Frage von lcp1998, 72

Finanzierung des Studiums ohne Hilfe von Eltern und Bafög?

Hallo Leute!

Eine Freundin von mir möchte nach dem Abitur Medizin studieren. Leider kann ihre Mutter sie nicht unterstützen, da sie selber nicht viel Geld verdient. Ihr Vater würde ihr nur eine monatliche Unterstützung von rund 100 Euro geben, welches aber leider nicht reichen würde. Da ihr Vater aber in der Lage wäre sie zu unterstützen, bringt ihr ein Antrag auf BAFöG leider nichts, da sie keine finanzielle Unterstützung bekommen würde.

Habt ihr Erfahrungen oder wisst ihr wo sie sich anders Hilfe suchen könnte?

Wäre euch sehr dankbar

Vielen Dank im Voraus

lcp1998

Antwort
von Rubezahl2000, 25

Ihr Vater ist dazu verpflichtet - fertig.
Wenn er sich weigert, muss der Unterhalt im Extremfall eingeklagt werden.

Wenn der Vater genug verdient, dann ist keine andere Institution verpflichtet, beim Unterhalt der Tochter auszuhelfen, nur weil er sich darum drücken will.

Kommentar von lcp1998 ,

Ok danke

Antwort
von putzfee1, 34

Meine Tochter hat während der Semesterferien regelmäßig gearbeitet und sich so ihr Studium weitgehend selber finanziert. Und ich kenne eine Menge Studenten, die das genau so machen. Das wäre doch für deine Freundin sicher auch eine Möglichkeit.

Kommentar von lcp1998 ,

Ich werde sie mal drauf ansprechen Danke dafür

Kommentar von zenit2016 ,

dann dauert das studium aber in der regel länger

alternative stipendium oder duales studium

Kommentar von putzfee1 ,

Wieso sollte das Studium länger dauern, wenn man in den Semesterferien arbeitet? Meine Tochter hat das in der kürzestmöglichen Zeit durchgezogen. Wenn man will, dann geht das auch.

Antwort
von ellaluise, 26

Eltern müssen ihre Kinder unterhalten und ihnen "ihre" Ausbildung ermöglichen.

Was jetzt nicht ganz klar wird, will die Tochter nicht im Elternhaus wohnen und ist der Studienort wohnortnah?

Denn natürlich müssen Eltern ihren Kindern nicht einfach eine Whg. finanzieren wenn es auch anders geht.

Beim Bafög gibt es auch eine Vorausleistung wenn die Eltern ihren Unterhaltspflichten nicht nachkommen. Dann wird das Bafögamt Geld von den Eltern holen.

Ebenso, wenn das Kind nicht mehr im Elternhaus lebt, ist mind. Unterhalt von der Höhe des Kindergeldes zu leisten oder das Kind kann mittels Abzweigungsantrag das Kindergeld für sich beanspruchen.

Anträge sollte man immer stellen!

Kommentar von lcp1998 ,

Die Eltern sind getrennt und weder Mutter noch Vater wohnen in der Umgebung der Uni Also müsste man die sozusagen verklagen oder wie ?

Kommentar von ellaluise ,

In diesem Falle sollte man wohl den Bafögantrag mit Vorausleistung stellen. (Informiere dich mal)

Ja, Unterhalt müsste von Ü18 selber eingefordert werden.

Welche Eltern wollen eigentlich nicht, das ihr Kind eine gute Ausbildung macht?

Aber, mit nur Bafög und sei es der Höchstbetrag, wird es finanziell immer noch sehr, sehr eng! Das Kindergeld würde auf den Unterhalt angerechnet, gibt es nicht oben drauf!

Kommentar von mychrissie ,

Die Eltern müssen wahrscheinlich nur die Schulausbildung ihres Kindes finanzieren. Aber ein volljähriges Kind, das statt zu arbeiten studieren will, müssen sie – glaube ich – nicht unterstützen.

Ein Studium ist für den Gesetzgeber vielleicht ein nicht unbedingt notwendiger Luxus. Aber genau kenne ich die Gesetzelage in diesem Fall auch nicht.

P.S: Ich war in der gleichen Situation. Meine Mutter lebte in Berlin von einre Minirente, mein Vater war früh gestorben. Und Bafög habe ich aus eigener Dusseligkeit in Heidelberg mehrere Semester lang auch nicht bekommen.

Lösung: Ideen haben! Ich hab in Heidelberg mit einem Freund zusammen eine "Students Floor Show" für amerikanische Touristen gegründet, bei der wir im Nebenraum einer Kneipe Studentenlieder und Stand-Up-Comedy (auf Englisch) dargeboten haben. Damit habe ich 1000,- DM Cash im Monat verdient, das war 1962 nicht wenig, und ich konnte sogar meine Mutter im fernen Berlin unterstützen.

Kommentar von ellaluise ,

Ein Studium ist kein Luxus, der Gesetzgeber sieht es auch nicht so, deshalb gibt es das Bafög! Eine Ausbildung sollte entsprechend den Talenten u. Fähigkeiten statt finden.

Nur leider ist es tatsächlich so, das die Möglichkeiten für Kinder wohlhabenden Eltern besser sind als für "Arme-Leute-Kinder". 

Wenn nurnaber Eltern mit Möglichkeiten ihre Kinder nicht unterstützen wollen, fehlt mir das Verständnis.

Ganz sicher kann das Kind auch etwas arbeiten. Aber im ersten Semester muß man sich erstmal ein bisschen "einrichten" vor Ort.

Wie gesagt, mir fehlt wirklich das Verständnis für fehlende Elternunterstützung.

Ich bin Ü50, wir unterstützen bzw. haben unsere Kinder unterstützt.

Auch meine Mutter, noch eine andere Generation, hat viel getan / tut viel für ihre Kinder.

Kommentar von mychrissie ,

Du hast recht. Auch mir fehlt für vieles das Verständnis.

Da man aber immer beide Seiten einer Medaille sehen muss, sollte man sich mal fragen, ob die fehlende Unterstützung manchmal vielleicht keine egoistische Lieblosigkeit der Eltern ist, sondern eine Erziehungsmaßnahme für einen antriebslosen Bewohner des "Hotels Mama", der mal seinen A*sch hochkriegen soll, statt ohne sich zu schämen noch immer an den Rockschößen und Portemonnaies seiner Eltern zu hängen.

Als ich studiert habe, hatten ich und alle meine Freunde Nebenjobs, um ihr Studium zu finanzieren.

Antwort
von tobihatnefrage, 26

Sofern deine Freundin das leibliche Kind ist oder adoptiert wurde hat sie das Recht auf Unterhalt, welcher wohl bei einem gut verdienenden Vater wesentlich höher ausfallen dürfte. Sie sollte sich da nochmal mit ihrem Vater unterhalten.
Gruß Tobi

Kommentar von lcp1998 ,

unterhalten hat sie sich schon und gut verdienen tut er nicht normal halt

Antwort
von Keehh, 23

Ich denke das der vater da mehr geben muss wenn wegen ihm kein bafög gezahlt wird.

Ansonsten natürlich gibt es immer die möglichkeit eines minijobs mit dem mann monatlich 450 Euro verdienen kann. damit kommt man dann schonmal etwas aus

Kommentar von lcp1998 ,

Leider kostet ein Medizinstudium viel Zeit . Bleibt dann leider kaum Zeit noch einen Job anzunehmen und zwingen kann man den Vater nicht

Kommentar von Keehh ,

wäre ich mir nicht so sicher dass man den vater nicht zwingen kann.

Letzendlich wird ihr durch sein Einkommen die Möglichkeit auf bafög verwert was glaub ich im spitzensatz bei über 600 Euro liegt. Also kann ich mir schon vorstellen dass der vater verpflichet ist, ähnlich wie bei Unterhaltszahlungen. Müsste man sich aber mal genauer irgendwo informieren. Gutefrage ist da die falsche anlaufstelle.

Kommentar von lcp1998 ,

jaa ich wusste nur erstmal nicht weiter deshalb hab ich hier erstmal gefragt ob leute die in der gleichen Situation sind vllt was wissen

Antwort
von junigloeckchen, 33

Entweder den Unterhalt einklagen, weil ihr Unterhalt (deutlich mehr als 100€) zusteht, oder, wenn sie das nicht möchte, einen Studienkredit beantragen.

Kommentar von lcp1998 ,

Sie könnte Zuhause weiter leben und von dort studieren jedoch wäre dies ein großer Umstand der jedoch BAFöG zu bekommen schwer macht

Kommentar von junigloeckchen ,

wie? die entfernung des wohnorts ist dem bafög amt egal!

Kommentar von lcp1998 ,

jaa aber sie hat die Möglichkeit zuhause zu wohnen und deshalb kein unterhalt

Kommentar von junigloeckchen ,

Dann ein Gespräch mit dem Vater bzw beiden Eltern, zuhause wohnen bleiben oder der Studienkredit.

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