Frage von Pessi2802, 29

Finanzielle Unterstützung vom Staat in der zweiten Ausbildung?

Hallo zusammen,

bevor ich zu meiner eigentlichen Frage komme fange ich erstmal bei meinen Rahmenbedingungen an:

Ich bin im Moment 24 Jahre alt und werde Ende nächsten Februars 25. Ich habe bereits eine abgeschlossene Ausbildung, mache aber im Moment meine zweite (da mir der erste Beruf einfach nicht zusagte). Aufgrund finanzieller Grundlagen wohne ich noch bei meinen Eltern. Ich habe einen Nettoverdienst von ~500€ (1. Lehrjahr - 2 und 3 steigt jeweils um grob 50€ brutto).

Da ich meinen Eltern allerdings ungerne weiter auf der Tasche liegen möchte und so langsam auch mal auf eigenen Beinen stehen will, und demnächst das Kindergeld für mich komplett weg fällt (zusätzlich zu den Zuschlägen die meine Mutter bekommt, weil sie für mich noch Kindergeld bekommt). hätte ich jetzt folgende Fragen:

Kann ich als (bald) 25+ Jähriger irgendwie an finanzielle Unterstützung vom Staat kommen (trotz zweiter Ausbildung), die obendrein meine Eltern im nachhinein nicht belastet (habe öfter gehört, dass sich das Amt das Geld von den Eltern wieder holt)?

Antwort
von qwertzuh, 29

Du könntest Wohngeld beantragen. BAB gibt's leider nur bei der Erstaubildung. Allerdings wenn du schon eine Ausbildung hast, kannst du deine 2. Ausbildung unter bestimmten Bedingungen ja verkürzen (ca. ein halbes Jahr weniger). Ansonsten gibt es noch den Bildungskredit oder deine Eltern geben dir etwas dazu.

Antwort
von KleinToastchen, 25

Nein, das wird nicht gehen. Zweite Ausbildungen, Weiterbildungen usw. sind Privatvergnügen und müssen selbst finanziert werden. Entweder nochmals einige Jahre sparen oder etwas suchen, was du in Teilzeit (z. B. Abend- und Wochenendunterricht) absolvieren kannst, damit du nebenbei arbeiten gehen kannst. Eine Umschulung o.ä. würde nur bezahlt werden, wenn sie unerlässlich ist, damit du aus einer langen Arbeitslosigkeit o.ä. herauskommst.. Und mal ganz ehrlich, aber auf eigenen Beinen stehen und Geld vom Staat beziehen, passt irgendwie nicht ganz zusammen - anstatt dass du das Geld nur von deinen Eltern bekommst, würdest du dann von fremden Leuten Geld erhalten. 

Kommentar von Pessi2802 ,

Dennoch suggeriert die Tatsache eine "eigene Wohnung" zu haben das "auf eigenen Beinen stehen" und beendet das "unterm Pantoffel der Eltern stehen/leben". Letzten Endes geht es mir ja um das Ausziehen bei meinen Eltern, ich bin immerhin schon fast 25... da fühlt man sich irgendwie nicht so wirklich erwachsen, wenn man noch bei seinen Eltern lebt.

Kommentar von KleinToastchen ,

Das kann ich gut nachvollziehen, war bei mir auch nicht anders. Aber wie gesagt, es gibt wirklich viele Möglichkeiten mit Abendschule usw. noch eine zweite Ausbildung zu absolvieren. Habe auch 3 Jahre lang 90% gearbeitet und bin an 1.5 Tagen noch zur Schule gegangen - war extrem streng, aber nur dadurch konnte ich mein eigenes Leben und die Ausbildung gleichzeitig finanzieren. Möglichkeiten gibt es genügend, es kommt nur drauf wie sehr du dich dafür einsetzen willst.. 

Kommentar von Carlystern ,

Ich fühle mich erwachsen, wohne bei meinen Eltern, fange nächstes Jahr meine Ausbildung zur Erzieherin an und bin 35. Ja und? Das spielt sich alles im Kopf ab.

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