Hallo zusammen,
ist die Tempokontrolle sinnvoll? Betreibt die Polizei damit eine effektive Maßnahme oder ist es doch nur Wegelagerei?
Mit freundlichen Grüßen
Larmid

Radarfallen sind aufgrund des frappant schlechten Fahrverhaltens fast aller Männer und leider auch diverser Frauen nicht nur gerechtfertigt, sondern mehr denn je nötig!
Ich halte mich seit Jahrzehnten an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, weil ich es niemandem zumuten möchte, durch einen Macho-Fahrstil zu Schaden zu kommen.
Seither ist vor mir auch jede Straße immer frei. ;-)
Bei Radarkontrollen muss man wissen, dass die Geräte immer etwas höher eingestellt werden als die dort geltende Geschwindigkeit. In einer 60er-Zone z.B. werden sie meist auf etwa 72 km/h eingestellt, weil zunächst zu den 60 km/h eine Toleranz von 5 km/h hinzugegeben wird, zum Ergebnis (65 km/h) werden dann nochmal 10 % "Kulanz" hinzugegeben (-> 6,5 km/h) = 71,5 km/h ==> 72 km/h.
Wer also geblitzt wird, hat schon richtig saftig daneben gelegen und sollte sich wirklich schämen, seine Strafe zahlen und draus lernen.
Es gibt keinen Grund, zu rasen, keinen.

Eigentlich sollte das Schild Schule ausreichend sein, damit ein Autofahrer langsamer fährt. Da manche von uns jedoch von Natur aus blöd sind und auch dort viel zu schnell fahren, halte ich die dortigen Kontrollen für sinnvoll. Auf einer Landstraße außerhalb halte ich es jedoch für Abzocke. Auch in der Ortschaft halte ich es für Abzocke, wenn man mit 60 statt 50 geblitzt wird, mit 80 oder mehr halte ich es dagegen für richtig. Hier fahren sie mit 100 durch die Ortschaft, da sollte schon mal jemand stehen.
filmfacts am 3. April 2007 08:00 Wenn man in der Ortschaft mit 60 statt 50 geblitzt wird, ist man 20% zu schnell unterwegs gewesen. Das ist keine Abzocke, dass ist dann nur ein dezenter Hinweis, sich zukünftig mehr an die Regeln zu halten. Und leider werden zu wenige dieser Hinweise verteilt.
Die Raser lernens nur ueber Geldbeutel, Flensburgerpunkte undFuehrerscheinentzug. Dazu sind die Radarkontrolle das geeignete Mittel. Auch der "Normalfahrer" kann mal reinplumpsen nicht auf Tacho geschaut, Schilderung nicht gesehen, in Gedanken oder im Gespraech abgelenkt. Pech gehabt aber die Tempoueberschreitung duerfte im geringen Rahmen sein, nicht vergleichbar mit rasen.

Ob es gerechtfertigt ist, kommt darauf an, wo die Radarfalle steht und ob dies verdeckt oder mit Vorwarnung geschieht. (Schule, 30er Zone etc.) Mit dem Sinn ist es so eine Sache, denn ich habe die Erfahrung gemacht, bzw. ich glaube, dass es nicht hilft! Die Leute, die schnell fahren, bremsen kurz ab und beschleunigen nach der Radarfalle sofort wieder. Im Endeffekt nervt es sogar nur, denn viele Leute bremsen schon abrupt ab, sobald sie nur ein Polizeiauto sehen und das gefährdet dann schon, wenn der Vordermann auf der Autobahn plötzlich kräftig auf die Bremse latscht nur weil auf der rechten Spur ein Polizeiauto fährt.
filmfacts am 3. April 2007 07:59 Richtig, diese abrupten Bremser sind Vollidioten. Daraus ableiten zu wollen, dass Radarfallen gefährlich sind, ist Blödsinn. Gefährlichsind lediglich Leute, die sich nicht an Regeln halten. Spiele funktionieren nur reibungslos, wenn man die Regeln einhält. Im Straßenverkehr ist es nicht anders!

Radarkontrollen sind genauso hilfreich wie jede andere Strafe auch. Meist bewirken Sie nichts, da die erwischten Fahrer uneinsichtig sind (Ich kann doch hier alles überblicken! Alle anderen fahren doch genauso schnell!) und die verhängten Strafen viel zu niedrig sind! Gerade erst wurde ein 22jähriger, einschlägig Bekannter Raser zu Bewährung verurteilt, nachdem er in einer 30-Zone ein kleines Mädchen mit 65 Km/h getötet hat. Bewährung! Warum?
Es muß deutlich mehr geblitzt werden und die Strafen für zu schnelles Fahren müssen deutlich erhöht werden. Warum muß man nur Geld zahlen, wenn man mit 50 in einer 30-Zone unterwegs ist? Führerscheinentzug für ein Jahr, dann lernen es die Leute.
Und nun nicht denken, ich wäre nur ein Moralapostel. Ich selbst habe bereits einmal eine deutliche Strafe erhalten, bin aber seitdem eines der hier vielfach genannten Verkehrshindernisse. Ich fahre tatsächlich nur exakt so schnell, wie es die jeweilige Beschilderung/Verkehrslage zulässt.
Antwort zusammengefasst: So wie jetzt geblitzt wird, bringt es wenig! Es muß mehr und schmerzhafter werden!
Grundsätzlich finde ich Radarfallen sinnvoll, weil es Sinn wilde Raserei zu bekämpfen. Dies ist ja auch oft ursächlich für viele Unfälle. Was man dem natürlich auch entgegenhalten kann, ist die Tatsache dass an vielen Stellen Tempolimits bestehen, die nicht nachvollziehbar sind. Wenn an solchen Stellen, oft sind dies auch Tempo 30-Zonen, sich der ganze Verkehr hinter einem aufstaut nur weil vorschriftsmäßig fahren will, und alle drängeln, fragt man sich schon ob dies Sinn macht. Vor allem weil man auch oft an solchen Stellen genügend Überblick hat. Sind in solchen Zonen auch noch private Blitzer, welche nur darauf schauen, dass sie möglichst viele Starfzettel ausstellen können, kann ich mich darüber schon ärgern, weil niemand in einer Tempo 30-Zone sich an dieses Limit hält. Genauso an übersichtlichen Ortsausfahrten, wo einfach schon mal etwas früher aufs Gas geht, weils einfach geht.
filmfacts am 3. April 2007 07:57 30-Zonen werden in aller Regel nicht ohne Grund eingerichtet. Und sei es "nur" weil es ein Wohngebiet ist. Und wenn dann irgendwo 30 steht, dann hält man sich daran. Punkt.
Manchmal schon. Es gibt Strecken, so kurz vor der Autobahn, wo viele schon mit 80/90 durch die Ortschaft rasen. Da halte ich es für gerechtfertigt.

Radarfallen sind dann sinnvoll, wenn sie geeignet sind, Unfall-Schwerpunkte, die auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, zu entschärfen. Allerdings sind Radarfallen dann nicht unbedingt "einnahmeträchtig", da an diesen Stellen eh die meisten Fahrer aus Vernunftgründen langsam fahren. Und die Einnahmen sind ja fest in das Budget der Städte eingeplant. Also stellt man dann die Radarfallen halt dorthin, wo eine Geschwindigkeitsbegrenzung unsinnig ist; und schon sind die Einnahmen wesentlich höher. Insofern sind sie sogar kontra-poduktiv, da sie dann an anderen (unfallträchtigen) Stellen fehlen.

Radarfallen sind dann sinnvoll, wenn sie an einer Gefahrenstelle stehen, an der erfahrungsgemäss viele zu schnell fahren.
Wegelagerei ist das Aufstellen überall, wo diese Bedingungen nicht erfüllt sind.
Ich kenne einige Stellen, an denen - etwa auf völlig intakter BAB - für genau drei Kilometer eine Geschwindigkeitsbegrenzung besteht, für die es wohl keine andere Begründung gibt, als "Arbeit" für die dort häufiger hinter einem Brückenpfeiler aufgestellte Radarfalle zu schaffen.
Wenig Verständnis habe ich auch für Radarfallen um Mitternacht bei einer kurzen Geschwindigkeitsbeschränkung auf "freier" Landstrasse, die ausdrücklich mit dem Zusatzschild "Schulbus" begründet wird - um diese Zeit dürfte der wohl kaum unterwegs sein.
Radarfallen sind sinnvoll,wenn sie an besonders unfallträchtigen Stellen blitzen.Wer bei Tempobeschränkung von 100 KM/h mit 160 fährt der soll bezahlen.Ich habe aber festgestellt,daß die Polizei an manchen Stellen blitzt an denen es eine reine abzocke ist.Die Stadt rechnet ja mit einer bestimmten Summe in ihrer Kasse.
UlfDunkel am 3. April 2007 15:06 Deinen letzten beiden Sätzen möchte ich widersprechen (habe trotzdem DaumenRauf gegeben). Die Polizei wird immer an Risiko-Schwerpunkten kontrollieren, wo eben besonders oft in der Vergangenheit Probleme aufgetreten ist. Wodurch begründest Du denn Deine Vermutung der "reinen Abzocke"?

Auch wenn es manchmal wie Wegelagerei erscheint, so halte ich Radarfallen für sinnvoll. Wenn man geblitzt wurde, dann war man zu schnell, und sollte dafür auch zur Rechenschaft gezogen werden.
Ja wenn Sie eine gefahrenstelle markieren. Sonst würde jeder Rasen ohne ende.
Habe zur Zeit wochentags das Problem, dass direkt bei meiner Auffahrt eine erst 100km dann 80 km dann 60 Kilometerzone mit Überholverbot für Lkw ist. Wenn ich 60 fahre werde ich regelmäßig von den Lkw überholt oder zumindest bekomme ich "die Hupe" da wünsche ich mir schon ab und zu eine Kontrolle. Denn die meisten Pkw Fahrer würden hier den Führerschein eingezogen bekommen die bretternteilweise mit viel mehr als 100km an mir vorbei, irgend wie fühlt man sich da wie der Idiot der Nation. Bin dann schon glücklich, wenn der Eine oder Andere "solidarisch mit mir fährt. :-)
Lkw dürfen auf bundesdeutschen Bundesstraßen, Landstraßen etc. nur 60 km/h fahren. Alles darüber ist nicht erlaubt.
Wenn Dich ein solcher Lkw-Fahrer mit der Hupe nötigt, bleibe ruhig. Er wird Deinen Wagen nicht rammen, sondern sich (und seinen Schniedel) kurz und klein ärgern.
Meine Bundesstraße ist 4spurig ausgebaut (B9) er darf also 80km/h fahren aber da halten sich auch nicht mehr viele dran, aber Angst macht mir das nicht ich finde es nur ärgerlich. Aber 60 km/h Landstaße stimmt glaube ich auch nicht mehr bin mir aber nicht ganz sicher, ist das nicht vor ein, zwei Jahren auf 80 km erhöht worden. Aber da ich keinen Lkw fahre habe ich mir das nicht gemerkt, aber ich glaube da war so irgend etwas.
http://www.verkehrslexikon.de/Module/GeschwindigkeitLkw.htmht
Hallo filmfacts, habe mir diese Info angeschaut. Die Bundesstrasse ist Autobahnmässig ausgebaut und seit der Einführung der Maut für Autobahnen ist das Verkehrsaufkommen bei uns drastisch gestiegen. Aber ich habe hier noch keinen Lkw mit 60km/h fahren sehen. :-((
Ich bin LKW Fahrer. Auf 4 spurigen Bundesstrassen dürfen LKW nur 60 fahren, es sei denn, es handelt sich zusätzlich um eine ausgewiesene Kraftfahrstrasse (Dieses blaue Schild; kennt jeder.)Bei einem LKW wird übrigens seitens der Polizei eine Geschwindigkeit um 65 KM/h toleriert. Das sind dann aber echte 65KM/h . Ein PKW Tacho kann da schon mal locker 75KM/h anzeigen . Die 60 KM/h Höchstgeschwindigkeit sind auch nicht erhöht worden .