Frage von SearchRebecca, 82

Findet ihr der IS vertritt den Islam?

Mich beschäftigt dieses Thema, brauche aber mehr Argumente.

Antwort
von Skinman, 34

Also die propagierten Wertmaßstäbe sind mit denen des Staates Saudi-Arabien fast deckungsgleich.

https://twitter.com/franzfrax/status/672318278165917696

Aber auch die stehen natürlich nicht für den kompletten Islam, sondern nur für die reichlich radikale wahhabitische Richtung. IN etwa so wie die Steinzeit-"Kommunisten" von Kambodscha damals nicht für den gesamten weltweiten Sozialismus standen.

Antwort
von Julian110, 82

Das ist eine schwierige Frage, den der IS behauptet er handle nur nach dem Koran, allerdings sagen Muslime das dies keine echten Muslime sind und nur als Rechtfertigung ansehen.

Ich glaube nicht das man jetzt den Islam wegen  Radikalen Gruppen pauschalisieren kann, klar der Islam hat/hatte eine blutige Vergangenheit aber genau so gut haben Christen auch Leute abgeschlachtet und verbrannt... nur gibt es sowas halt nicht mehr in der Art und Weise wie beim Islam ! ^^

Hoffe konnte dir helfen, Lg Julian

Antwort
von mindlessinfi, 70

ist Religion nicht Auslegungssache? 

habe es gerade in einem anderen Kommentar angeprangert, als Atheist... ist der Kern einer jeden Religion nicht seine Ethik? Wie kann also eine "radikale" Gruppe entgegen jeglicher Ethik eine ganze Religion vertreten?

Antwort
von manwithoutaface, 49

Die Aussage, der "Islamische Staat" habe nichts mit dem Islam zu tun, kann ich ehrlich gesagt nicht bestätigen. Es gibt 5 Weltreligionen, von denen 4 an die Existenz höherer Instanzen glauben und 3 davon an einen allmächtigen Gott. Diese drei Religionen sind das Christentum, Judentum und eben der Islam. Alle diese Religionen sind in unterdrückten, unfruchtbaren Ländern entstanden, im heutigen Afrika und Vorderasien. Damals haben diese Leute nur Unterdrückung gekannt und brauchten auch in ihrer Denkweise einen, der allmächtig ist. 

Nun, Christentum und Judentum haben sich mehr in den Westen verlagert und vor allem das Christentum ist in unseren Gefilden eher eine Art Wohlstandsreligion, daher fortschrittlicher gemacht und weniger dogmatisch. Im Christentum beruft man sich zudem stärker auf Jesus, gegen dessen mitfühlende Art ja grundsätzlich nichts einzuwenden ist.

Nun, Islam: Eine Religion, verbreitet in Ländern, die teilweise von uns unterdrückt werden und oft sogar einfach nicht zum Leben gedacht sind. In den Ländern, in denen der Islam verbreitet ist, geht es den Leuten nicht so gut und daher brauchen sie eben immer noch eine Macht, zu der sie aufschauen können. Dies verhindert Fortschritt und fördert dualistisches Denken. Im Extremfall können sich solche totalitär geprägten Ansichten schnell zu einem Fundamentalismus verselbstständigen.

Ich denke, wir können nur hoffen, dass der Fortschritt auch den Islam noch einholt. Erst dann wird es Frieden geben können. 

Kommentar von Diener01 ,

Die Golfstaaten gehören zu den reichsten Staaten auf der Welt und sind gleichzeitig "streng" Gläubig, wie passt das in dein Weltbild ?  

Kommentar von Zuechtiger ,

Er sagte, dass es den Menschen dort nicht gut geht und nicht, dass die Golfstaaten pleite sind...

Der Reichtum eines Landes hat bekanntermaßen nichts mit der Zufriedenheit seiner (Normal-)Bürger gemein.

Kommentar von manwithoutaface ,

You have a point here. Nichtsdestotrotz - diese Staaten sind reich und ja, sie haben teils auch beeindruckende Städte. Ich sage ja auch nicht, dass das kulturlose Wilde wären. Ich selbst komme teils aus den USA, ein Land, das immernoch teils sehr gläubig ist - natürlich dennoch reich. Aber reich und fortschrittlich, und zwar wirklich fortschrittlich - im Sinne von Frieden, Freiheit und Demokratie - war die USA lange nie vollständig - und das ist auch bei den Golfstaaten so. Religionen, die eine Macht zur Verantwortung ziehen, hindern den Menschen an seiner Eigenverantwortlichkeit - die nötig wäre, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Antwort
von JBEZorg, 21

Vertreten Neonazis Deuschland?

Antwort
von TUrabbIT, 21

Der IS vertritt eine radikale Auslegung des Islam, den sunnitisch wahabitischen Islam, aber nicht den ganzen Islam oder alle Muslime. Das wird besonders dann klar, wenn man sich mal klar macht wer hauptsächlich durch den IS getötet wurde: Muslime. 

Muslime die einer andere Auslegung des Islam folgen müssen genauso den IS fürchten wie Christen, Jesiden in der Region.

Kurden sind auch Muslime, größtenteils sogar auch sunnitische Muslime, und vertreten aber auch nur einen Teil des Islams und bekämpfen dabei den IS.

Die Hisbollah, eine schiitisch Islamische Miliz aus dem Libanon, ist auch ein Vertreter einer Auslegung des Islam und bekämpfen ebenso den IS.

usw. usf.

Ist im Christentum nicht anders. Der Papst vertritt nicht alle Christen oder das ganze Christentum. Auch hier gibt es viele Auslegungen und Richtungen. Dabei sind katholisch und evangelisch nur zwei der gröbsten Einteilungen, so ist es auch mit dem Islam, der grob in sunnitisch und schiitisch unterteilt ist, aber im Detail noch hunderte verschiedene Richtungen hat.

Niemand kann sich anmaßen eine ganze Religion zu repräsentieren, jeder nur seine Auslegung.


Antwort
von Kapfenberger, 73

Sie "berufen" sich auf den Islam, sie vertreten sicher nicht 1,3 Mrd. Muslime.

Antwort
von Papabaer29, 57

Es gibt nicht "den Islam"!

Die Schiiten vertritt der IS schon mal sicher nicht!

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