Frage von user30, 594

findet ihr pädophile leute pervers, obwohl es nur eine krankheit ist?

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Sex, 119

"Pervers" im Sinne einer Eigenschaft, die ins Abnorme verkehrt ist - ja, denn die sexuelle Hingabe zu Kindern entspricht nicht der Norm unserer Gesellschaft.

"Pervers"
im Sinne von abartig krank - nein, denn Pädophilie ist keine Krankheit.

Die sexuelle Präferenz entwickelt sich vermutlich unter Einfluss der Geschlechtshormone und weiterer biopsychosozialer Faktoren im Laufe der Pubertät. Menschen entscheiden sich nicht bewusst für oder gegen eine sexuelle Präferenz. Diese ist vielmehr ein Entwicklungsprozess, der sich für das Individuum in einem schrittweisen Erkennen und Wahrnehmen dessen zeigt, was als sexuell ansprechend/erregend empfunden wird. Der Verlauf dieser Entwicklung ist dabei wissenschaftlich noch weitgehend ungeklärt.

Mit Blick auf konkrete sexuelle Verhaltensweisen gelingt es einem Teil der betroffenen Personen, ihre sexuellen Impulse lebenslang auf der Fantasieebene zu belassen. Daher sind die Begriffe Pädophilie und Hebephilie nicht mit sexuellem Kindesmissbrauch oder sexueller Ausbeutung durch den Konsum von Missbrauchsabbildungen gleichzusetzen.

Dennoch muss bedacht werden, dass ein sexuelles Verlangen nach Kindern und/oder Jugendlichen einem sexuellen Missbrauch vorausgehen kann. Insofern ist es wichtig, dass Betroffene zum Schutze von Kindern und Jugendlichen über eine sehr gute Verhaltenskontrolle verfügen.

Der klinischen Erfahrung nach verfügen viele der betroffenen Menschen über ein Problembewusstsein bezüglich ihrer sexuellen Impulse und suchen aus diesem Grund von sich aus therapeutische Hilfe.

Den vorliegenden Daten zufolge sind ungefähr 40 Prozent der Taten sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen auf einen pädophilen Motivationshintergrund zurückzuführen.

Etwa 60 Prozent der sexuellen Übergriffe sind sogenannte Ersatzhandlungen. Das heißt, die Täter sind eigentlich sexuell auf erwachsene Sexualpartner ausgerichtet, begehen aber Kindesmissbrauch, beispielsweise aufgrund einer Persönlichkeitsstörung.

Nicht jeder Pädophile begeht sexuellen Kindesmissbrauch und nicht jeder Sexualstraftäter ist pädophil.

Schau mal hier: https://www.kein-taeter-werden.de/

Alles Gute für dich!



Kommentar von Kessy02 ,

Geht das eigentlich auch umgekehrt (dass Kinder bzw. Jugendliche eine sexuelle Neigung zu weitaus Älteren haben) ?

Und wenn, wäre eine sexuelle Handlung dann auch ein Straftatbestand?

Kommentar von isebise50 ,

Als Gerontophilie bezeichnet man das dauernde beziehungsweise überwiegende Interesse an älteren Menschen. Oft wird nur die sexuelle Fixierung eines jüngeren Menschen auf ältere Menschen als Gerontophilie bezeichnet.

Charakteristisch ist ein großer Altersunterschied zwischen den
Partnern, da sonst jede Sexualität zwischen älteren Menschen gerontophil wäre. Die begehrte Altersspanne ist nicht eindeutig zu bestimmen. Magnus Hirschfeld definierte die Differenz bei etwa fünfzig Lebensjahren.

Sexueller Kontakt ist im gerontophilen Kontext prinzipiell nicht
strafbar. Einschränkungen sind für den jungen Partner das jeweilige Schutzalter:

In Deutschland liegt das sogenannte "Schutzalter" bei 14 Jahren. Dann giltst du als sexualmündig und du darfst mit Erwachsenen jeden Alters einvernehmlich sexuell verkehren (mit Ausnahme der Sonderfälle Ausnutzung einer Zwangslage, gegen Entgelt, Abhängigkeitsverhältnis oder fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung).

Kommentar von Libertinaer ,

Ich stimme dir zu. Bis auf:

Die sexuelle Präferenz entwickelt sich vermutlich unter Einfluss der Geschlechtshormone und weiterer biopsychosozialer Faktoren im Laufe der Pubertät. Menschen entscheiden sich nicht bewusst für oder gegen eine sexuelle Präferenz.

D.h., auch da stimme ich dir zu ;-), aber es geht hier am Thema vorbei, da Pädophilie keine (erworbene) Präferenz ist, sondern eine (angeborene) Orientierung (auch wenn nicht alle mit dieser Wortwahl zufrieden sind, da anders als z.B. die Orientierung der Hetero- oder Homosexualität es sich hier um eine geschlechtsübergreifende Bezeichnung handelt -  aber man hat noch keinen anderen akzeptierten Begriff dafür gefunden).

Pädophile haben eine grundlegend andere Gehirnchemie. So grundlegend anders, dass sie nicht im Laufe des Lebens erworben werden KANN.

Bei Nicht-Pädophilen steigert das Gehirn durch Botenstoffe die sexuelle Lust beim Anblick attraktiver geschlechtsreifer Menschen, während die sexuelle Lust beim Anblick von nicht geschlechtsreifen Kindern gedämpft wird.

Bei Pädophilen ist dieser Vorgang genau umgekehrt.

Antwort
von Libertinaer, 110

Ach, "pervers" ist so ein persönlicher Kampfbegriff, der mehr über die Menschen sagt, die ihn verwenden, als über die, die es angeblich betreffen soll.

Wenn Du gefragt hättest, ob hier jemand mutmaßliche Pädophile "kennt", und ob er die "sympathisch" findet, dann würde ich sagen: Nein.

D.h., so konkret kenne ich keinen definitiv (wer würde das auch offen zugeben - zumal in diesem gesellschaftlichen Klima der "Hexenverfolgung"). Aber als FKKler und notorischer Saunagänger, sind mir da schon ein paar aufgefallen, bei denen sich der Verdacht doch stark aufgedrängt hat. Also wenn z.B. jemand in die Sauna schaut und rein kommt, wenn Kinder drin sind (und sich dann "passend" platziert), und nicht, wenn eben nicht, dann denkt man sich natürlich sein Teil.

Nach so manchem "bösen Blick" hat er das dann umgestellt auf: wenn keine Kinder drin sind, dann setze ich mich wenigstens für ein paar Minuten. Macht die Sache auch nicht besser. ^^

Also generell bin ich ja ein Freund der sexuellen Selbstbestimmung, und stimme dem Sexualtherapeuten Dr. Marty Klein ("America's War on Sex") zu, dass Kinder eine sexuell unterdrückte Minderheit sind - selbst im relativ toleranten Deutschland (auch und gerade durch gewisse Eltern, die die Unterdrückung ihres Kindes dann gerne auch noch als höchstes Gut, als "Schutz", bezeichnen - wie es Unterdrücker seit je her tun).

Für mich ist prinzipiell erstmal alles okay, was nicht nervt und willkommen ist.

Sexuelle Handlungen können bei Kindern willkommen sein (sie sind ja auch sexuelle Wesen), auch wenn ihr sicherlich sinnvoller Schutz dem Grenzen setzt (über die man trefflich streiten kann - da muss man ja nur mal unser Sexualstrafrecht anschauen, und mit den liberaleren Gesetzen unserer deutschsprachigen Nachbarn oder den strengeren z.B. der Amis vergleichen: wieviel "Schutz" Kinder brauchen, unterscheidet sich offensichtlich von Land zu Land ^^).

Andererseits: "Grooming" nervt mich persönlich immens (und das eine oder andere Kind sicherlich auch), aber das hat immer noch niemand wirklich in den Griff bekommen (und betrifft wirklich nicht nur Pädophile, eher Hebephile oder "Normalos", und auch nicht nur Kinder).

Last but not least: "Pädophilie" ist KEINE "Krankheit". Punkt. Das kann man genauer begründen, aber lassen wir das hier ...

Aber "praktizierte Pädophilie" gilt in unserer Zeit in dieser Gesellschaft als inakzeptabel. Das ist ein Unterschied!

Von Ursprung Europas angefangen (griechische Kultur) bis zu Naturvölkern: Was wann wo akzeptabel ist und was nicht, ist da auch in diesem Bereich SEHR unterschiedlich.

Und ehrlich: unsere "christliche Tradition des Abendlandes" ist sooo "krankhaft" sexualfeindlich gewesen, dass es noch heute unsere Gesellschaft IMHO sehr negativ beeinflusst. Da sehe ich NICHTS, was ich guten Gewissens irgendwem als "moralisches Vorbild" zur Nachahmung empfehlen könnte! :-(

Das fängt bei Bezeichnungen wie z.B. "Schamhaar" an, wo es nichts zu "schämen" gibt (sie dienen, mehr Oberfläche = bessere Verdunstung, zum Anlocken von Sexualpartnern), geht über Missbrauch aufgrund dieser sexualfeindliche Ideologien (nicht nur Priester: schwere Sexualstraftaten gehen i.d.R. auf das Konto von Menschen aus sexuell restriktiven Elternhäusern - die anderen haben das ja auch gar nicht nötig -, und die Gefahr der Vertuschung/Verheimlichung ist dort auch größer), und endet in ausufernder Pornographie (da halte ich es mit Oswalt Kolle, der Pornographie, aber auch extensive Prostitution, für einen Auswuchs aufgrund sexuell restriktiver Gesellschaften hielt, und keineswegs für eine Folgeerscheinung gestiegener Toleranz - wozu sollte ich auch zu einer Prostituierten gehen, wenn freiwilliger, kostenloser Sex doch ohnehin in jeder Hinsicht schöner ist?).

Merke: "Die bedeutendste negative Leistung des Christentums war die 'Problematisierung' der Sexualität (...) Wir brauchen eine Geisteshaltung, die in der Sexualität kein 'Problem', sondern ein 'Vergnügen' sieht. Den meisten Leuten fehlt dazu die Sicherheit - und oft auch die Liebe." (Dr. Alex Comfort, Arzt, Psychologe, Wissenschaftler und Schriftsteller)

PS: Das nur mal so "auf die Schnelle". Wenn Bedarf für weitere Gedanken zu den Themen Kinder, Sexualität und Pädophilie besteht, dann kann ich gerne noch nachlegen ... ^^

Kommentar von sonPfannkuchen ,

Also generell bin ich ja ein Freund der sexuellen Selbstbestimmung, und
stimme dem Sexualtherapeuten Dr. Marty Klein ("America's War on Sex")
zu, dass Kinder eine sexuell unterdrückte Minderheit sind - selbst im
relativ toleranten Deutschland (auch und gerade durch gewisse Eltern,
die die Unterdrückung ihres Kindes dann gerne auch noch als höchstes
Gut, als "Schutz", bezeichnen - wie es Unterdrücker seit je her tun).

Sexuelle Handlungen können bei Kindern willkommen sein (sie sind ja auch
sexuelle Wesen), auch wenn ihr sicherlich sinnvoller Schutz dem Grenzen
setzt (über die man trefflich streiten kann - da muss man ja nur mal
unser Sexualstrafrecht anschauen, und mit den liberaleren Gesetzen
unserer deutschsprachigen Nachbarn oder den strengeren z.B. der Amis
vergleichen: wieviel "Schutz" Kinder brauchen, unterscheidet sich
offensichtlich von Land zu Land ^^).

Könntest du mir das noch einmal bitte erklären? Ich möchte nämlich definitiv keine falschen Schlüsse aus etwas ziehen, dass ich nicht ganz verstehe ...

Ich meine, im Großem und Ganzem kann ich dir zustimmen (das Pädophilie weder krankhaft noch notwendigerweiße pervers ist), und das kommt von einem, der schon mal unter der Dusche angegrabscht worden ist/von einem anderen Typen bis in die Umkleidekabine im Schwimmbad verfolgt worden ist.

Pädophilie wird heutzutage so gut wie immer mit Kindesmissbrauch in Verbindung gebracht, was schlicht und ergreifend einfach nur falsch ist.

Schließlich - wie ich es hier schon mehrmals gelesen habe - wird Heterosexualität auch nicht sofort mit Vergewaltigung in Verbindung gesetzt.

Pädophilie ist eine sexuelle Neigung. Vielleicht ungewöhnlich, aber es gibt schlimmeres/"perverseres"

Kommentar von Libertinaer ,

Könntest du mir das noch einmal bitte erklären? Ich möchte nämlich definitiv keine falschen Schlüsse aus etwas ziehen, dass ich nicht ganz verstehe ...

Das ist sehr löblich! :-)

Allerdings weiß ich nicht genau, WAS ich da genauer erklären soll. ;-) Aber ich versuch's mal:

  1. Ich habe Verständnis, wenn Kinder Interesse an Sexualität haben. Ich kenne solche Kinder, und war auch selber eines. Nicht nur für mich ist das die Regel (sie ist es auch für die Fachwelt), nicht die Ausnahme.
  2. Ich habe Verständnis, wenn Erwachsene meinen, Kinder bedürften besonderen Schutzes. Dem stimme ich zu, auch wenn ich persönlich das - ganz in der Tradition meiner Eltern - relativ entspannt sehe.
  3. Ich habe kein Verständnis, wenn das über den Kopf des Kindes hinweg bestimmt wird - und ggf. auch über den Kopf der Eltern. SIE tragen zu erst einmal die Verantwortung, niemand sonst. Und sie SOLLTEN dabei das Wohl des Kindes im Auge haben, nicht das eigene Wohlgefühl (bzw. die eigenen Vorurteile).
  4. Die gegenwärtige Rechtslage halte ich weder menschlich, noch sachlich, noch wissenschaftlich für gerechtfertigt. Ich halte sie für eine Auswirkung von Hysterie, die sogar kontraproduktiv wirkt, was den Schutz angeht. Der Schutz sollte den Kindern Freiraum gewähren, nicht ihn beschneiden.

und das kommt von einem, der schon mal unter der Dusche angegrabscht worden ist/von einem anderen Typen bis in die Umkleidekabine im Schwimmbad verfolgt worden ist.

Kann ich gut nachvollziehen. 

"Angrabschen"? Okay, das ist schon strafbar. Das "Verfolgen" nicht. SEHR unangenehm (und das meine ich auch mit "unsympathisch"), aber LEIDER ...

... was mir übrigens nicht nur bei Kindern unsympathisch ist. Ich mag so etwas auch nicht bei Erwachsenen. Ist also kein Phänomen, dass auf Pädophile beschränkt ist, aber halt die einzige(?) Möglichkeit, sie als solche zu identifizieren.

Aber falls DU ein Interesse daran gehabt hättest, z.B. in der Umkleide mit einer "Duschbekanntschaft" zu wichsen, weil DU genau das GERNE gemocht hättest, dann hätte ich damit kein Problem. Egal ob mit einem anderen Jungen, Jugendlichen, Pädophilen, wem auch immer ...

Pädophilie wird heutzutage so gut wie immer mit Kindesmissbrauch in Verbindung gebracht

Mich "irritiert" schon der Begriff "Missbrauch". Erstens prinzipiell (als wenn es da einen "Gebrauch" gäbe, der in Ordnung sei), und zweitens aus oben genannten Gründen. Wenn das Kind das nicht will, dann ist es Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung, etc.

Wenn es das will, dann wird es trotzdem als "Opfer" behandelt, auch wenn es selbst das überhaupt nicht so sieht.

Die Kriminalpsychologie hat dafür den "schönen" Begriff der "Sekundärschädigung" eingeführt. Die Primärschädigung bezieht sich auf den eigentlichen Sex. Die Sekundärschädigung entsteht hinterher, wenn der Täter bestraft wird, und das Kind das weder versteht, noch möchte. Erstere wird unterstellt (die Wissenschaft hat dafür keine Bestätigung), letztere ist nachgewiesen.

Pädophilie ist eine sexuelle Neigung. Vielleicht ungewöhnlich, aber es gibt schlimmeres/"perverseres"

Yep. Ich halte es mit Alfred C. Kinsey: "In der Sexualität gibt es kein 'normal'." Folglich kann ich auch NICHTS mit dem absolut willkürlichen Begriff "Perversion" etwas anfangen.

Ich muss es nicht mögen, ich muss es nicht "verstehen", und ich muss es ganz bestimmt nicht praktizieren. Aber wenn sich zwei oder mehr Menschen finden, die mit Freude und Genuss zusammen etwas machen wollen: Viel Spaß! ;-) Was immer es sei.

Die Grenze ist für mich erreicht, wo jemand gegen seinen (ausgesprochenen wie unausgesprochenen) Willen/Wunsch handeln soll, bzw. wenn ihm geschadet wird. Zumindest bei Kindern - Erwachsene haben hierzulande ja aus gutem Grund das Recht, sich auch schaden zu dürfen.

Und wenn ich Handlungen beschränken will (also gesetzlich - "moralisch" ohnehin), dann braucht es dafür Gründe. Gute, nachvollziehbare, nachprüfbare Gründe, die ich bei diesem Thema für solch drastische Beschränkungen leider nicht sehen kann (und unsere Nachbarn ggf. auch nicht so). Im Gegenteil: die wissenschaftliche Erkenntnislage ist da ziemlich eindeutig ...

... und wird kaltschnäuzig auf dem Altar der Vorurteile geopfert. Intelligenz geht anders. Empathie auch.

Kommentar von BurgessGalaxies ,

schön recherchiert :) Aber: Natürlich hat Schamhaar mit "schämen" zu tun, deshalb rasieren es viele Leute ab :) Und schämen sich anschließend, weil sie die kahlen Körperregionen, die vonn Natur aus "schamhaft" mit Haar bedeckt sind,  plötzlich hässlich finden....

Kommentar von Libertinaer ,

schön recherchiert :)

Nicht wahr?! :-)

Kann ich dir nur dringend empfehlen. So etwas nennt man "Bildung", und wird von manchen Leuten sehr vernachlässigt. ^^

Aber: Natürlich hat Schamhaar mit "schämen" zu tun, deshalb rasieren es viele Leute ab :)

Also ich rasiere, weil es beim Oralsex stört. :-~

Und schämen sich anschließend, weil sie die kahlen Körperregionen, die vonn Natur aus "schamhaft" mit Haar bedeckt sind,  plötzlich hässlich finden....

Dann lässt man es nachwachsen. Kein Problem.

Warum so viele dennoch rasiert sind?

Tja, DAS braucht dich bei DEINER hier durchschimmernden Einstellung zur Sexualität ja nun wirklich nicht belasten ... ^^

Antwort
von loema, 194

Es ist keine Krankheit. Es ist eine sexuelle Neigung. Und da sie anderen Menschen sehr sehr schadet ist es nicht in Ordnung sie auszuleben oder durch Missbrauch entstandene Fotos oder Filme zu konsumieren.
Es ist auch dann keine Krankheit, wenn Menschen Kinder missbrauchen obwohl sie nicht pädophil sind. Dann ist es einfach maximaler Egoismus und eine Gelegenheit ausnutzen.



Antwort
von anaandmia, 283

Ich finde es ist eine Krankheit und die Leute können nichts dafür SOLANGE sie damit niemand anderen schaden zufügen und sich hilfe suchen. Den es gibt Hilfe für solche Leute. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar aber man kann damit leben ohne anderen Schaden zuzufühgen!

Antwort
von conelke, 226

Auch wenn es eine psychische Störung ist und man von einer krankhaften Störung ausgeht, kann man das von einem perversen Verhalten nicht trennen. Meiner Meinung nach ist es mehr als pervers. Man findet kaum eine treffende Beschreibung für das Tun von Pädophillen - gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass Opfer ihr ganzes Leben darunter leiden müssen und vermutlich nie eine normale Beziehung führen können.

Kommentar von oelbart ,

Das "tun" der meisten Pädophilen besteht darin, sich im stillen Kämmerlein selbst zu befriedigen.

Die wenigsten Kindervergewaltiger sind Pädophil, und die wenigsten Pädophilen vergewaltigen Kinder.

Kommentar von PatrickLassan ,

Die wenigsten Kindervergewaltiger sind Pädophil,

Sondern was?

Kommentar von martinzuhause ,

"Das "tun" der meisten Pädophilen besteht darin, sich im stillen Kämmerlein selbst zu befriedigen."

dafür wurde auch noch nie einer bestraft

Kommentar von Libertinaer ,

dafür wurde auch noch nie einer bestraft

Kommt auf die W-Vorlage an.

Kommentar von Arxoz ,

@PatrickLassan

Das klingt zwar paradox aber Wikipedia bestätigt auch:

Studien zeigen auch, dass der Anteil pädophiler Täter mit 12 bis 20 % nicht den Hauptteil am sexuellen Kindesmissbrauch darstellt.[49][39] Die restlichen Taten werden also von Personen begangen, deren Sexualität überwiegend auf Erwachsene ausgerichtet ist.

Ich denke es liegt einfach daran dass die meisten Täter, die Kinder missbrauchen nicht unbedingt pädophile Neigungen haben, sondern sich aus diversen Motiven (wie etwa sexuellem Frust, Machtausübung, Unterdrückung, usw.) Kinder als Opfer aussuchen.

Kommentar von conelke ,

Ich nehme mal an, dass Du Dich hier auf eine Statistik beziehst...

Letztendlich ist es mir auch sch...egal, was die Statistiken sagen. Ich möchte hier auch nicht über Wortklaubereien diskutieren. Fakt ist, dass der allgemeine Sprachgebrauch für Pädophilie damit einhergeht, dass Menschen sich an Kindern und noch nicht mündigen Erwachsenen sexuell ausleben. Was jemand in seinem stillen Kämmerlein macht, so lange er es alleine und mit sich macht, mag für die meisten von uns, ebenfalls abartig sein, doch so lange kein anderes menschliches Wesen Schaden erleidet, soll einem das egal sein. Doch diese Menschen sollen ihre Hände von unschuldigen Kindern lassen...

Verständnis für solche Menschen aufzubringen, weil sie krank sind, kann man meines Erachtens nur, wenn man selbst keine Kinder hat. Als Mutter oder Vater, deren Kind unter Umständen so etwas erleben musste, drehen verständlicherweise hohl und man könnte es ihnen noch nicht einmal zum Vorwurf machen.

Kommentar von Libertinaer ,

Letztendlich ist es mir auch sch...egal, was die Statistiken sagen.

Ja, das, sowie definierte Begriffe nicht nach allgemeingültiger Definition zu benutzen sondern nach persönlichem Ermessen (sprich: Ignoranz und/oder Bildungsmangel), ist ein verbreitetes Kennzeichen bei bestimmten Leuten ...

Verständnis für solche Menschen aufzubringen, weil sie krank sind, kann man meines Erachtens nur, wenn man selbst keine Kinder hat.

Eigentlich reicht da Empathie.

Und Empathie auch und vor allem halt gegenüber den (eigenen) Kindern.

Leider ist die Empathie bei einigen Zeitgenossen nicht wirklich ausgeprägt. Und das bisschen Empathie, das oft vorhanden ist, geht dann bei Vorurteilen (s.o.: Ignoranz und/oder Bildungsmangel) den Bach runter ...

Als Mutter oder Vater, deren Kind unter Umständen so etwas erleben musste, drehen verständlicherweise hohl und man könnte es ihnen noch nicht einmal zum Vorwurf machen.

Schade, dass dich Statistiken nicht interessieren. Für alle anderen: "Pädophile bringen Kinder in der Regel nicht um. Die größte Gefahr für Kinder geht von schlechten Eltern aus. Das ist eine statistische Wahrheit." (Hans-Ludwig Kröber, Gerichtspsychiater)

Antwort
von fxckyou, 208

Ich finde nicht, dass Pädophilie eine Krankheit ist. Genauso wenig wie alle anderen sexuellen Orientierungen. Da man damit aber andere Menschen verletzt, ist es richtig dass man diese Orientierung nicht ausleben darf.

Antwort
von Jewiberg, 148

Wenn es sich um eine Krankheit der Psyche handelt, dann gehören solche Leute auch nicht nur ein paar Jahre ins Gefängniss, sonder bis zur entgültigen Heilung in die Psychiatrie. Und da diese "Krankheit"nicht heilbar ist, bedeutet das Lebenslänglich.

Kommentar von aringa12345 ,

Sie ist Heilbar... Es gibt  mehrere ehemalige Pädophile die es heute nachweisbar (Gehirnströme messen wenn sie Kinder sehen) nicht mehr sind

Kommentar von Libertinaer ,

Da hätte ich gerne eine Quelle. Danke.

Kommentar von Garlond ,

ich auch (aber bitte nicht von Kreuz.net oder ähnlichen Seiten)

Kommentar von isebise50 ,

Das würde mich auch interessieren!

Antwort
von Tragosso, 188

Pervers ist eine Wertung, die immer vom eigenen Weltbild und der Moral geprägt ist. Deshalb, nein, ich persönlich finde es nicht pervers. Es ist eine Neigung, welche (zu Recht) als krankhaft gilt, weil sie nicht ausgelebt werden darf. Die Gründe sind bekannt. Aber - Man kann alles in seiner Fantasie ausleben, dieser sind keinerlei Grenzen gesetzt. Niemand kommt dabei zu Schaden.

Eine pädophile Neigung ist deshalb nicht grundsätzlich als pervers zu betrachten, denn dafür kann niemand etwas, viele Leute suchen sogar Hilfe, welche ihnen wegen falscher Moralvorstellungen in der Gesellschaft oft verwehrt wird. Meiner Meinung nach sollte also das Verständnis für diese Störung/Neigung innerhalb der Gesellschaft deutlich zunehmen, was nicht heißt das reale Ausleben an sich zu tolerieren.

Jemand der pädophil ist sollte nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Denn diese Neigung an sich ist noch lange keine Straftat.

Kommentar von martinzuhause ,

"Denn diese Neigung an sich ist noch lange keine Straftat."

wenn jemand nur diese neigung hat tut ihm doch auch niemand etwas. das passiert erst wenn er gegen gesetze verstösst. und das ist sicher auch richtig dann

Kommentar von Tragosso ,

Es wird aber gern unterstellst, dass so jemand automatisch auch Kinder missbraucht. Sieht man hier doch auch an den Antworten.

Außerdem kann jemand mit dieser Neigung das nicht öffentlich äußern ohne angegriffen zu werden, völlig unabhängig davon ob er etwas getan hat oder nicht.

Kommentar von GanMar ,

Pervers ist eine Wertung, die immer vom eigenen Weltbild und der Moral geprägt ist.

Nach Mertens' Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe ist es keine Wertung nach eigenem Weltbild, sondern:

"...eine stark zeit- und gesellschaftsabhängige Abweichung von den allgemein als verbindlich betrachteten kulturell-sozialen Normen v.a. im sexuellen Bereich..."

Pädophilie ist unter dem Kennzeichen F65.4 im ICD-10 gelistet.

Kommentar von Tragosso ,

Das mag sein, der Begriff wird aber heutzutage von vielen Menschen für alles mögliche genutzt. Dass Pädophilie eine sexuelle Störung ist habe ich ebenfalls erwähnt.

Kommentar von Libertinaer ,

Nach Mertens' Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe ist es keine Wertung nach eigenem Weltbild,

Das eigene Weltbild wird maßgeblich geprägt vom Weltbild der Gesellschaft. Und die Summe der persönlichen Weltbilder definieren das Weltbild der Gesellschaft.

Ich sehe nicht, dass Tragossos Aussage der "stark zeit- und gesellschaftsabhängige Abweichung von den allgemein als verbindlich betrachteten kulturell-sozialen Normen" widerspricht. :)

Pädophilie ist unter dem Kennzeichen F65.4 im ICD-10 gelistet.



Und religiöse Konservative hätten gerne, dass "Sexsucht" (im Sinne von "promiskuitiv") als Störung dort steht (erfolglos), und "Homosexualität" stand dort auch schon.

Was soll man also davon halten? Nichts.

BTW: Steht dort, dass das Verhalten "pervers" sei, oder "nur", dass es sich um eine "Störung" handelt?

"Pervers" war im Sprachgebrauch Anfang letzten Jahrhunderts noch jede sexuelle Handlung, die nicht der Fortpflanzung diente (s. auch Freuds "Kinder sind polymorph pervers.").

Kommentar von GanMar ,

"Pervers" war im Sprachgebrauch Anfang letzten Jahrhunderts noch jede sexuelle Handlung, die nicht der Fortpflanzung diente

Und auch heute stellen wir einen Wandel fest, denn im Sprachgebrauch unserer Frühpubertierenden bis Heranwachsenden scheint es wieder etwas ganz anderes zu bedeuten - zumindest wenn man versucht, die eine oder andere hier gestellte Frage zu dekodieren.

Antwort
von Lucamueller123, 89

Klar ist es nur eine Krankheit, aber wie fast jede Krankheit kann man sie in den Griff bekommen und sich helfen lassen um sich aus diesem Bann zu entziehen. Ich habe Respekt vor Leuten die wirklich etwas dafür tun davon wegzukommen aber für Leute die Kinder vergewaltigen und iwo im wald verscherbelt habe ich nichts übrig.

Antwort
von JanRuRhe, 274

Egal ob krank oder gestört - die Leute sind eine Extreme Gefahr für die Kinder - es könnten meine Kinder sein. Wegsperren, wenn Therapien nicht wirklich helfen- sorry anders geht es nicht. Es gibt auch kranke Leute, die mit einem Messer alle Möglichen anderen Menschen töten wollen. Da hilft ja auch kein "die sind ja nur krank".
Ich habe viele Wünsche und Vorstellungen - wie jeder Mensch. Und halte mich in den allermeisten Fällen an die Regeln und Gesetze - geschrieben oder ungeschrieben. Das ist normal, nur so können wir im gewohnten Umfeld leben.
Wenn einer immer nur Macht was ihm gefällt - was würde dann aus denen, die sich nicht wehren können?

Kommentar von oelbart ,

Heterosexuelle Männer sind eine extreme Gefahr für Frauen - es könnten meine Schwestern sein. Wegsperren!

Kommentar von PatrickLassan ,

@ Oelbart: Du vergleichst hier Dinge, die man nicht vergleichen kann.

Kommentar von JanRuRhe ,

Muss man nicht verstehen. Es gibt kein Kind , was freiwillig und gerne Sex mit Pädophilen hat.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Und daher möchtest du gerne eine Verhaftungswelle auf Verdacht?

Kommentar von Libertinaer ,

Muss man nicht verstehen.

Doch, schon.

Und insbesondere dann, wenn jemand meint, es wäre gar nicht nötig das zu verstehen. Das bedeutet i.d.R. nämlich das genaue Gegenteil: da sollte man mal genauer hinschauen! 8->

Es gibt kein Kind , was freiwillig und gerne Sex mit Pädophilen hat.

Steile These!

Kannst Du die belegen? Nein? Dachte ich mir! 8->

Merke: "Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erwiesen sich viele von ihnen als falsch." (Bertrand Russel, Philosoph und Nobelpreisträger)

Sowie: "Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben." (Oliver Hassencamp, Schriftsteller und Kabarettist)

Lesetipp: Margaux Fragoso, "Tiger, Tiger". Ein autobiografischer Roman über ihre jahrelange Beziehung zu einem Pädophilen.

Ans Licht kommen solche Beziehungen ja "nur", wenn es a) gegen den Willen des Kindes geschah (und das möglichst in einem gesellschaftlichen Klima, dass man darüber auch reden kann!), oder b) durch Zufall.

Der Rest nennt sich "Dunkelziffer", und ist nicht gerade wenig ...

Kommentar von Garlond ,

Es gibt kein Kind , was freiwillig und gerne Sex mit Pädophilen hat.

Das ist sicher nicht richtig. Die Frage ist dann aber eher, warum ein Kind das will.

Kommentar von Libertinaer ,

Die Frage ist dann aber eher, warum ein Kind das will.

Rein faktisch: Weil Kinder sexuelle Wesen sind, die entsprechend auch Lust an entsprechenden Handlungen haben.

Die Frage sollte IMHO konkreter lauten: Warum das Kind einen Pädophilen als Partner will, und nicht einen annähernd gleichaltriges Kind?

  1. Also ich hatte auch als Kind durchaus sexuelle Gedanken bei bestimmten jugendlichen oder erwachsenen Frauen. Auch wenn ich das noch nicht benennen konnte. Da waren eher die gleichaltrigen Mädels die "Besser als nichts"-Option. ;-)
  2. Kinder sind wiss- und lernbegierig. Da besteht also auch abseits des offensichtlichen Grundes der "Lust" und "körperlicher Nähe" ein Interesse auch und gerade an erwachsener Sexualität (kommt nicht von ungefähr, dass Kinder so gerne "spannen").
  3. Wenn ein Kind sexualfreundliche Eltern hat, die offen mit dem Thema umgehen und den sexuellen Umgang mit anderen Kindern erlauben/unterstützen, dann werden sich Gelegenheiten finden. ;-) Wenn die Eltern hingegen sexualfeindlich sind, dann wird dem Kind schlimmstensfalls ein Pädophiler sagen, dass ihr Interesse/ihre Lust keineswegs etwas "schlimmes", sondern etwas sehr "natürliches" ist. Und der wird sich dann ggf. auch gleich als "Lösung des Problems" anbieten.

Bei Margaux Fragoso waren die Eltern sexualfeindlich (streng katholisch). Da hatte der Pädophile leichtes Spiel ...

Es ist IMHO besonders tragisch, dass solche Eltern mit ihrem sexualfeindlichen Verhalten genau das stärker provozieren, was sie eigentlich auf jeden Fall verhindern möchten.

Aber das passiert halt, wenn man nicht das Wohl der Kinder im Auge hat, sondern sein eigenen Wohlgefühl ...


Kommentar von BurgessGalaxies ,

Wenn ein Kind ein sexuelles Wesen ist, was ja durchaus stimmen mag: Warum sollte das Kind dann aber Sex mit einem Erwachsenen nach Erwachsenenart, unter der Regie eines Erwachsenen, nach einem erwachsenen Szenario haben? Das ist Fremdbestimmung und Nötigung, wenn nicht gar Vergewaltigung. O.K., bei 14- und 15-Jährigen kann es grenzwertig sein. Das Gesetz schützt hier die, die es nicht wollen, gegen den unerlaubten Zugriff von Erwachsenen, was auch nötig ist. Die, die es wollen, werden es trotz des Gesetzes tun und haben nichts zu befürchten.

Kommentar von Libertinaer ,

Warum sollte das Kind dann aber Sex mit einem Erwachsenen nach Erwachsenenartunter der Regie eines Erwachsenennach einem erwachsenen Szenario haben?

Niemand sagt, dass es das sollte. Ich schon gleich gar nicht.

O.K., bei 14- und 15-Jährigen kann es grenzwertig sein.

? Das sind keine Kinder.

Das Gesetz schützt hier die, die es nicht wollen, gegen den unerlaubten Zugriff von Erwachsenen, was auch nötig ist.



? Das Gesetz schützt auch Erwachsene gegen den unerlaubten Zugriff von Erwachsenen.

Die, die es wollen, werden es trotz des Gesetzes tun und haben nichts zu befürchten.

? Die Erwachsenen haben dann "nichts zu befürchten". Die Jugendlichen haben, selbst bei einem (für den Älteren) illegalen Sexualkontakt ohnehin "nichts zu befürchten". Gleiches gilt auch für Kinder.

Du redest wirr.

Kommentar von JanRuRhe ,

Ok - wir sind bei der Frage was ist ein Pädophiler. Einer, der dran denkt und es sich vorstellen kann , oder einer der es auslebt?
Aber das mit der Verhaftungswelle verstehe ich nicht. Wo habe ich da was angedeutet?

Kommentar von CalicoSkies ,

Der Vergleich von oelbart ist sehr passend - wenn Pädophile weggesperrt werden sollen, weil sie eine "extreme Gefahr" sind, müssen heterosexuelle Männer dann weggesperrt werden, weil sie eine Gefahr für Frauen sind?

Die wenigsten Pädophilen leben ihre Neigung aus - die Kriminalstatistik von Kindesmissbrauchsfällen zeigt, dass die meisten Täter nicht pädophil sind, sondern eher ein Machtmissbrauch / Machtgefälle vorliegt.

Bei einem Pädophilen besteht ein hoher Leidensdruck, da er seine Neigung niemals ausleben kann und darf - deswegen ist eine Therapie auch das Beste, und zwar um dem Pädophilen zu helfen - denn der ist ebenfalls ein Mensch mit Gefühlen, Rechten und einem Recht darauf, ein glückliches Leben zu führen...

"Pädophilie" bedeutet nur, dass jemand sich sexuell zu präpubertären Kindern angezogen fühlt - es bedeutet nicht, dass jemand das auc hauslebt.

Kommentar von Arxoz ,

Falls jemand englisch kann; Hier schreibt ein Pädophiler der seine Neigung nicht sexuell auslebt:

https://www.reddit.com/r/controversialiama/comments/43uq2j/iama_exclusive_nonoff...

Ich denke, man kann nur einen Einblick in die Denkweise von so einer Person bekommen, wenn man sich anhört was diese selbst zu sagen hat.

Kommentar von JanRuRhe ,

Als Vater von 3 Kindern bin ich - und auch das ist mein Recht - anderer Meinung.
Pädophile Neigungen könnte jeder Mensch haben. Was jemand denkt und was er sich unter der Dusche vorstellt ist vollkommen Wurst, das ist seine Sache - keiner weiß was ich so mir Ausdenke -Gott sei Dank.
Die Frage war provozierend gestellt. Dann wird quasi nachträglich zwischen dem Pädophilen und dem praktizierenden Pädophilen unterschieden.
Kennt ihr jemanden, dessen Kind verschwunden ist oder missbraucht wurde?  Bitte denkt daran, dass die Fragen dahin zielen vordergründig darauf zielen den Täter als quasi normal hinzustellen, ohne die Opfer ( ja auch die Eltern) zu bedenken. Oder geht es um die Theorie? Dann bin ich auch ein Mörder, aber kein praktizierender. Ehebrecher, Steuerhinterzieher, Terrorist und so weiter.
Triebtäter, Serienmörder und auch der schlimmste Diktator sind dann ja auch nur krank. Ne, das ist zu einfach.

Kommentar von CalicoSkies ,

tte denkt daran, dass die Fragen dahin zielen vordergründig darauf zielen den Täter als quasi normal hinzustellen, ohne die Opfer ( ja auch die Eltern) zu bedenken.

Bei einem Pädophilen, der nie straffällig geworden ist, gibt es aber keinen "Täter" und kein "Opfer" - wobei... doch, es gibt ein "Opfer": Nämlich die pädophile Person selbst, die mit ihren Trieben klarkommen muss, die sie nie ausleben darf (unter starkem Leidensdruck)

Diese Unterscheidung hast du in deinem Ausgangsbeitrag nicht getroffen - du hast nirgendwo direkt gesagt, dass du dich nur auf straffällige Pädophile beschränkst.

Pädophile an sich sind die gleiche "Gefahr" für Kinder wie heterosexuelle Männer für Frauen - dein Ausgangsbeitrag hat sich aber so angehört, als ob du jeden wegsperren wolltest, der keine Therapie macht (oder bei dem die Therapie nicht wirkt) - deswegen auch mein Einwand.

Oder geht es um die Theorie?

Wieso Theorie?

Die meisten Pädophilen werden nie straffällig - das ist Praxis, keine Theorie :)

Dann bin ich auch ein Mörder, aber kein praktizierender.

Korrekt - genauso wie du ein potentieller Vergewaltiger bist; das ist aber kein Grund, dich zu zwangstherapieren oder wegzusperren...

Eine Therapie wäre sinnvoll, wenn du spürst, dass du den Drang nicht mehr aushältst und Gefahr läufst, einen Mord zu begehen (oder eine Vergewaltigung)

Triebtäter, Serienmörder und auch der schlimmste Diktator sind dann ja auch nur krank.

Sind sie auch - das Wörtchen "nur" ist hier falsch.

Wenn ich eine Person umbringe (als Mensch mit gesundem Geisteszustand) ist das nicht anders, als wenn ein kranker Mensch (bspw. ein Psychopath) eine Person umbringt.

Der Unterschied ist die Begründung für die Tat - wenn die Psychopathie (oder Pädophilie, oder was weiß ich von was wir gerade reden :D) der Auslöser war, dann kann man das therapieren, um den Täter zu resozialisieren.

Worauf du vermutlich rauswillst: Die meisten Triebtäter, die Kinder verletzen, sind nicht pädophil - wären sie pädophil, wäre das keine "Ausrede" im Sinne von "die Armen, die sind nur krank", das ist richtig.

Allerdings hat nie jemand behauptet, es wäre eine Ausrede ^^

Dann wird quasi nachträglich zwischen dem Pädophilen und dem praktizierenden Pädophilen unterschieden

Nein - Pädophil ist pädophil.

Der Unterschied ist nur, dass ein Pädophiler, der seine Neigung auslebt, sich zwangsläufig strafbar macht - im Gegensatz zu anderen sexuellen Neigungen.

Man unterscheidet daher zwischen Sexualstraftätern und Pädophilen - du scheinst das irgendwie durcheinanderzumischen...

Kennt ihr jemanden, dessen Kind verschwunden ist oder missbraucht wurde?

Selbst wenn: Was hat das mit Pädophilie zu tun?

Natürlich würde das die ganze Diskussion emotionaler machen - aber an rationalen Sachverhalten wie die Tatsache, dass die wenigsten Pädophilen jemals straffällig werden, würde das rein gar nichts verändern (auch wenn ich das vermutlich nicht mehr so, sondern subjektiv verzerrt sehen würde)


Als Vater von 3 Kindern bin ich - und auch das ist mein Recht - anderer Meinung.

Es ist immer dein Recht, eine Meinung zu haben.

Die Frage ist aber, ob sich diese Meinung auf eine moralische Bewertung o.Ä. bezieht (wo natürlich jede Meinung gleichwertig ist) oder ob du dich damit auf eine rationale Aussage beziehst :)

Es kann meine Meinung sein, dass ich Pädophile sch...e finde (enthält eine Bewertung), aber es kann nicht meine Meinung sein, dass ich finde, dass alle Pädophile Kindsvergewaltiger sind (weil das ja eine nachprüfbare Tatsache ist; daher wäre meine Meinung da falsch)

Ist aber eine DIskussion, die stark polarisiert, das kann ich verstehen:)

Kommentar von BurgessGalaxies ,

Du hast Recht :) Ich beispielsweise bin nicht-praktizierende Terroristin, nicht-praktizierende Mörderin mit einer kilometerlangen Todesliste, sehr erfolgreiche nicht-praktizierende Börsenspekulantin und nicht-praktizierende Kokainkonsumentin. Außerdem verbringe ich eine erstaunlich große Menge Zeit damit, nicht-praktizierende Ehebrecherin zu sein, und gelegntlich bin ich sogar nicht-praktizierende Prügelstrafenbefürworterin :)))

Kommentar von JanRuRhe ,

Danke für die ausführliche Diskussion.

Antwort
von SeBrTi, 121

Ja es ist eine Krankheit aber wieso ist es pervers? 

Weil Säuglinge und Kinder noch unschuldig sind und mit sexuelle Handlung nichts zu tun haben sollten. Kein Kind würde freiwillig Sex haben wollen. D.h. Menschen die sich an Kinder vergehen vergewaltigen Kinder. 

Eine erwachsene Frau zu vergewaltigen ist ja schon eine Straftat. Aber bei ein unschuldiges Wesen das oft an nicht böses denkt ist Vergewaltigung um Vielfaches "böser". 

Ja die Menschen die an pädophilie leiden können nichts gegen ihre sexuelle Orientierung. Und ich weiß das sie selber daran leiden und Kinder nicht schaden wollen. Viele haben es in "griff" vermeiden Spielplätze etc. aber trotzdem wird es in unsere Gesellschaft nicht akzeptiert. 

Kinder bzw Opfer leiden dann ein Leben lang und verstehen das gar nicht können es nicht verarbeiten. Bei uns wurde ein Kind im Bad missbraucht. Das war überall in den Nachrichten. Die Mutter hat erzählt das ihr junge seit dem Tabletten nehmen muss damit es wieder ruhig ist. Wer kann sowas akzeptieren?m

Kommentar von GanMar ,

Ja es ist eine Krankheit aber wieso ist es pervers?

Weil dies genau die Definition des Begriffes "Perversion" ist.

Kommentar von Libertinaer ,

Weil Säuglinge und Kinder noch unschuldig sind und mit sexuelle Handlung nichts zu tun haben sollten.

Sexualität begleitet uns unser ganzes Leben (also prinzipiell - deines vielleicht nicht). Selbstverständlich auch in unserer Kindheit.

Der Sexualtherapeut Dr. Marty Klein meint, dass die "Anti-Sex-Gemeinde" Furcht vor der Kraft der Sexualität hat, die, wie eine "Seuche", von Haus zu Haus springt. Und das wäre ein Grund, dass sie so den Mythos der "sexuellen Unschuld" der Kinder aufrecht erhalten: Kinder scheinen ihnen als "Generationen-Brandmauer" geeignet, diese "Seuche" einzudämmen.

Dass Kinder Sex haben, ist das normalste von der Welt (rund 80% der Erwachsenen sagen, sie hätten als Kind sexuelle Kontakte zu anderen gehabt - rund 10% sogar Geschlechtsverkehr; Quellen: Deutschlandfunk bzw. Bravo-Studie).

So normal, dass es in keinem deutschsprachigen Land dagegen Gesetze gibt. Das Gegenteil ist der Fall: Die Eltern dürfen das sogar ausdrücklich unterstützten (und nicht nur gemäß den Erziehungsratgebern des Bundesgesundheitsministeriums sollten sie das auch tun).

Kein Kind würde freiwillig Sex haben wollen.

Das ist natürlich Unsinn.

Falls Du kleine Kinder zuhause hast, sind die vielleicht durch ein sexualfeindliches Klima schon eingeschüchtert. Ansonsten kann man das problemlos beobachten, da Kinder erst ab 3 das Konzept der "Privatsphäre" kennen/erlernen.

Also selbst Kita-Erzieherinnen können davon berichten ...

... oder auch sonst jeder, der anwesend ist, wo sich Gelegenheiten bieten: https://www.gutefrage.net/frage/ist-es-erlaubt-dass-kleinkinder-ihre-genitalien-...

Merke: "Sexuelle Handlungen von Kindern werden in der Regel unter dem Blickwinkel, der Erfahrung und der Lebensweise des Erwachsenen betrachtet, verstanden und interpretiert. Sexualität wird dabei oft reduziert auf Fortpflanzung und den Genitalbereich. Die kindliche Sexualität ist dagegen weniger zielgerichtet und stärker durch Spontaneität und Ausprobieren gekennzeichnet.

Grundsätzlich hat Sexualität in allen Altersgruppen mit dem Suchen und Erleben körperlichen Genusses zu tun. Sie kann als Lebensenergie verstanden werden, die den Menschen ein Leben lang begleitet. Im Laufe der individuellen Entwicklung äußert sich Sexualität unterschiedlich stark und auf unterschiedliche Weise.

(...)

Wenn Kinder ihrer Neugierde, ihrem Lustprinzip und ihrem Bedürfnis nach körperlicher Nähe folgen, gehört das zu den normalen kindlichen Betätigungen."
 (Dipl. Soz. Päd. Dorothea Hüsson, Kinder- und Jugendlichentherapeutin für sexuell missbrauchte Kinder)

Wer kann sowas akzeptieren?

Niemand. Aber "nur", weil es Frauen gibt, die vergewaltigt werden, käme ja auch niemand auf die Idee, zu behaupten, "Keine Frau würde freiwillig Sex haben wollen", oder?

Kommentar von BurgessGalaxies ,

Hört, hört. Dieser obskure Marty soundso empfiehlt also offenbar, für ein sexualfreundlicheres Klima in der Familie ab und zu Sohn oder Tochter ins Bett zu holen, weil die danach verlangen? Verstehe ich das richtig? Kann es sein, dass besagter Marty ein zwecks Verbesserung seiner eigenen Akzeptanz in der Gesellschaft Bücher schreibender Pädophiler ist? Nachtigall, ick hör dir trapsen :))

Kommentar von Libertinaer ,

Der "obskure Marty soundso" ist eine der bekanntesten Sexualtherapeuten der USA. Er ringt von daher auch nicht "um Akzeptanz". Die hat er nämlich zur Genüge (im Gegensatz zu dir ^^). Sein Blog https://sexualintelligence.wordpress.com gilt als das populärste Sach-Blog zum Thema Sexualität.

Aber wie schrieb er dort doch so treffend: "Jeder [bezügl. der Anti-Sex-Gemeinde] Außenstehende der diesen Götzen in Frage stellt, wird unverzüglich etikettiert als unsensibel, familienfeindlich, unmoralisch oder pädophil." :)

Davon abgesehen geht die Auffassung der zitierten deutschen Kindertherapeuten in die gleiche Richtung.

Die Erziehungsratgeber des Bundesgesundheitsministeriums übrigens auch (ebenso in Österreich - in der Schweiz werden, zumindest im Web, auch die deutschen Broschüren verteilt).

Aber so ist das halt: "Es wird immer Menschen geben, die mit Angst auf die Lebendigkeit des Sexuellen reagieren und ihre Angst in feindseliges Agieren ummünzen, in Unterstellungen und Diffamierungen (...). Sehr häufig paart sich dies mit einem völligen Mangel an fachlichem Wissen." (Prof. Dr. Ulrike Schmauch, Professorin für das Fachgebiet Profession und Methoden Sozialer Arbeit mit den Schwerpunkten Mediation / Sexualpädagogik / Praxisreflexion an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit)

Wenn dir außer dummdreisten Lügen und Diffamierungen nichts weiter einfällt, sagt das ja auch schon mehr als genug ... 8-)

... AfD- bzw. Pegida-Niveau halt. ^^

Merke: Nicht ein Geisterfahrer, sondern Hunderte! Aber das ist für manche natürlich kein Grund, mal innezuhalten ... ^^

Antwort
von caya2014, 92

Hallo,

Es ist ein perverses verhalten, was als Symptom einer Krankheit sein mag. Aber man kann sich Hilfe als betroffener holen. Denn die Kinder, die Opfer von solchen Kranken Leuten werden, bekommen einen seelischen schaden! Also es ist dann somit auch eine Krankheit, die das Leben der Opfer extrem beeinflusst.

Antwort
von HappyHund, 197

Solange sie niemanden schaden, ist dieser Fetisch auch nicht schlimmer als Zoophilie, Koprophilie, Sadomasochismus oder Homosexualität.

Kommentar von loema ,

Grundgütiger! Warum machst du so eine schäbbige Vergleichsliste?

Kommentar von HappyHund ,

Menschen sind vielfältig. Wieso eine Perversion anders einordnen als alle anderen? Solange niemand zu Schaden kommt, darf es keine Ungleichbehandlung geben! Sonst sind wir ganz schnell wieder dabei, z.B. Schwule ins Gefängnis zu stecken.

Kommentar von BurgessGalaxies ,

Du sagst es. Solange niemand zu Schaden kommt. Das ist aber bei Kindesmissbrauch nun mal absolut nicht der Fall.

Kommentar von Libertinaer ,

"Sexueller Missbrauch von Kindern" ist ein "abstraktes Gefährdungsdelikt". Ob da jemand konkret (also wirklich) geschädigt wurde, interessiert niemanden.

Leider, denn schon vor mehr als 30 Jahren stellte ein BKA-Kriminalpsychologe in einer umfangreichen Studie fest, dass es sinnvoller sei, die Mittel, die für Fälle eingesetzt werden, wo es keine Schädigung gibt, umzuleiten auf die Fälle, in denen es Schädigungen gibt.

Oder mit anderen Worten: Aufgrund eine sturen Prinzips sexualfeindlicher Menschen, müssen hierzulande Kinder leiden, die wirklich Hilfe bräuchten. Klopf dir dafür mal auf die Schulter! Ein Grund, stolz zu sein. :.(

Kommentar von shadowhunter109 ,

Fetisch auch nicht schlimmer als Zoophilie, Koprophilie, Sadomasochismus oder Homosexualität. 

Fetisch???

Antwort
von daria78, 7

Die Frage ist: Wer ist kränker? Jemand mit Pädophilie oder jemand, der potentielle Sexualstraftäter in Schutz nimmt?

Antwort
von martinzuhause, 191

auch wenn es nur eine krankheit ist muss der rest der bevölkerung natürlich trotzdem vor ihnen geschützt werden. wie bei allen anderen krankheiten auch. also bleibt dann nur wegsperren. jedenfalls in deutschland

Kommentar von oelbart ,

Das heißt, Männer, die auf Frauen stehen, muss man auch wegsperren, um die Frauen vor Vergewaltigung zu schützen?

Kommentar von martinzuhause ,

wenn der mann eine frau vergewaltigt wird er natürlich weggesperrt. das ist doch richtig so. in jeder gesellschaft gibt es regeln. daran hat man sich zu halten

Kommentar von HappyHund ,

Nicht jeder Mann vergewaltigt Frauen, nicht jeder Homosexuelle vergwaltigt Männer, nicht jeder Pädophile vergewaltigt Kinder.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Richtig, NACH einer Vergewaltigung kommt die Verurteilen, nicht VORHER. Bei Pädophilen scheinst du andere Maßstäbe anzusetzen. Urteil vor Verbrechen.

Kommentar von martinzuhause ,

bei denen setze ich keine anderen maßstäbe an. solange sie nicht gegen gesetze verstossen. ziehen sie sich da verbotene bildchen rein verstossen sie aber gegen gesetze.

Kommentar von oelbart ,

Du schreibst, die Bevölkerung muss geschützt werden vor diesen Kranken, deshalb wegsperren. Davon, dass vorher irgendetwas passiert sein muss, steht bei Dir nichts.

Kommentar von martinzuhause ,

es wird doch keinem was getan solange er nicht gegen gesetze verstösst. glauben kann doch jeder was er will.

Kommentar von BurgessGalaxies ,

Ist das jetzt schlimm oder was? :D

Antwort
von GanMar, 161

Aus Wikipedia:

"Perversion (von lat. perversus ‚verdreht‘, ‚verkehrt‘) bezeichnet eine Verkehrung ins Krankhafte oder Abnorme bzw. ein solches Empfinden und Verhalten."

Was also sollte Pädophilie sonst sein außer einer Perversion?

Kommentar von fxckyou ,

Weder Pädophilie noch Homosexualität ist eine Krankheit!

Kommentar von anaandmia ,

Homosexualität ist keine Krankheit !!!!

Kommentar von oelbart ,

Kommt immer drauf an, wie man "Krankheit" definiert. Eine sexuelle Orientierung, die einem Menschen verhindert, mit einem geliebten anderen Menschen gemeinsame Kinder zu zeugen, würde ich schon als ziemlich starke Einschränkung empfinden - und warum eine biologisch bedingte Einschränkung etwas anderes sein soll als eine "Krankheit" hat mir noch niemand erklären können.

Kommentar von catweasel66 ,

normal ist es aber auch nicht .

Kommentar von Sowjet2016 ,

weisst du was alles nicht NORMal ist ?

Kommentar von catweasel66 ,

zuviel .......

Kommentar von Libertinaer ,

"Pervers" ist, Wikipedia für eine zitierfähige Quelle zu halten. ^^

Kommentar von GanMar ,

Wikipedia wiederholt hier lediglich die aktuelle Lehrmeinung, aber wenn es Dir lieber ist, zitiere ich auch gern Mertens' Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe (ISBN 3170223151) - aber da kannst Du möglicherweise nicht nachprüfen, ob ich es richtig abgeschrieben habe.

Kommentar von Libertinaer ,

aber da kannst Du es möglicherweise nicht nachprüfen, ob ich es richtig abgeschrieben habe

Och, doch: das schon. Als ehem. Mitarbeiter eines Wissenschaftsverlags bin ich dazu durchaus in der Lage. ^^

Ich habe aber ohnehin keinen Zweifel an deinen Zitierfähigkeiten. =;-)

Ich habe nur Zweifel an "Sachverhalten", die nicht auf nachprüfbarer Wissenschaft beruhen, sondern auf willkürlicher Beliebigkeit. ^^

Lass es mich so formulieren: Kein Otto-Normal-Idiot schaut in Fachbücher, bevor er den Begriff 'pervers' verwendet (hier scheitern ja schon viele daran, zu erklären, was "Pädophilie" bedeutet, ohne sich zu scheuen, den Begriff grottenfalsch zu benutzen). Aber wenn genug Idioten ihn bei xyz verwenden, dann wird xyz in das ICD aufgenommen, und es soll quasi "offiziell" sein!?

Ich denke, das drückt deutlicher aus, was dein Zitat im Tragosso-Thread: "eine stark zeit- und gesellschaftsabhängige Abweichung von den allgemein als verbindlich betrachteten kulturell­sozialen Normen" eigentlich bedeutet: Es müssen nur genug Menschen Blödsinn behaupten, dann ist selbst der blödeste Blödsinn die "Norm", und die Abweichung davon nennt man "pervers".

Also mal ganz nüchtern betrachtet, und ohne den Hintergedanken, was das doch wohl für eine Pseudowissenschaft sein muss ...
... die nach dem Motto agiert: Leute, esst mehr Sch*isse! Millionen Fliegen können nicht irren! >;->

Sorry, aber so etwas kann ich nicht ernst nehmen.

Ich halte es da lieber mit der empirischen Sexualforschung. Die Feststellung Kinseys, dass es in der Sexualität kein "normal" gäbe, ist IMHO absolut zutreffend.

Und wo es kein "normal" gibt, kann es keine "Abweichung" von angeblicher(!) "Normalität" geben. Und eine unterstellte Abweichung von einer unterstellten Normalität entsprechend in eine Liste von "Krankheiten" (oder "Störungen) wie dem ICD einzutragen, sagt IMHO viel aus - aber eben über die, die so etwas machen, nicht die Betroffenen bzw. deren angebliche "Störung" ...

Kommentar von GanMar ,

Ich stimme Dir Dir zu, wenn es darum geht, solche Normen als eine soziokulturelle "Einrichtung" zu betrachten.

Kommentar von Libertinaer ,

Dafür dann auch gleich einen DH. ;-)

PS: Früher war es die Homosexualität, aktuell steht der ICD in der Kritik wegen der Transsexualität. IMHO sollten soziokulturelle Normen und wirkliche Krankheiten prinzipiell nicht durcheinandergewürfelt werden.

Ganz getreu Rosa von Praunheims "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt".

Antwort
von User0000000, 216

es ist nur eine krankheit die können vielleicht nichst dafür ;)

Kommentar von user30 ,

weshalb ist es dann gesellschaftlich nicht akzeptiert?

Kommentar von PatrickLassan ,

Wieso sollte die Gesellschaft den Mißbrauch von Kindern akzeptieren?

Kommentar von HappyHund ,

"political correctness"

Kommentar von MaxNoir ,

Weil eine permanente Vergewaltigung oder Misshandlung von Kindern unsere Gesellschaft nachhaltig schaden würde und weil Kinder nicht in der Lage sind zu begreifen und zu verstehen was Sex usw ist. Wir verbieten es nicht, weil wir es "befremdlich" finden, sondern zum Schutz von Kindern und der Gesellschaft.

Kommentar von Libertinaer ,

weshalb ist es dann gesellschaftlich nicht akzeptiert?

Weil wir in einer sexuell sehr gestörten Gesellschaft leben (immer noch), und die Kinder (ggf. auch die Pädophilen) die letzte Gruppe ist, bei denen Sexualität immer noch tabuisiert wird: "Aber wenn es um Sex geht sind junge Menschen eine unterdrückte Minderheit. Sie leiden unter dem systematischen Zurückhalten von sexuellen Informationen, Gesundheitsvorsorge oder Produkten. Sie sind nicht Eigentümer ihrer eigenen Körper (oder Bilder davon), und Sondergesetze kriminalisieren ihre sexuellen Handlungen. Wir wären schockiert, wenn irgendjemand diese Beschränkungen der Sexualität für irgendeine andere Gruppe der Gesellschaft, wie Farbige, Juden oder Taube, vorschlagen würde." (Dr. Marty Klein, Sexualtherapeut)

Kommentar von BurgessGalaxies ,

Nicht ganz richtig. Ein echtes Tabu ist Sexualität von alten Menschen.

Kommentar von Libertinaer ,

? Ja, früher war das noch der Fall. Heutzutage, also AFAIR beginnend mit den 1990ern, jedoch nicht mehr.

Auch in Film und TV wird das mittlerweile offen thematisiert.

Kommentar von user30 ,

nicht jeder pädophile misbraucht kinder. nicht jeder muslime ist ein terrorist.

Kommentar von martinzuhause ,

solange er dann nicht gegen gesetze verstösst tut ihm doch auch keiner was.

Kommentar von oelbart ,

Lies mal die Antworten hier. Es scheint schon viele Leute zu geben, die Pädophile ganz grundsätzlich präventiv wegsperren wollen...

Kommentar von BurgessGalaxies ,

Ja, ich auch :)

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