Finanz Verwaltung Excel (Für Anfänger)?

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3 Antworten

Hi, ich stimme allen drei Vorrednern absolut zu.

Willst Du günstig starten? http://www.collmex.de/buchhaltung_software.html

Vor allem für Laien (und das lese ich hier heraus) eine gute Lösung. Alles ist erklärt und weißt Du mal nicht weiter hilft die Suchfunktion und die Erklärungstexte sehr gut weiter.

Kannst anfangen mit der free Version - die ist kostenlos. Incl Kleinunternehmerregelung oder UST Voranmeldung und aller notwendigen Schnittstellen für die FiBu.

Mein Tip: Die amtliche EÜR ist erst im Paket light enthalten. (5,95€) Monat

Wenn Du die brauchst (1x im Geschäftsjahr) nimmst den 30 Tage Testzugang - erstellen - und dann ein Jahr weiter mit free.

Deine Daten sind 10 Jahre gesichert, Belegnummern sind sauber vergeben, Streichungen dokumentiert, und falls es Deinem Unternehmen mal gaaaaaanz gut gehen sollte, Alle Daten stehen beispielsweise für eine Gründung einer UG oder GmbH schon aufbereitet zur Verfügung.

Und noch ein Tip....weiter fragen, fragen, fragen und lesen, lesen, lesen und informieren......

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Finger weg von Tabellenkalkulationen im Bereich Buchführung!

Zwar kannst Du irgendwelche Aufstellungen für Dich erstellen, aber wenn es hier um die Erfüllung von Pflichten gegenüber der Finanzverwaltung geht, dann reagieren viele empfindlich.

Zwar ist eine Buchhaltungssoftware für kleine Unternehmen nicht vorgeschrieben, doch auch Aufzeichnungen sollten fälschungssicher sein. Fälschungssicher bedeutet hier, dass keine nachträglichen Änderungen mehr stattfinden können.

Wofür sich Excel im Ergebnis noch eignet, dass sind Aufstellungen als Anlage. Aber selbst die sind vermeidbar, weil man die meisten Dinge so im Buchführungsprogramm aufbereitet, dass keine Anlage mehr nötig ist.

Es fängt schon bei einer übersichtlichen Ablage der Belege an. Habe da schon Dinger bekommen, da wurden Belege auf unterschiedlichste Heftstreifen gepackt, dass man sich eben keinen Überblick mehr verschaffen konnte.

Braucht ein Finanzbeamter (er ist nun einmal eine Person, die eine ausreichende Ausbildung hat) unangemessen lange, um sich über den Stand eines Unternehmens zu informieren, dann kann das alles verworfen werden.

Die Folge ist dann nicht: Noch mal besser machen, sondern die Buchführungsunterlagen werden verworfen. Und der Grundlage wird dann unter Umständen geschätzt.

Eine Schätzung bedeutet dann, dass die Einnahmen einen Sicherheitszuschlag bekommen. Die Ausgaben werden dann mit einem Abschlag auf das was glaubhaft ist geschätzt.

Dabei geht es dann um private Lebensführung usw. Was das Glaubhaft machen angeht.

Es ist zwar ein extremes Vorgehen, wenn so eine Belegsammlung verworfen wird, aber man muss ja auch mal die möglichen Konsequenzen und die wesentliche Bedeutung dessen, was da gemacht wird benennen.

Wer seine Belegsammlung ordentlich macht, der braucht etwa eine Stunde im Monat (unter einer halben Stunde wird man kaum liegen können). Also sind wir da bei einem ganz kleinen Umfang.

Doch dann beginnt ja die buchhalterische Arbeit erst. Wer dann diese noch erledigen will und einen Abschluss erstellen möchte, der wird für die restlichen Arbeiten natürlich auch noch Zeit brauchen.

Und da wird die Stunde sozusagen explodieren. Es ist also ratsam, dass man diese vielleicht zusätzlichen vier Stunden einem Steuerberater/Buchführungshelfer überträgt.

Dabei sollte im Ergebnis es möglich sein, dass man in der Zeit, die man benötigt hätte die Arbeit selber zu erledigen, sich auch die Gebühren verdienen lassen.

Sonst ist man entweder in seiner eigenen Tätigkeit nicht gut oder hat eine schlechte Geschäftsidee gehabt. Dazu kommt, dass die Entwicklung eines Unternehmens so auch von einem Steuerberater verfolgt wird. Das gibt dann auch Sicherheit, wenn in der Zukunft mehr Beratungsbedarf entsteht.

Insgesamt ist es leider so, dass viele Menschen meinen, sie könnten das selber. Es ist allerdings sehr oft so, dass da noch mehr Fehler entstehen, als wenn es durch einen Steuerberater gemacht wird (ich meine damit, wo gearbeitet wird, da werden auch Fehler gemacht, nicht grundsätzlich sollte ein Berater Fehler machen).

Inzwischen dürfte ich meine Praxiszeiten für die Steuerberaterprüfung voll haben. Wenn ich sehe, was dafür notwendig ist oder auch für meine jetzige Arbeit als Unternehmensberater: Herzliches Beileid an die, die nicht merken was sie kaputt machen. Nur weil sie das angeblich viele Geld sparen wollen.

In der Folge wird es aber um ein vielfaches durch unnötige Fehler verbrannt.

Viel Glück bei Deiner Vorbereitung und dem Start des Unternehmens.

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Ich kann Gullup nur zustimmen: Für die FiBu ist Excel ungeeignet. Was man indessen damit als interne Tools verwenden kann, sind ertragsbezogene Kalkulationen, Cash-Flow Berechnungen und -Prognosen, Verkaufspläne mit Soll- und Ist Vergleichen, usw. Allerdings wären diese individuell auf Dein Unternehmen abgestimmt vermutlich hilfreicher als ein Produkt von der Stange, aber ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren. Viel Erfolg bei der Unternehmensgründung!

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