Das wollte ich schon länger mal wissen. Wie ist denn die Rechtslage?
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Nein. Normalerweise bekommt man die Urne erst garnicht in die Hand. Deshalb lassen manche Leute ihre verstorbenen Angehörigen in Holland verbrennen und sich von dort die Asche zuschicken. Dann liegt es außerhalb der Kontrolle der deutschen Behörden.
die bestattungsgesetze sind in den einzelnen bundesländern unterschiedlich.
hier kannst du u.a.auch für dein bundesland nachlsen, ob du im wald verstreut werden darfst.

Das deutsche Bestattungsrecht ist noch sehr restriktiv. Wende Dich - wie KaiAusBerlin sagte - an ein niederländisches. Da kannst Du nach der Verbrennung die Asche verstreuen, wo Du willst oder auch zuhause aufbewaren.

Ist es wirklich würdevoll, die Asche der Mutter einfach in den Wald zu kippen? Ist das deutsche Bestattungsrecht nicht aus gutem Grund so restriktiv? Ein Gesellschaft, die nicht mehr würdevoll mit ihren Toten umzugehen weiß, darf sich auch nicht wundern, wenn den Lebenden keine Würde mehr zugedacht wird.
bitmap am 9. September 2007 00:42 Ich lese in der Frage nichts von der Asche der Mutter. Man könnte ja auch selbst den Wunsch haben (ich lege z.B. kein Wert auf ein Grab mit Grabstein für mich alleine, weil ich denke, dass das dafür, ob jemand an mich denkt nach meinem Tod, nicht maßgeblich ist, ob er mich "besuchen" kann).

mit behördlicher Genehmigung sind auch in Deutschland mittlerweile die sogenannten Friedwälder erlaubt. Gib mal unter Google, das Wort Friedwald ein, dort findest eine Unmenge an Links, die die Frage dann vollständig beantworten.
super, das wusst ich nicht. vielen dank!

Das ist eindeutig nicht erlaubt, nicht einmal im eigenen Garten, denn in Deutschland haben wir den wunderschönen "Friedhofszwang", von dem es nur zwei Ausnahmen gibt, die Seebestattung oder neuerdings die Bestattung im Freidwald.

Rechtlich herrscht dzt. Friedhofszwang. Vielerorts dürfen Hinterbliebene die Urne nicht mal berühren, obwohl diese andererseit sogar per Post verschickt werden kann.
Da sich Hinterbliebene, die eine Urnenbeisetzung bzw. Aschenverstreuung an einem ganz besonderen Ort wünschen, meist mehr Gedanken machen als Leute, die ein Grab kaufen und dieses dann nie besuchen und verkommen lassen, hält sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen, wenn wir Angehörigen die freie Aschenverwendung ermöglichen. Und zwar ohne daß wir diese Angehörigen in die Rolle von "Urnenschmugglern" drängen, die selbst die Asche aus dem Ausland importieren müssen.
Meiner Meinung, sollte sich der Staat hier etwas mehr zurückhalten.
Hallo ! Kann mir jemand sagen,was die Überführung nach Holland kostet ? Martina
Ich habe zu diesem Thema (Asche-legale Umwege über das Ausland) und vielen anderen Fragen rund um die Bestattung gerade ein Buch geschrieben: M. Köster, "Den letzten Abschied selbst gestalten - alternative Bestattungsformen", erschienen im Christoph Links Verlag Berlin.
danke an dich und alle, die geantwortet haben!