Frage von timlagezz, 51

Finanzielle Hilfe wenn Opa stirbt?

Also mein Opa liegt im Sterben. Ich habe sonst nur meine Mutter. Meine Mutter gehört ein sehr baufälliges Haus in dem meine Mutter und Opa leben. Wenn Opa stirbt reicht das Geld nicht mehr aus und das Haus muss verkauft werden. Meine Mutter ist EU-Rentnerin und nicht erwebsfähig und bekommt 610€ Rente. Ich verdiene 1050€ und meine Freundin 1300€ netto.

Ich kenne mich leider nicht aus und weis nicht wie ich alles bezahlen soll. Die Beerdigung meiner Oma hat 3000€ gekostet, das war vor 4 Monaten und unsere Ersparnisse sind dafür draufgegangen.

Meine Mutter muss dann umziehen und sich Ihre erste eigene Wohnung einrichten.

Kennt sich da jemand aus über die Hilfen die man irgendwo bekommen kann?

Antwort
von isomatte, 17

Wegen den Bestattungskosten muss sie sich dann ans zuständige Sozialamt wenden,wenn es sonst keine Unterhaltspflichtigen mehr gibt  !

Du musst mit deinem Einkommen nicht aufkommen,dazu liegst du weit unter deinem Selbstbehalt,auch musst du für deine Mutter nicht aufkommen.

Wenn deine Mutter keinen Vermieter findet der ihr mit der Rente etwas vermieten möchte,dann muss sie sich auch ans Sozialamt wenden,wenn sie dauerhaft voll Erwerbsgemindert ist oder Altersrente bekommen würde.

Es kann aber sein das sie dann ggf. diese Leistungen nur in Form eines zinslosen Darlehens bekommen würde,denn wenn sie dann Leistungen bezieht und das Haus verkauft,damit dann über ihrem Freibetrag ( Schonvermögen ) von 1600 € bzw. 2600 € ( ab 60 Jahren und bei Altersrente )  liegen würde,dann müsste sie den Überschuss erst einmal dafür einsetzen.

Am besten würde es sein wenn sie dann ggf. solange bei euch bleiben könnte bis das Haus verkauft ist und sie eine Wohnung ohne finanzielle Unterstützung vom Sozialamt gefunden hat.

Dann könnte sie vorrangig einen Antrag auf Wohngeld stellen,sie müsste dann in der Regel nur das Mindesteinkommen von 80 % des Bedarfes nach dem SGB - ll vom Jobcenter oder dem SGB - Xll vom Sozialamt erreichen.

Das würden dann min. derzeit 404 € Regelsatz sein + die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und davon müsste sie dann in der Regel 80 % erreichen oder eine evtl. Differenz aus Vermögen abdecken können.

Denn beim Wohngeld dürfte sie als Antragstellerin ein Vermögen von 60 000 € haben.

Antwort
von astridSalzmann, 9

Das Sozialamt übernimmt bei Bedürftigkeit der Hinterbliebenen die Bestattungskosten. Dann müßte Deine Mutter auch nicht aus dem Haus ausziehen und sich eine Mietwohnung nehmen, die sie bei ihrer Rente sicher schwer finden wird. Aber ihr steht sowieso Grundsicherung zu - jetzt schon. Den Antrag sollte sie mal sehr schnell stellen. Wenn sie das Haus verkauft, was ja dauern kann, fordert das Sozialamt dann höchstwahrscheinlich sowieso die Bestattungskosten vom Erlös zurück.

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