Frage von tomi3053, 79

Filme schauen und Romane Lesen ist im Grunde doch das gleiche, oder?

Filme und serien sind doch eigneltich das selbe wie romane (bücher) oder? nur dass man bei filme / serien Bilder sieht und bei romane Lesen muss man eben lesen

aber dann verstehe ich nicht: wenn jemand fernsehsüchtig bzw. filme serien süchtig ist ist das total schlimm aber wenn jemand lesesüchtig ist und den ganzen tag romane liest und eine richtige leserate ist dann ist das ok

Expertenantwort
von knallpilz, Community-Experte für Film, 18

Gar nicht. :o

Bei Filmen hast du sehr viel mehr Eindrücke aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Dramatik (Dialoge), Fotografie, Bildgestaltung, Filmschnitt, Maske, Kostüm, Bühnenbild, Grafikdesign (digitale Hintergründe), Malerei (matte paintings), Schauspiel, Tanz & sonstige Stunt-Performances u. -Choreografien, Musik, Klangkunst (der ganze Sound eines Films). Bei Romanen hast bloß Prosa, sonst nix. :)

Prosa ist ganz anders erzählt als Filme. In Romanen hast du meist einen verlässlichen Erzähler, der dir sagt, was los ist. Im Gegensatz zum Roman beobachte ich Film das "Geschehen", statt dass es mir beschrieben wird, und ich sehe nur einen Ausschnitt.

In Filmen gibt es durch die vielen unterschiedlichen Kunstformen sehr viele Details. Wie etwas aussieht, wie sich etwas anhört, wie sich etwas bewegt. Wenn in einem Buch steht ("Er zog beim Laufen des linke Bein leicht nach.") Stellt sich jeder Leser das anders vor. Im Film sieht man, wie jemand sein Bein beim Laufen nachzieht. Wenn man im Film ein Geräusch hört, hört jeder dasselbe Geräusch, während, wenn es "Ein ohrenbetäubendes Grollen unterbrach die Stille." heißt, jeder sich ein anderes Geräusch vorstellt.
Dafür wird in Romanen oft erwähnt, was genau eine Person denkt. Im Film muss ich mir das anhand ihres Verhaltens zusammenreimen. Was ein riesiger Unterschied ist, da es zum Sehen eines Films gehört, dass jeder den Film ein bisschen anders sieht. Jeder interpretiert das Verhalten einer Figur anders, genauso wie jeder das Verhalten seiner Mitmenschen in der Realität anders interpretiert.

Dadurch, dass ich im Film beobachte, werden mir oft viele Dinge gleichzeitig erzählt. Wenn jemand einen Text spricht, ihn dabei auf eine bestimmte Art und Weise spricht, dabei auf eine bestimmte Art und Weise seine Gesichtszüge bewegt und ich im Hintergrund höre wie jemand anders noch irgendwas macht, wobei zwischendurch die Kameraeinstellung gewechselt wird, was mir zusätzlich Aufschluss über die Räumlichkeiten gibt, in denen die Figuren sich befinden (was zB wichtig wäre kurz vor einer Action-Szene), muss ich viele Informationen auf einmal verarbeiten. Ich kann aber nicht gleichzeitig lesen, was jemand macht, was er sagt, wie er sich dabei bewegt, was jemand anderes währenddessen tut, was alles währenddessen zu hören ist, wie die Räumlichkeiten beschaffen sind, wer sich wo befindet und wer auf welche Art und Weise seine Position verändert.
Dafür kann ich es in dem Tempo lesen, das mir beliebt. Bei einem Film ist das Tempo vorgegeben.

Die Art der Einbindung ist auf jeden Fall komplett anders.
Wenn es aber um Sucht geht, ist es tatsächlich dasselbe. Denn das, was instrumentalisiert wird, spielt bei tatsächlicher Sucht eine untergeordnete Rolle. Was eine Rolle spielt, und die Sucht überhaupt erst möglich macht, ist, dass die Lebensumstände entsprechend schlimm sein müssen. Nur wer sich so schlecht fühlt, dass er konstant den Wunsch hat, seiner Realität zu entfliehen, kann überhaupt süchtig werden. Behauptet die Suchtforschung. Genau dann ist man nämlich wirklich abhängig. Wenn es mir gut geht, bin ich nicht davon abhängig, dass es mir besser geht. Das heißt nicht, dass man nur faul in der Ecke liegt und nichts macht. Nur, dass man den Normalzustand erträgt.

Das, was du ansprichst ist natürlich eine Form von Verteufelung, die es immer gibt, wenn es irgendetwas neu ist. Was meinst du, was Leute für einen Aufstand gemacht haben, als Bücher neu waren. Die haben das genauso verteufelt wie heute Videospiele oder Filme verteufelt werden. Weil sie es nicht kannten. Wissenschaftlich und sucht-technisch gesehen ist lesesüchtig zu sein genauso bedenklich wie filmsüchtig, waschsüchtig, putzsüchtig, autobahnfahrsüchtig, achterbahnsüchtig, fresssüchtig, zuneigunssüchtig, spielsüchtig, heroinsüchtig oder nikotinsüchtig zu sein.

Auch ein gutes Beispiel. Leute, die täglich eine Schachtel Zigaretten rauchen sind deutlich weniger verpönt, als Leute, die täglich 4, 5 Joints rauchen oder 10 Bier trinken. Obwohl das genauso bedenklich sein müsste.

Antwort
von dirksowieso,

Never!

Bücher (okay nicht alle) können die Fantasie beflügeln, denn
man muss sich u. a. Dinge, Landschaften oder Menschen plastisch vorstellen was je nach Schriftsteller detailliert oder relativ platt umgesetzt werden kann.

Manche Bücher habe ich 2-3 mal gelesen, wenn es überragend war.

Heutige Literatur kommt m. E. nicht mehr daran heran.

Guter Schreibstil war bei den Harry Potter Romanen vorhanden aber danach oder auch davor habe ich lange nichts gelesen was mich fesselte.

Ich gebe den Charakteren im Roman übrigens immer eine Stimme d. h. jeder der darin vorkommt klingt anders (in jedem Buch) was, wie ich weiß auch vielen anderen so geht. Das geschieht übrigens unbewusst und hängt
sicherlich auch mit der Tiefe eines jeweiligen Romans zusammen.

Auch bei Filmen wird man heute im Grunde nur zugeschwallert.
Richtiges Erzählkino findet man nur noch selten.

Jüngere Literatur wird zwar noch relativ häufig verfilmt aber es ist ja auf ein junges Publikum zugeschnitten das dann eher Actionlastige Filme sehen will.

Nimmt man mal als Beispiel die Bücher wie die Bis(s) zum… Reihe oder auch die Tribute von Panem Reihe.

Die wurden mit Sicherheit verfilmt weil man sich sicher war das sie eine große Zuschauerzahl anlocken (vor allem junge Leute) aber niemand würde heute z. B. ein Werk das ähnlich wie die Buddenbrocks gehalten wäre verfilmen wollen, weil da zu wenig Action usw. wäre. Aber hätte man diese Bücher (also die Bisstrilogie und die Panem Reihe) ganz lahm verfilmt dann wären sie schnell
wieder in der Versenkung verschwunden.

Früher hatte man sich häufiger an Literaturverfilmungen gemacht aber heute gibt es kaum noch große Literatur die es lohnt verfilmt zu werden.

So weit die Füße tragen ist eine der gelungeneren Verfilmungen. Das Buch ist unglaublich packend geschrieben und die Verfilmung (aus den 60’ in rd. 20 Teilen) war unglaublich gut gemacht. Aber damals gab es auch noch echte Schauspieler, also die das richtig gelernt hatten und nicht auf der Starße entdeckt wurden und sich danach Schauspieler nannten - deswegen sind manche Filme heutzutage auch oft nichtssagend, weil einfach mehr dazu gehört als lediglich hübsch auszusehen.

(Ganz toll finde ich immer Schauspieler die hungern oder zunehmen um eine Rolle glaubhafter rüber zu bringen).

Aber zurück zu soweit die Füße tragen.

Man hat sowohl beim Roman als auch bei der Verfilmung mitgelitten und sich gewünscht das der Typ (um den es ging) nicht aufgibt, denn
erst war er zig Jahre in Gefangenschaft, konnte fliehen und dann erneut zig
Jahre auf der Flucht um nach Westdeutschland zu gelangen und als er nach Jahren der Gefangenschaft und die der Flucht endlich seine Heimat erreichte war er ein gebrochener Mann.

Ich hab damals lediglich ein paar Minuten des letzten Teils gesehen und nicht gleich verstanden worum es ging (gab damals noch kein Internet) mich dann schlau gemacht worum es ging, mir das Buch besorgt und jede Seite davon aufgesogen und erst danach die Verfilmung gesehen und war noch nie zuvor so ergriffen gewesen wie bei dieser Verfilmung, denn sie wirkte absolut real.

Auch die Dornenvögel oder vom Winde verweht sind aus meiner Sicht Klassiker. Beide Bücher wurden verfilmt und man spürt dabei den Zauber der
Romanvorlagen.

Heute wird nahezu alles umgeschrieben (was verfilmt wird) um es dem Mainstream anzupassen. Okay man will seine Kohle für die Produktion raus
haben und Gewinn machen aber wenn man die Romanvorlagen nicht kennt und zufällig liest das der Film auf dem oder dem Roman basiert, denken andere vielleicht das dass ein langweiliger Schriftsteller ist.

Die Bourne Verschwörung z. B. mit Matt Damon und Franka Potente ist auch nach einer Romanvorlage entstanden aber die Verfilmung hat fast nichts mehr mit der Vorlage zu tun, denn es wurde nahezu alles auf Hollywoodstyle umgeschrieben.

Da ging es nur um Action aber weniger um die Hintergrundgeschichte die im Roman subtil erzählt wurde. Fazit: Das Buch ist weit spannender.

Es fängt harmlos an aber gleich die ersten Seiten sind so gehalten das man von der ersten Sekunde an mitzurätseln beginnt was sich hinter all dem
verbirgt. Und dann lässt es einen nicht mehr los…

Die Verfilmung schaut man sich lediglich an und sagt sich naja man kann ihn mal anschauen aber es ist nichts was man zwingend noch mal sehen muss. Aber: Lies das Buch dazu und entscheide selbst…

Oder das Schweigen der Lämmer, das Buch ist der Hammer, der Film ist so lala, denn diese Spannungsdichte kommt im Buch tausendmal besser
rüber als im Film. Man liest, Zeile für Zeile und hatte richtig Angst um die
Hauptfigur und ich hab damals jede Seite verschlungen, immer in Sorge, gleich ist sie tot. Aber im Film kommt diese Spannung nur halb so gut rüber.

Antwort
von InaThe, 24

Filme servieren einem das, was Regisseur/Drehbuchautor etc sich stellvertretend für dich gedacht haben, du siehst nur ihre Perspektive, die eigene Phantasie wird zwar angeregt, aber niemals so komplex wie bei einem Buch. Ausserdem rauscht so ein Film in wenigen Stunden an dir vorbei, ein Buch gräbt sich über längere Zeit mit all den kleinsten Andeutungen, feinen Verästelungen und vor allem wunderbaren Worten viel nachdrücklicher ins Gedächtnis. 

Als großer Film- und TV-Junkie UND extreme Leseratte suche ich mir das beste aus beiden Welten, würde aber IMMER das Buch bevorzugen, wenn ich vor die Wahl gestellt würde. 

Rechtschreibung und die Fähigkeit, sich differenzierter auszudrücken gibts noch gratis obendrauf. 

Nicht umsonst gilt schon ab dem Kleinkindalter, dass (Vor)lesen immens wichtig für das Sprachverständnis und die Phantasie ist, Fernsehen hingegen nur in kleinen Mengen. 

Witzig, dass erst gestern im TV eine kleine Meldung kam: 30 Min.  tgl lesen (und zwar unterhaltende Bücher, nicht Zeitungen oder Sachbücher) verlängert das Leben um mehrere Jahre :-) 

Kommentar von knallpilz ,

Ich habe selten Bücher gelesen, die sich so sehr ins Gedächtnis graben wie meine Lieblingsfilme. Bei Filmen wird dir sehr viel mehr auf einmal erzählt, weshalb sie sich oft gut dazu eignen, sie nochmal zu sehen. Beim Lesen wird mir immer nur ein Stück Information auf einmal vorgelegt, und das Lesetempo kann ich mir aussuchen. Es ist also viel unwahrscheinlicher, dass ich beim ersten Lesen etwas verpasse und beim erneuten Lesen neue Dinge entdecken kann.

Seit wann gibt es keine Bücher, wo sich jemand nicht differenziert ausdrückt? Seit wann gibt es keine Filme, wo sich jemand differenziert ausdrückt?
Wenn das Vorlesen von Text wichtig für das Sprachverständnis ist, ist es nicht besser, dass von einem Schauspieler erledigt zu bekommen? Wie kommen die nochmal vor....Moment....fängt mit "F" an, glaube ich...

Kommentar von InaThe ,

Genau das, sich beim Buch Zeit lassen zu KÖNNEN , schätze ich immens. 

Und natürlich gibt es Filme, die ich als Buch niemals lesen wollen würde, schon allein wegen der Verknüpfung von Bild mit Ton, da gibts fantastische Sachen, die einem ja fast orgasmische Gefühle beschehren ;-) 

Nur bleibt die Gedankenwelt und langsame Charakterentwicklung der Protagonisten so oft weitestgehend verborgen, dass ich das Buch bevorzuge. Sich einer Geschichte stunden-, tage-oder wochenlang hingeben zu WOLLEN erfordert natürlich mehr Geduld. 

Gerade als SciFi-Freak bevorzuge ich Filme, in gefühlvollen und dramatischen Bereichen aber Bücher. 

Übrigens kommst du ganz schön kratzbürstig rüber, jeder hat halt ne andere Sichtweise, ist doch im Grunde völlig Banane, Hauptsache man fühlt sich mit der Entscheidung wohl. 

Antwort
von Lilo626, 44

Also ich sehe es auch ähnlich. Aber es ist eben nicht das gleiche. Ich finde zwar nicht wie viele andere hier, dass man sooo viel schlauer vom lesen wird , aber mein Hauptargument ist, dass man sich beim lesen alles selbst vorstellt und das auch muss, die fantasie ist individuell beim fernsehen wird dir alles vergegeben. Deshalb finde ich filme auch nicht so gut, wenn ich davor das buch gelesen habe. Ausserdem glaube ich dass man Leseratten so gut findet als TV-menschen, weil lesen immer mit Intelligenz oder lernen verbunden wird und TV eher mit Freizeit und Faulheit, aber im Grunde ist lesen für mich auch Freizeit.

Kommentar von knallpilz ,

Aber beim Lesen muss man nicht seine Fantasie anstrengen. Man kann.
Und um seine Fantasie zu benutzen, braucht man kein Buch.

Außerdem weiß ich nicht, ob ein paar simple Visualisierungen was mit Fantasie zu tun haben.
Ich habe mir jedenfalls noch nie irgendwas mit Details vorgestellt, wenn ich ein Buch gelesen habe. Also, wenn keine erwähnt werden...

Das war immer das Problem mit Verfilmungen. Wenn ich lese, stelle ich mir zB keine konkreten Gesichter vor. Wenn ich den Film dann gesehen habe, ist es mir aber unmöglich, es zu lesen ohne mir den jeweiligen Schauspieler vorzustellen und das nervt. :D

Antwort
von FelinasDemons, 56

Mit dem lesen stärkst du deinen Wortschatz und übst allgemein das Lesen. Was bestimmt nichts negatives ist. Bei Filmen/Serien sitzt du nur da und starrst einen Bildschirm an. Ich finde schon,dass da ein gewisser Unterschied ist.

Kommentar von knallpilz ,

Was ist denn das für ein Vergleich?

Entweder du sagst "Bei Filmen/Serien sitzt du nur da und starrst einen Bildschirm and und bei Büchern liegst du rum und starrst ein Stück Papier mit Symbolen drauf an."

Oder du sagst "Beim lesen stärkst du deinen Wortschatz und übst allegemein das Lesen. Bei Filmen stärkst du deinen Wortschatz, dein Gefühl für gesprochene Sprache, und übst allgemein die Fähigkeit, einen Film zu sehen (Verhalten anderer Menschen interpretieren, etc.).

Kommentar von FelinasDemons ,

Wie du meinst...

Antwort
von Anna1342, 49

Nein es ist nicht das selbe. Bücher sind etwas völlig anderes als Filme oder Serien. Beides sind Geschichten die erzählt werden, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. 
Außerdem ist es schädlicher den ganzen Tag vor einem Fernseher zu sitzen als ein Buch zu lesen. Ein Buch strahlt nicht. Und ein Buch kannst du überall lesen, auch draußen. Einen Fernseher kannst du nicht mitnehmen. Auch wenn es heutzutage auch Möglichkeiten gibt draußen Filme zu schauen ist es immer noch schädlich für die Gesundheit, den Sehsinn, und vieles andere auch. 

Außerdem lernst du Rechtschreibung und Bildung und alles in Büchern, das hast du in Filmen nicht, dort wird ja nur geredet und somit lernst du eher ugs als richtiges Deutsch oder eben andere Sprachen

Kommentar von knallpilz ,

Seit wann wird in Büchern nicht umgangssprachlich geredet?

Und Umgangssprache ist immer doch das Kommunikationsmittel was in der Wirklichkeit benutzt wird. Wenn man die nicht kennt, kann man sich mit Menschen schwer verständigen.

Kommentar von Anna1342 ,

Egal ob ugs oder nicht, die meisten Bücher nutzen die richtige Rechtschreibung, den richtigen Satzbau, ... Kurz um keine Umgangssprache. Es kommt drin vor keine Frage, aber das meiste ist kein ugs. Und mann kann sich auch ohne ugs ganz gut verständigen, wer das nicht hinbekommt sollte die deutsche Sprache vielleicht noch einmal überdenken. Mit welchen Leuten redest du denn das sie die richtige Sprache nicht verstehen oder kaum sondern nur ugs? Ich kenne niemanden bei dem das der Fall ist.

Antwort
von Bethmannchen, 21

Zwischen Lesen und Fernsehen besteht schon ein gewaltiger Unterschied.

Wenn Bücher lesen das selbe wäre, wie einen Film ansehen, dann würde doch wenigstens hin und wieder einmal ein Vorleser im Fernsehen gezeigt, der aus einem Buch vorliest, oder ;-) - Gääähhhnnn

Wenn du ein Buch liest, dann hast du da so etwas wie das Regiebuch zu deinem Kopfkino. Siehst du dir einen Film an, dann wird dir gezeigt, was der Resigeur beim Lesen eines Buches in seinem Kopfkino hatte.

Antwort
von Allexandra0809, 53

Wenn liest, kannst Du Dich auch weiterbilden, Deine Sprache kann ausgebildet werden, Du regst Deine Phantasie an, weil Du Dir die Personen vorstellst.

Sitzt Du nur vor dem Fernseher und lässt Dich berieseln, so bist Du nicht wirklich aktiv, auch wird Deine Phantasie nicht angeregt und Dein Stil verbessert sich bestimmt auch nicht.

Ausgenommen davon sind Sendungen, die wirklich bilden.

Kommentar von tomi3053 ,


Sitzt Du nur vor dem Fernseher und lässt Dich berieseln, so bist Du
nicht wirklich aktiv, auch wird Deine Phantasie nicht angeregt und Dein
Stil verbessert sich bestimmt auch nicht.




Also wenn man den film richtig ansieht und sich konzentiert dann ist das doch das selbe wie wenn ich nen buch lese und ich bin gleich "aktiv"

Kommentar von knallpilz ,

Das sind halt Klischees von Leuten, die einen Film noch nie mit Köpfchen geguckt haben. Oder vielleicht kennen sie auch nur Michael-Bay-Filme...

Mich verwundert es nur sehr, da man doch, wenn man als Leseratte lernt, aufmerksam zu sein, schon dementsprechend geschult bzw. konditioniert sein müsste, und das bei Filmen automatisch anwendet. Und da gibt es sogar meist mehr, worauf man seine Aufmerksamkeit richten kann.

Bei dem Thema wird auch oft sehr unsachlich diskutiert. Es werden halt immer gute Bücher mit stumpfen Filmen verglichen. 

Oder es wird einfach dahingestellt, dass ein paar Sätze zu lesen, während man vor sich hin träumt, und sich so viel oder wenig vorstellen kann, wie man will, das Gehirn mehr fordern würde, als Personen mit unterschiedlichen Gesichtern, unterschiedlichen Verhaltensweisen in unterschiedlichen Räumlichkeiten zu sehen, wie sie unterschiedlich handeln, reagieren, sprechen, unterschiedliche Emotionen zeigen, während man unterschiedliche Geräusche hört, die einem entweder eine Atmosphäre vermitteln oder einen aufklären was in der nicht sichtbaren Umgebung vor sich geht, oder wie jemand etwas meint, was er sagt oder wie seine Stimme sich anhört....und alle diese Informationen gleichzeitig zu verarbeiten. Genauso wie jemand nicht zwingend alle diese Informationen bei einem Film verarbeitet, ist das bei einem Buch auch so. Nur haben Filme ein vorgegebenes Tempo, was manchen vielleicht zu schnell ist.

Kommentar von tomi3053 ,

was sagste denn zu den alfred hitchcocks filmen? solche kunstwerke gibts net als buch zum lesen

Kommentar von Allexandra0809 ,

Es gibt eben Menschen, die lesen sehr gerne und andere, die gar nicht lesen. Du wirst aus einer Leseratte keinen Menschen machen, der nur vor den Fernseher sitzt und einen, der vor dem Fernseher sitzt, wirst Du nicht dazu bringen können, Bücher zu lesen.

Schon von Kindheit an habe ich immer gelesen und mach das auch heute noch. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch mal gern einen Spielfilm ansehe.

Die Mischung macht es.

Kommentar von knallpilz ,

Es kommt ja wohl auf den Film an, wie aktiv oder passiv man beim Schauen ist.

Genau so wie es auf das Buch ankommt. Lieblos geschriebene Bücher regen auch nicht die Fantasie an. Sprachlich langweilig verfasste Bücher stärken auch nicht den Wortschatz.

Das ist eins der realitätsfernsten Klischees, dass jedes Buch Anspruch hat, aber Filme nie. So ein Quatsch.
Gerade, wenn wir von Romanen reden. Filmen liegt immer noch die Dramatik zugrunde (Dialogform, wie beim Theater). Das erfordert meistens eine höhere intellektuelle Bereitschaft, das Verhalten der einzelnen Figuren zu durchschauen, als bei einem Roman, wo das Verhalten meist beschrieben und nicht gezeigt wird.

Antwort
von metbaer, 48

Es ist nicht das Gleiche. Lesen regt die Fantasie an, es entstehen im Kopf Bilder, Vorstellungen, Ideen. Man malt sich ein eigenes Bild dessen, was man liest.

Ein Film ist vorgesetzt und animiert i.d.R. viel weniger die Fantasie. 

Für beides gibt es Ausnahmen, aber ein Buch ist meistens das 5 Gänge Sterne Menü. Der Film ist meistens McDonaldals.

Kommentar von tomi3053 ,

ich sag blos alfred hitchcock

sowas kann ich nicht lesen , und es gibt keine bücher die solche kunstwerke sind wie hitchcokcs filme

Kommentar von knallpilz ,

Klingt so als würde du wenig gute Filme kennen und wenig schlechte Bücher.

Fantasie ist, wenn man ohne ständige Vorgaben sich etwas ausspinnt. Nicht, wenn man beim Lesen einiger Sätze ein paar gemütliche Tagträume hat.
Ein Film ist in der Tat vorgesetzt. Man kann nicht das Tempo drosseln, sondern muss mithalten. Man kriegt nicht nacheinander alles erklärt, sondern muss oft mehrere Sachen gleichzeitig auf einmal verarbeiten. Die nicht nur aus mehr als nur visuellen Informationen bestehen, sondern auch aus visuell reichhaltigeren. In einem Film ist zu sehen, in welche Umgebung sich die Figuren befinden, wo sie sich in dieser Umgebung positioniert haben, wen sie im Blickfeld haben, was sie machen, was sie beobachten, während zu hören ist, was sie sagen, wie sie es sagen, was dort passiert, wo die Kamera gerade nicht "hinsieht" (was die Kamera sieht, ändert sich ja sogar ziemlich oft...). Das alles ergibt sich dann zu einem Gesamtbild aus dem man sich zusammenreimen soll, was wer vorhat, warum er was macht und was er wohl als nächstes machen wird und was das vielleicht bedeutet.

Antwort
von Robin11135, 35

Ne bücher sind meistens ausführlicher aber ich les nicht so gern deswegen finde ich filme geiler🌝

Antwort
von Eduardo7Santini, 44

Menschen, die sich in ihrem Leben besonders häufig mit komplexen geistigen Aufgaben beschäftigen und ihr Gehirn immer wieder herausfordern, bleiben auch im Alter länger mental fit. Durch regelmäßiges Lesen und der stetigen Aufnahme neuer Informationen, wird das Gehirn optimal gefordert und das Gedächtnis trainiert, so dass es auch im Alter noch leistungsfähig ist. Das Leben kann ganz schön herausfordernd sein und vielen fällt es schwer, nach einem stressigen Arbeitstag zur Ruhe zu kommen. Lesen kann da Abhilfe schaffen. Menschen lassen ihren hektischen Alltag hinter sich und fliehen in die Welt der Fantasie, in der sie Abstand zu ihrem eigenen Leben finden und sich entspannen außerdem fördert Lesen das Empathievermögen. Leser lernen durch die Lektüre, sich in ihr Gegenüber hineinzuversetzen und vergrößern damit ihr Verständnis für das Leben anderer.

Kommentar von knallpilz ,

Alles, was du übers Lesen gesagt hast, trifft auch auf Filme zu.

Antwort
von latricolore, 51

Bücher sind wesentlich ausführlicher geschrieben.
Wenn Romane vefilmt werden, geht sehr oft sehr viel verloren.
Außerdem fehlt der Zauber der Sprache, wenn man ihn kennt.

Kommentar von tomi3053 ,

Bücher sind wesentlich ausführlicher geschrieben.

Achwo?

Bei Filme sieht man jede Bewegung alles was passiert ganz genau, genauer gehts doch gar net? Mit worten könnte man das doch alles niemals genau so beschreiben wies im film passiert

Kommentar von latricolore ,

Tja, mir scheint, du hast noch nicht allzu viel gelesen.

Kommentar von knallpilz ,

Mir scheint, du kennst nicht allzu viele Filme.

Kommentar von knallpilz ,

Ich habe als Kind sehr viel gelesen (durfte kaum fernsehen). Und je älter ich wurde (ab der späten Pubertät), desto mehr hat sich Film zu meiner favorisierten Erzählform entwickelt, und ich habe fast aufgehört, Romane zu lesen, da sie mich im Vergleich zu Filmen geistig weniger fordern und ich Filme viel detailreicher und ergiebiger finde. Besonders, wenn man jeweils die durchschnittliche Zeit, die man braucht, verrechnet.

Kommentar von Rubezahl2000 ,

@tomi3053: Das kann nur jemand behaupten, der aufs Filme Gucken fixiert ist, aber keine Bücher liest!
Filme sind nur eine Verfilmung der Film-geeigneten Ausschnitte eines Buchs. Mehr nicht.

Kommentar von knallpilz ,

Es ist aber die Rede von allen Filmen und nicht von Romanverfilmungen. Dass ein Roman unmöglich so viel Details haben kann, wie ein Film, dürfte auch kein Romanautor bestreiten. Man kann eine Bewegung, ein Geräusch, einen Mienenspiel, ein Gesicht, einen Gefühlsausbruch, den Klang einer Stimme, etc... so ausführlich beschreiben, wie man will, man wird trotzdem nie rankommen. Genausowenig wie die Partitur einer Oper zu lesen auch nur ansatzweise damit zu vergleichen ist, wie es ist, sie zu hören.

Kommentar von knallpilz ,

"Bücher sind wesentlich ausführlicher geschrieben."
Das ist meines Erachtens ein Trugschluss. Ein (guter) Film gibt bloß sehr viel mehr Informationen auf einmal wieder und das in sehr viel kürzerer Zeit. Deshalb versteht man einige auch erst komplett, wenn man sie sich mehrere Male angesehen hat.

"Wenn Romane vefilmt werden, geht sehr oft sehr viel verloren."
Das stimmt. Das wird heutzutage aber auch einfach sehr schlecht gemacht. Ein Roman hat sehr viel mehr Handlung, die nicht in 2 Stunden Film reinpasst. Man kann einen Roman nur dann Verfilmen, wenn der Film auch 5 Stunden lang ist, oder man die Handlung passend umdichtet. So, dass die Figurenentwicklung erhalten bleibt, aber eben nicht alles nacheinenander passiert.

"Außerdem fehlt der Zauber der Sprache, wenn man ihn kennt."
Es war nicht nur von Stummfilmen die Rede. :D

Expertenantwort
von Rubezahl2000, Community-Experte für Buch, 24

Wer glaubt, dass Filme gucken das Gleiche sei wie Bücher lesen, der hat vermutlich noch nie ein gutes Buch gelesen (außer der Pflichtlektüre in der Schule).

Mehr ist zu dieser unsinnigen Behauptung nicht zu sagen.

Kommentar von knallpilz ,

Wie ist das jetzt genau gemeint, wenn ich fragen darf?

Es klingt für mich sehr herablassend, aber ich will dir ungerne etwas unterstellen...

Antwort
von dresanne, 40

An ein gutes Buch kommt kaum ein Film ran. Und - alles sollte man in Maßen tun, das Fernsehen wie das Lesen. Ich kenne niemanden, der den ganzen Tag liest.

Kommentar von knallpilz ,

Ich glaube es ging ihm eher um etwas Analytisches. :D

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