Frage von askingyou22, 25

Finanzpolitik - Welcher Zusammenhang mit den Konjunkturtheorien?

Was haben Angebotspolitik und Nachfragepolitik mit der Finanzkrise am Hut?

Antwort
von borriquito, 25

Naja, alles. Durch die Angebotspolitik konzentriert sich zunehmend Vermögen und Einkommen in den Händen immer weniger Menschen (es gibt z.B. immer mehr Millionäre und Millardäre). Theoriegemäß sollten die dieses Geld investieren, um so das Wirtschaftswachstum anzukurbeln - durch das Schaffen neuer Produktionskapazitäten und entsprechender Arbeitsplätze. Aber - und hier der große Widerspruch der kapitalistischen Wirtschaftsweise - damit sich solche Investitionen in neue Massenproduktionen lohnen, braucht es eigentlich auch zahlungskräftige Nachfrage durch die Masse der Menschen. Die geht aber zurück, denn das Geld ist ja bei den Reichen gelandet und die geben es einfach nicht komplett aus. Es entsteht eine Nachfragelücke, die durch nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik ausgeglichen werden müsste. Dieser Ausgleich findet aber nicht statt. Also gibt es keine Investitionen und das Geld fließt stattdessen auf die unregulierten (dank Angebotspolitik) globalen Finanzmärkte, um dort für Rendite zu sorgen. So entstehen zwangsläufig Spekulationsblasen, die irgendwann platze. Voila: Die Finanz- bzw. Schulden- oder auch einfach Bankenkrise.

Kommentar von askingyou22 ,

Perfekt! Merci :)

Antwort
von soissesPDF, 10

Nichts.
Konjunktur befasst sich mit realen Produkten.
Die Finanzkrise ist ein Ergebnis von Egoismus und Gier.

Wenn ein Milliardär in einer Finanzkrise verarmt ist er nur noch Multimillionär.
Verliert ein Häuslebauer sein Haus verliert er alles.

Ein Milliardär kann auch nur essen bis er satt ist.
Eine Milliarde Menschen geben in Summe mehr Geld aus für Essen als eben der Milliardär.

Konjunktur besteht aus Angebot und Nachfrage, nur bildet sich nicht mehr Nachfrage durch Verarmung.

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