeten.“

Hinten steht ein Nebensatz (ein Objektsatz). Daher wird er mit Komma abgetrennt. Eingeleitet wird er von der Konjunktion „dass“ (nicht von einem Relativpronomen „das“ oder einem bestimmten Artikel „das“).

„Ich war für dies schuld, diese Schuld gehörte mir.“

-> „Ich war daran schuld, diese Schuld gehörte mir.“

„Es war jedes Jahr, immer an diesen einen Tag zu spät.“

-> „Es war jedes Jahr, immer an diesem einen Tag, zu spät.“

„Ich wollte ihn sagen, ihn anschreien, es würde dieses eine Mal nicht so sein, würde dieses eine Mal nicht so vergehen, wie all die anderen Male davor.“

-> „Ich wollte ihm mitteilen, ihn anschreien, es würde dieses eine Mal nicht so sein, würde dieses eine Mal nicht so vergehen wie all die anderen Male davor.“

„„Die ganze Welt wird keine Erinnerung an uns haben, dass weißt du. Und bei dir zum sechzehnten Mal, wieder und immer wieder“ sprach er sauer, spuckte die Worte förmlich aus.“

-> „„Die ganze Welt wird keine Erinnerung an uns haben, dass weißt du. Und bei dir zum sechzehnten Mal, wieder und immer wieder“, sprach er sauer, spuckte die Worte förmlich aus.“

„Und bei dir zum sechzehnten Mal, ist außerdem direkt nach dem vorangegangenen Satz keine ganz passende Fortführung. Die Sache sollte mit einem Bezug zu „vergehen“ ausgedrückt werden.

„Man wird mich nichtübersehen, man wird mich wiedererkennen.“

-> „Man wird mich nicht übersehen, man wird mich wiedererkennen.“

„Mein Freund machte große Augen, war überrascht über meinen Eifer, die ich nie hätte aufbringen können, wäre Emilie nicht für mich gestorben.“

-> „Mein Freund machte große Augen, war überrascht über meinen Eifer, den ich nie hätte aufbringen können, wäre Emilie nicht für mich gestorben.“

„„Ich zeige ihr, dir, allen Anderen und selbst Emilie wird es sehen, dass man mich niemals wieder einfach so loswird aus seinen Erinnerungen“.“

-> „„Ich zeige ihr, dir, allen anderen, dass man mich niemals wieder einfach so loswird aus seinen Erinnerungen. Selbst Emilie wird es merken.““

Kommentar von nieraab ,

Vielen Dank das du dir die Zeit dafür genommen hast, hat mir sehr viel geholfen :) vielen Dank!

Antwort
von atzef, 17

Zuviele Fehler, vor allem auch stilistische und Ausdrucksfehler aber auch Rechtschreibung und Grammatik lassen arg zu wünschen übrig. Erzählerisch ist das auch ziemlich grottig.

lass mal in word die Rechtschreib- und Grammatikprüfung drüberlaufen. Dann sehen wir weiter.

Kommentar von nieraab ,

Hatte ich, aber mir kam  dann doch der Text komisch vor

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