Frage von Ywalos, 133

Fetisch und Homosexualität eine psychische Krankheit?

Wenn man etwas gegen Schwule hat werden öfters diese kleinen 6. Klässer aka Liont Fans ankommen und mit dir diskutieren. Ich habe mal meine Lehrerin gefragt ob Homosexulität eine psychische Krankheit sei, sie sagte "Nein, denn jeder Mensch ist anders und jeder Mensch hat verschiedene Interessen" wenn man dann dieses Argument zur Pädophilie hinzufügt wird es trotzdem als Krank dargestellt, obwohl Pädophieler ihre "Sexulität" nicht ausgesucht haben. Sobald es strafbar ist, ist es sofort krank. Aber wo ist der Unterschied? Beide können nichts für ihre Sexulität und beide haben andere Interessen. Das eine strafbar das eine legal aber trotzdem ist das was strafbar ist krank. Genau so ist es beim Fetisch. Wenn Leute Schuhe erregend finden ist alles okay und normal, aber wenn dann Leute Pornographie erregend finden wo beim Geschlechtsverkehr Tiere zertreten werden ist es plötzlich krank. Wieso ist das was Strafbar ist immer krank und das was legal ist immer normal. Das Gesetz hat nichts mit der Psyche und mit den Gefühlen zutun. Und das mit dem Fetisch ist haar genau das gleiche ding nur das bei dem Fetisch jemand zu schaden kommt. Trotzdem ist das was strafbar ist plötzlich krank

Antwort
von randomhuman, 37

Pädophilie ist solange nicht schlimm wie du sie nicht auslebst. Der gravierende Unterschied ist, dass wenn du es auslebst bestehende Gesetze zum Schutz der Kinder gebrochen werden. Und es ist gut das Kinder geschützt werden. Es ist nun mal eine psychische Krankheit, weil Betroffene oft nichts gegen den Drang machen können.

Das Ganze mit Homosexualität gleichzusetzen ist schon dezent kurios. Es sagt ja auch niemand warum ist Heterosexualität keine psychische Krankheit aber Pädophilie schon. Da schwingt irgendwie immer ein bisschen Homophobie mit. Weil an sich unterscheidet sich Homosexualität von Heterosexualität im Allgemeinen überhaupt nicht. Es ist komplett gleich bis auf unterschiedliche Partner.

Ich finde es natürlich weiterhin erstaunlich wenn Leute Pädophilie mit Homosexualität vergleichen, weil der Unterschied ist, dass man nach bestehenden Gesetzen normalerweise niemanden verletzt und dementsprechend ist es legitim. Ist ja ganz einfach...

Also wenn man beim Geschlechtsverkehr Tiere zertreten will dann weiß ich grad nicht wo ich hier gelandet bin. Das verstößt natürlich gegen das Tierschutzgesetz und ist damit verboten mal abgesehen davon, dass es moralisch höchst verwerflich ist Tiere einfach so zu treten. Natürlich ist es wieder einmal das gleiche wie grad eben. Wenn man einen Schuhfetisch hat verletzt man niemanden.

So ist das übrigens meistens mit allen Sachen. Solange niemand verletzt wird ist es legitim aber falls jemand verletzt wird ist es logischerweise gegen das Gesetz und oft sind Dinge die gegen das Gesetz verstoßen moralisch verwerflich...und können eben in diesen Fällen als Störung angesehen werden...

Antwort
von Chichibi, 31

Das Gesetz hat tatsächlich nichts mit der Psyche zu tun. Pädophil zu sein ist nicht illegal, sondern die entsprechenden Handlungen. Ich hoffe mal, wir müssen hier nicht darüber diskutieren, wieso Kindesmissbrauch strafbar ist.

Gesetze entstehen aus ähnlichen Moralvorstellungen, wie der ICD/DSM. Und natürlich beeinflussen sich diese auch Gegenseitig. Deswegen überschneidet sich da sehr viel. Trotzdem sind es erst mal zwei völlig verschiedene Dinge.

Was eine Krankheit/Störung ist, wird durch den ICD und (in den USA) den DSM festgelegt. Beide "Kataloge" werden durch ein Gremium festgelegt und v.a. der ICD ist international anerkannt.

Pädophilie ist übrigens auch keine Krankheit, sondern eine Störung. Krankheiten kann man heilen, Störungen nicht.

Eine Störung liegt u.a. dann vor, wenn der Betroffene eine Gefahr für sich oder andere darstellt. Homosexualität schadet niemandem, wenn man es auslebt. Pädophilie schon. Es ist eben ein Unterschied, ob man sich an Unschuldigen (Kindern, Tieren etc) vergreifen will, oder an vollmündigen Menschen bzw. Gegenständen. Das macht dann auch den Unterschied zwischen "gestört" und "gesund".

Darüber hinaus liegt eine Störung eben vor, wenn etwas "unnormal" erscheint. Homosexualität galt auch lange Zeit als Störung und Sadomasochismus ist heute noch im ICD gelistet (auch wenn es selten als Störung diagnostiziert wird). Man sieht also, dass es stark auf die Gesellschaft ankommt und dem Verständnis für irgendwelche Vorlieben.

Heute wissen wir, dass Homosexualität nicht heilbar ist und es niemandem schadet. Eine Therapie wäre da sehr kontraproduktiv, würde den Leidensdruck der "Betroffenen" nur weiter erhöhen. Pädophilie ist natürlich auch nicht heilbar, denn es ist (rein psychisch gesehen) eine Neigung, wie jede andere auch. Es besteht aber die Gefahr, anderen Menschen (Kindern) zu schaden und in einer Thrapie lernt man auch nur, mit seiner Vorliebe umzugehen.

Eine Therapie ist also sinnvoll, um nicht straftätig zu werden. Um niemandem zu schaden. Und alles, was einer Therapie bedarf, ist eben "krankhaft".

Antwort
von mk2112, 42

Das liegt daran, dass unsere Gesellschaft "Pädophile" mit "Kinderschändern" gleichsetzt. Solange alles nur im Kopf des Pädophilen bleibt, sehe ich darin überhaupt kein Problem. Sobald er es aber aktiv ausleben möchte und zB ein Kind missbraucht, kommt dieses Kind zu erheblichem Schaden, sowohl physisch, als auch psychisch. Und dieser Schaden, der ausgelöst wird, findet ja bei den meisten Fetischen und bei Homosexuellen nicht statt, da dies einvernehmlich geschieht. Meiner Meinung nach ist Pädophilie keine Krankheit, aber Betroffene sollten das Allgemeinwohl über ihre eigene Sexualität stellen.

Antwort
von Shiftclick, 46

Du musst genaugenommen immer unterscheiden, ob du einen Begriff umgangssprachlich oder in einem (welchem?) wissenschaftlichen Kontext verwendest. Umgangssprachlich gibt es viele Begriffe, bei denen es bei einem normalen Gespräch genügt, wenn sich die an der Kommunikation Beteiligten 'ungefähr' einig sind, was sie meinen. Beispiel: Intelligenz oder Depression. Jeder hat eine ungefährige Vorstellung davon und man kann sich unter Verwendung dieser Begriffe unterhalten. In wissenschaftlichen Diskursen, muss man angeben, was man unter einem Begriff genau versteht.

Krank und gesund sind Begriffe, die im medizinischen Sinne gar nicht definiert sind. Wir nennen z.B. eine erhöhte Körpertemperatur krank, aber sobald eine Tierart z.B. ihre Körpertemperatur etwas niedriger oder höher regeln würde, wäre das vormals Kranke gesund. Wir nennen meistens Dinge krank, die den Körper schädigen und zum Sterben bringen, z.B. Vorgänge, die durch eine Infektion hervorgerufen werden. Und die (scheinbare) Abwesenheit einer Krankheit gesund. Evolution ist aber ständige Veränderung und wenn heute 6 Finger pro Hand krank sind, kann das morgen schon normal und gesund sein. Es gibt ungefähre Übereinstimmung zwischen vielen Menschen darüber, was krank und gesund ist, aber es gibt keine belastbaren und eindeutigen Definitionen dafür.

Antwort
von Ashuna, 61

Es gibt einen unterschied ob es wirklich eine Psychische erkrankung ist oder halt ein Fetisch.

Dass Männer/ Frauen auf Jüngere stehen ist genauso normal wie der Fetisch von jemanden der auf Züge steht. Jedoch wird es von der Gesellschaft als krank angesehen da Kinder schutzbedürftig sind und es halt nunmal Kinder sind.

Ja Kinder stehen unter den Schutz des Gesetzes, jedoch ist sehr unüblich für uns Menschen sich "Partner" zu suchen die Kinder sind. Auch wenn es ein Fetisch sein sollte, ist es für die Gesellschaft Krank.

Kommentar von Ywalos ,

Oder es ist beides krank.

Kommentar von Ashuna ,

Eine erkrankung benötigt eine Ursache. Wenn jemand von sich aus einen "Fetisch" hat, ist es keine Erkrankung.

Kommentar von Ywalos ,

Ja und wieso wird dann Pädophielie als Krankheit bezeichnet. Seht ihr es ergibt keinen Sinn. Alles gleich

Kommentar von Ashuna ,

Es kommt auf die Ursache an ob es eine Krankheit ist oder nicht. 

Ansich ist Päpophelie genau wie jeder Fetisch eine störung der Sexuellen neigung. Jedoch gibt es einen Unterschied ob es Krank ist oder nicht, da jeder seinen eigenen kleinen Fetisch hat. Jeder hat gewisse vorlieben beim Sex und steht auf andere Sachen.

Jedoch sind dinge die auf Kosten anderer Passieren eher als Krankheit angesehen als dinge bei denen du keinen Schadest. Kinder sind wie schon gesagt Schutzbedürftig, sie können nicht von sich aus ("Erwachsen") handeln und sehen meist probleme oder fehler nicht richtig.


Es ist genau das gleiche ob du auf Gore stehst oder auf Latex.

Antwort
von Krjhg, 52

Etwas strafbares ist krank für uns, weil die Leute genau wissen sollten, dass man solche Dinge nicht tut (Tiere treten, Kinder usw....). Wer seine Sexualität über das Wohlbefinden anderer stellt, ist nun mal nicht normal. Homosexualität setzt ja voraus, dass beide Partner gleichberechtig sind. :)

Kommentar von Ywalos ,

Das ergibt ja überhaupt keinen Sinn.

Kommentar von Krjhg ,

Ich denke schon. Oder findest du es normal, mit einem Kind zu schlafen?
Der Unterschied ist ja, ob man die Dinge tut. Wenn jemand nur darüber fantasiert solche Dinge zu tun, aber nie etwas in die Richtung tut, ist er für mich nicht krank, denn er weiß, dass das unmoralisch ist. Sobald aber jemand die Grenze überschreitet, wird er krank und stellt sein Vergnügen über die Gesundheit von anderen.

Kommentar von randomhuman ,

Wo ergibt das keinen Sinn. Das ist simple Logik. Homosexuelle sind genauso gleichberechtigte Partner wie Heterosexuelle Partner...

Antwort
von Saralovesfylou, 23

Weil bei dem einen Menschen/ Tiere zu schaden kommen und bei dem anderen nicht.

Antwort
von Lemonyh, 34

Schwul sein ist KEINE Krankheit. Man steht eben nicht auf das andere Geschlecht, sondern aufs gleiche. 

Pädophile sind KRANK, denn sie stehen auf Kinder und sowas ist abnormal. Sie zwingen Kinder zum Sex, sie sind Vergewaltiger und Schänder!. 

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