Findet ihr die "geplante Obsoleszenz" gut?

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6 Antworten

Geplante Obsoleszenz gibt es. Wie das genau funktioniert lernt man z.B. in BWL, und sie wird überall angewandt. Das heißt nur anders. Bauteile haben immer einen Produktlebenszyklus, eine entsprechende Haltbarkeit, etc. Man verringert die Haltbarkeit vieler Bauteile, weil man standardmäßig davon ausgeht, dass bei einem Defekt eines Bauteils, immer gleich das gesamte Gerät weggeschmissen wird, was absolut nicht selbstverständlich ist. Das gesamte Gerät hat dann eben auch eine Lebensdauer, auf die alle Bauteile ausgelegt sind.

Ein Beispiel sind Drucker, die programmiert sind, kaputt zu gehen, oder an denen es ein Bauteil gibt, welches immer zuerst und immer ziemlich genau nach einer gewissen Zeit kaputt geht. Diese Seite beschäftigt sich damit: http://www.struzyna.de Man kann da z.B. Anleitungen bekommen wie der Drucker zu resetten ist, und dann funktioniert er einfach wieder.

Ein anderes Beispiel sind Glühbirnen, die es ja zum Glück sowieso immer weniger gibt. Die Haltbarkeit von Glühbirnen ist einfach festgelegt auf eine bestimmte Anzahl Stunden man könnte sie auch viel höher festlegen oder noch niedriger. Es gibt irgendwo eine über hundert jahre alte Glühbirne, die immer noch leuchtet, weil sie zu einem Zeitpunkt produziert wurde, wo das Prinzip noch nicht existierte. Auch in vielen Kühlschränken und Backöfen findet man Glühbirnen die eine weitaus höhere Lebensdauer haben, als normale Glühbirnen.

Das Problem dabei ist weniger dass man mehr Geld ausgeben muss. Das ist eher der einzige "Vorteil", denn darum geht es letztlich: Wirtschaftswachstum. Wenn jeder alle seine Ewigkeits-Glühbirnen gekauft hat, kann der Glühbirnenfabrikant dicht machen. Also wird künstlich Nachfrage geschaffen.

Das Problem sind eher Unmengen an Müll die produziert werden. Wir haben nunmal soviele Ressourcen, dass es am wirtschaftlichsten ist, diese möglichst schnell zu "verheizen". Den Müll kann man z.B. auch wunderbar nach Afrika verschiffen, produzierter Müll ist vergleichsweise billig. Also je größer die Müllberge, desto mehr hat man verkauft, da klingelt die Kasse. Die meisten interessieren sich auch nicht für Müll, also ist diese Tatsache vermutlich den meisten gar nicht so richtig bewusst. Also wird das noch lange so weiter gehen, vermutlich bis die Ressourcen irgendwann knapp werden.

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Kommentar von kloogshizer
05.02.2016, 10:02

Das Problem ist nicht mal sonderlich schwierig zu lösen, nur interessiert es niemanden. Darum wird nichts gemacht.

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Was nützen uns Arbeitsplätze in Fernost?

Ganz im Gegenteil, wenn Du einen Hersteller dabei erwischst, solltest Du ihn verklagen.

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Die geplante Obsoleszenz ist definitiv nicht gut

Das hat nichts mit einer Meinung zu tun, sondern mit Realität. - Der Vorteil dieser geplanten Obsoleszenz ist den Handel voran zu treiben. Ohne diese würden z.B. Glühbirnen-Hersteller  nichts mehr verdienen, was zu weniger Arbeitsplätzen führt und zu einer schlechteren Wirtschaft. 

Zwar mag dies auf kurze Sicht 'gut' klingen. - Aber die Konsequenzen sind hart: Denn das bedeutet eine immense Rohstoffverschwendung und zu einer gigantischen Abfallproduktion. Mit dem Ergebnis:

  • In ärmeren Ländern graben sich Kinder durch den Elektroschrott den wir weggeschmissen haben. 
  • Ressourcen werden unnötig ausgebeutet, was die Abholzung der Regenwälder bedeutet, Immenses graben nach verwertbaren Materialien, die auch nicht unbegrenzt vorhanden sind
  • Schadstoffe durch unnötige Produktion werden in die Atmosphäre gepumpt

Und wofür? für eine bessere Wirtschaft, für einen besseren Wohlstand. Und wer wird es uns nicht danken? Unsere Ururururururur-Enkel und Enkelinnen. - Denn denen wird nur ein völlig ausgebeuteter, verseuchter und vermüllter Planet bleiben.

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Kommentar von Technomixer
05.02.2016, 12:24

Ich finde Deine Antwort extrem verkürzt und nur einen kleinen Teilaspekt entsprechen geschrieben. Es gibt nun mal auch genügend Beispiele das z. B. Waschmaschinen lange halten würden, wenn sie richtig verwendet und gewartet würden, und nicht nur nach dem billigsten ausgewählt würden, meine letzte Miele hat 15 Jahre gewaschen, und danach habe ich sie verkauft und mir wieder eine Miele mit besseren Werten, sprich Wasser und Energieverbauch geholt, waren auch wieder 1000 Euro, aber dafür habe Qualtiät, und der Hersteller gibt mir eine Garantie mit 10 Jahren, auch auf Verschleißteile wie Wasserpumpe. Aber es kostet dann auch mehr.

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Umfassende Antworten zu diesem Thema finden sich bei MURKS? NEIN DANKE! und stehen zum Beispiel auf www.murks-nein-danke.de/blog und www.murks-nein-danke.de/buch zur Verfügung. Auf www.schridde.org/publikationen finden sich aktuelle Fachtexte. Die aktuelle UBA-Studie steckt voller Mängel. Eine ausführliche Analyse steht hier http://www.murks-nein-danke.de/blog/analyse-der-uba-studie-zur-obsoleszenz/ zur Verfügung. Dort findet man auch die aktuelle Mängelliste.

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Laut den Ergebnissen einer Studie gibt es das nicht. Es sind einfach die schlechten und billigen Bauteile in den Produkten. Es geht nur um Gewinne erzielen in einem Umfeld das wie gemacht für die Ausbeutung ist, nicht nur der Menschen, sondern auch den Ressourcen.

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Kommentar von hoermirzu
05.02.2016, 09:34

Das kann man so einfach dargestellt nicht unterschreiben! Viele weniger durchdachte Lösungen sind in der Herstellung nicht billiger. Das Image des Herstellers bekommt dadurch aber Kratzer.

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Kommentar von Jerichmed
05.02.2016, 09:36

laut einer Studie ist Plutonium nicht ungesund... Eine reine Verschwörungstheorie dass das Zeug schädlich sein könnte...

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Kommentar von KnusperPudding
05.02.2016, 09:49

Laut einer Studie glauben viel mehr Menschen den Unsinn den man schreibt, sobald man einen Satz beginnt mit "Laut einer Studie[...]". Die geplante Obsoleszenz  ist kein Geheimnis, das wird nicht mal geleugnet, es spricht einfach nur niemand in den 20:00 Uhr Nachrichten aus! In Dokumentationen sehr wohl.

Die gibt es und das beste Beispiel sind Glühbirnen-Hersteller und Drucker.

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Mies ! Der Planet wird geplündert.

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