Frage von reprisal, 105

FI fliegt bei Einschalten des HD Reinigers raus?

Hallo zusammen. Ich habe folgendes Problem. Wenn ich einen Hochdruckreiniger anschließe und das Gerät einschalte fliegt grundsätzlich der FI raus. Egal welche Steckdose ich verwende. Bei einer Kappsäge übrigens auch. Beides über 230 V und ca 2400 Watt. Ein Bauheizer mit 3,3 kw funktioniert hingegen einwandfrei. Könnte ein Einschaltstrombegrenzer helfen? Sicherungen gehen übrigens alle bis 16 A (AEG). Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Vielen Dank im voraus.

Antwort
von Branko1000, 55

Der FI- Schutzschalter (RCD) löst nur aus, wenn ein Fehlerstrom über die Erde abfließt, also mit Überlastung der Leitung oder dem Einschaltstrom hat dies nichts zu tun.

Wenn die Sicherung auslösen würde, dann kann es am Einschaltstrom bzw. an der Überlastung liegen.

Wenn an der gleichen Steckdose andere Geräte nicht den FI-Schutzschalter (FI) auslösen und das Gerät bei einer anderen Steckdose bzw. Wohnung auch nicht den FI-Schutzschalter (RCD) auslöst, dann sollte sich ein Elektriker vor Ort die Installation bzw. Steckdose überprüfen.

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Strom, 61

ich behaupte mal, dass es ein problem mit der erdung ist. die frage ist nur welches...

gut möglich dass so wohl die kappsäge als auch der hochdruckreiniger ein problem haben-. oder has du vielleicht beide geräte zufälligerweise mit dem gleichen verlängerungskabel verwendet?

eventuell könnte dort der fehler liegen...

der fi schalter jedenfalls löst nur dann aus, wenn strom richtung erde abfließt...

lg, Anna

Antwort
von RobRobsen04, 44

Einen lustigen Guten Tag aus Berlin,

da die Kollegen hier bereits einiges geschrieben haben,
welches aber nicht zum Erfolg geführt hat, gehe ich mal von einer ganz simplen Erklärung aus.
In Deinen Stromkreisen, welche zusätzlich über den FI
abgesichert sind befinden sich mehrere elektronische Verbraucher welche
angeschlossen und eingeschaltet sind. Das können sein Computer, Laptop,
Kühlschrank, LED Leuchte, Router und W-lan Router, Energiesparlampe und  so weiter. Jeder dieser elektronischen Verbraucher darf bis zu 3,5mA Ableitstrom erzeugen.
Jetzt sind z.B. 5 Verbraucher angeschlossen und in Betrieb,
also eingeschaltet. Jeder dieser Verbraucher erzeugt z.B. einen zugelassenen
Ableitstrom von z.B. 3mA. Macht in Summe bei diesem Beispiel 15mA.
Nun muss ein FI (RCD) mindestens 50 % seines Auslösestromes  halten, darf also nicht auslösen, was bei einem 30 mA FI ,15mA entspricht.
Jetzt schaltest Du einen weiteren Verbraucher z.B. den
Hochdruckreiniger zu und auch dieser  darf 3,5mA Ableitstrom erzeugen.

 Jetzt haben wir mit den bereits 15mA vorhanden Ableitstrom+ die 3,5 mA macht 18,5 mA Ableitstrom was einen Differenzstrom von 18,5 mA beim FI
bedeutet. Jetzt darf er auslösen und dies tut er auch.
Die meisten FI (RCD) Schalter lösen so zwischen 18 – 24mA
aus.

Also Test 1 ALLE Verbraucher ausschalten und abziehen welche
sich an dem FI Stromkreis befinden.

Dann Hochdruckreiniger in die Steckdose welche über den FI
abgesichert ist und einschalten. Bleibt jetzt alles  am laufen, dasselbe nochmal mit dem anderen Betriebsmittel versuchen.
Lösung, vom Elektrofachmann einen zusätzlichen FI einbauen
lassen, welcher die Stromkreise Sinnvoll aufteilt, dass die existierenden
Ableitströme sinnvoll aufgeteilt werden.

Sollte trotzdem bei beiden Betriebsmitteln der FI auslösen und
du hattest wirklich alle anderen Betriebsmittel (Verbraucher) vom Netz
genommen, dürftest Du bereits einen Fehlerstrom auf den Fi Stromkreisen haben.

Jetzt muss der Elektrofachmann ran und mit Messen und Prüfen
diesen Fehler lokalisieren und beheben. Ein Zweiter FI ist auch in diesem Fall
immer Sinnvoll, da die elektronischen Betriebsmittel immer mehr zunehmen und ein FI meist nicht mehr ausreicht.

Spannungsreiche Grüße der

Luft-i-Kuss

Antwort
von wollyuno, 43

da bleibt nur messen,da es bei beiden geräten passiert kann auch der FI einen fehler haben oder in der anlage so das es bei belastung auftritt.schwierig das aus der ferne zu beurteilen und solltest beides prüfen lassen geräte und installation

Antwort
von kindgottes92, 55

Der FI hat nichts mit der gezogenen leistung zu tun. Der misst lediglich, ob auf Phase und Neutralleiter gleich viel Strom fließt. Wenn da ein Unterschied ist, ist das ein Zeichen, dass irgendwo ein 'Leck' ist und Strom z.b. über den Schutzleiter oder sonstwie Richtung erde fließt. 

Wenn das an verschiedenen Steckdosen passiert, liegt es am Gerät. Kannst du zur Sicherheit mal in einem anderen Haus testen, ob das selbe Problem besteht?

Kommentar von reprisal ,

Bei meinem Vater funktioniert beides einwandfrei. Mich wundert eher das der Bauheizer mit 3,3 kW funktioniert und beim HD Reiniger mit 2,4 kw die Sicherung rausfliegt. Kann es nicht doch am Einschaltstrom liegen? 

Kommentar von kindgottes92 ,

Wenn die sicherung kommt dann ja. Die ist nämlich da um den maximalen Strom zu begrenzen. Wenn der FI kommt hat das aber nichts mit dem Einschaltstrom zu tun.

Antwort
von reprisal, 52

Habe das Kabel direkt an die Steckdose angeschlossen allerdings nicht gleichzeitig sondern zeit versetzt. Bei meinem Vater fliegt übrigens nichts raus.

Antwort
von fuji415, 43

Da kann nur der Austausch oder Reparatur des HDR  helfen den der einen Fehlerstrom über 10 mA was den FI zum auslösen bringt den der Strom fließt nicht über eine Leitung ab sondern über das Gerät entweder Wasser oder Bodenkontakt  . 

Mal den HDR ohne Wasser versuchen anzumachen wen da der FI nicht fliegt ist das der Fehler sonst fließt der Strom gegen Erde ab und nicht über den Anschluss .

Den der FI will , das die Summe der zufließenden Ströme gleich ist mit der Summe der abfließenden Ströme darum wird er ach Vergleicher genannt  und den  Unterschied nennt man Fehlerstrom der löst dann bei ca 50% des Nenn-Fehlerstroms aus .

Und FI sind nur für Nass und Feuchträume vorgeschrieben also Küche und Bad im Haus bei Firmen ist das anders . 

Differenzströme treten auf, wenn durch den menschlichen Körper oder über eine schadhafte Isolierung ein Fehlerstrom fließt. Dazu vergleicht der Fehlerstrom-Schutzschalter die Höhe des hin- mit der des zurückfließendenStromes.

Die vorzeichenbehaftete Summe aller durch den Summenstromwandler des Fehlerstrom-Schutzschalters fließende Ströme muss bei einer fehlerfreien Anlage immer Null sein.

 Vereinfacht ausgedrückt muss der Strom, der zum Verbraucher fließt, genauso groß sein wie der Strom, der vom Verbraucher zurückfließt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstrom-Schutzschalter

Kommentar von wollyuno ,

FI ist inzwischen für alles vorgeschrieben,nicht nur feucht und nassräume

Antwort
von iamthejudge, 44

Oder sonst mal deinen Nachbarn fragen ob du es mal bei ihm probieren kannst.

Antwort
von Rosswurscht, 51

Häng mal ne Kabeltrommel dazwischen.

Kommentar von reprisal ,

Nein. Wurde beides direkt ans Stromnetz angeschlossen. 

Kommentar von wollyuno ,

das bringt nichts wenn ein erdungsfehler vorliegt

Kommentar von Rosswurscht ,

Wissen wir ob einer vorliegt?

Kommentar von reprisal ,

Da ich absolut unfähig bin was Strom angeht, werde ich jetzt einen Einschaltstrombegrenzer bestellen und es nochmal mit der Kappsäge ausprobieren. Ich werde bereichten. Danke erstmal an alle.

Kommentar von Branko1000 ,

Der Einschaltstrombegrenzer wird da nichts ändern, da ein FI (RCD) nicht auslöst, wenn zu viel Strom fließt. Dieser löst nur aus, wenn ein Fehlerstrom z.B. über dich abfließt. Der RCD ist ein Personenschutz.

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