Frage von Kitaohneessen, 17

Finanzierung einer Verlängerung der Elternzeit, weil das Kind von der Entwicklung her noch nicht in die Kita kann?

Hallo in die Runde,

wir sind eine 5-köpfige Familie, die die letzten beiden Kinder mit nur 21 Monaten Abstand bekommen hat. Dies hat uns als Eltern aber auch finanziell (durch die Elternzeit) sehr gefordert, aber dessen waren wir uns im Vorfeld bewusst. Leider hatte unser Jüngster aber keinen unkomplizierten Start und jetzt (3 Wochen vor Ende des Elternzeitjahres) stehen wir vor einem Problem, dass wir nicht gelöst bekommen. Er ist nun ein Jahr alt und war in seinem Leben die meiste Zeit krankt. Das hat ihn so stark in der Entwicklung gehemmt, dass er jetzt auf dem Stand eines ca. 8 Monate alten Kindes ist. Er kann zwar krabbeln aber er verliert ständig ohne Vorankündigung die Körperspannung und fällt dann um. Wir sind zwar ständig in seiner Nähe aber man schafft es einfach nicht, jeden Sturz abzufangen. Dadurch schlägt er sich leider regelmäßig den Kopf an (auch so stark, dass er eine Gehirnerschütterung / Schädelprellung bekommt). Also tragen wir ihn, so oft es geht, aber er will sich ja auch bewegen und das wollen wir ihm natürlich ermöglichen (aber bei 3 Kindern und einem Haushalt stoßen wir zwangsläufig an Grenzen). Erschwerend kommt hinzu, dass er eine Vielzahl an Unverträglichkeiten / Allergien hat: vom Arzt bestätigt sind bislang Weizen (die Vermutung geht auch in Richtung Gluten), Hühnereiwes, Milcheiweis usw.. Leider dürfte das noch nicht alles sein, weil er (trotzdem wir diese Stoffe meiden) manchmal durch den Kontakt der Nahrungsmittel plötzlich Quaddeln und rote Flecken auf der Haut bekommt oder wir zur Notaufnahme hetzen, weil er im Gesicht massive Reaktionen hat. Seine ganze Vorgeschichte hatte auch schon so viele Medikamente (u. a. zahlreiche Antibiotikagaben) beinhaltet, die man ihm mit einer Spritze gegen seinen Willen verabreichen musste, sodass er BIS HEUTE NICHT ISST! Und mit nicht essen meinen wir GAR NICHTS ESSEN! Er hat schon mal an einem glutunfreiem Knäckebrot gelutscht oder ähnliches, aber er hat bis heute nicht die Erfahrung gemacht, dass Essen ihm keine Bauchschmerzen bereitet und satt machen kann. Und wir haben seit einem halben Jahr alles probiert (Babynahrung, Babybrei, Süßigkeiten, sämtliche Mittagsessenvarianten, Wurst, Käse, Brot, Baby let weaning --> das ist eigentlich unsere Vorliebe für die Kleinen). Um es mal so direkt zu formulieren, wie sich die Situation darstellt: Würde der Mutter die Milch versiegen, könnte unser Sohn nur mit einer Sonde ernährt werden, sonst würde er tatsächlich verhungern. Wir können diesen Kleinen gerade nicht (in 3 Wochen soll es losgehen) in eine Kita abgeben. Wir brauchen jetzt einfach noch ein halbes Jahr, damit er sich sicher bewegen kann und Nahrung zu sich nimmt. Ansonsten ist es völlig ausgeschlossen, dass wir beide wieder berufstätig sind. Allerdings sind unsere finanziellen Möglichkeiten und das Elterngald nach den beiden kleinen Kindern erschöpft. Kann uns jemand sagen, wie wir in diesem Fall eine längere Auszeit von 6 Monaten finanzieren könnten.

Vielen Dank!

Antwort
von beangato, 13

http://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/behinderung/foerdernpflegenbetre...

Vlt. findet ihr da Hilfe.

Wie es klingt, hat Euer Kind erhebliche Probleme, das tut mir leid.

Ich habe im Verwandtenkreis eine Mutter, deren 10jähriges Kind auf dem Stand eines 1/2jährigen ist. Das Kind hat die höchste Pflegestufe. Die Mutter bekommt dafür Pflegegeld. Sie könnte gar nicht arbeiten gehen.

Ich wünsche Euch viel Kraft für die Zukunft.

Bin übrigens auch 3fache Mutter.

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