Findet Ihr meine Theorie schlüssig?

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11 Antworten

Dimensionen sind vorerst einmal mathematische Gebilde, also ideelle Größen, egal ob sie linear sind oder sphärisch oder eine ganz andere Hyperebene aufspannen. Mit ihrer Hilfe können wir uns Modelle konstruieren, mit deren Hilfe wir uns die Welt erklären können. Dadurch gehen sie in die Physik ein. Die Physiker bervorzugen wie jeder vernünftig denkende Mensch zuerst einmal das einfachste Modell, aber Einstein hat auch komplexere Modelle entworfen und andere nach ihm. Mathematisch ist es kein Problem, die Zahl der Dimensionen beliebig zu erweitern. Wenn es aber Dimensionen eines Vektorraums sein sollen, müssen sie messbar sein. Die Vektoren müssen mit den Elementen eines "Zahlenkörpers" multiplizierbar sein. Normalerweise, aber nicht zwingend ist dies der "Körper" der reellen Zahlen. Aber wie stellst Du Dir vor, dass eine Größe in der Dimension "Bewusstsein" mit einer reellen Zahl multipliziert werden soll ? Da hast Du ein großes maßtheoretisches Problem ! Freilich bildet auch die Menge {0;1} bereits einen vollständigen Zahlenkörper. Du würdest dann nur noch unterscheiden zwischen bewusst und unbewusst. Allerdings müsste dieser Zahlenkörper dann auch den anderen Dimensionen zugrundegelegt werden; für jede der drei räumlichen Dimensionen gälte nur noch hier oder nicht hier; für die zeitliche nur noch jetzt oder nicht jetzt. Auch das ergäbe ein Modell, mit dem man die Welt erklären kann, ein erstaunlich einfaches sogar. Aber im Hinblick auf manche Lebensfragen wäre es doch ein wenig zu simpel. Ein sinnvoller Kompromiss wäre es, wie bei den Wahrscheinlichkeiten die Menge der reellen Zahlen zwischen 0 und 1 (jeweils inclusiv) zu Grunde zu legen. Ich weiß, dass sie eine "Gruppe" bezüglich der Multiplikation bilden. Zu Zeigen wäre zuerst, dass eine "Addition" definiert werden kann, bezüglich der sie eine additive Gruppe bilden, sodann, dass die Körperaxiome erfüllt sind. Es wäre jetzt eine lohnende Aufgabe für junge Mathestudenten, zu untersuchen, ob das der Fall ist. Ich schlage vor die "Addition" v, gegeben durch avb = a + b - a*b, wobei * die bekannte "normale" Multiplikation ist. Wie bei den Wahrscheinlichkeiten hätten wir dann bei der Bewusstheit ein Maß zwischen 0 und 1. Allerdings müssten wir uns dann daran gewöhnen, auch alle anderen Dimensionen mit diesem Maß zu messen. Ein interessantes Mathespielchen!

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Das ist nicht nur auf das Bewusstsein beschränkt sonder, das kann auch ein Computer indem du ein Video aufnimmst und speicherst, der Computer kann auch errechnen, wie er zB morgen die Heizung steuern muss, damit der Energieverbrauch optimal ist.

Das ist bereits alles in der Zeit erfasst und bewegt sich auch in der Zeit und nicht in einer 5ten Dimension.

Ein Beispiel dafür sieht man in der Zeitverschiebung für Funktionen, wie sie zB oft bei der Laplacetransformation oder Fouriertransformation verwendet wird, somit sind solche Zeitlichen Verzögerungen oder Vorhersagen (wobei es physikalisch immer kausal bleiben muss) bereits Mathematisch in der Dimension der Zeit erfasst.

Denn wenn wir von einem Orthogonalsystem ausgehen, dann steht die 5te Dimension im rechten Winkel auf die Zeit, somit könnte die 5te Dimension nicht auf die Zeit wirken und die Zeit nicht auf die 5te Dimension.

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Ich glaube, dass das Bewusstsein die fünfte Dimension neben Raum und Zeit ist, und zwar weil unsere Gedanken sich frei von räumlichen und zeitlichen Grenzen bewegen können.

Das halte ich für eine kühne Behauptung. Denken ist ein Prozess / eine Zustandsveränderung. Prozesse funktionieren nicht ohne Zeit. Du kannst zwar im Traum in der Zeit springen, aber diese Sprünge passieren trotzdem nacheinander.

Denken (der Denkinhalt / der Gedanke) ist nicht am Raum gebunden. Das ist richtig.

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Ich glaube, dass das Bewusstsein die fünfte Dimension neben Raum und Zeit ist,...

Ich finde das nicht überzeugend. Es gibt zwar Leute, deren Bewusstsein ziemlich eindimensional erscheint, aber im Allgemeinen sehe ich das Bewusstsein sicherlich nicht als "eine Dimension".

...und zwar weil unsere Gedanken sich frei von räumlichen und zeitlichen Grenzen bewegen können.

Das macht das Bewusstsein nicht zu einer Dimension, schon gar nicht im engeren Sinne. Eine Dimension sollte mit den Raumdimensionen in dergestalt zusammenhängen, wie es die Zeit tut. Insbesondere kann man sinnvoll einen Vektor

(x₀, x₁, x₂, x₃) bzw. (x⁰; x¹; x²; x³)

mit

x₀ = x⁰= ct; xⁱ = -xᵢ, i=1,2,3

definieren, dessen (uneigentliche) Norm invariant ist.

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Ein interessanter Gedanke, der aber in die Philosophie gehört. Wissenschaftlich konkret kannst du das Bewusstsein nicht zu einer Dimension erklären.

Natürlich haben die Entscheidungen, die du triffst, immer eine Auswirkung. Aber die Entscheidung selbst ist kein Impuls, der unmittelbar eine physikalische Auswirkung hat. Ich kann zwar beschließen, im Juli eine Urlaubsreise zu planen, aber wenn ich im Mai von einem Auto angefahren werde, kann ich sie trotz aller Planung vielleicht nicht antreten. Deshalb gehört die Entscheidung für die Urlaubsreise nicht in die physikalische Kausalitätskette.

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Ich halte deine Behauptung für nicht schlüssig.

Gedanken kann man nicht frei von Zeit bewegen. Wenn die Zeit steht, steht auch der Gedanke. Gedanken bewegen sich genau so durch die Zeit wie alles andere auch.

Ebenso sind Gedanken vermutlich an den Raum gebunden. Es ist zwar vielleicht egal wo sich ein Gehirn beim Denken befindet, aber wenn man die räumliche Struktur des Gehirns zerstört, macht es keine Gedanken mehr (bzw. es macht andere Gedanken).

Wenn du einen Gedanken hast, dann ist dieser Gedanke durch eine räumliche Struktur in deinem Gehirn repräsentiert. Zusätzlich dazu brauchst du auch noch Zeit, denn das Ablaufenlassen des Gedanken findet nicht zu einem einzigen Zeitpunkt statt. Ein Gedanke dauert eine gewisse Zeit. Die räumliche Struktur deines Gehirns muss sich durch die Zeit hindurch verändern, das ist dann ein Gedanke.

Ich kann z.B heute entscheiden, wo ich nächstes Jahr hinreisen werde, mich also physisch mit meiner Masse hinbewegen werde

Natürlich kann ein Gedanke Einfluss auf die Zukunft haben, so wie alles andere auch.

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Interessant. Allerdings bedeutet eine Dimension mehr, dass man auch eine Ortsangabe mehr braucht. Angenommen du triffst dich  mit einem Freund. Du brauchst für den Treffpunkt eine Höhe, eine Breite und eine Länge. Also einen Ort. Dann brauchst du eine Zeit. Aber was hat es jetzt mit dem Bewusstsein zu tun? Du könntest dich zwar nur mit einem Bewusstsein mit jemanden verabreden, aber es spielt keine Rolle wo dies geschieht. Dein Bewusstsein bist du selber, der das Universum versteht oder verstehen will, und deswegen auch überhaupt zu Recht kommen kann. Eine Dimension ist das aber nicht. Mal nebenbei: Ein Bewusstsein kommt duch unsere Realität zu stande, welche wir durch unsere Sinne gewinnen. Zeit und Raum liegen in der Realität. Unser Bewusstsein ist aber bei uns. Das würde bedeuteten, dass jede Aussage und jede Handlung nur eine Reflektion der Realität ist, und wir uns mit Tieren kein bisschen unterscheiden. Wir haben nur ein besseres Gehirn, welches solche Reflektionen besser verarbeiten und zuordnen kann. Danke für diesen tollen philosophischen Anreiz! Hatte schon lange solche Gedankengänge nicht mehr.

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Nope weil das Bewußtsein sich durch Nervezellen und Co bewegt bzw. selber Energie/Strom ist und also auch den physikalischen Gesetzen unterliegt. Zeit ist übrigens keine Dimension sondern nur von Menschen erfunden um den Tag zu planen.

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Dumm nur, dass man gemeinhin annimmt, dass das Bewußtsein eine Folge von psychischen Prozessen und somit nicht wirklich frei im Sinne des Indeterminismus ist.

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Aktion Reaktion, 

Aktion: Ich plane nächstes Jahr in den Urlaub zu fahren

Reaktion : Ich fahre nächstes Jahr in den Urlaub. Es ist schon linear 

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Hi, warum die 5. Dimension? Laut Einstein ist die Zeit keine eigenständige Dimension die unabhängig vom Raum existiert sondern Einstein verschmilzt Raum und Zeit zu seiner so genannten Raumzeit. Die Raumzeit hat drei Dimensionen und keine Theorie die mehr als drei Dimensionen voraussetzt konnte bisher physikalischen Experimenten standhalten.

Das heißt wenn man versucht etwas in der Natur zu erklären sollte man in den uns bekannten drei Dimensionen bleiben sonst ist man mit ziemlicher Sicherheit auf dem Holzweg.  

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Kommentar von Bujin
19.05.2016, 11:55

Was bedeutet Raumzeit? Das heißt man kann das eine nicht ohne das andere beeinflussen. Verändert man den Raum (durch Gravitation) dann verändert man gleichzeitig auch immer die Zeit. Könnte man die zeit beeinflussen dann würde man auch immer den Raum mit beeinflussen. Raum und Zeit sind eben nicht zwei unterschiedliche Dinge sondern gehören zu ein und dem selben.   

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Kommentar von IwanKaramasow
19.05.2016, 12:19

Die Raumzeit hat vier Dimensionen. Da hast du etwas falsch verstanden.

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