Frage von karin69, 207

Fetisch, Partnerschaft und Sexualleben in Einklang bringen?

Gestern kam es unter Freunden zur Diskussion, ob trotz Fetisch und Vorlieben auf die Jahre gesehen der Sex in der Partnerschaft "alltagstäglich" sein und bleiben kann, oder ob die VORLIEBE, welche auch immer, stärker wird und es OHNE gar nicht mehr geht? Wäre schön, wenn es hier einige klärenden Antworten von "Betroffenen" gibt, primär oder sekundär...?!?

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Antwort
von sweetblueeyes84, 7

Wenn diese Frage auch schon etwas älter ist, so möchte ich doch gern meinen "Senf" noch dazu geben.

Ich führe mit meinem mann seit nun gut 25 Jahren eine Bdsm-Beziehung. In dieser Zeit sind wir zusammen gewachsen, haben uns gemeinsam entwickelt. Es haben sich Vorlieben verändert, Grenzen verschoben. Und was soll ich sagen... Unsere Beziehung ist intensiver als je zuvor.

Ja, eine Beziehung kann durchaus Bestand haben wenn sich der Fetisch seinen Weg in den Alltag sucht. Wichtig dabei ist doch nur, dass sich beide Partner weiter entwickeln und ihren Weg gemeinsam gehen.

Antwort
von Nadjasfeet, 103

Also für mich gesprochen kann ich sagen: Ja, das geht. Ich habe 4 Partner "verschlissen" bis ich einen gefunden hab, der genau so tickt wie ich. Wir reden offen über unsere Vorlieben und Wünsche. Und es stellt sich heraus, dass diese größtenteils tatsächlich deckungsgleich sind. Und die die nicht deckungsgleich sind, haben sich als so harmlos herausgestellt, dass es uns beiden rein gar nichts ausmacht, auch da dem Partner mal entgegenzukommen.

Also es erfordert etwas Mut und Geduld, aber wenn man sich nicht schämt und in der Lage ist, offen mit dem Partner zu sprechen, dann ja, dann kann man einen Fetisch glücklich, auch über längere Zeit hin ausleben.

Aber es ist wichtig, dass BEIDE so ticken, denn ohne meinen und ohne seinen Fetisch könnte und will ich nicht sein.


Antwort
von Ju202, 123

Problematisch ist es doch nur, wenn der Partner etwas mitmachen soll, was er nicht will. Wenn man seinen Fetisch für sich allein ausleben kann und den Partner damit nicht belastet, sollte das kein Nachteil für die Partnerschaft sein.

Kommentar von karin69 ,

Ich hätte die Eingangsfrage anders formulieren sollen?!?

Meine Freundin akzeptiert den Fetisch ihres Mannes schon seit Jahren und spielt auch sehr oft mit- ähnlich wie bei mir- es gehört einfach dazu...

Was SIE ber jetzt zumehmend unzufrieden werden lässt, dass der Mann zu "normaler, alltäglicher Sexbeziehung" fast nicht mehr fähig ist- und/ oder er keine Lust dazu hat. Das macht sie unglücklich, unzufrieden, unbefriedigt... 

Kann man das dem Mann verübeln, "austreiben", wieder anders "antreiben" , ect.

Zu einer Partnerberatung oder so möchte SIE ja nicht unbedingt!

Kommentar von Ju202 ,

Dem Mann das auszutreiben, dürfte schwierig werden. Es kommt natürlich darauf an, wie sehr der Mann an diesem Fetisch hängt.

Kommentar von karin69 ,

Es soll nicht der Fetisch des Mannes ausgetrieben werden, sondern seine Lustlosigkeit auf die "normale Sexualität!"

Denn diese lässt Frau UNBEFRIEDIGT zurück!

Kommentar von mychrissie ,

Was der eine normal nennt, nennt ein anderer vielleicht langweilig.

Jeder hat andere Maßstäbe. Und das meine ich vollkommen wertfrei.

Ich finde zum Beispiel 99,99% aller deutschen Songtexte banal und unerträglich, andere fahren voll drauf ab.

Kommentar von karin69 ,

Es geht nicht um NORMAL oder LANGWEILIG!! Es geht darum, dass meine Freundin und ihr Partner bis dato eine tolle und gesunde Beziehung führten, SIE sehr offen und verständnisvoll ist- und sich sehr auf den Fetisch des Partners einlässt, SIE sich aber nun zumehmends UNBEFRIEDIGT und nur noch wenig BEGEHRENSWERT fühlt, weil der MANN sich "keine Mühe" mehr mit IHR gibt- und es ohne den FETISCH fast nichts mehr geht. So langsam fühlt SIE sich dabei verloren... 

Und daher hätte SIE gerne ein paar Denkanstöße von FETISCH-Paaren!

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