Frage von LoparkaLisa, 10

Findet ihr die fortschreitende Verstädterung gut?

Hallo , es wird scheinbar überall in der Welt wie selbstverständlich gebaut und gebaut. Immer mehr Beton, folglich immer weniger Bäume und Wiesen in der Nähe. Ich habe nichts gegen Städte, aber wäre es nicht einer Überlegung wert, Zukünftig vielleicht "naturähnlicher" zu bauen - in den jetzt noch ländlichen Gebieten .

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von WosIsLos, 2
Bin für mehr Grünflächen/Natürlichere Baustile

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Kommentar von Lichtkraft ,

Hallo, finde es schade, dass Ihr mit diesem Thema nach der einfachen Abstimmung einfach so aufgehört habt vor einem Monat... 

Natürlich ist es überhaupt nicht einfach bzw. schwer bis gar nicht umsetzbar, solch ein Ziel realistisch zu verfolgen... ich habe vor mehr als 30 Jahren! aufgrund einer TV-Sendung über ökologische Architektur in Europa entschieden, Architektin zu werden und bin es auch geworden, durfte aber in meiner Praxis nie ein ökologisches Niedrigenergiehaus oder ähnliches bauen, weil kein einziger "ostfriesischer" Bauherr daran interessiert war, (wer zahlt, der bestimmt!, nur Denkfehler und Verbesserungen konnte ich in der stupiden Praxis korrigieren) und die Bebauungspläne hier immer so viel vorschreiben, dass ich bisher auch noch nicht mal ein popeliges Grasdach planen oder gar bauen lassen durfte... 

Aber, genau das ist es ja, weshalb man sich mit diesem Thema doch ernsthaft auseinandersetzen sollte: Was verhindert eine sinnvolle Zukunftsvision und was sollte sich ändern? 

Deine Frage zielt ja nicht einmal auf einen möglichen neuen städtischen Baustil, (der könnte nämlich genauso "ökologischer" aussehen, dafür gibt es nämlich auch schon einige Beispiele aus dem Freiburger Raum), sondern um die Erhaltung der Erholungs-Wirkung auf dem Land trotz "Zersiedelung der Landschaft". Denn das tun unsere Politiker ja mit jeder neuen Baugenehmigung, Ausweisung von Baugebieten etc. "regelmäßig"... ohne hier eine Harmonie zur Natur zu fordern!

Im vglw. "armen" Ungarn habe ich gesehen, wie ein Architekt Wohnhügelhäuser mit großen harmonisch gestalteten Glasflächen mit Ausblick auf den See auf großen freien Grundstücken mitten im für uns Deutschen typischen "Aussenbereich"! direkt in den Hang hineingebaut hat, Grasdach darüber, teilweise mit Glaskuppeln, innen Sichtmauerwerk und Pflasterboden, einfach herrlich! Das ist für mich "eine" attraktive Möglichkeit mit und in der Natur zu bauen... und zwar zum Wohnen, ohne die Landschaft zerstört zu haben, im Einklang mit der Natur! Von oben fällt das Haus überhaupt nicht auf in der Wiese, nur von unten sind die Glasflächen natürlich sichtbar.

Es geht also doch!!! Und das, obwohl die Ungarn ganz viel vom Deutschen Baurecht abgeschrieben haben... die Umsetzung der bei uns von der Dämmstoff-Industrie bestimmten Wärmedämm-Normen ist wohl gerade "in Arbeit", wird also interessant... 

Denn bei der EU-Landwirtschaftspolitik haben sie auch ihren eigenen Weg gewählt und die von Brüssel vorgeschriebene Monopolisierung und Flächenstilllegung abgelehnt... und ich vermute mal, dass sogar genau das, was die Ungarn klugerweise abgelehnt haben, der Ursprung unserer großen heutigen Probleme in der Landwirtschaft ist: die Überproduktion von Milch (damals auch Butter) wurde schon damals von der EU-Politik "Diktiert", und eigentlich hätten die Wirtschafts-Deppen schon damals wissen müssen, dass dies einen deutlichen Preisverfall verursacht... wenn man ehrlich ist...

aber ich weiche ab vom Thema, ich denke, wir brauchen dringend gute Ideen und müssen die Politiker damit füttern...!!!

Antwort
von pharao1961, 3
Stelle die Frage an sich in Frage, so einfach ist es nicht.

Das ändert sich auch wieder, glaub mir! Ich finde den Trend aber auch sch.....

Antwort
von MR2020, 2
Bin für mehr Stadt/Beton/Hochhäuser

Naja also ich denke es wird sich nicht verhindern lassen, dass eines Tages alles zugebaut wird, wenn man mal in tausend Jahren vorrausahnt.

Es gibt doch gute Ansätze. Gerade in den letzten Jahren, hat sich da viel getan, meiner Meinung nach- schaut man beispielsweise nach Berlin, oder andere Großstädte. 

Es ist allerdings jedoch eine Notwendigkeit, dass in der Stadt dichter bebaut wird, als auf dem Land. Warum? Einzig und allein aus Platzgründen. Deswegen ist es ja eine Stadt. Für Menschen die dorthin ziehen, steht das Praktische im Vordergrund kurzer Arbeitsweg und vor allem: Eine Vielzahl von kulturellen Angeboten auf engem Raum.

Wenn ich mir z.B. meine Großeltern in ihrem Reihenhaus besuche, mit einem kleinen, eher beklemmenden Garten(mit dem man ohnehin nicht viel anstellen kann, weil einen halben Meter unter dem Rasen eine Tiefgarage ist), frage ich mich, ob man sich das nicht gleich ganz sparen kann.

Grundsätzlich genieße ich meine Zeit, die ich alleine verbringe lieber in Berggegenden oder Wäldern.

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