Findet ihr eine Todesstrafe sinnvoll?

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7 Antworten

Ich finde du hast Recht. 

Eine der grundsätzlichsten Regeln die für das Leben in der Gesellschaft gelten, ist "du darfst nicht töten". In welcher Gesellschaft auch immer man sich befindet, das ist eine Art allgemeiner Konsens. Mord wird bestraft. 

Der Staat und die damit verbundene Rechtsstaatlichkeit sind sozusagen eine Art allgemeine, universelle Ethik der darin lebenden Gesellschaft. Sprich, die Gesetze legen fest, was erlaubt ist und was nicht und schaffen so die Regeln. Dazu ist aber notwendig, dass der Staat selbst sich auch an diese Regeln hält. Das gilt auch für Mord, denn nichts anderes ist die Todesstrafe. Meiner Meinung nach kann das Gesetz als rationale und logische übergeordnete Leitordnung nicht eine so emotionale Strafe wie die Todesstrafe verhängen, sondern muss eine objektive und eben rationale Strafe verhängen. 

Was bringt es, sich an moralische Werte zu halten, wenn nicht einmal das Gesetz sich an diese hält? 

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Meine größte Angst ist der Tod. Und ich bin sehr sehr sehr fest davon überzeugt, dass jedes Leben! Egal von wem sehr viel Wert ist. Und ich wünsche keinem den Tod nicht durch einen Unfall nicht durch Krankheiten und auch nicht durch die Todesstrafe. Deswegen bin ich 100% gegen die Todesstrafe egal in welchem Land.
LG Tim774.

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Kommentar von dandy100
30.11.2016, 12:30

Jedes Leben ist wertvoll? Auch das des Kindermörders, der mehrere Kinder lebendig verbrannt hat?

Sowas ist passiert und da habe ich persönlich erhebliche Schwierigkeiten, einen solche Täter als wertvollen Menschen zu betrachten.

Ich bin kein USA Fan und auch kein Todestrafen Befürworter, aber wenn man sich manche Fälle von extremer Grausamkeit ansieht, kann ich die Aussage von Justizbeamten verstehen, wenn sie die Todesstrafe mit der Aussage kommentieren: Ein Schw... weniger

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Kommentar von Dave0000
30.11.2016, 16:23

Ich denke auch das der Wert eines Lebens durch eigene Handlung verändert
Nicht umsonst ehren wir ghandi oder King
Und verachten Mörder Vergewaltiger

Es ist schwer zu entscheiden wann jemand Nichts mehr wert ist
Aber davon gab es schon definitiv schon einige

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Die Todesstrafe befriedigt niedrige Machtinstinkte von Menschen.

Dabei wäre doch das langsame Siechtum im mittelalterlichen "Loch", Hungerturm mit zeitweiliger Abwechslung durch Folter, Isolations- oder auch Dunkelhaft neuerer Zeit ,nicht von der Hand zu weisen.

Wie da andererseits und ehedem der "liebe Herr Jesus" nur mit Nächstenliebe und Spürchen wie: 
„Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann
halt ihm auch die andere hin.“ (Matthäus 5,39)."

zurecht kommen wollte oder doch dem "Auge um Auge und Zahn um Zahn"-Prinzip vorrangig Recht zu pflegen wäre, sei dahingestellt.

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Klar ist die komplett überzogen und alles aber andererseits.. Wenn du jemanden ermordest, musst du auch selbst dran glauben.. Prizipiell nur fair. Allerdings hält das ja wohl keiner psychisch so lange aus, leute hinzurichten und was wenn raus kommt, dass es ein Justizirrtum war? Dann hat man nen unschuldigen ermordet.. Also nein danke, bleiben wir in deutschland lieber bei gefängnisstrafen^^

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Klar als unbeteiligter sagt man , weg mit der .

Als beteiligter sagt man her damit .

Man müsste zumindest mal in Deutschland ein wenig weg von dem Täterschutz und weiter hin zum Opferschutz.

Ein Täter /in die einem anderen Menschen das Leben vorsätzlich nimmt sollte kein Recht mehr haben selbst zu leben . Wieso auch ?

Warum sollte deiner Meinung nach ein Mörder der deine Mutter ermordet weil er die 100 Euro dringend braucht weiterleben dürfen ?

 

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Kommentar von skjonii
30.11.2016, 14:57

Warum sollte deiner Meinung nach ein Mörder der deine Mutter ermordet weil er die 100 Euro dringend braucht weiterleben dürfen ?

Weil das Gesetz eine bessere Moral vertritt als eben dieser Mörder. Ich kann doch nicht selbst etwas fordern dass ich ihm vorwerfe. Doppelmoral nennt man das. 

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Kommentar von Lkwfahrer1003
30.11.2016, 21:27

Nun ich finde die Todesstrafe nicht als Doppelmoral ! Andere sagen Gerechtigkeit dazu !

Sie ist die Konsequenz seines Tun und handeln !

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In Hessen gilt noch die Todesstrafe, kann aber aufgrund der Gesetze nicht durchgeführt werden xD

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Die Debatte um die Todesstrafe wird immer ein ewiges Hin-und Her bleiben, eben weil es kein einfaches Thema ist und ganz bestimmt nicht damit abgetan werden kann, dass der Staat ja dann auch nicht besser ist als der Straftäter.

Die Todestrafe wird weder heimtückisch noch aus niederen Motiven verhängt - so ist Mord definiert - verhängt, sondern um ein Gleichgewicht wiederherzustellen.

Der Grundgedanke von Gerechtigkeit ist, entstandenen Schaden auszugleichen: Der Bestohlene bekommt seinen Besitz zurück, der Betrogene wird entschädigt.

Ein ausgelöschtes Leben kann man aber nicht wiederherstellen, ein Gleichgewicht scheinbar wiederherzustellen, indem der Mörder auch sein Leben verliert - das ist der Gedanke, der hinter der Todestrafe steht.

Darüber kann man sehr tiefgründig philosophieren - eine wirklich befriedigende Antwort wird es nie geben, denn die Alternativen zur Todestrafe sind genauso fragwürdig. Ist es soviel menschenwürdiger lebenlang eingesperrt zu sein oder wie bei uns in Deutschland nach 15 Jahren wieder in die Freiheit und ins Leben entlassen zu werden? Ist das gerecht?

Wahrscheinlich ist es einfach nicht möglich, Gerechtigkeit herzustellen, wenn es um Mord geht - einen Menschen per Gesetz zum Tode zu verurteilen ist jedensfalls etwas anderes, als kaltblütig zu morden.

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Kommentar von skjonii
30.11.2016, 15:03

Die Todestrafe wird weder heimtückisch noch aus niederen Motiven verhängt 

Die meistgenannten Argumente für die Todesstrafe sind Befriedigung der Angehörigen und Kostenersparnis durch weniger Langezeitinsassen. Das sind für mich schon ziemlich niedere Beweggründe. 

Ist es soviel menschenwürdiger lebenlang eingesperrt zu sein oder wie bei uns in Deutschland nach 15 Jahren wieder in die Freiheit und ins Leben entlassen zu werden? Ist das gerecht?

Das Problem der Unwürdigkeit der Todesstrafe sehe ich gar nicht so groß. Das Problem ist eher die Frage ob und wenn ja wann es sich ein staatliches Gericht anmaßen kann, über Leben und Tod eines Menschen zu entscheiden. Und indem man diese Frage nicht stellt, muss sie auch nicht beantwortet werden. 

Wenn es sich um schwerwiegende Fälle handelt, kommen diese auch  nach 30 Jahren nicht einfach so wieder raus. Sicherungsverwahrung. Die Freiheit des Einzelnen steht hier deutlich hinter der Sicherheit der Allgemeinheit. 

Die Sicherheit der Allgemeinheit ist aber durch die Hast und/oder Verwahrung ebenso gewährleistet wie durch den Tod des Täters. Demnach ist die doch Todesstrafe für die Allgemeinheit betrachtet relativ unwichtig. 

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